Manchmal frage ich mich, ob ich über bestimmte Themen zu viel schreibe. Aber wenn mich ein Thema interessiert oder ich ein neues Interesse entdecke, dann brenne ich dafür. Ich mache mir Gedanken und überlege, was ich besser, anders oder überhaupt machen kann. Wie kann ich dieses Hobby für mich nachhaltig gestalten? Was motiviert mich und wie kann ich unabhängig vom Motivationslevel mehr für mich herausholen, ohne nach ein paar Wochen auszubrennen und es wieder liegenzulassen?
So habe ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen ich diesen Blog nun schon betreibe, immer wieder solche Interessen begleitet. Etwa Gaming. Es gibt Zeiten, in denen ich sehr viel spiele und darüber entsprechend vermehrt schreibe. Dann lässt dieses Interesse wieder nach und wird durch etwas anderes abgelöst. Filme zum Beispiel. So entstand vergangenes Jahr auch die Idee zum MCU-Rewatch und den daraus resultierenden Samstagstexten, die ich während des zweiten Jahres des Blogs veröffentlicht habe. Aktuell ist dieses wiederkehrende Thema Warhammer. Dieses Hobby bietet unterschiedliche Herangehensweisen, doch im Kern geht es mir im Moment um das Bemalen der Figuren. Entsprechend schreibe ich mehr Texte dazu, wie ich mich dem Hobby nähere, was mich am meisten daran begeistert und welche Fortschritte ich mache.
Ich versuche allerdings stets, dass diese monothematischen Texte, wenn man sie so bezeichnen möchte, nicht zu dominant in den Vordergrund treten. Das erziele ich zum einen, indem ich diese Texte weiter auseinanderziehe. Soll heißen: Es erscheint maximal ein Text pro Woche zum Thema Warhammer (oder auch Gaming, Filme und so weiter). Des Weiteren bin ich stets bemüht, neue Aspekte zu finden. Auch wenn man immer wieder über dasselbe Thema schreibt, müssen die Texte nicht automatisch dieselben Aspekte behandeln. Man kann versuchen, es aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten. Ob mir das gelingt, müssen andere bewerten.
Die Gefahr ist auch, zumindest für mich, dass ich mich zu sehr in ein Thema verbeiße und mich nur mehr dem Warhammer-Hobby widme. Andere Dinge geraten in den Hintergrund oder ich nehme sie nicht mehr so wahr wie zuvor. Das reduziert die Themenvielfalt und Ideen für Texte. Alleine deshalb möchte ich mich nicht zu sehr von einem Thema oder Hobby einnehmen lassen. Dieser Blog ist eben kein Warhammer-, Gaming- oder Film-Blog. Die Themen sollen sich spontan anfühlen, man soll überrascht werden und vielleicht Texte lesen, zu Dingen, die man normalerweise ignorieren würde. Ein Blog über alles und nichts, eben. Das ist es auch, was mich nach zweieinhalb Jahren und über 800 Texten noch immer motiviert, mich regelmäßig hinzusetzen und zu schreiben. Die Spontanität, Abwechslung und mich überraschen zu lassen, was ich wohl heute zu digitalem Papier bringen mag.
