Pflanzenerkennung

Da rennt man seit Jahren mit einem iPhone herum, hört jede Woche einen Technik-Podcast mit Apple-Schwerpunkt (»Bitsundso«) und trotzdem entdeckt man immer wieder neue Funktionen. Das ist allerdings auch dem geschuldet, dass Smartphones mittlerweile mit so vielen Funktionen vollgestopft sind, dass es schwer ist, alles im Blick oder im Kopf zu behalten. Die jährliche Veröffentlichung einer neuen Version des Betriebssystems trägt ihr Übriges dazu bei, dass Funktion um Funktion hinzukommt.

Dabei täte es so manchen Firmen nicht schlecht, mal ein Jahr Pause zu machen. Nicht unbedingt, um keine neue Version zu veröffentlichen, sondern um dem bestehenden Ökosystem einen Feinschliff zu verpassen. Den Entwickler*innen Zeit zu geben, Bugs auszumerzen, zu optimieren und liegen gelassene Dinge nachzuholen. Apple hat die Veröffentlichung von iOS 26 sichtlich unter großem Druck vorangetrieben. Das merkt man an vielen Stellen am Betriebssystem und daran, dass noch an vielen Stellschrauben gedreht wird. Ein Jahr mehr hätte sicherlich nicht geschadet. Aber aus irgendeinem Grund beharrt die Firma darauf, jedes Jahr ein neues iOS, iPadOS, macOS und so weiter zu veröffentlichen. Dieses Muster müsste vielleicht einmal durchbrochen werden.

Wie dem auch sei. Seit ein paar Monaten nutze ich auf jeden Fall eine etwas versteckte iOS-Funktion sehr gerne: die Pflanzenerkennung. Wenn man von einer Pflanze oder manchmal auch von mehreren Pflanzen ein Foto macht, bietet einem die Foto-App diese Funktion an. Entweder man drückt unten in der Mitte auf das Symbol mit dem Blatt oder wischt einfach nach oben. Ich habe mein iPhone auf Englisch eingestellt, dadurch bekomme ich natürlich auch die englischen Namen angezeigt, aber es funktioniert natürlich auch auf Deutsch. Es ist eine der Funktionen, die ich tatsächlich sehr gerne verwende. Und es bringt mich dazu, mehr Fotos von Pflanzen zu machen.