Hauteng

Technische Geräte zu individualisieren, ist wahrscheinlich ein grundlegendes Bedürfnis. Besonders diejenigen, mit denen man tagtäglich zu tun oder die man des Öfteren in der Hand hat. Die Geräte werden zu Hunderttausenden und Millionen produziert. Da schadet etwas Personalisierung nicht. Das Ding zu meinem machen. Das geht auf vielfältige Weise.

Beispielsweise statte ich meine MacBooks über die Jahre mit vielen Stickern aus. Mein letztes MacBook Pro hatte ich gut 10 Jahre. Es hat mir in dieser Zeit sehr gute Dienste geleistet. Irgendwann habe ich angefangen, Sticker anzubringen. Die sehe ich zwar nur im zugeklappten Zustand, trotzdem macht es das MacBook noch einmal mehr zu meinem. Gleiches mache ich bei meinem aktuellen. Immer mal wieder begegnen mir Sticker, die mir gefallen, oder man bekommt welche geschenkt. Dann bringe ich sie an. Es ist eine kleine Zeitkapsel zu den Interessen, Begegnungen, Hobbys und noch viel mehr, die man im Laufe der Jahre hatte.

Eine weitere Möglichkeit der Individualisierung sind sogenannte Skins. Also flächendeckende Aufkleber, die ein Gerät mal mehr, mal weniger komplett einhüllen. Die Marke dbrand ist wahrscheinlich der bekannteste Hersteller solcher Skins. Mittlerweile bieten sie auch für alle möglichen Geräte millimetergenau produzierte Designs an. Ich habe mir für mein Steam Deck eines besorgt. Immer nur einen schwarzen Klotz in der Hand zu haben, ist auf Dauer langweilig. Es darf schon etwas Farbe sein.

Mich hat die große Auswahl an Design überrascht. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zuerst wollte ich schon einen visuell aufregenderen Skin bestellen, habe mich aber dann doch für etwas Ruhigeres entschieden. Immerhin sollte der Skin nicht vom eigentlichen Spielerlebnis ablenken. Nebenbei bemerkt habe ich mir Sticker mitbestellt, von denen nur ein paar mein MacBook schmücken. Das Marketing von dbrand ist noch eines der unterhaltsameren, und die Zusätze, die man so bestellen kann, sind spaßig gemacht. Meine Schwester darf sich beispielsweise an dem „unmöglichen“ Puzzle von dbrand die Zähne ausbeißen.

Blieb also am Ende nur mehr die Herausforderung, den Skin ordentlich und möglichst genau passend am Steam Deck anzubringen. Zum Glück gibt es von dbrand selbst entsprechende Videos, die den Prozess begleiten. Da ich nicht nur einen Skin für die Vorderseite, sondern auch für die Rückseite bestellt habe, war dies ein etwas längerer Prozess von etwa einer Stunde. Mit Föhn und Mikrofasertuch bewaffnet habe ich mich also an die Arbeit gemacht. Es war zugleich einfacher und schwieriger als erwartet. Besonders die Rundungen bekam ich nicht so perfekt zustande, wie es die nette Dame im Video vorgemacht hat. Der Rest klappte allerdings sehr gut.

Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen. Ich bin zufrieden. Das Steam Deck kam anschließend aber trotzdem noch in die Hülle. Es soll immerhin ordentlich geschützt werden und auf den ausklappbaren Stand möchte ich nicht mehr verzichten. Es macht jetzt etwas mehr her und ist etwas farbenfroher. Mal sehen, ob hier auch noch der ein oder andere Sticker seinen Platz findet.