Ein knuffiger Roboter

Eigentlich wollte ich mit der Anschaffung von Astro Bot warten, bis das Spiel etwas günstiger ist. Aber die Spiele-Kanäle, die ich so verfolge, waren alle sehr begeistert von dem Spiel und ich hatte mal wieder Lust auf einen richtig guten Plattformer. Solche Spiele gibt es nicht allzu oft und wenn es dann ein so herausragendes Spiel wie Astro Bot gibt, muss man die Gelegenheit beim Schopfe packen.

Zwar haben mich in den vergangenen Monaten gute Metroidvania-Spiele, wie Prince of Persia: The Lost Crown oder Blasphamous II ausgezeichnet unterhalten, aber dabei handelt es sich eben um Side-Scoller (also 2,5D-Spiele). Ein nettes 3D-Abenteuer, mit einer Portion Nostalgie und vielen netten Ideen, ist da schon ein anderes Kaliber.

Ich bin noch nicht ganz durch mit Astro Bot, aber ich kann schon jetzt sagen, dass es sich ausgezahlt hat. Aber worum geht es? Unser kleiner Held ist mit seinen Astro Bot Kollegen mit einem Raumschiff durch die Galaxis unterwegs, als sie von einem Alien angegriffen werden. Dieses zerstört beinahe ihr Schiff, sodass sie abstürzen und auf einem einsamen Planeten landen. Das Alien hat Teile des Raumschiffes gestohlen, die es jetzt auf diversen Planeten wieder einzusammeln gilt. So weit und so einfach die Geschichte.

Das Spiel bedient sich dabei des gesamten Playstation-Fundus und dessen Historie. Das Raumschiff ist beispielsweise eine PS5 und unser Raumgleiter, wenn man diesen so bezeichnen kann, mit dem wir uns von Planet zu Planet bewegen, ist der PS5-Controller. Die Art der Steuerung und der Herausforderungen, die einen Erwarten, erinnert stark an 3D Mario Abenteuer. Die Welten sind mit viel Liebe zum Detail gemacht und über die Hälfte der 300 Astro Bots, die man retten muss, sind an Spiele-Charaktere angelehnt. Man schaltet mit der Zeit auch diverse Ausrüstungen und Diorama-artige Boni für die gefundenen Bots frei, die sich dann um das abgestürzte Raumschiff herum tummeln.

Aber die gefundenen Bots stehen nicht nur in der Gegend herum. Auf dem Planeten, auf dem man abgestürzt ist, gibt es so einige Dinge zu entdecken. Mal benötigt man die Unterstützung von 20 Bots, mal von 200. Es ist fantastisch zu beobachten, wie sich die ganzen Bots auf dem Bildschirm bewegen und herumwuseln. Es stecken wirklich tolle und großartige Ideen in dem Spiel.

Das Spielprinzip und die Steuerung nutzen auch sämtliche Elemente, die der PS5-Controller zu bieten hat. Was ich allerdings alsbald ausgeschaltet habe, war die Bewegungssensitivität des Controllers. Ich tue mir einfach leichter, das Raumschiff oder diverse Werkzeuge mit dem Stick zu kontrollieren, als mit dem Controller in der Luft herumzufuchteln. Das ist mir zu unpräzise und wirkt seltsam.

Der Schwierigkeitsgrad für die normalen Levels ist in Ordnung, es macht Freude, sich durch die einzelnen Levels zu bewegen. Jedes hat ihren eigenen Kniff und manche kommen mit speziellen Ausrüstungsgegenständen daher, die das Abenteuer abermals kurzweiliger machen.

Man schaltet allerdings ebenfalls diverse kleinere Levels frei, in denen sich dann nur ein Bot zur Rettung befindet. Diese speziellen, sehr kurzen Level haben es ganz schön in sich. Unter 10 Versuche habe ich davon, glaube ich, noch keinen geschafft. Man muss sich äußerst präzise und ohne sich auch nur einen Fehler zu erlauben, durch diese Levels bewegen. Das kann unter Umständen frustrierend sein und hat meine Geduld und Nerven gefordert. Aber wenn man diese Herausforderungen gemeistert hat und sich auch diese Bots in Sicherheit befinden, hat man doch ein schönes Erfolgserlebnis.

Wer diese Art von Spiel mag, macht mit Astro Bot auf keinen Fall etwas falsch. Und wer schon über Jahre Playstation-Spiele und Spiele im Allgemeinen zockt, wird mit den speziellen Bots an das ein oder andere Abenteuer der vergangenen Jahrzehnte erinnert.