Fast schon peinlich

Manches ist Gewohnheit. Manches lässt sich einfach schwer vermeiden. Ich war mir des Fehlers vielleicht unterbewusst klar, mochte es aber nicht wahrhaben. Immerhin schreibe ich dieses tägliche Blog schon seit knapp 2 Jahren. Jetzt erst zu merken, dass man eventuell ständig etwas falsch gemacht hat, ist doch fast schon peinlich. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Wir müssen alle irgendwie damit zurechtkommen. Immerhin habe ich es sogar auf das Buch von Jahr 1 gedruckt. Und auf die Hardcover-Special-Edition. Niemand hat etwas gesagt. Alle haben einfach weggeschaut. Laut dem Duden geht beides: der oder das. Richtiger wäre allerdings »das«. Nur weil sich der Sprachgebrauch langsam ändert und die Menschen sich nicht umgewöhnen wollen, zu stur sind, um der Natur ihren freien Lauf zu lassen, heißt das nicht, dass es kein Fehler war. Nur eben ein kleinerer. Nicht so tragisch. Lässt sich unter den Teppich kehren, da schaut doch sowieso niemand nach. Muss niemand merken. Einfach locker pfeifend die Straße entlang gehen und in die andere Richtung schauen, alles komplett normal hier. Bitte gehen Sie weiter. Immerhin habe ich den »About Me«-Text in der Seitenleiste schon vor einer Woche oder so geändert und niemand hat es mitbekommen. Nicht, dass diesen jemand lesen würde. Immerhin erscheint dieser auf der mobilen Variante der Webseite nur am Ende, wenn man ganz weit nach unten scrollt. Zukünftig gelobe ich Besserung. Das ist alles, was ich versprechen kann. Sofern ich es nicht vergesse und im Eifer des Gefechts die falsche Formulierung verwende. Es ist eben nicht leicht, Gewohnheiten abzulegen, und einfach schon zweimal nicht. Aber manchmal klappt es eben doch. Also heißt es von nun an und auf immer: das tägliche Blog.

Adri Ansyah | Unsplash