Vergangene Woche haben die Weihnachtsmärkte ihre große Eröffnung gefeiert. Natürlich musste ich am Freitag also nach Salzburg und mir einen Überblick verschaffen. Die Atmosphäre war fantastisch und es ist tatsächlich so etwas wie Weihnachtsstimmung aufgekommen. Nicht nur hat es leicht geschneit, sodass alles etwas angezuckert war, die Temperaturen waren auch entsprechend niedrig. So muss ein Winter sein. Wenn das so weitergeht und es vielleicht noch das ein oder andere Grad kälter wird, bin ich sehr zufrieden. Scheinbar soll es ein strenger Winter werden. Woran man das meteorologisch festmacht, weiß ich zwar nicht, aber ich klammere mich gerne an diese Hoffnung.
Die Weihnachtsmärkte in Salzburg sind jedenfalls immer wieder schön anzusehen. Allein schon die Beleuchtung der Getreidegasse und anderer Straßen sorgt für eine entsprechende Atmosphäre. Es war früher Nachmittag und überraschenderweise wurde man nicht von Abermillionen Touristen überrannt und herumgeschubst, sondern konnte sich recht frei über die Märkte und Plätze bewegen. Nach einer kleinen Stippvisite am Domplatz haben wir uns auf den Weg zum Stieglkeller gemacht. Auf deren Terrasse gibt es dieses Jahr zum ersten Mal auch so etwas wie einen kleinen Weihnachtsmarkt. Mit vielen Bäumen, einer tollen Beleuchtung und etwas Dekoration kann man es sich hier gemütlich machen. Zum Essen gibt es von der klassischen Bratwurst über Gulasch alles, was das Herz begehrt. Nur muss man schnell essen, denn bei den Temperaturen wird das Essen schnell kalt.
Ich war auch überrascht von der Vielzahl an alkoholfreien Getränken. Jeder Stand, der Glühwein oder Most verkauft, hat auch eine alkoholfreie Alternative. Das begrüße ich sehr. So habe ich nicht nur Beerenpunsch probiert, sondern auch noch ein entsprechendes Apfelgetränk. Zum Glück waren diese nicht allzu süß und schmeckten tatsächlich sehr gut. Mit musikalischer Untermalung konnte man es damit im Hof der Festung gut aushalten. Der kleine Weihnachtsmarkt auf der Festung bleibt so etwas wie ein Geheimtipp, da dieser nie wirklich überlaufen ist. Oder die Menge an Leuten, die den Weg nach oben wagen (sei es zu Fuß oder mit der Festungsbahn), verteilt sich angenehm über den Tag.
Nach so langer Zeit an der frischen, kühlen Luft musste man sich natürlich stärken. So gab es in einem Café noch Kakao mit Schlagsahne und dazu Pofesen. Zwar war dieser Tag nicht besonders kalorienbewusst, aber dafür äußerst lecker und sehr zu empfehlen. Solche Nachmittage und Abende mag ich sehr gerne. Ich mag auch die Vorweihnachtszeit. Ich mache mir weder Stress, was Geschenke anbelangt, noch lasse ich mich von Black Friday oder Cyber Monday oder sonstigen Angeboten hetzen und zum Kauf von teuren Sachen verleiten, die ich dann doch nicht benötige. Was noch zu erledigen ist, versuche ich abzuschließen. Alles Weitere kann man auch im neuen Jahr angehen. Ansonsten genieße ich einfach nur diese Jahreszeit. Besonders dieses Jahr, wo es mir so vorkommt, als ob die Adventszeit sehr kurz ist. Deshalb gilt es umso mehr, sich auf den Moment zu fokussieren. So abgedroschen das klingen mag, aber es hilft, damit die Zeit etwas langsamer vergeht. Dinge aufschreiben und so im Gedächtnis einmal mehr verankern, ist natürlich auch nicht falsch.




