Mit dem neuen iPhone wurde ich zwangsweise auf die neue iOS-Version upgedatet. Hätte ich ein bestehendes iPhone gehabt, hätte ich mit dem Update sicher noch gewartet. Doch jetzt, da ich knapp zwei Wochen damit verbringen konnte, ist meine klare Empfehlung, noch zu warten. Mindestens bis zur x.1-Version. Es sind einfach noch zu viele Bugs, Ungereimtheiten und Fehler enthalten, die nicht sein müssten. Aber alles der Reihe nach. Was hat sich mit iOS 26 alles geändert, außer dass wir von iOS 18 gleich mehrere Versionen übersprungen haben?
Überall ist von Liquid Glass zu lesen. Dem großen Redesign von iOS. Ein abschließendes Urteil darüber zu machen, ist noch nicht möglich. Denn wie schon in den Beta-Versionen wird sich mit den kommenden Updates noch einiges verändern. Es wird an Stellschrauben gedreht und das Design verfeinert. Das Gleiche passierte mit iOS 7. Damals hat Apple ein sehr viel minimalistischeres Design vorgestellt, als es bisher auf dem iPhone zu sehen war. Auch hier hat sich über die Jahre viel getan. Gleiches wird bei Liquid Glass der Fall sein. Und da Veränderungen ja grundsätzlich schlecht sind, beschweren sich aktuell natürlich viele über das Design. Doch sehr viel gravierender finde ich die bereits genannten Bugs und Unstimmigkeiten in iOS 26.
Es fängt schon damit an, wenn man das iPhone entsperrt. Durch Face-ID muss man lediglich nach oben wischen, um auf den Homescreen zu kommen. Doch für einen kurzen Moment sieht man noch die Eingabe des PIN-Codes. Dieser wird mit Face-ID quasi automatisch eingetragen. Ich denke nicht, dass dies sichtbar sein sollte. Ich arbeite gerne mit verschiedenen Fokus-Modi. Wenn ich im Büro bin, brauche ich den »Always-On-Display« nicht. Also habe ich mir einen Work-Modus eingerichtet. Hier musste ich noch etwas nachschärfen, damit dieser so funktioniert, wie ich es möchte. Zusätzlich habe ich den Hintergrund und die Darstellung der Apps angepasst. Das hat sich von alleine wieder auf die Standardeinstellung zurückgesetzt. Der Work-Modus hat sich an dem Tag auch nicht von allein deaktiviert. Eigentlich ein No-Go. Das muss funktionieren.
Was mir außerdem noch aufgefallen ist, ist der Akkuverbrauch. Das iPhone 17 wird über den Tag sehr schnell leer, obwohl ich es kaum in der Hand habe. Natürlich nutze ich es in der Kaffee- oder Mittagspause, aber deshalb muss es nicht gleich auf 30 % abfallen. iOS 26 muss definitiv noch optimiert werden und hätte eigentlich noch ein paar Monate Entwicklungszeit gebraucht. Natürlich ist es schön, wenn man jedes Jahr ein großes Update vorstellen kann. Aber iOS 26 wäre doch ein schöner Anlass gewesen, diesen Zyklus zu unterbrechen. Warum den Release nicht etwas verschieben, erst den Button zur Veröffentlichung drücken, wenn man so weit ist?
Wer mehrere Geräte nutzt, läuft außerdem in ein Synchronisierungsproblem. Zumindest ist es bei mir der Fall. Ich habe meine Notizen von Google und Apple in Apple Notes zusammengefasst und die Struktur etwas geändert. Aber aktuell habe ich drei verschiedene Notes-Versionen. Einmal die Notizen auf dem Stand des iPhones, des Macs und des iPads. Was am Ende gewinnt, weiß ich nicht. Ich hoffe das vom Mac, denn das wäre die für mich aktuellste Version. Photos syncen nicht richtig und wer weiß, was im Hintergrund noch schiefläuft.
Dass in einer x.0-Version Dinge nicht komplett rund laufen, ist verständlich. Diese kleineren Fehler können und werden meist mit dem ersten x.0.1-Update behoben. Doch in iOS 26 gibt es noch so viele Baustellen, dass es sicherlich noch Monate dauern wird, bis die Software einen ordentlichen Stand erreicht. Einen Stand, der dann auch hätte veröffentlicht werden können. Diese Schlamperei bin ich von Apple nicht gewohnt. Ich hoffe sehr, dass dies eine Ausnahme bleibt. Doch dem Image der Firma hat dies sicher nicht geholfen.