Steam-Deck-Aufnahmen

Das Steam-Deck ist ein fantastisches Gerät. Es hat bei mir zwar zwei Anläufe gebraucht, bis ich den Sinn dieser Handheld-Konsole so richtig verstanden habe, aber dafür verwende ich es im Moment sogar mehr als meine PS5 Pro. Das Steam-Deck hat ausreichend Leistung, um mit den meisten Spielen zurechtzukommen. Sicher spielt man »Elden Ring« oder »Cyberpunk 2077« nicht auf maximalen Einstellungen. Aber das sind auch nicht die Spiele, die ich auf dem Steam-Deck spielen möchte. Es sind eher kleinere Titel, wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann. Besonders Metroidvania-Titel und Sidescroller wie »Hollow Knight«, »Silksong« oder »Blasphemous 2« sind auf dem Steam Deck perfekt zu spielen. Und so kann ich endlich meine Steam-Bibliothek abarbeiten.

Nur manchmal merkt man doch, dass das zugrunde liegende Betriebssystem noch Arbeit benötigt. Dabei spreche ich nicht von der Kompatibilität der Spiele. Ich bin bisher kaum in Probleme hineingerannt. Die Spiele, die ich spielen möchte, sind ein Traum und laufen schön flüssig. Ich spreche eher von den Quality-of-Life-Features, die noch ein wenig Nacharbeit benötigen. Es gibt beispielsweise ein Feature, das konstant eine Bildschirmaufnahme mitlaufen lässt. Dieses speichert immer die letzten zwei Stunden in einem Spiel. Wenn man also gerade einen Boss erledigt hat, ein besonders schöner Moment war oder man einfach das Gameplay festhalten möchte, ist das damit möglich. Entweder man speichert sich immer die kompletten zwei Stunden oder aber nur eine ausgewählte Szene. Der Export stellt sich allerdings als Problem dar.

Man kann im Gaming-Modus des Steam-Decks diese längeren Aufnahmen nicht exportieren oder auf der SD-Karte speichern. Zunächst muss man in den Desktop-Modus wechseln, dort Steam öffnen und das Menü für Screenshots und Aufnahmen aufrufen. Hier hat man schließlich die Möglichkeit, die Videos zu exportieren. Da diese aber erst konvertiert werden müssen, ist das ein ziemlicher Aufwand und dauert sehr lange. Warum die Konvertierung in ein anständiges Format nicht im Hintergrund passieren kann, verstehe ich nicht. Das Steam-Deck weiß doch sicherlich, wie viel Leistung ein Spiel benötigt. Wenn noch Ressourcen übrig sind, können diese doch dafür verwendet werden. Oder wenn gerade kein Spiel läuft, könnte man ebenso die Konvertierung starten. Ich hoffe, das wird noch entsprechend nachgebessert.

Grundsätzlich ist es super, Aufnahmen von meinen Spielerlebnissen zu haben. Man kann Clips teilen, sich Kämpfe noch einmal anschauen und so weiter. Nur mache ich das natürlich erst, wenn ich die entsprechenden Clips und Videos konvertiert, exportiert und am Mac habe. Das ist umständlich. Wie gesagt, gutes Feature, jetzt aber bitte noch verfeinern, damit es etwas besser zu handhaben ist. Ich musste erst einmal googeln und diverse Reddit-Einträge lesen, bevor ich überhaupt herausgefunden habe, dass ich in den Desktop-Modus wechseln muss, da die dortige Version von Steam mehr Features freigeschaltet hat als der Gaming-Modus. Auch eine seltsame Entscheidung.