Einen der vorangegangenen Teile von »Final Destination« habe ich im Kino gesehen. Ich bin kein expliziter Horror-Fan oder dergleichen, aber gelegentlich setze ich doch gerne einen Fuß ins Genre. »Final Destination: Bloodlines« kam im Sommer 2025 raus, aber explizit ins Kino wollte ich dafür nicht gehen. Im Dezember war der Film dann bei Apple TV im Angebot, was eine gute Gelegenheit war, diesen nachzuholen. Immerhin hatte er gute Kritiken abgeräumt und scheint die vergangenen Teile aufzugreifen oder zusammenzuführen.
Die Geschichte ist klassisch für »Final Destination«. Zumindest von dem, was ich über das Franchise weiß. Besonders gefällt, dass die Kreativen hinter dem Film es verstehen, mit der Erwartungshaltung der Zuschauer*innen zu spielen. Was genau passiert mit dem abgebrochenen Stück Glas? Ist die Theorie der Protagonistin richtig? Wer hat diese Vision der Tode gehabt? Es ist immer wieder schön, falsch zu liegen. Besonders für mich, wo ich noch nicht so viele Teile des Franchise gesehen habe, wurde ich hervorragend unterhalten und immer wieder positiv überrascht. Es hat selten so viel Spaß gemacht, den Menschen beim Sterben zuzusehen.
»Final Destination: Bloodlines« ist brutaler, als ich es erwartet hatte, was nichts Schlechtes ist. Die Effekte und Tode sind toll inszeniert und sehen äußerst absurd, aber genauso realistisch aus. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel bei einem Film gelacht habe. Manche Szenen sind so überraschend plötzlich brutal, dass man nicht anders kann, als es lustig zu finden. Immer wieder wird auf Gegenstände gezoomt und man rätselt, wie damit der oder die Nächste umgebracht werden soll. Somit haftet diesen Filmen auch etwas Detektivisches an. Ist das der Reihe inhärent, dass sie zwar brutal sind, aber die Inszenierung der Tode auch humorvoll gemacht? Ich muss die anderen Teile unbedingt nachholen und es herausfinden. Ich weiß nur, dass ich mich schon bei dem Teil, den ich im Kino sah, hervorragend amüsiert hatte.
Scheinbar wird bereits am Nächsten gearbeitet, aber sie sollen sich ruhig Zeit lassen. Die Abfolge der Ereignisse und die Inszenierung der Tode sind unfassbar wichtig für diese Filme. Das sollte man nicht überstürzen. Man erkennt in dem Film eine Leidenschaft und Liebe zum Detail. Er wirkt handwerklich gut gemacht und praktische Effekte und CGI gehen mehr oder weniger nahtlos ineinander. Besonders die ständige Präsenz des Todes als Bösewicht, obwohl man ihn nie sieht, funktioniert exzellent. Auch das will gekonnt in eine Fortsetzung eingebaut werden. Gleichzeitig braucht es Charaktere, die man in der kurzen Zeit sympathisch findet und dadurch von ihrem plötzlichen Ableben schockiert ist. All das schafft »Final Destination: Bloodlines« mühelos.