Ich dachte mir, es wäre ganz nett, das zweite Jahr meines täglichen Blogs mit einer kleinen Trilogie an Texten zu beginnen, die sich mit Veränderungen beschäftigen. Zwar handelt es sich vorwiegend um Veränderungen in der Wohnung, ums Ausmisten und Platz schaffen, aber solche Aktionen, egal wie klein oder umfangreich sie ausfallen, können große Auswirkungen haben. Und so passt das thematisch, meiner Ansicht nach, gut zu einem neuen Jahr an täglichen Texten. Bewährtes wird beibehalten, während man sich genauso bereit macht, sich in neue Abenteuer zu stürzen.
Nachdem das Schlafzimmer um- und aufgeräumt war, alte Kleidung entsorgt und die neue Kommode, sowie das neue Nachttischchen aufgebaut waren, kam das letzte größere Projekt an die Reihe: das neue Büro. Dieses war zuvor ein Wohnzimmer und hat praktischerweise einen Balkon. Meine Dachgeschoss-Wohnung hat ja aus technischen Gründen leider keine direkt anschließende Terrasse oder gar einen Balkon. Daher freue ich mich nun, einen Stock tiefer, besagten Balkon nutzen zu können.
Doch bevor das Büro bezogen werden konnte, standen so einige Arbeiten an. Da ich am Feiertag, dem 1. November, nicht ausmalen wollte, begannen die vorbereitenden Arbeiten am Dienstag. Löcher wurden gestopft, improvisierte Regale entfernt, der Boden mit Plastik ausgelegt, Vorhangstangen demontiert. Zuerst wollte natürlich ausgemalt werden. Zwar waren die Wände alles andere als fleckig, aber einmal drüber malen und die frisch gestopften Löcher überpinseln hilft bei einem frischen Gefühl im Raum. Ausgemalt wurde natürlich in einem neutralen weiß, denn Farbe kommt durch Deko und Bilder rein. Anschließend eine Wand mit neuen Bodenleisten versehen, ordentlich durchwischen und die bereits vorhandenen Möbel konnten aufgestellt werden.
Schließlich fehlte nur noch ein Trip zu Ikea, sodass ein großer, geräumiger Eckschreibtisch entstand. So kann eine Ecke als Home-Office-Platz dienen, während die andere Seite für etwaige Hobby-Zwecke genutzt werden kann. Und ja, ich habe tatsächlich eine vorwiegend schwedische Einrichtung, auch wenn natürlich andere Möbelhäuser in der Wohnung vertreten sind. Das Büro ist allerdings hauptsächlich skandinavisch. Ein Regal und ein gemütlicher Sessel haben ebenfalls schon darin Platz gefunden, sodass ich den Raum entsprechend einräumen konnte.
Ich vertrete bei neu eingerichteten Räumen oder Wohnung, anfangs nicht zu viel Kram zu besorgen. Seien es Möbel oder etwaige Dekoration, wie Bilder. Man sollte immer erst auch etwas Zeit darin verbringen. So bekommt man ein Gefühl für den Raum und was man wirklich benötigt. Nicht nur um sich wohlzufühlen, sondern auch um den Zweck des Raums herauszufinden.
Mit der Neuorganisation des Schlafzimmers und dem Einrichten eines Büros/Hobby-Raums endet ein großes Vorhaben, welches mich schon länger beschäftigt. Seit einiger Zeit überlege ich bereits, wie ich gewisse Räume umgestalten kann und was ich loswerden möchte. Nun kann es an diverse Kleinigkeiten gehen. Bestimmte Sachen gehören noch verkauft oder in den Keller geräumt. Wobei sich auch dort Dinge befinden, die entsorgt werden möchten. Aber das sind alles Vorhaben, die sich perfekt eignen, um über die dunkleren Herbst- und Wintermonate erledigt zu werden. Aufräumen soll in gewisser Weise auch Freude bereiten, sodass man sich in den eigenen vier Wänden wieder wohler fühlt. Da sollte man nichts vom Zaun brechen.

