Mittlerweile ist es schon wieder über zwei Jahre, dass das Steam Deck erschienen ist. Valve hat mit einer Handheld-Konsole einen Trend gestartet, der bis heute anhält und immer leistungsfähigere Geräte nach sich zieht. Seit Jahrzehnten dominiert Nintendo den mobilen Gaming-Markt. Das Problem war nur, dass man damit nur Nintendo-Spiele spielen konnte. Eine Alternative, mit der man die eigene Steam-Bibliothek mit sich tragen konnte, hat noch gefehlt. Dieser Missstand gehört nun allerdings der Vergangenheit an. Man kann zwischen 500 € und 2.000 € für eine Handheld-Konsole ausgeben, je nachdem welchen Zweck sie erfüllen und welche Leistung dahinterstecken soll.
Vor zwei Jahren habe ich bereits ein Steam Deck mit LCD-Display getestet. Ich habe mir neue Spiele gekauft und Sales auf Steam ausgenutzt. Doch irgendwie wollte sich keine so richtige Spiellaune einstellen. Zwar habe ich damit das großartige Stray gespielt und so manch anderes Zeug probiert, doch wollte sich keine Routine einstellen. Ich habe es schließlich wieder verkauft. Nachdem ich inzwischen wieder mehr Zeit damit verbringe, Spiele zu spielen – auf der PS5 und der Xbox – wollte ich wieder einen Zugriff auf meine Steam-Bibliothek. Ein Gaming-PC war mir allerdings zu viel Geld. Also habe ich mich nach den aktuellen Handhelds erkundigt.
Das Asus Rog Ally X fiel mir dabei sehr schnell auf. Allerdings hatte es gemischte Rezensionen, was die Leistung, genauer gesagt die Verlässlichkeit des mobilen Windows anbelangt. Auch andere Handhelds hatten dieses Problem oder aber sie kosteten tausend Euro und mehr. Da kann man sich gleich einen PC kaufen. Also bin ich wieder auf das Steam Deck zurückgekommen. Dieses Mal allerdings auf dasjenige mit OLED-Display, welches nicht gleich von Anfang an verfügbar war. Es wurde die 512 GB Variante, da ich noch meine alte SD-Karte von meinem vorherigen Gerät hatte. Zwar hätte mich die weiße Limited Edition ebenso gereizt, aber der Aufpreis war es einfach nicht wert.
Nun habe ich das Steam Deck OLED mit 512 GB schon wieder seit ein paar Wochen zu Hause und bin sehr begeistert. Man kann zwischendurch eine Runde in Vampire Survivors spielen oder sich durch die fantastische Welt von Blasphamous II kämpfen. Es laufen aber ebenso Spiele wie Elden Ring oder The Witcher III darauf. Woran ich mich noch gewöhnen muss, ist die Steuerung. Die Art, wie man die seitlichen Controller-Teile hält, könnte Valve in einer zweiten Version gerne noch etwas ergonomischer gestalten und sich mehr an den Konkurrenten Xbox bzw. Playstation orientieren. Die 512 GB reichen vollkommen aus – man muss ja schließlich nicht immer die gesamte Bibliothek mit sich führen. Im Zweifel kann man natürlich Spiele auf die SD-Karte auslagern. Der OLED-Bildschirm ist großartig und die Lautstärke des Lüfters kommt mir leiser vor, als noch beim vorherigen Modell mit LCD (aber das kann auch Einbildung sein).
Aktuell bin ich sehr zufrieden mit dem Steam Deck und werde mir das hier sicherlich behalten und nicht gleich wieder verkaufen. Ob ich es wirklich auf Reisen mitnehmen werde, kann ich bisher nicht beantworten. Das hängt stark von der Art der Reise ab. Mobil spielen zu können, ist allerdings etwas Reizvolles. Es gibt die Steam Decks mittlerweile ebenso als Refurbished Varianten von Valve; also wiederaufbereitete Geräte, die zurückgeschickt wurden. Da kann man noch etwas Geld sparen. Wobei die 569 € für das Einsteiger-OLED-Modell im Vergleich mit den anderen Herstellern ein wirklich fantastischer Preis ist. Interessant wird es, wenn auch andere Hersteller das von Valve entwickelte SteamOS Betriebssystem verwenden dürfen. In den nächsten Jahren kommen sicherlich spannende Geräte dabei heraus.
