Seit 2021 gibt es Apple Fitness+ in Österreich. Mir war gar nicht mehr bewusst, dass ich diesen Dienst schon so lange verwende. Neidisch habe ich ein Jahr lang in die USA geblickt, wo Fitness+ bereits 2020 an den Start ging. Im Laufe der Zeit habe ich viele Dienste ausprobiert und getestet. Doch kein anderer hat mich so lange begeistert, herausgefordert und kontinuierlich motiviert wie es Apples Fitnessprogramm tut. Allein die Vielfältigkeit ist ein Punkt für den Dienst. Egal ob Kraftsport, Yoga, Pilates, Rudern, Radfahren, Laufen, Spazieren, Kickboxen, Tanzen, spezielles Core-Training und vieles mehr – jede und jeder sollte etwas auf Apple Fitness+ finden.
Für mich sind lange Zeit Yoga und Kraftsport die Hauptprogramme gewesen und sind es auch immer noch. Natürlich schnuppert man immer mal wieder in andere Trainings hinein, aber das sind meine Favoriten. Doch seit ein paar Wochen steht ein Rudergerät zu Hause, also kann ich nun endlich auch diese Programme nutzen. Mein liebster Trainer hierfür ist Josh. Er hat eine Energie, die für eine komplette Mannschaft reicht, und macht die bis zu 30-minütigen Sessions äußerst kurzweilig. Doch ein wichtiger Punkt unterscheidet das Rudern von den anderen Sportarten, die ich so mache: Es ist immer dasselbe. Man rudert nur.
Bei Yoga oder Hanteltraining macht man verschiedene Übungen, aber beim Rudern rudert man eben. So ist es für den Trainer auch etwas anderes, die Session zu füllen. Bei Hanteltraining oder Yoga sind die Trainer schon damit beschäftigt, die Übungen zu erklären, die Abläufe immer wieder durchzugehen und zu erläutern, welche Haltung man einnehmen soll; worauf zu achten ist. Dazwischen gibt es motivierende Ansagen. Doch beim Rudern ist das anders. Hier muss sehr viel mehr Zeit mit anderen Sachen gefüllt werden. Josh macht das hervorragend – und ich bin mir sicher, die anderen Rudertrainer*innen stehen dem in nichts nach.
Immer wieder kommt ein richtiges Community-Gefühl auf. Man ist nicht alleine. Und das ist auch das Fantastische an Apple Fitness+. Die besten Trainingsapps zeichnet eine Sache aus: Die Trainer*innen machen die Sessions mit mir. Es wird mir nicht nur eine Übung nach der anderen gezeigt, sondern die vollen 10, 30 oder 45 Minuten „leiden“ die Trainer genauso wie ich. Das ist großartig. Ich mag auch dieses Community-Gefühl und kaufe es den Trainern bei Fitness+ ab. Ihnen ist das wichtig. Sie sind mit Leidenschaft dabei. Eine Sache, die sie immer wieder betonen, ist, dass man sich auf sie verlassen kann.
Natürlich ist das eine sehr parasoziale Beziehung, wie alle einseitigen Konsum-Bekanntschaften, die sich durch das Internet ergeben. Ich kenne die Podcaster, die ich höre, scheinbar sehr gut, sie mich aber nicht. Und solange man sich dieser parasozialen Struktur bewusst ist, macht das auch nichts. Auch die Trainer sind sich dieser Tatsache bewusst. Aber es macht trotzdem viel vom Charme aus.
Deshalb trainiere ich auch so gerne mit diesen Programmen. Ich will während meines Trainings nicht nachdenken. Ich will mich auf die Trainer*innen verlassen, die Sportart meiner Wahl einschalten und loslegen. Für mich ist es eine Art Meditation. Ich brauche das für meine geistige Gesundheit und als Ausgleich für meinen Bürojob. Sei es Spazieren mit Podcasts, Laufen mit Nikes Lauf-App oder eben die Trainings mit Apple Fitness+. Es ist ein gutes System, welches ich mir aufgebaut habe und das für mich funktioniert. Und wenn die Trainer diese Struktur dann auch noch (zufälligerweise durch ihre Aussagen und Art zu motivieren) unterstützen, umso besser.