Planen von Text-Reihen

Ich bin mir nicht sicher, ob ich gerade Gefahr laufe, in ein altes Muster hineinzufallen und ob das gut oder schlecht ist. Und da ich am besten nachdenke, wenn ich etwas aufschreibe und es ebenso ein kleiner Blick hinter die Kulissen ist, mit was ich mich so beschäftige, dachte ich mir, ich mache einen kleinen Text daraus. Vielleicht finde ich so eine Antwort auf mein Problem, wenn man es überhaupt so nennen kann.

Ich mag Text-Reihen und Kolumnen. Die Regelmäßigkeit hat etwas an sich. Man sucht sich ein übergeordnetes Thema und berichtet davon immer wieder aus neuen Aspekten oder mit neuen Gedankenanstößen darüber. Einer dieser losen Textreihen, die ich mehr oder weniger regelmäßig mache, sind meine kulturellen und kulinarischen Auseinandersetzungen mit Salzburg. Ich schreibe gerne darüber und hoffe so, dem einen oder der anderen diese wundervolle Stadt etwas näherzubringen. Salzburg hat sehr viel zu bieten. In seiner vielschichtigen und tiefgründigen Geschichte und heute. Es gibt Wochen, da habe ich nichts Neues oder Spannendes zu schreiben. Manchmal kommen jede Woche neue Inhalte dazu. Wie es sich eben ergibt.

Allerdings habe ich aktuell eine Reihe, die sich MCU-Rewatch nennt. Eigentlich startete dieses Unterfangen einfach nur damit, dass ich die Infinity-Saga mal wieder anschauen wollte. Das habe ich erreicht und die Texte erscheinen jeden Samstag. Für einen kommenden Urlaub habe ich dann entschieden, die X-Men-Filme zu besprechen. Diese Texte werden, wenn es so weit ist, täglich erscheinen. Es läuft dahingehend ganz gut. Die Filme habe ich lange nicht mehr gesehen und es macht durchaus Spaß, sich damit auseinanderzusetzen.

Dann kommen natürlich noch die nächsten Marvel-Phasen. Mal sehen, wie es mir damit geht. Die Begeisterung hält sich aber eher in Grenzen.

Schließlich habe ich mir in den vergangenen Monaten die Blu-Ray-Sets von Supernatural und Charmed gekauft und mir gedacht, es wäre doch toll, dazu regelmäßig Texte zu schreiben. So habe ich etwas, wenn der MCU-Rewatch vorbei ist. Vielleicht merkt man es schon, beim Aufzählen dieser ganzen Dinge fällt es mir fast wie Schuppen von den Augen, aber es ist etwas viel. Und das sind noch nicht alle Dinge, die mir im Kopf herumschwirren.

Eigentlich sollte dieser tägliche Blog eine Aufzeichnung dessen sein, was mich gerade so beschäftigt, womit ich mich auseinandersetze und über was ich mir Gedanken mache. Doch ich falle in ein altes Muster zurück, wo ich zu viel von mir selbst erwarte. Die Freude an diesem Unterfangen ist das Spontane. Eben nicht zu planen, sondern es so zu nehmen, wie es kommt. Nicht verkrampft versuchen, eine selbstauferlegte Frist einzuhalten. Deadlines und Ziele und Termine habe ich in der Arbeit genug. Privat brauche ich das nicht auch noch.

Wenn ich Lust darauf habe und es mir Spaß macht, erscheint also weiterhin jeden Samstag ein Text zu meinem MCU-Rewatch. Vielleicht erscheinen später im Jahr sogar ein paar Texte zu Supernatural oder Charmed. Aber ob dies wöchentlich sein wird, weiß ich nicht. Und wenn zwischen den Texten ein paar Wochen Pause ist, dann ist es eben so. Das Leben ist nicht immer planbar. Spontanität, Neugier und eine gewisse Abenteuerlust sind mir sehr viel wichtiger, als einen erdachten Plan einhalten zu wollen. Zudem einer, der mich stresst, und zwar nicht auf die gute Art. Ziele sind gut, aber nicht, wenn sie die Freude an der Sache trüben.

Eva Wahyuni | Unsplash