Start in den Tag

Wie wohl bei den meisten Menschen unterscheiden sich meine morgendlichen Routinen unter der Woche deutlich von jenen am Wochenende. Unter der Woche brauche ich vom Aufstehen bis zum Verlassen des Hauses etwa fünfzehn Minuten. Ich halte mich nicht mit Kaffee oder Frühstück auf, sondern mache mich gleich auf, in die Arbeit. Seit jeher fange ich gerne um 6 Uhr an. Wer früher anfängt, kann auch wieder früher aufhören. Auch wenn ich meinen Job gerne mache, so nutze ich doch den Nachmittag für mich. Besonders im Winter ist diese Herangehensweise ein Vorteil, da man noch etwas Sonne abbekommt. Ich habe Zeit für Sport, kann Texte schreiben und so weiter. Am Wochenende sieht das anders aus.

Manchmal fahre ich samstags frühmorgens einkaufen. Da ist nichts los, man bekommt frische Sachen und ein Abstecher zum Bäcker ist auch noch drin. So hat man herrliches Brot zum Frühstück. Ich lasse mir am Wochenende gerne Zeit. Trinke Kaffee, esse etwas und lese Zeitung (meistens die aktuelle Ausgabe des Falters). Das mache ich auch in Hotels gerne. Wenn ich Freunde besuche oder Städtetrips mache (zumindest wenn ich alleine unterwegs bin) kann es gut und gerne vorkommen, dass ich über eine Stunde am Frühstück sitze. Ich hole mir immer mal wieder eine Kleinigkeit zu essen, probiere das Frühstücksbuffet und lese zwischendurch Texte. Zu Hause nutze ich die Zeit auch gerne zum Schreiben.

So ein langes und ausführliches Frühstück reicht für den ganzen Tag. In Stuttgart habe ich schon meine Stammstrecke entdeckt, die ich spazieren gehe. So bin ich gerne mal über zwei Stunden zu Fuß unterwegs, streife durch den Stadtpark und mache mich auf zu neuen Entdeckungen. Beim nächsten Mal möchte ich noch andere Parks testen. Das Problem ist nur, dass man zu diesen mit der U-Bahn fahren müsste Meist übernachte ich in der Nähe des Hauptbahnhofs, und da gibt es eben nur einen großen Park, den man für ausgiebige Spaziergänge nutzen kann.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich nur kurz eine Kleinigkeit esse, einen Kaffee genieße und mich dann auf den Weg mache. Mir ist im Prinzip beides recht. Ich mag es auch nicht, wenn jede Woche, jeder Tag immer wieder gleich strukturiert ist. Die Kreativität braucht Abwechslung, neue Sinneseindrücke, Informationen und Ortswechsel. Seien diese Durchbrechungen im Kleinen oder im Großen. Ich begrüße sie mittlerweile. Besonders die kleinen sind hervorragend dazu geeignet, die Grenzen der Komfortzone auszutesten. Man muss diese ja nicht immer gleich mit Gewalt durchbrechen. Es reicht gelegentlich aus, die Grenzen neu abzustecken.