Ich bin mittlerweile ein großer Fan des Steam Decks. Es ist eine nahezu perfekte Handheld-Konsole, die es mir erlaubt, meine Steam-Bibliothek nach und nach abzuarbeiten. Ohne Gaming-PC habe ich gar keinen Zugriff auf diese Spiele. Das Steam Deck erlaubt es mir allerdings, diese endlich zu erleben. Besonders Metroidvania-Spiele oder Sidescroller, kleinere Indie-Titel und dergleichen profitieren hervorragend vom Formfaktor des Steam Decks. Ich bin gespannt, wie lange eine zweite Generation auf sich warten lässt, und wäre wahrscheinlich geneigt, zuzuschlagen. Doch erst einmal hat Valve die Steam Machine überraschenderweise fürs Frühjahr 2026 angekündigt.
Die Steam Machine ist ein Fertig-PC. Ein Low-Budget-, einsteigerfreundlicher Gaming-PC mit einer Leistung, die etwa dem 6-Fachen des Steam Decks entsprechen soll. Es ist eine PC-Konsole (Konsolen-PC?), gewissermaßen. Es läuft SteamOS darauf und alles, was das Steam Deck kann, soll auch darauf funktionieren. Zwar ist noch kein Preis bekannt, aber es wird (wahrscheinlich) nicht mehr als ein Steam Deck sein und mit Sicherheit mit den Konsolen von Sony und Microsoft konkurrieren können. Gerüchte sagen aktuell etwas anderes, aber wer weiß, was es am Ende wirklich kosten wird. Ich bin sehr gespannt, was die ersten Tests verraten und wie gut größere Spiele darauf wirklich laufen. Anfangs war ich äußerst begeistert von der Ankündigung. Doch mittlerweile hat sich die Euphorie gelegt und ich bin realistischer in meinen Erwartungen geworden.
Mitnichten wird die Steam Machine mit einem High-End-Gaming-PC mithalten können. Dafür ist sie zu günstig, die Komponenten zu alt und wahrscheinlich auch der Formfaktor zu klein. Ich habe mir extra die PS5 Pro gekauft, damit ich mehr (Bild-)Qualität aus meinen Spielen herausholen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob die Steam Machine überhaupt damit mithalten kann. Spiele wie Elden Ring oder The Witcher 3 sind zwar prinzipiell auf dem Steam Deck möglich, aber nur mit qualitativen Einschränkungen. Dreht man die Grafikeinstellungen hoch, leidet die Framerate. Will man mehr Framerate, leidet die Grafik und das zum Teil nicht wenig. Deshalb mag ich es so gerne, kleinere Titel auf dem Steam Deck zu spielen. Sofern man Spiele wie »Silksong« als kleinere Spiele bezeichnen kann.
Wenn ich also logisch an die Sache herangehe, ist die Steam Machine wohl eher nichts für mich. Immerhin habe ich einen großen 4k-OLED-Fernseher. Ich will darauf eine grafische Wucht erleben. Keine verschwommenen Pixelbatzen. Der logische Schluss ist also, erst einmal darauf zu verzichten und Tests abzuwarten. Und schon mal auf einen richtigen Gaming-PC sparen. Der kostet zwar entsprechend mehr, hat aber dann auch ausreichend Leistung, um alle Spiele zu bewältigen. Und auf längere Sicht spare ich mir vielleicht sogar die Konsolen.