Nachdem ich schon seit einigen Monaten wieder Bart trage, in unterschiedlichen Längen, wurde es mal wieder Zeit für eine Glattrasur. Die neuen Haarschneider, die ich mir vor ein paar Wochen für die Bartpflege zugelegt hatte, leisteten dabei gute Dienste. Die alten Rasierer besaß ich schon wieder einige Jahre und man merkte ihnen das auch an. Als ich diese entsorgte, habe ich auch die Schublade unter dem Waschbecken entmüllt. Diese Schublade im Bad, die einigen Platz bietet, nutze ich gerne, um Dinge „temporär“ zu lagern, bis sie irgendwann zum Inventar gehören. Doch manchmal muss die Ordnung wieder hergestellt werden.
Wie sich herausstellen sollte, war ich dabei wohl etwas zu engagiert. Denn nicht nur hatte ich die alten Rasierer und deren Ladekabel entsorgt, ich hatte wohl aus Versehen auch das Ladekabel für den elektrischen Glatt-Rasierer weggeworfen. Da denkt man sich nun, als unbescholtener Bürger: Zum Glück gibt es die EU-Verordnung oder Vorschrift für einheitliche Ladekabel. Wieso sonst hätten alle Elektronikhersteller auf USB-C umgestellt, wenn dann trotzdem noch unterschiedliche Standards vorherrschen würden. Allerdings scheinen Rasierapparate nicht auf dieser Liste an elektronischen Geräten zu gehören.
Zwar besitzen sämtliche Rasierer, die ich habe oder hatte, einen fast identischen Stecker – den mit zwei Anschlüssen, flach und an den Seiten abgerundet – doch eben nur fast. Die Rundungen unterscheiden sich je nach Hersteller, mal ist in der Mitte unten eine kantige, mal eine etwas rundere Aussparung zu finden. So kann ich meinen noch übrig gebliebenen Rasierer partout nicht aufladen, weil es eben doch nicht überall Standards zu geben scheint. Ein Versäumnis, das doch bitte einmal nachgeholt werden sollte. Kopfhörer, Smartphone, Tablet, sogar das Macbook kann ich mit demselben Kabel laden. Nur im Bad muss ich unterschiedliche Anschlüsse parat haben und jedes Mal suchen, was gerade der passende ist, für das Gerät, dass ich in der Hand halte.
