Egal, welche Apps, Webseiten, Services oder Geräte man aktuell ansieht oder nutzt, überall kommt KI zum Einsatz. Im Deutschen kürzt man künstliche Intelligenz, entgegen dem, was man mancherorts lesen mag, mit KI und nicht mit AI ab. Aber das nur am Rande. Sei es Apple Intelligence, Googles Gemini oder wie sie auch alle heißen mögen, alle bauen irgendwie KI in ihr Portfolio ein.
Dabei steht KI lange nicht mehr für ein wahrlich „intelligentes“ Stück Software, sondern kann von Machine Learning über Large Language Models hin zu Bildgenerierung alles sein. Es ist ein Sammelbegriff, der mittlerweile so schwammig ist, dass es teilweise schwierig ist, zu verstehen, was nun in einem speziellen Fall tatsächlich mit KI gemeint ist. Dabei wird oft außen vor gelassen, dass es sich hierbei nicht um eine Eier legende Wollmilchsau handelt. Stattdessen wird eine spezielle Version einer KI für eine besondere Aufgabe eingesetzt. Wobei der Fortschritt in den vergangenen Monaten wirklich erstaunlich ist und diese Einordnung schon morgen wieder hinfällig sein kann. Darum geht es mir allerdings nicht wirklich.
Mir geht es eher darum, dass ich KI schon nicht mehr sehen kann. Ich brauche keine 137 verschiedenen KI-Assistenten, die mich unterstützen. Sollte es nicht eine KI geben, die das macht? War das nicht einmal unser Traum? Sollte sie nicht Dinge vereinfachen und sie nicht noch komplizierter machen? Natürlich ist sie für manche Bereiche praktisch, trotzdem muss sie nicht alles und jeder überall einbauen. Ganz davon abgesehen, wie manche Firmen ihre KI trainieren und Diebstahl in großem Umfang betreiben (seien es Bücher, Texte, Bilder und noch viel mehr, was ohne Absprache genutzt wird).
Man findet sie auf Apple-Geräten und in Apps. Ich habe die meisten KI-Systeme deaktiviert. Wenn ich etwas nutzen möchte, wie ChatGPT, was ich durchaus gerne mache, dann öffne ich die ChatGPT-App dafür und frage nicht zuerst Siri. Ich bin wirklich gespannt, was aus dieser Thematik wird. Besonders, da viele große Firmen absurde Geldbeträge in die Entwicklung dieser Systeme stecken. Wird das irgendwann platzen wie eine viel zu große Blase? Ich hoffe nicht.
Jedenfalls halte ich es für eine Stärke, wenn Unternehmen oder Anbieter nicht gleich KI auf ihr Produkt schreiben, nur weil ein gutes Machine Learning dahintersteckt. Absurd wird es an anderen Stellen. Letztens bin ich sogar über meinen Proteinshaker gestolpert, der als „smartshake“ beworben wird. Es ist ein Plastikteil, das verhindern soll, dass Klumpen entstehen – meistens funktioniert es. So etwas mit „Smart“ zu betiteln, ist gewagt. Ob das wirklich dazu führt, dass mehr von den Dingern verkauft werden, möchte ich doch stark bezweifeln. Aber vielleicht lassen sich wirklich manche von diesen exponentiell verwendeten KI-Begriffen beeindrucken und damit auch manipulieren.