St. Peter – Zum Zweiten

Am Wochenende war ich mit Freund J. in Salzburg unterwegs. Doch dieses Mal nicht wie üblich erst am Nachmittag, sondern am Samstagmorgen. Es war herrlich, mit einer klaren, kalten Luft, und in der Stadt war es noch ruhig. Um 9 Uhr sind kaum Menschen unterwegs. Die Geschäfte und Stände am Adventmarkt bereiten sich auf den Ansturm der Leute vor. So leer sieht man den Adventmarkt am Dom selten. Man kann in Ruhe rumschlendern, ohne alle paar Sekunden jemandem aus dem Weg gehen zu müssen oder angerempelt zu werden. Ich kann die Uhrzeit sehr empfehlen für einen Stadtbesuch.

Unser Ziel war jedoch das Kloster St. Peter, genauer gesagt die Stiftskirche. Dort begann eine Führung durch die Kirche und einen Teil des Klosters. Es war das zweite Mal, dass wir diese Führung mitmachen. Die Stiftskirche gehört zu den schönsten Kirchen in der Umgebung, und man bekommt einen seltenen Blick in eine alte Bibliothek. Initiiert wurde die Führung natürlich von Irene Gramel; den Hauptteil übernahm allerdings ein Frater.

Dieser hat auch schon beim letzten Mal die Tour übernommen. Ich kann mich leider nicht mehr an den Namen erinnern. Er ist Historiker und hat entsprechend tiefgreifendes Wissen, was die Geschichte um Salzburg anbelangt. Die Tour war wieder sehr interessant, und ich hätte noch sehr viel länger den spannenden Anekdoten aus der Geschichte lauschen können. Der Schwerpunkt der Führung war dieses Mal wieder etwas anders als beim letzten Mal. Selbstverständlich ist der Großteil der Inhalte identisch, aber gewisse Dinge unterscheiden sich dann doch. Ein Grund mehr, die Führungen öfter zu machen, man bekommt immer mehr mit, andere Informationen und versteht die Zusammenhänge besser.

Wer in der Umgebung wohnt oder Salzburg besucht, sollte sich St. Peter nicht entgehen lassen und wenn dann noch eine Führung zu ergattern ist, umso besser. Die Veranstaltung dauerte etwa 2 Stunden. Wir waren stets in den Mauern des Klosters unterwegs oder eben in der Kirche. Als wir dann um kurz nach halb zwölf aus einem Seiteneingang hinaus in die Altstadt traten, war diese voller Menschen. Die zuvor leeren Straßen haben sich ordentlich angefüllt. Trotzdem ließen wir uns einen Glühwein nicht entgehen. Es war schon sehr kalt in der Kirche, und wir haben den Großteil dort verbracht. Einen Platz in einem Restaurant zu finden, war durch die Menge an Menschen nicht so einfach. Wir wurden aber schließlich im East, in der Linzergasse fündig. Ein tolles Lokal und bereits das Zweite in Salzburg. Das Essen ist stets großartig und die Menschen, die dort arbeiten, gehören zu den bemühtesten und freundlichsten in der Stadt. Ein guter Abschluss für einen spannenden Morgen.