Aktuell höre ich wieder vermehrt die Specials von den WildMics. Diese habe ich während der Coronazeit, als dieses tolle Podcast-Format entstand, häufig und regelmäßig gehört. Damals wurden diese Gesprächsrunden als Ferngespräche deklariert. Tommy Krappweis moderiert dieses Format. Sophia Krappweis gehört natürlich ebenso zur Stammbesetzung, wie die Hoaxillas Alexa und Alexander Waschkau. Die Gäste wechseln sich ab, besprochen werden die unterschiedlichsten Themen. Diskutiert wird alles, von politischen über gesellschaftlichen hin zu popkulturellen Themen und alles dazwischen liegt. Es sind wirklich fantastische Diskussionen, und ich lerne stets etwas Neues oder andere Aspekte kennen.
Als die Coronazeit langsam ausklang, wurde das Format allerdings neu gestartet, unter dem Namen Nachsitzen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag, aber irgendwie haben sie mich mit diesem Reset verloren. Es war nicht mehr dasselbe. Deshalb verlor ich das Format etwas aus den Augen, auch wenn ich natürlich weiterhin Hoaxilla hörte und die Folgen vom Nachsitzen in deren Feed auftauchten. Doch vor ein paar Wochen, ausgelöst vom ebenfalls fantastischen Format Alle bekloppt, habe ich dem Nachsitzen nochmal eine Chance gegeben und bin mit neuer Leidenschaft dabei. Manchmal benötigt man einfach eine Pause von etwas oder zumindest eine Weile Abstand, bevor man sich mit neuem Elan daran machen kann. Das hatte ich bei Podcast durchaus schon öfter, dass ich auf einmal keine Lust mehr hatte, es mir zu viel wurde oder was auch immer. Dann tun ein paar Wochen oder sogar Monate Pause, wie in diesem Fall, durchaus gut.
Der Vorteil an so einer Pause ist natürlich, dass man sehr viele Episoden nachzuholen hat, wenn man wieder damit anfängt. So liegen aktuell einige Folgen vom Nachsitzen in meinem Podcatcher und warten nur darauf, angehört zu werden. Eine Folge, die ich letztens aus dem Jahr 2024 nachholte, war zum Thema J.R.R. Tolkien und Herr der Ringe. Dazu waren zwei Experten eingeladen, die sich schon Jahrzehnte mit den Büchern, respektive den Filmen auseinandersetzen. Die Leidenschaft war deutlich zu spüren und hat mich natürlich sofort wieder angesteckt. Ich bin großer Fan von Peter Jacksons Trilogie und habe sie schon unzählige Male gesehen. Den Hobbit holte ich vor einigen Jahren das erste Mal nach und war begeistert. Leider muss ich gestehen, den Herrn der Ringe nie komplett gelesen zu haben. Nur die Hörbücher der ersten zwei Teile habe ich mir vor vielen Jahren mal angehört und das erste Buch auf Englisch angefangen, allerdings nie beendet. Es wurde Zeit, dieses Versäumnis nachzuholen.
Ich nahm also die Leidenschaft des Podcasts nur zu gerne auf und machte mich auf die Suche nach geeigneten Versionen der Bücher. Ich wollte die Bücher zunächst auf Deutsch lesen, bevor ich mich später an die englischen Varianten machte. In der Tolkien-Episode des Nachsitzens lernte ich von der Übersetzung von Margaret Carroux. Es ist die erste und wohl auch treffendste Übersetzung des Herrn der Ringe. Diese gibt es allerdings bedauerlicherweise nur als Luxusausgabe mit den Illustrationen von Tolkien. Wobei »bedauerlicherweise« hier sehr relativ ist, denn wenn man die Trilogie schon liest, dann doch im hübschen Hardcover mit den Zeichnungen des Schöpfers. Beim Hobbit habe ich mir die Übersetzung von Wolfgang Krege besorgt, da es scheinbar nur diese gibt, aber auch in der schönen Luxusausgabe mit den Zeichnungen Tolkiens. Die entsprechende Version des Silmarillion liegt ebenfalls schon in einem virtuellen Warenkorb und wartet nur darauf, bestellt zu werden.
Erst habe ich mich gefragt, warum die Ausgabe des Hobbits fast genauso viel kostet wie die des Herrn der Ringe. Wenn man das gewaltige Buch aber erstmal in Händen hält und die Detailverliebtheit sieht, mit der diese Ausgabe gestaltet ist, versteht man den Preis durchaus. Es ist wirklich hochwertig gemacht und sieht verdammt schick aus. Mit dem Hobbit habe ich bereits angefangen und bin erneut begeistert. Es ist schön, wieder in diese Welt abzutauchen. Eigentlich wollte ich mir demnächst mal wieder die Filme des Herrn der Ringe zu Gemüte führen, aber das muss wohl warten, bis ich mit den Büchern durch bin. Beides ist etwas viel auf einmal. Ich kann die Bücher in diesen Ausgaben wirklich empfehlen, wenn man Fan von Tolkiens Welt ist. Ich kann es kaum erwarten, dass ich mit dem Hobbit durch bin und in Herr der Ringe abtauchen kann.

