Für die Korrektur der Blogtexte verwende ich zwei Programme. Das hilft dabei, die Rechtschreib- und Grammatikfehler so gering wie möglich zu halten. Nur selten schreibe ich einen Text über mehrere Tage. Mein Vorgehen ist typischerweise so: Ich sammle Ideen, die ich mir entweder direkt in mein Schreibprogramm (Ulysses) notiere oder trage sie in eine Liste ein. Dann setze ich mich am Abend hin und schreibe zu einem dieser Themen einen Text. Oder mir liegt konkret etwas auf dem Herzen, was ich loswerden möchte, dann hat das natürlich Priorität. Ist der Text geschrieben, geht es in die Korrektur.
Ich tippe die Texte so, wie sie mir gerade einfallen. Meist ergibt sich von alleine eine Struktur oder ich denke kurz darüber nach, was ich mit dem Text aussagen möchte, aber dann geht es auch schon los. Ist der Text in Ulysses geschrieben, kopiere ich ihn in das Webinterface von LanguageTool. Dort habe ich einen Premium-Account. LanguageTool gefällt mir sehr gut. Es macht Vorschläge, wenn ich manche Wörter zu oft wiederhole oder Sätze zu oft mit demselben Wort anfangen. Manchmal macht es auch Vorschläge zur Formulierung. Rechtschreibung und Grammatik zu korrigieren, funktioniert ebenso gut. Nur kommt es mir manchmal so vor, als ob es für gewisse Eigenheiten der deutschen Sprache nicht geschaffen ist, selbst wenn man es entsprechend einstellt. Es scheint für mich so, als ob englische Eigenheiten durchscheinen würden.
Deshalb habe ich noch eine zweite Software im Einsatz: Scribbr. Die Gratisversion reicht mir hier allerdings vollkommen aus. Das heißt, von LanguageTool kopiere ich den Text nach Scribbr. Hierbei geht es mir darum, die Feinheiten, die LanguageTool eventuell übersehen hat, zu korrigieren. Mit diesen beiden Programmen fahre ich sehr gut. Das führt auch dazu, dass ich den Text insgesamt dreimal durchlese und so an gewissen Stellen nachschärfen kann.
Neuerdings ist mir allerdings bei Scribbr aufgefallen, dass nicht nur Fehler unterstrichen werden. Diese werden mit einer roten Linie markiert, wie man es aus anderen Schreibprogrammen kennt. Seit ein paar Wochen oder sogar schon Monaten gibt es blau unterstrichene Stellen. Diese sollen alternative Formulierungen vorschlagen, wenn ich das richtig verstanden habe. Man sieht den alternativen Text allerdings nur verschwommen, da man für diesen Dienst bezahlen muss. Der ist für mich allerdings überflüssig. Das wäre an sich kein Problem, nur unterstreicht Scribbr stets den kompletten Text. Das ist vollkommen übertrieben und unnötig. Außerdem führt das nur dazu, dass ich sicherlich keinen Cent einwerfen werde, wenn der Standard ist, dass mein kompletter Text von dieser Software umformuliert werden würde. Eigentlich eine absolute Frechheit.
Dass man an ein paar ausgewählten Stellen Vorschläge macht, ist kein Problem. Aber sobald mein gesamter Text geändert werden soll, geht das zu weit. So verliert der Text doch meinen Touch. Mein Schreibstil geht dabei verloren. Stattdessen klingt alles gleich. Zumindest ist es das, was ich befürchte. Wieso aber sollte die Software sonst immer alles blau unterstreichen? Leider lassen sich diese Einstellung oder diese blau unterstrichenen Vorschläge nicht deaktivieren. Für die „normale“ Fehlerkontrolle verwende ich Scribbr weiterhin sehr gerne. Vielleicht finde ich irgendwann eine Alternative. Aber vorerst kann ich mit den Einschränkungen leben. Vor allem, weil es nur eine zweite Instanz ist, die LanguageTool unterstützen soll.