Hype Train

Jetzt nehmen bitte alle kurz ihre Kalender heraus. Egal, ob digital oder analog. Es muss ein Datum markiert werden. Ich warte so lange.

Bereit?

Wir blättern vor zum April. Dort markieren wir uns ganz dick den 23. Tag. Ein Donnerstag. An diesem Tag soll nämlich der Film »Michael« in den Kinos anlaufen. Eine filmische Biografie von Michael Jackson. Dass ich großer Fan von Michael Jackson war und bin, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Dieses kleine Nugget an Wissen habe ich schon das ein oder andere Mal erwähnt. Ich habe auch schon seit fast einem Jahr Karten für den Tribut an Michael Jackson der Salzburger Philharmonie, welcher im Mai stattfinden wird. Dazu habe ich dieses Jahr meine alte CD-, DVD- und Blu-Ray-Sammlung wiederhergestellt, die aus Gründen, die ich bereits dargelegt habe (Die verlorene Sammlung), verloren ging. Für mich ist das erste halbe Jahr 2026 also nicht nur mit verschiedenen Konzerten und Musicals gespickt, sondern besonders deutlich von Michael Jackson geprägt.

Bis ich den ersten Trailer, den man schon seit einiger Zeit auf YouTube bewundern kann, gesehen hatte, war ich mir der Tatsache, dass es einen Film über Michael Jackson geben würde, nicht bewusst. Doch dann begegnete mir der Trailer. Man hörte die bekannten Beats. Man hörte die zarte Stimme. Man hörte mehr bekannte Töne. Konzertaufnahmen und -ausschnitte waren zu sehen. Gänsehaut machte sich breit. Da wusste ich, diesen Film muss ich im Kino sehen. »Bohemian Rhapsody« zählt bis jetzt zu meinen absoluten Favoriten, was Filme über Musiker*innen und Bands anbelangt. »Michael« hat das Potenzial, diesen zu toppen. Besonders, weil hier ein nostalgisches Gefühl hinzukommt. Ich mag es tatsächlich auch, die Kommentare unter den Teasern und Trailern zu lesen.

The hype train is real.

Selbst 17 Jahre nach seinem Tod kann Michael Jackson noch begeistern und fesseln. Vielleicht kommt der Film auch zur gesellschaftlich richtigen Zeit. Gefühlt häufen sich die Krisen, mehr Kriege und Unsicherheiten machen sich breit, Demokratien befinden sich in Gefahr. Auf den sozialen Medien gibt es diverse Trends, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Beispielsweise wie es vor 10 Jahren, 2016, war. Michael Jackson hat für viele Menschen eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt. Man kennt den Namen, und er hat unzählige Musiker*innen und Performer*innen inspiriert. Alleine deshalb wird der Film begeistern. Für zwei Stunden kann man sich in eine andere Zeit entführen lassen. Es war vielleicht nicht alles besser, aber zumindest anders. Und manchmal reicht das schon aus.