Was ist besser als ein Rewatch? Richtig, zwei Rewatches. Rewatchen? Ein Rewatch und dann noch einer. Zwei Dinge parallel noch einmal anzuschauen – ich vermisse eine schöne deutsche Variante des englischen Begriffes »Rewatch«, aber ich denke, wir kommen zurecht. Jedenfalls ergatterte ich, nachdem ich Supernatural auf Blu-ray erworben hatte, kurz darauf die neue, erschwingliche Komplettbox von Charmed. Also schaue ich gleich beide Serien parallel und begleite das durch entsprechende Texte. Zwei Mystery-Serien, die direkt hintereinander erschienen. Die eine von 1998 bis 2006 und die andere von 2005 bis 2019. Ein schönes Experiment, wie ich finde. Und eines, das uns lange begleiten wird. Immerhin sind es insgesamt 505 Episoden über 23 Staffeln und zwei Serien.
Wie genau ich diese Texte veröffentliche und wann, weiß ich zwar noch nicht, aber man kann sich ja vorbereiten. Außerdem ist die Welt gerade etwas, na ja, spannend, wenn man es so bezeichnen will. Ich bleibe zwar gerne informiert und habe diverse journalistische Angebote abonniert, trotzdem tut es zwischendurch ganz gut, sich mit guten Serien abzulenken. Vor allem, wenn es Serien aus der eigenen Kindheit und Jugend sind. Wichtig ist nur, sich nicht zu sehr in diese Welten hineinzusteigern oder sich nur mehr mit diesen Dingen zu beschäftigen. Ich sehe es als genau das: eine Ablenkung. Nicht mehr und nicht weniger. Ich mochte beide Serien ausgesprochen gerne und habe jeder Staffel mit Spannung entgegengefiebert.
Supernatural habe ich zwar immer mal wieder angeschaut, aber einen kompletten Durchlauf durch alle Staffeln schon seit mehreren Jahren nicht mehr gemacht. Charmed dagegen sah ich, seit die letzte Folge vor vielen Monden über den Röhrenfernseher geflimmert ist, nicht. Die Neugier, wie ich die Serie mit den Halliwell-Schwestern nach knapp 20 Jahren finden werde und ob die Serie weiterhin Freude macht, werden wir gemeinsam herausfinden. Ich hoffe nicht, dass ich mir eine Kindheitserinnerung damit zunichtemache oder die Erfahrungen damit trübe. Davon gehe ich allerdings nicht aus.
Außerdem ist es etwas komplett anderes und eine neue Erfahrung, solche Serien als Erwachsener und mit entsprechend mehr Lebenserfahrung erneut anzuschauen. Man nimmt nicht nur die Geschichten anders wahr, sondern identifiziert sich mit den Charakteren auf einer völlig neuen Ebene. Sie stehen mitten im Leben, genau wie man selbst, und machen vielleicht ähnliche Probleme oder Erfahrungen durch. Nur eben mit einem übernatürlichen Touch. Mitnehmen kann man sich, denke ich, durchaus etwas. Vielleicht kommt auch ein Subtext zum Vorschein, den man als Kind gar nicht reflektiert, geschweige denn wahrgenommen hat.
Offen gestanden bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich mir von dem Rewatch der beiden Serien erhoffe oder erwarte. Ich starte diese beiden Projekte oder dieses Projekt, weil es mir gerade Spaß macht und ich diese Serien noch einmal erleben möchte. Um zu sehen, was sie mit mir machen und ob sie mich weiterhin begeistern können. Die Texte werden eine Mischung aus Zusammenfassung, was geschieht, recherchierten Themen, Anekdoten, Beobachtungen und sonstigen Gedanken, die mir während des Anschauens der Episoden kommen. Es gibt kein spezielles Konzept, keine größere Idee – genau wie es in diesem Blog eben sein soll.