Seit vielen Jahren höre ich nun schon Podcasts. Für mich haben sie zu einem gewissen Grad Musik abgelöst. Ich lausche lieber guten Gesprächen, als Musik zu hören. Sei es ein guter Laberpodcast, Interviews mit Wissenschaftler*innen oder Podcasts mit Schwerpunkten zu Technik, Games, Geschichte, Kurioses, Kultur oder über aktuelle Nachrichten.
Für mich gehören zu Podcasts entsprechende Apps. Zwar kann man mittlerweile auf Spotify und Co. Podcasts hören, doch vermittelt das oft einen falschen Eindruck. Denn nur die wenigsten werden von den Plattformen tatsächlich bezahlt. Der klassische Podcast, unter den die meisten fallen dürften, ist von Privatpersonen selbst organisiert und verlässt sich auf die (Teil)Finanzierung der Hörerschaft. Oft bekommen sie nicht einmal die Download-Statistiken von Spotify und Co. Wobei sich das mittlerweile geändert haben kann. Jedenfalls kann man sich bei den klassischen Podcast-Apps sicher sein, dass man die Podcasts so hört, wie es vorgesehen ist. Ohne dass sich jemand daran bereichert, die Creator aber nichts davon haben.
Deshalb die eigene App. Über die Jahre habe ich sehr viele getestet. Am Anfang hatte ich noch Instacast. Wenn ich mich recht entsinne, war das damals ein Ein-Mann-Projekt, welches später leider eingestellt wurde. Nach vielen Jahren hat das Projekt 2024 oder so zwar ein anderer wiederbelebt, aber es fehlen noch viele Features. Doch ich habe die App gerne benutzt. Dann gibt es natürlich noch Castro oder die Podcast-App von Apple, aber ich komme immer wieder zu Overcast zurück.
Hier kann man die Podcasts einfach verwalten. Ich habe nicht nur eine Übersicht über die Podcasts, die ich aktuell höre, sondern diejenigen, die ich früher gehört habe, sind ebenfalls in der Liste. Um zu schmökern und mal wieder in vielleicht vergessene Podcasts reinzuhören, ideal. Auch kann man Custom-Feeds abonnieren, wie ich es beispielsweise bei Bitsundso oder ThePod mache. Letzteres über Steady. Man kann sich Playlists abonnieren, die Downloads den eigenen Bedürfnissen anpassen und die App wird stets weiterentwickelt. Vor einigen Monaten erhielt Overcast ein komplettes Redesign, und unter der Haube hat sich scheinbar alles verändert. Seitdem läuft sie wieder flüssiger. Selbst mit mehreren hundert Episoden am Gerät.
Podcasts sind ein tolles Medium. Doch zu ihrem Konsum gehören genauso die einschlägigen Apps. Man muss sich etwas durchtesten, bis man die richtige gefunden hat. Doch das Experimentieren zahlt sich aus. Doch im Grunde zählen ja nur die Episoden, die man hört. Deshalb mag ich die Statistik, die Overcast letztens eingeführt hat.