Wenn ich zu Hause im Homeoffice arbeite, am Abend oder am Wochenende an Texten schreibe, lasse ich im Hintergrund normalerweise nichts laufen. Keine Musik, kein Podcast und keine YouTube-Videos. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aber ich mag es, mich in Stille in die Sachen zu vertiefen und jedwedes Zeitgefühl zu verlieren. Das ist großartig und wenn man aus dieser Trance wieder erwacht, hat es etwas Surreales an sich. Vielleicht kennt das ja der ein oder die andere. Seit kurzem allerdings bemühe ich immer öfter mein liebstes Musik-Genre – der Titel des Textes hat es bereits verraten: Soundtracks.
Auslöser war ein Podcast über Silksong. Wie sollte es anders sein? Der Hype um das Metroidvania mit Soulslike-Elementen beeinflusst also nicht nur meinen YouTube-Konsum und meine Spieleauswahl, sondern auch noch, wie und welche Musik ich höre. Letztens hatte ich vor, mir den Soundtrack zum neuen Tron-Film anzuhören. Der Film an sich bekommt äußerst gemischte Kritiken, der Soundtrack wird allerdings durch die Bank gelobt. Nach wenigen Tracks stellte ich aber schon fest, dass es nicht die Art von Soundtrack ist, die ich erwartet habe oder die ich im Hintergrund laufen lassen kann. Also mussten Alternativen her.
Überraschenderweise funktioniert die Musik von »Hollow Knight« als auch »Hollow Knight: Silksong« erstaunlich gut. Selbst wenn die Spiele zum Teil alles andere als entspannend sind, ist die Musik ruhig und eignet sich hervorragend als Hintergrundmusik. Das sollte nicht so überraschen, wenn man genauer darüber nachdenkt. Bei einem teils stressigen, fordernden Spiel, wie es die Hollow-Knight-Spiele sind, passt es perfekt, wenn die Soundtracks nicht nur zur melancholischen Stimmung beitragen, sondern auch eine beruhigende Wirkung haben.
Nun bin ich also dazu übergegangen, wieder vermehrt Soundtracks zu hören. Natürlich dürfen bei dieser Auswahl »Elden Ring«, »Witcher 3« oder »Clair Obscure: Expedition 33« nicht fehlen. Ich freue mich schon darauf, weitere Soundtracks zu entdecken. Vielleicht auch von Spielen, die ich noch nicht gespielt habe, wie Expedition 33. Es kann ja sein, dass mich mal ein Soundtrack dazu bewegt, ein Spiel endlich anzugehen oder überhaupt fertigzuspielen, das schon viel zu lange in der Schublade liegt. Und mal ehrlich: Wer würde im November schon in ein Witcher-3-Konzert gehen, ohne das Spiel jemals komplett durchgespielt zu haben? Ich bestimmt nicht, niemals. Wie viele Stunden benötigt man nochmal für einen Durchgang?