Vor einer Weile habe ich mir bereits neue Laufschuhe besorgt. Natürlich von der Marke Asics. Mir kommt (fast) nichts anderes ins Haus. Zwei Paare sind es geworden, da die Füße Abwechslung wollen. Diese lagen nun allerdings seit ein paar Wochen nutzlos herum. Zum einen, weil es noch sehr kalt draußen war und ich nicht in eisiger Kälte starten wollte. Zum anderen, weil im Januar auch viele ihre neuen Vorsätze beginnen. Auf meinen Spaziergängen sind mir im Jänner deutlich mehr Läufer*innen untergekommen als noch im Dezember. Auch das, dachte ich mir, kann ich abwarten. Dann wurde ich auch noch krank und es dauerte, bis die hartnäckige Erkältung abgeklungen war.
Vor Kurzem war es dann allerdings endlich so weit. Es war sonnig, die Straße halbwegs trocken, Plusgrade machten sich breit. Wie man es so macht, habe ich mir also eine kurze Sporthose angezogen und bin in die neuen Schuhe geschlüpft. Was mir aber immer wichtig ist: den Oberkörper warmhalten. Also habe ich diesen mit Thermokleidung eingedeckt, Mütze und Schlauchschal angelegt (leider habe ich Handschuhe vergessen) und es konnte losgehen. Doch ich möchte nicht einfach nur so loslaufen, das wäre viel zu einfach. Stattdessen habe ich mir etwas Unterstützung geholt. Natürlich in Form einer App: der Nike-Running-App, um genau zu sein.
Diese tolle App habe ich bereits in der Vergangenheit genutzt, um mich bei meinen Trainings zu begleiten. Sie ist schlicht, bietet diverse Trainingsprogramme an und die Trainer*innen sind äußerst sympathisch. Da ich seit ein paar Monaten nicht mehr gelaufen bin, startete ich mit dem Beginner-Programm. Es dauert vier Wochen, hat zwei bis drei Läufe pro Woche und ergänzt wunderbar mein Krafttraining und Yoga. Dazu noch eine motivierende Playlist von Apple Music und einem erfolgreichen Start in die Laufsaison stand quasi nichts mehr im Weg. Der erste Lauf hat mich äußerst begeistert. Es lief hervorragend, hat Spaß gemacht und ich hätte noch länger laufen können – also genauso, wie es sein soll. Zwar hatte ich am nächsten Tag Muskelkater, aber das gehört dazu.
Eine Empfehlung, die ich aussprechen kann, ist, die Nike-App auf der Apple Watch noch zu Hause zu öffnen und sicherzustellen, dass das anstehende Programm auch tatsächlich geladen ist. Mir ist es bereits zweimal passiert, dass ich nach ein paar Metern umdrehen und nochmal in die Wohnung hochmusste, um Internetverbindung zu haben. Ich nehme zum Laufen nur ungern das iPhone mit. Ich bin gerne minimalistisch unterwegs. Ob ich wirklich immer alle drei Läufe pro Woche mache oder nur die zwei „erforderlichen“, wenn man so möchte, weiß ich noch nicht. Kommt auch darauf an, wie sehr mich mein anderes Training fordert.
Das Laufen hat mir aber tatsächlich gefehlt. Locker anfangen, dem Körper Zeit geben, sich an die Bewegung und Belastung zu gewöhnen und auch entsprechende Ruhepausen gönnen, sind zentral. Nicht übertreiben. Wenn man erst einmal angefangen hat und mitten im Training ist, kann man immer noch mehr machen oder herausforderndere Läufe bestreiten. Doch für den Moment stehe ich noch am Anfang. Das ist auch in Ordnung. Ich möchte jeden Schritt genießen. Sowohl bei den Läufen selbst als auch dazwischen. Und möge diese Laufsaison nie wieder enden.