Geek-Planet | The Walking Dead: #164 – a fallen house

Es ist Donnerstag. Werfen wir also einen Blick in die Vergangenheit. Genau genommen auf den März 2017. Da erschien der folgende Text auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet«, den es heute allerdings nicht mehr gibt. Trotzdem möchte ich, dass alle meine Texte an einem Ort versammelt sind. Deshalb suche ich mir jede Woche einen heraus, redigiere ihn etwas und schreibe eine kleine Einleitung dazu.

In meiner Rezension zur 164. Ausgabe von TWD spekuliere ich über einen möglichen Handlungsstrang, der sich mit der 200. ergeben könnte. Die 200. Ausgabe sollte es allerdings nie geben. Denn Robert Kirkman hat das scheinbar unmögliche geschafft und TWD spontan und zu aller Fans Überraschung mit der 193. Ausgabe beendet. Ich mochte das Ende sehr gerne. Die Landung ist ihm quasi bravourös gelungen. Ein seltenes Kunststück, das gewürdigt werden muss.

Doch zu dem Ende kommen wir in diesem Rahmen nicht mehr. Denn dies ist der letzte Text, den ich zu den TWD-Comics verfasst habe. Wir haben es also geschafft. Nächste Woche habe ich noch eine kleine Bonus-Rezension, aber dann war es das erst einmal mit The Walking Dead. Meine alten Texte zu den Serien und den Comics verfolgen uns nun schon eine Weile. Ab übernächster Woche können wir uns also wieder anderen Texten zuwenden. Mal sehen, was ich in den Archiven finde.


  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton

Wie bereits im letzten Review angekündigt, müssen Rick und Negan zusammenarbeiten, um überleben zu können. Dies trifft vor allem jetzt zu, da sie von den anderen abgeschottet in einem Haus festsitzen. Es kommt sogar zu einem kleinen Bonding Moment zwischen den beiden, als Negan in seiner typisch charmanten Art fragt, was das Schlimmste ist, was Rick bislang gemacht hat. Wir lernen über beide Charaktere etwas und ich möchte meinen, Rick muss widerstrebend feststellen, dass er sich langsam wohl doch für Negan erwärmen kann. Doch die beiden haben noch ein bisschen was zu überstehen, bevor sie sich zurücklehnen können. Ob sie dann wohl nette Nachbarn in Alexandria werden?

In der Zwischenzeit macht Carl einen auf Anführer und führt diverse Gruppen an, die sich daran machen, die ausgedünnte restliche Herde zu erledigen. Man kann schon erkennen, dass Robert Kirkman ihn als eventuellen Nachfolger von Rick in Stellung bringt. Zwar erkennt er es selbst bislang nicht, doch zumindest seine quasi-Freundin wirft ihm einen vielsagenden Blick zu. Werden wir uns bald von Rick verabschieden müssen? Ich denke nicht, dass es innerhalb der nächsten Ausgaben dazu kommen wird. Doch vielleicht sollte zur 200. Jubiläumsausgabe langsam daran gedacht werden, denn Kirkman hat schon an diversen Stellen behauptet, wenn ich mich richtig erinnere, dass auch ein Rick nicht vom Tod gefeit ist. Hoffentlich wird es ein heroischer Tod in den Armen Negans.

Die Reiter der Stadt machen sich in der Zwischenzeit daran, die Walker weiterzutreiben, und haben dabei überraschend schnell Erfolg. Auch wenn es schön ist, dass sie es geschafft haben, hatte ich doch irgendwie erhofft, dass es etwas länger dauert, bis die Luft rein ist. Zwar ist weiterhin nicht alles überstanden, aber #164 zeugt von einer Stimmung, die darauf schließen lässt, dass die Bewohner bald wieder einziehen wollen. Es scheint nichts mehr aus der Gefahr von der letzten Ausgabe übrig zu sein, was ich schade finde. Wir befinden uns jetzt schon so lange in Alexandria, es wäre interessant gewesen, was passiert, wenn die Stadt nicht mehr bewohnbar ist, weil die Zombies alles umgerissen haben und es einfach zu viele sind. Würde sich Rick das Kingdom aneignen oder unter Maggies Fittiche auf dem Hilltop einziehen – ein interessantes Gedankenspiel.

Zu guter Letzt scheint noch Eugenes Geheimnis in Gefahr zu sein. Denn zwei bekannte Bewohner haben dort in seinem Haus Zuflucht gesucht und seine Apparatur im Wohnzimmer entdeckt, wo er immer die Gespräche mit der Unbekannten führt.

Auch wenn die Walker schon wieder vorüber sind, bleiben noch ein paar offene Punkte: So müssen sich Ricks Leute bald um die restlichen Whisperer kümmern und die Savior wollten doch eine Revolution ausrufen – um nur zwei Handlungsstränge zu nennen, die mich zeitnah besonders interessieren würden. Bei den einzelnen Ausgaben merke ich schon, dass ich etwas ungeduldig werde, doch es macht Spaß zu spekulieren, was geschehen könnte, und die Letter-Pages allein sind den Kauf der einzelnen Ausgaben wert.