Backe, backe, Kekse

In der Weihnachtszeit backt man Kekse oder man kauft sie bei der guten Bäckerei, die sie noch selbst per Hand macht. Es ist großartig, wenn auf dem Wohnzimmertisch eine kleine Dose steht, aus der man sich bedienen kann. Entweder zum Kaffee oder einfach nur zwischendurch. Ich mag die Mischung aus selbst gemachten und gekauften Keksen, so ist eine gewisse Vielfalt vorhanden. Was ich allerdings fast jedes Jahr selbst mache, sind Lebkuchenkekse. Wobei ich mir für dieses Unterfangen den Teig gerne beim Bäcker hole.

Zwar ist der Lebkuchenteig an sich nicht aufwendig, trotzdem habe ich mich noch nie wirklich getraut, es zu versuchen. Ich habe schon verschiedenste Brote gebacken und etliche Pizza-Teig-Varianten getestet, doch manches scheint mir dann den Aufwand nicht wert zu sein oder ist ein Berg, den ich noch nicht erklimmen möchte. Der Teig für Flammkuchen gehört beispielsweise auch dazu. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt. Zum einen hatte ich noch keine Motivation, mich genauer damit zu befassen, auf der anderen Seite sind die gekauften Teige nicht schlecht. Aber irgendwann versuche ich mich daran. Beim Lebkuchenteig war es dieses Jahr noch nicht so weit.

Der Vorteil ist zudem, dass die Kekse so recht schnell fertig sind. Den Teig ausrollen, mit Mehl bestäuben, sodass er nicht überall festklebt und ausstechen. Es sind insgesamt vier Bleche voller Kekse aus dem Teig herausgekommen, was eine ordentliche Menge ist. Jedes Blech ist anders. Mal habe ich den Teig zu viel, mal zu wenig ausgerollt und mal hat es perfekt gepasst. Vor dem Backen mit Eiklar bestreichen, die Hälfte der Lebkuchen mit Mandeln ausstatten und schon konnten sie in den Ofen. Ein großer Vorteil an Lebkuchen ist, dass sie nur besser werden, je länger sie liegen. Die halten die Weihnachtszeit über.

Dieses Wochenende habe ich allerdings noch eine zweite Sorte dazu gemacht. Kollege J. hat mich auf die Idee gebracht, Kokosbusserl zu machen. Erst dachte ich, diese wären etwas aufwendiger. Stellt sich heraus, man benötigt nur drei Zutaten: Eier, Staubzucker und Kokosflocken. Das zweite Blech habe ich gerade aus dem Ofen genommen und es duftet herrlich in der Küche, während ich diese Zeilen schreibe. Natürlich bekommen die Kollegen ein bisschen was davon ab. Man ist in der Adventszeit ja schließlich immer etwas großzügiger.

Ich brauche nicht viele Kekse, aber ein paar sollten es schon sein. Seien es gekaufte oder selbst gemachte. Aber ein paar zumindest aus eigenem Antrieb heraus zu backen gehört für mich zur Adventzeit dazu. In manchen Jahren backe ich jedes Wochenende eine Sorte (von Florentiner bis Zimtecken), manchmal werden es nur die Lebkuchen. Ich finde es eine tolle Einstimmung für Weihnachten.