Der mit dem Wolf tanzt

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder im Zoo in Hellbrunn. Im August haben sie abends immer etwas länger geöffnet, sodass man die Tiere am in der Dämmerung bewundern kann. Ich war mit den Eltern dort und zur Abwechslung habe ich mal den Eintritt gezahlt. So ändern sich die Zeiten. Aber es war eine großartige Idee, die Zeit noch zu nutzen, solange der Zoo länger geöffnet hat. Und ein vielleicht etwas zu warmer Samstagabend eignet sich da perfekt. Auch wenn es im Zoo dann erstaunlich schwül war.

Es war eine tolle Stimmung, vor allem als langsam die Sonne hinterm Horizont verschwand und es immer dunkler wurde. Es waren noch erstaunlich viele Menschen unterwegs, aber das Angebot kommt sicher gut an. Außerdem sind noch Ferien, insofern ist der Zoo um diese Zeit immer noch ein tolles Ausflugsziel.

Dieses Mal hat man überraschenderweise die Raubkatzen einwandfrei gesehen. Ich war schon lange nicht mehr im Zoo, hatte aber in Erinnerung, dass man diese immer nur aus der Ferne bestaunen könnte. Doch dieses Mal sind sie durchaus nahe an den Zaun herangekommen. Manche haben sogar Nachwuchs bekommen, denen man beim Spielen zuschauen konnte. Einer der schönsten Kreaturen war aber der Mähnenwolf. Er zählt zu den größten Wildhunden und ist ein erstaunliches Wesen. Schönes Fell, sieht beinahe kuschelig aus, strahlt aber doch eine imposante Aura des Respekts aus, den man haben sollte.

Ebenso beeindruckend waren die weißen Wölfe, die vor allem im Dunklen, leicht angestrahlt von einem Scheinwerfer, ihr Revier gut im Blick hatten. Im Finstern konnte man schließlich noch ein paar Tiere beim Schlafen beobachten. Unter anderem den Bären, aber auch einen Otter. Das große Becken, in dem normalerweise die Otter unterwegs sind, war erstaunlich leer. Sie können sich wohl gut verstecken. Im Haus drinnen allerdings, wenn man genau hingesehen hat, konnte man einen Otter beim Schlafen beobachten. Ganz entspannt, allein und in Ruhe, machte er sich in dem kleinen, abgeschiedenen Raum gemütlich. Wie der Kater zu Hause, lag er halb auf dem Rücken da, die Pfoten angezogen und schlief. Ich konnte natürlich nicht umhin und einen kleinen Plüsch-Otter mit nach Hause nehmen.