Metadaten

Wenn man sich eine neue Musikbibliothek aufbaut, ist die Pflege der Metadaten essenziell. Fügt man die Songs und Alben in Musiksoftware ein, werden diese richtig erkannt und eingeordnet. Auf Abspielgeräten werden der oder die Sänger*in, das Album und das Jahr korrekt angezeigt und hoffentlich auch das Cover dargestellt. Um meine erworbenen CDs zu rippen, verwende ich die Software XLD. Hier kann man bereits einige Voreinstellungen treffen, damit die meisten Metadaten stimmen. Doch ich möchte noch einmal nachkorrigieren können. Besonders was das Albumcover anbelangt.

Nach ein wenig Suchen bin ich auf die Software »Tag Editor 2« gestoßen. Hier zieht man beispielsweise die m4a-Dateien rein und sie werden ordentlich in einer Tabelle dargestellt. Das macht es einfach, die Metadaten zu vergleichen. Ist überall derselbe Albumname eingetragen? Stimmt das Veröffentlichungsjahr? Ist der Name korrekt geschrieben (ich mag es beispielsweise nicht, wenn die Namen der Sänger*innen in reinen GROSSBUCHSTABEN geschrieben stehen; ich will nicht angeschrien werden, besonders nicht von Software)? Und ich kann in einer Software wie dem »Tag Editor 2« sicherstellen, dass das Albumcover eine maximale Größe von 500 × 500 Pixel aufweist und nicht größer als 1 MB ist. Das ist für manche Geräte wichtig und ich möchte, dass die „Rohdaten“ so kompatibel wie möglich sind.

Was ich außerdem empfehlen kann, ist, die Alben, die man gerippt hat, zur Kontrolle direkt anzuhören. Zumindest in ein paar Songs reinhören. Denn wenn man sich verklicken sollte, beispielsweise bei der Auswahl des Albums, welches für die Metadaten herangezogen werden soll, kann es vorkommen, dass die Tracknamen nicht richtig sind. Nicht, dass mir das passiert wäre. Und ich habe sicherlich nicht für Madonnas Alben »Like a virgin« und »Music« zweimal dasselbe falsche Album als Vorgabe ausgewählt. Würde mir nicht passieren. Ich habe nur gehört, dass es unter Umständen solche Situationen gibt. Dann muss man die CD eben noch einmal rippen, um sicherzugehen, dass auch alles korrekt ist.

CDs rippen, Metadaten pflegen und eine Ordnerstruktur anzulegen, die kohärent ist und in der man sich immer zurechtfindet, mag nach viel Aufwand klingen. Das ist es zum Teil auch. Aber das ist es mir wert. Immerhin besitze ich diese Musik und leihe sie mir nicht nur zum Anhören aus. Ich mache mir gerne die Mühe. Es ist eine kuratierte Bibliothek, die sich nach und nach füllt. Eine Sammlung, die mir entspricht, die Persönlichkeit hat und vielleicht die ein oder andere Überraschung parat hält. Wenn man sich dann hinsetzt und diese Musik anhört, ist es ein purer Genuss.