Es ist wohl kein Geheimnis, dass ich mich gerne mit Ernährung und Sport auseinandersetze. Bas Kasts hervorragendes Buch »Der Ernährungskompass« habe ich sehr gerne gelesen und schmökere immer wieder gerne hinein. Aber es gibt noch so viel mehr zu erfahren, wie der Körper funktioniert und wie sich welche Ernährungsweise auf diesen auswirkt. Vor allem fasziniert mich der individuelle Aspekt davon. Denn nur weil bei mir etwas „funktioniert“, heißt das noch lange nicht, dass es allgemeingültig ist. Jede und jeder muss selbst experimentieren. Das macht dieses Feld zum einen frustrierend, zum anderen aber auch so vielseitig.
Schön ist, wenn man dieses Thema mit anderen Menschen teilen kann. Über Essen kann man sich immer unterhalten und viele Menschen nun einmal Sport auf die unterschiedlichste Art und Weise. Man kann einander motivieren und antreiben. Denn die eigene Motivation ist endlich. Disziplin wird überschätzt. Denn wie oft kann ich mich wirklich zusammenreißen und die „gesunde Alternative“ nehmen, anstatt der Tüte Chips – um ein markantes Beispiel zu nehmen. Wenn man allerdings mit anderen gemeinsam einen Weg gehen kann, ist es umso schöner.
Sei es, weil man sich gegenseitig zum Sport antreibt oder über längere Zeit anspornt, das eigens gesetzte Ziel weiterhin zu verfolgen. Besonders spannend finde ich es, wenn jemand erst mit der eigenen »Fitness Journey« beginnt. »Fitness Journey« ist übrigens ein Begriff, der in letzter Zeit des Öfteren in Apple Fitness+ Workouts fällt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er mir gefällt oder nicht. Er ist sehr schwammig und kann alles bedeuten, was natürlich auch ein Vorteil sein kann. Na ja, jedenfalls finde ich es interessant, jemanden am Anfang dieser Reise begleiten und Tipps geben zu dürfen.
Für mich selbst entdecke ich dadurch ebenfalls neue Dinge. Wenngleich ich über die Jahre viel ausprobiert und getestet habe. Irgendwann landet jeder bei einem System, das funktioniert – mal mehr, mal weniger – und wird vielleicht etwas betriebsblind. Da schadet es auf keinen Fall, mit frischen Augen darauf zu blicken und neue Dinge für sich selbst zu lernen. Vor allem auch, weil sich das Thema Ernährung und Sport immer weiterentwickelt und nicht stehen bleibt. Wenn man dann noch Menschen findet, die unterschiedliche Ziele verfolgen als man selbst, wird das eigene Blickfeld noch einmal größer. Ich mag das, diesen Blick über den Tellerrand zu werfen. So kommt man immer wieder ein Stück weiter.