Ich weiß nie, was ich zu Mittag in der Arbeit essen soll. Zwar gibt es eine Kantine, die durchaus leckere Sachen hervorbringt, doch es ist mir meist zu viel. Mir ist etwas Leichteres lieber. Vor allem mag ich es unkompliziert. Deshalb habe ich schon mit so einigen Sachen experimentiert. Salat ist beispielsweise gar nicht so einfach. Wenn man sich den am Vortag vorbereitet, ist der bis zum nächsten Tag mittags matschig und nicht lecker anzusehen. Deshalb habe ich mir eine eigens für Salat gedachte Tupperware besorgt – allerdings von einer anderen Marke. Der rohe Salat kommt dabei in die Schüssel und in einen verschließbaren Einsatz, Dressing und andere Dinge, die man gerne rein hätte, etwa Thunfisch.
Das wurde mir irgendwann zu aufwendig, also bin ich auf Joghurt mit Früchten, Erdnussbutter und anderen guten Dingen gewechselt. Porridge ist ebenfalls einfach, lässt sich für mehrere Tage vorbereiten und schmeckt sowohl kalt als auch warm. Zwischendurch hatte ich einfach nur aufgepeppte Proteinshakes dabei und aß Brot dazu oder dergleichen. Es gibt zum Glück eine kleine Auswahl an Obst, mit dem man sich für den Tag eindecken kann. Mit etwas Nüssen kommt man auch damit über die Runden. Doch nur ein Proteinshake oder Obst ist dann auch wenig. Deshalb kam mir YFood genau richtig.
Mittlerweile findet man die Getränke in allen Supermärkten und es gibt Kooperationen mit diversen anderen Marken. Sei es Fallout oder die Turtles, man findet immer wieder lustig bedruckte YFood-Flaschen. Ich mag das Planbare an diesen „ausgewogenen Trinkmahlzeiten“, wie sie es selbst bezeichnen. Jede Flasche hat 500 kcal. Lediglich die (Makro-)Nährstoffe wie Kohlenhydrate oder Eiweiß unterscheiden sich bei genauerer Betrachtung, aber auch nur im Kommabereich. Im Großen und Ganzen hat jedes Getränk dieselben Eigenschaften.
Zuerst hatte ich so meine Zweifel, ob man durch einen simplen Shake satt werden würde. Das hat sich allerdings schon nach der ersten Flasche als unnötig herausgestellt. Sie machen satt und halten auch lange an. Es gibt eine vielfältige Bandbreite an Geschmäckern, durch die man sich testen kann, und bisher habe ich noch keinen probiert, der mir nicht geschmeckt hätte. Nur Schoko ist mir zu süß. Für ein schnelles, unkompliziertes Mittagessen eignen sich diese Getränke von YFood hervorragend. Auch ihre Riegel mag ich, die vorwiegend durch eine irrsinnige Menge an Ballaststoffen überzeugen. Die Getränke von YFood und Protein- oder Müsliriegel sind für mich perfekte Ergänzungen, mit denen man gut durch den Tag kommt. Es sollte natürlich nicht zur Hauptquelle werden, doch wenn man sie ein paar Tage pro Woche als Ergänzung verwendet, sollte es kein Problem sein.
Es gibt nur zwei Dinge, die ich beanstanden würde. Zum einen der Preis. In Österreich sind die Flaschen mit knapp 4 € doch recht teuer. Für eine „komplette“ Mahlzeit natürlich vergleichsweise okay, trotzdem teuer, wenn man sich die Preise in Deutschland ansieht. Also am besten auf Aktionen warten und sich dann mit einem Vorrat eindecken. Außerdem möchte ich das Design des Deckels kritisieren. Man schüttelt die Getränke vor Verzehr ordentlich. Schraubt man die Flaschen auf, haben manche zusätzlich zum Schraubverschluss eine Schutzfolie, die man abzieht. Bei weitem aber nicht alle. Bei den meisten schraubt man die Flasche auf und kann direkt daraus trinken. Da der Deckel allerdings vorschriftsmäßig an der Flasche bleibt und sich etwas von der eher dickflüssigen Mahlzeit im Deckel sammelt, tropft es mit Sicherheit stets auf die Kleidung. Könnte man nicht überall diese Schutzfolie verwenden? Warum gibt es überhaupt zwei verschiedene Sorten der Flaschen? Aber abgesehen davon ist YFood für den Moment ein Dauergast in meinem Kühlschrank und dient mir als Mittagessen.