Musikhorizont

Ende vergangenen Jahres habe ich begonnen, mich intensiver mit Musik auseinanderzusetzen. Ich habe meine alte Michael-Jackson-CD-Sammlung wiederhergestellt (Die verlorene Sammlung), mich mit DAPs beschäftigt (DAP) und verschiedene Quellen für Musik recherchiert (Von Musik und Quellen). Doch wie nachhaltig waren all diese Vorhaben? Allein das Thema Musikqualität ist ein Fass ohne Boden. Ist wirklich FLAC ausreichend oder braucht man ALAC oder AIFF? Ist „richtiges“ Musikhören nur mit einem DAP, gerippten CDs und einem High-End-Kopfhörer möglich?

Man kann sich schon sehr in dem Hobby verlieren, doch in den Wochen seit dem ersten Aufkeimen des Interesses hat sich meine Herangehensweise etwas verändert. Ich glaube, für mich war es allein schon wichtig, meine Apple-Music-Sammlung zu löschen und neu anzufangen. Vergangenen Ballast abzuwerfen. Erst habe ich meine CD-Sammlung gerippt und hochgeladen. Doch seitdem sind einige Alben von Apple Music ebenso hinzugekommen. Dem aktuellen amerikanischen Regime sei Dank habe ich etwa Bad Bunny für mich entdeckt und bin gerade dabei, mich durch dessen Diskographie zu hören. Das macht Laune und ist mal etwas anderes. Aber auch diverse Essential-Playlists und Alben, die ich nicht auf CD habe, wandern regelmäßig in meine digitale Sammlung.

Meistens höre ich aktuell neben dem Bemalen von Warhammer-Figuren Musik oder wenn ich im Homeoffice arbeite. Es gibt genug Playlists, die man reinwerfen kann, die nicht ablenken und mit denen man neue Musik, Sänger*innen und Genres entdecken kann. In solchen Situationen höre ich allerdings nicht mit dem alten Beyerdynamic-Kopfhörer, sondern verwende einen alten JBL-Bluetooth-Lautsprecher. Natürlich ist Bluetooth unter den besonders begabten Audiophilen ein No-Go. Aber um einfach Musik hören zu können, ist es vollkommen ausreichend. Vielleicht findet sich irgendwann ein Angebot einer kleinen Musikanlage mit zwei Lautsprechern und Subwoofer, aber im Moment bin ich mit dem völlig zufrieden.

Insofern hält meine Begeisterung für Musik weiterhin an. Doch die Herangehensweise hat sich verändert. Ich bin froh über meinen DAP und höre immer noch gelegentlich über meinen Beyerdynamic-Kopfhörer. Jedoch darf es manchmal auch etwas simpler zugehen. Hauptsache, man hat Freude an der Musik, die man hört.