Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt, aber wahrscheinlich an der kalten Jahreszeit. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob es so 100 % gut für meinen Magen ist, aber aktuell kann ich einfach nicht anders. Manche Bedürfnisse müssen erfüllt werden. Da muss man durch. Gemeinhin wird Kraut für seine gesunden Eigenschaften ja gelobt, wenn nicht sogar angepriesen. Da will ich mich natürlich nicht davor verschließen. Besonders jetzt, wo die Tage kürzer werden, der Winter langsam Einzug hält, benötigt man essenstechnisch etwas deftigere Gerichte. So habe ich in den vergangenen zwei Wochen regelmäßig Kraut-Gerichte zu mir genommen.
Angefangen hat es mit dem Klassiker: Bratwürstel und Sauerkraut. Dazu noch ein leckeres Vollkornweckerl (man lebt ja schließlich gesund) und das Abendessen war gerettet. Irgendwie bin ich mit Kollegen M. und C. bei einem Morgenkaffee auf das Thema gekommen und es hat mich dann den ganzen Tag über nicht losgelassen. Also bin ich an diesem Tag nach der Arbeit direkt zur Billa in der Nähe, um mir die notwendigen Dinge für das Abendessen zu holen. Ein paar Tage später entdeckte ich von Efko blöderweise schön vorportionierte Blaukraut- und Sauerkraut-Säckchen, um die ich natürlich auch keinen Bogen machen konnte. Auch, weil es ein sehr präsenter Aufsteller mitten im Supermarkt war. So blieb eigentlich nur mehr die Frage: was dazu essen?
Die Antwort lautet natürlich Fleischknödel. So gab es dann erst an einem Abend zwei Fleischknödel von Iglo mit Blaukraut. Leider war dieses Blaukraut mit Maroni verfeinert und nicht mit Äpfeln. Mit Maroni schmeckt es mir zugegebenermaßen nicht so gut, da es trocken wirkt und der Maroni-Geschmack für mich nicht wirklich zum Blaukraut passt. Aber es war ja nur eine Portion. Am nächsten Tag (in einer Packung sind blöderweise 4 Knödel drin) gab es dann die anderen beiden Fleischknödel mit Sauerkraut. Und da ich nun Lust auf richtiges Blaukraut hatte, habe ich mir ein Tiefgekühltes geholt, natürlich nun mit Apfel und dazu Original Salzburger Bratwürstel (die Dicken). Das gab es dann kurze Zeit später also auch noch.
Jetzt befindet sich nur mehr eine Packung Sauerkraut mit Speckwürfelchen im Kühlschrank, die noch verarbeitet werden will. Aber wahrscheinlich werde ich es dieses mit Wedges genießen und noch eine zu definierende fleischlastige Beilage. Wenn ich so darüber nachdenke, würde es mich direkt mal wieder reizen, das klassische Gründonnerstag-Gericht zu machen: Cremespinat mit Kartoffelpuffern und Spiegelei. Ich glaube, ich weiß schon, was auf dem nächsten Einkaufszettel steht.
