Fokus

Seit Anfang Februar beschäftige ich mich wieder intensiver mit Warhammer, dem Bemalen von Miniaturen und allem, was dazugehört. Ich laufe auch wieder regelmäßig, ebenfalls seit Anfang Februar. Beides macht mir große Freude. Beides sind Hobbys, die ich bereits in der Vergangenheit verfolgt, aber immer wieder fallen gelassen habe. Und beides sind Tätigkeiten, die leichter fallen, je konstanter man sie verfolgt.

Je regelmäßiger man läuft und je länger man es durchzieht, desto mehr Fortschritte macht man. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man sich gelegentlich fordert und Abwechslung ins Training bringt. Wenn dann noch Krafttraining oder Yoga dazukommt, ist es ein wirklich schöner Sport, der einen das ganze Jahr über begleiten kann. Ab dem Frühjahr möchte ich noch Radfahren ergänzen, um nicht nur weitere Strecken zu erkunden, sondern die Ausdauerbelastung zu variieren. Ich weiß offen gestanden nicht, warum ich in der Vergangenheit immer wieder aufgehört habe. Es gab Zeiten, da bin ich über Monate hinweg konstant gelaufen.

Ähnlich verhält es sich mit Warhammer. Einen Pinsel handhaben und Figuren immer detaillierter und mit fortgeschritteneren Techniken bemalen zu können, erfordert Übung. Diese Übung erfordert Zeit und eine gewisse Regelmäßigkeit. Es dauert bisweilen Monate oder gar Jahre, bis man gewisse Techniken gelernt, geschweige denn gemeistert hat. Auch hier gilt es, sich immer wieder zu fordern, einen Schritt weiterzugehen, als man es bisher getan hat. Plateaus gibt es in beiden Hobbys – beim Laufen und im Künstlerischen.

Ich habe mir für dieses Jahr gewisse Ziele gesetzt. Ganz nach Matthew Dicks bin ich mit großen, teils unrealistischen Zielen in das Jahr gestartet. Aber das macht nichts. Scheitern ist ein Teil des Lebens, und durch Scheitern lernen wir. Laufen und Warhammer befanden sich bisher nicht auf der Liste. Habe ich aber mittlerweile ergänzt. Ob das bedeutet, manche andere Vorhaben müssen zurückstecken? Mit Sicherheit. Aber mir sind diese beiden Hobbys aktuell sehr wichtig. Ihr Vorteil ist, dass sie ein gewisses nostalgisches Gefühl in sich haben, da ich beide immer wieder seit Jahren verfolge. Mein Ziel wäre durchaus, diese beiden Hobbys 2026 zu einem großen Fokus zu machen. Ein Jahr ist lang, und wer weiß, was sich noch ändern wird, aber aus heutiger Perspektive bedeuten sie mir viel.

Pläne zu machen, Ziele zu definieren und schließlich diese zu verfolgen, gehört für uns irgendwie dazu. Zum Jahresanfang ist es quasi Tradition. Doch man sollte sich nicht zu sehr darauf versteifen. Im Jänner wusste ich noch nicht, dass mir Laufen und Warhammer derart wichtig werden würden. Ich habe meine Ziele auch nicht komplett über den Haufen geworfen, aber zumindest etwas angepasst. Diese Flexibilität ist wichtig.