Ein Zuhause für die Burg

Burg Blaustein wächst ins Unermessliche. BlueBrixx zementiert sich damit als großartiger, unvergleichbarer Klemmbausteinhersteller. Es ist schön zu beobachten, wie jeder Hersteller über die Jahre seine eigene Nische findet. Wenn man Technik bauen möchte, kommt man an den großartigen Konstruktionen von Cada nicht vorbei. Cobi betreibt Modellbau, aber eben aus Klemmbausteinen. KiddiCraft hat als Zielgruppe Kinder und stellt schöne Spielsets her. FunWhole hat Beleuchtungskonzepte perfektioniert und Pantasy hat scheinbar die besten Steine am Markt. Alles großartige Hersteller, die Lego längst hinter sich gelassen haben.

BlueBrixx hat als Spezialität Gebäude und Modularität. Sei es ihre Piratenwelt, die Astronomen-Serie oder eben das Mittelalter. Über 30.000 Teile hat Burg Blaustein in der aktuellen Ausbaustufe. Das Schildwerk als nächste Erweiterung wird in den nächsten Monaten erscheinen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dann gibt es natürlich noch diejenigen Sets, die die Vorburg ausbauen. Der Rüstmeister ist schon länger im Programm und mittlerweile gibt es auch die Stallungen wieder. Mir waren also die Hände gebunden, als ich letztens den Bestellknopf betätigte. Aber diese Sets sollen heute nicht Thema sein. Ich werde später berichten, wenn sie eingetroffen und aufgebaut sind. Es wächst also nicht nur die Burg an sich, der Rest wird ebenso immer ausufernder.

Und damit stellt sich immer wieder die Frage: Wo bewahrt man so etwas auf? Wo stellt man es hin? Burg Blaustein ist innerhalb meiner Wohnung schon des Öfteren umgezogen. Erst hatte sie ein kleines Beistelltischchen von Ikea. Darauf stand sie in Küche/Esszimmer in einer Ecke und sah gut aus. Als sie größer wurde, wanderte sie auf einem eigens gekauften Eckschreibtisch ins Wohnzimmer. Dieser wurde gegen den größeren Schreibtisch aus dem Büro getauscht, wo nun der etwas kleinere Eckschreibtisch steht. Doch ich hatte Sorgen bzgl. des Gewichts. Außerdem wächst inzwischen Kloster Blaubrunn und ein Mittelalter-Diorama will ebenso irgendwo Platz finden. Burg Blaustein benötigt also ihren eigenen, (erst einmal) fixen Platz.

Ich habe mich online nach Firmen umgesehen, die Holzplatten zuschneiden. Erst dachte ich mir, ich lasse mir eine liefern, doch nachdem ich teilweise bei über 800 € gelandet bin, wusste ich, dass dies keine Option ist. Schließlich führt mich meine Suche zu Wimmer Holz in Kuchl (etwa 45 Minuten von mir entfernt). Dort habe ich mir eine Eichenplatte bestellt (75 cm × 120 cm). Zunächst sollte sie 27 mm dick sein, doch da sie diese nicht lagernd hatten, bekam ich ein gratis Upgrade auf 32. Keine zwei Wochen später konnte ich die Platte abholen. Das war nicht gerade eine angenehme Fahrt, mit vielen Staus, Berufsverkehr und dergleichen, aber nach 2 Stunden war das erledigt. Bei Amazon bestellte ich mir entsprechende Füße für die Platte.

Zum Glück hat mich mein Dad überzeugt, dass die Ecken noch etwas rundgeschliffen werden sollten und die Platte eingeölt gehört. Denn diese kam völlig unbehandelt. Zwar wurden die Flächen geschliffen, doch die Ecken waren scharfkantig. Geschliffen und eingeölt sieht die Platte um Welten besser aus. Das Montieren der Füße war schnell erledigt und dann konnte die Burg auch schon drauf. Ich bin ehrlich begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut aussehen würde. Burg Blaustein hat nun ihren festen Wohnsitz und fürs Erste sollte die Platte ausreichen. Wenn hoffentlich irgendwann eine Art Kerker-Erweiterung kommt, wächst die Burg bestenfalls in der Höhe und nicht in der Breite.

Burg Blaustein ist ein Klemmbaustein-Monster. Es macht immer wieder Freude, dieses monumentale Werk zu betrachten und alle paar Monate daran zu bauen. Vor eineinhalb Jahren habe ich die Burg sogar einmal komplett zerlegt und neu aufgebaut. Es ist einfach ein großartiges Set. Und mit dem eigens gemachten Eichentisch hat sie endlich einen würdigen Platz.