Schätze in Kisten

Es ist immer wieder erstaunlich, was man so alles in alten Kisten finden kann. Seit ein paar Wochen beschäftigt mich das Hobby Musik. Dazu gehört natürlich eine qualitativ gute Möglichkeit, diese anzuhören. Also mussten gute Kopfhörer her. Ich habe zuerst die »Sennheiser Momentum 4« getestet, aber die haben mir nicht ordentlich gepasst. Ungute Druckstellen machten das Tragen auf Dauer unangenehm. Ich habe sie wieder zurückgeschickt. Sie waren mir außerdem zu teuer, wenn man ehrlich ist. Ich brauche den ganzen Schnickschnack nicht. Noise-Cancelling und Bluetooth sind überflüssig, wenn man Lossless-Audiodateien im FLAC-Format anhört, da das alles zu Beeinträchtigungen führen kann.

Ein synaptischer Kurzschluss führte dazu, dass sich mein alterndes Gehirn daran erinnert hat, dass ich mir vor vielen, vielen Monden Beyerdynamic-Kopfhörer gekauft habe (DT 770 Pro, um genau zu sein). Nachdem ich diese ein paar Jahre hatte, habe ich aus Versehen den AUX-Anschluss am Kabel verbogen, was zu unschönen Effekten geführt hat. Aber vielleicht kann man sie günstig reparieren lassen. Ein entsprechendes Formular findet man auf der Herstellerseite recht schnell. Also habe ich sie mir herausgesucht und war erst einmal positiv überrascht. Der AUX-Anschluss war gar nicht so sehr verbogen, wie ich es in Erinnerung hatte. Man musste schon genau hinsehen, um es zu erkennen. Also habe ich sie getestet.

Weder am MacBook noch mit dem »Snowsky Echo Mini« waren irgendwelche Einschränkungen, Verzerrungen oder andere störende Effekte zu hören. Ich sparte mir also die Reparatur. Ich hatte sie sogar schon auf Reisen mit und sie haben problemlos ihre Dienste vollbracht. Das Einzige, was mich an den Beyerdynamic-Kopfhörern stört, ist das fixe Kabel. Warum nicht auch am Kopfhörer einen AUX-Anschluss anbringen, sodass man die Länge den eigenen Bedürfnissen anpassen kann? So läuft man ständig mit einem über 2 m langen Kabel herum. Entschieden zu viel. Vielleicht werden es noch Teufel Massive Kopfhörer, die durchaus gute Bewertungen haben und mit einem wesentlich kürzeren Kabel aufwarten, das man tauschen kann. Mehr Bass ist natürlich auch immer gut.

Ich habe nicht nur alte CDs gefunden, sondern auch noch perfekt funktionierende, hochwertige Kopfhörer. Ich glaube, dass sie die letzten 10 Jahre in der Kiste verbracht haben. Es lohnt sich also, immer mal wieder in den eigenen Beständen zu graben. Vielleicht entdeckt man den ein oder anderen Schatz, der ein neu entdecktes, altes Hobby wieder aufleben lässt.