Es tut mir leid, aber ich muss mal wieder über das Videospiel Hollow Knight berichten. Das Metroidvania mit Soulslike-Elementen hat es mir angetan. Es ist spannend zu beobachten, wie manche Spiele mich nicht mehr loslassen wollen. Elden Ring schaue ich entweder über Let’s Plays, Challenge Runs, Bingo Brawlers und Co. immer wieder an oder schalte es selbst mal wieder auf der PS5 Pro oder dem Steam Deck ein. »Lies of P« hat mich ebenso nachhaltig begeistert. Doch davon mache ich gerade eine etwas längere Pause, nachdem ich es vor dem Release des DLCs »Overture« sehr ausführlich gespielt habe. Hollow Knight, ein Spiel, das 7 Jahre alt ist und dessen Nachfolger seit ein paar Monaten veröffentlicht ist, begeistert mich allerdings im Moment sogar mehr als das neue Ghost of Yotei.
Ist es die Atmosphäre? Eine einzigartige Mischung aus Melancholie, Abenteuerlust und einer schwer zu durchdringenden Geschichte inmitten einer Welt bevölkert mit den verschiedensten Insektenwesen. Das Design der Welt und der Charaktere ist so originell, wie die Bosse schwer sind. Doch es ist nie unfair. Scheitern liegt an der eigenen Ungeduld. Die Platzierung der Gegner ist gut gewählt. Man muss nur strategisch vorgehen und es nicht überstürzen. Dazu kommt der schweigsame Held, ein Krieger, ein Gefäß oder Träger (engl. vessel), der Projektionsfläche für alles Mögliche sein kann. Sei es die Hoffnung dieser Welt, der Frust des Spielers oder die Angst vor dem Scheitern.
Es hat bei mir zwar lange gebraucht, bis der Funke übergesprungen ist, aber jetzt brennt die Leidenschaft für dieses Spiel umso heller. Hollow Knight ist einzigartig und steht allein auf weiter Flur. »Blasphamous II« oder »Prince of Persia: The Lost Crown« habe ich zwar gerne gespielt, aber bei einem Durchlauf habe ich es bei beiden Metroidvania belassen. Zwar ist meine Spieleliste lang und »Hollow Knight: Silksong« wartet nur darauf, dass ich es starte, aber noch kann ich Hollow Knight nicht beiseitelegen.
Ich will mir noch das ein oder andere Achievement holen und Herausforderungen bestehen. Oder sie probieren zumindest. Wer weiß, wie weit meine Frustgrenze wirklich geht. Zumindest hat mich der Nightmare King Grimm so sehr gepackt, dass ich es über eine Stunde lang versucht habe und ihn schließlich noch bezwang. Einer der schwersten, aber auch am coolsten designten Bosse des Spiels. Manchmal lohnt es sich, nicht aufzugeben oder einem Spiel eine zweite Chance zu geben. Man könnte immerhin das nächste Lieblingsspiel entdecken.