Feet of Flames

Kennt man Michael Flatley noch? Den legendären Tap Dancer? Und um es gleich vorweg zu sagen: Nein, ich kenne seine politischen Ansichten nicht, werde sie nicht recherchieren und möchte sie auch gar nicht erst wissen. Er ist ein Held meiner Jugend und mit dieser rosaroten, nostalgischen Brille möchte ich ihn auch in Erinnerung behalten. Ich weiß nicht, wie oft ich die VHS (ja, so lange ist das schon her) von »Feet of Flames« angeschaut habe, aber es war sehr oft.

Zufälligerweise war das erst kürzlich beim familiären Kaffee ein Thema und nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass nächstes Jahr das 30-jährige Jubiläum von Michael Flatleys Show »Lord of the Dance« nach Salzburg kommt. Die Karten waren kurz darauf auch schon gekauft. Natürlich ist die Show nicht mit ihm, aber trotzdem freue ich mich darauf, diese Show endlich mal live zu sehen. Daraufhin habe ich etwas im Internet herumgesucht und bin natürlich auf ein paar BluRays gestoßen. Leider aber nicht von »Feet of Flames«. Dafür gibt es die komplette Show auf YouTube.

Letztens habe ich sie mir ausschnittsweise angeschaut. Es war schon spät und erst wollte ich das Video gar nicht erst starten, blieb aber dann doch hängen. In diesen Erinnerungen zu schwelgen und Michael Flatley mit den insgesamt 100 Tänzer*innen auf der Bühne zu sehen, war durchaus ein besonderer Moment. Vor allem nach so langer Zeit. Ich glaube, ich habe seit 15 oder 20 Jahren nicht mehr daran gedacht oder einen Blick in die Show geworfen. Es ist und bleibt atemberaubend, welche Leistungen nicht nur Flatley, sondern alle Beteiligten dieser Show vollbringen. Die Musik ist einprägsam und wunderbar gemacht, die Choreographien und die Geschwindigkeiten nicht von dieser Welt.

Wer »Feet of Flames«, quasi eine extended Version von »Lord of the Dance«, noch nicht kennt oder von Michael Flatley noch nie gehört hat, sollte diese Wissenslücke unbedingt füllen. Einfach magisch.