Regelmäßigkeit

Gesundheitstipps gibt es wie Sand am Meer. Welche man befolgen sollte und nützlich sind, ist eine äußerst persönliche Entscheidung. Denn bei Gesundheit gilt mehr als in anderen Bereichen: ausprobieren und selbst herausfinden, was am optimalsten funktioniert. Ernährung ist nur ein Bereich von Gesundheit. Einzelne Studien können immer mal wieder Ausreißer ins Zentrum stellen. Wichtig sind hier die Metastudien, die sich einen Überblick über das Ganze verschaffen und Tendenzen besser feststellen können. Deshalb mag ich das Buch »Der Ernährungskompass« von Bas Kast so gerne, weil er genau das macht.

Ernährung ist allerdings nur ein Aspekt. Sport ist ein anderer. Kategorien wie zu viel oder zu wenig sind eine persönliche Entscheidung und werden sich mit der Zeit verändern. Wie intensiv verträgt man es und was kann der eigene Körper aushalten? Immer wieder interessante Fragen und manchmal an die Grenzen zu gehen kann durchaus spannend sein. Manchmal übersieht man die Ruhephasen, die der Körper braucht. Diese sollten natürlich nicht zu ausgedehnt sein, aber ein paar Tage Ruhe können Wunder wirken.

In all diesen Bereichen ist Regelmäßigkeit ein Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. Ein Bereich, den ich bisher eher unterschätzt habe, ist Schlaf. Natürlich braucht man ausreichend Schlaf. Für mich ist der Sweetspot siebeneinhalb Stunden. Manche benötigen mehr, andere weniger. Im Oktober und November hatte ich eine Zeit, in der ich sehr unregelmäßig ins Bett gegangen bin. Das konnte um 21 Uhr sein, oder aber auch um Mitternacht. Besonders am Wochenende, das kennen wohl viele, geht man gerne etwas später ins Bett.

Doch für mich ist eine konstante Uhrzeit, zu der ich ins Bett gehe, Gold wert. Ich versuche auch am Wochenende nicht zu spät ins Bett zu gehen und fahre mit dieser Strategie sehr gut. Man liest ja des Öfteren Tipps, die empfehlen, dass eine regelmäßige Bettroutine positive Auswirkungen hat. Aber wie die meisten Gesundheitstipps sind das doch sicherlich nur Richtlinien. Können sie natürlich sein, doch für mich funktioniert es erstaunlich gut. Durch die Regelmäßigkeit fühle ich mich erholter, ausgeruhter und entspannter.

Gesundheit ist ein sehr persönliches Thema. Für die meisten funktioniert A, für andere B und dann gibt es die Ausreißer C. Erst einmal sollte man sich wahrscheinlich an dem orientieren, was für die meisten funktioniert. Experimentieren und herausfinden, was dem eigenen Körper guttut, ist stets ein interessantes Unterfangen. Und zu 100 % korrekt, muss man sowieso nichts machen. Ausnahmen bestätigen immerhin die Regel.