Am vergangenen Donnerstag bot sich eine einzigartige Gelegenheit. Wobei man sich diese Gelegenheit immer noch ansehen kann, wenn ich richtig informiert bin. Nur ist es irgendwann damit vorbei. Es geht nämlich um den aktuellen Um- und Ausbau des Salzburg Museums. Dieses wird gerade in Kooperation mit dem Belvedere erweitert. Das alte Postamt, die Gebäude desselben und der dahinter befindliche Parkplatz werden zukünftig Ausstellungsfläche. Aktuell hat man die Möglichkeit, sich diese Baustelle genauer anzuschauen.
Die knapp einstündige Führung ist sehr zu empfehlen, wenn man etwas mehr Einblick in die Organisation und Entstehung eines solchen Projektes erfahren möchte. Es geht nicht nur um das Salzburg Museum selbst, sondern auch darum, welche Konstellationen es bedurfte, damit dieser umfangreiche Umbau überhaupt erst möglich wurde. Immerhin musste das Panorama Museum weichen und damit musste ein neues Zuhause für das imposante Salzburg Panorama gefunden werden. Bis 2027 sind außerdem keine Ausstellungen möglich und damit Kooperationen mit anderen Museen notwendig oder zumindest wünschenswert, damit man weiterhin Ausstellungsstücke präsentieren kann.
Das funktioniert erstaunlich gut und rückt dadurch kleinere Museen mehr in den Vordergrund. Man erfährt viele Hintergründe, kann die Ausgrabungen des ehemaligen Parkplatzes begutachten und bekommt einen Einblick in das, was noch geplant ist. Es ist ein ambitioniertes Projekt. Doch es ist ebenso wichtig für Salzburg. Dem Direktor Martin Hochleitner kennt man die Begeisterung für das Projekt und das Potential, das dahintersteckt, deutlich an. Auch die Zusammenarbeit mit dem Belvedere birgt viele Möglichkeiten. Ich freue mich schon auf die Eröffnung und die Ausstellungen.
Die Führung fand zudem zu einem äußerst passenden Zeitpunkt statt. Denn um 18 Uhr ging es los. Um kurz nach 18 Uhr standen wir vor dem Museum und hinter dem Dom, als plötzlich sämtliche Glocken anfingen zu läuten. Wir haben uns schon gewundert, was dies zu bedeuten hatte. Natürlich war dies das Zeichen, dass der neue Papst, Leo XIV., gewählt wurde. Es war erstaunliches Glück und ein äußerst passendes Timing, dass wir beim Dom standen und es quasi live mitbekommen haben, wie die Entscheidung fiel. Es war ein schöner Moment und mehrere Minuten war Salzburg vom Läuten der Glocken erfüllt.