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Hype Train

Jetzt nehmen bitte alle kurz ihre Kalender heraus. Egal, ob digital oder analog. Es muss ein Datum markiert werden. Ich warte so lange.

Bereit?

Wir blättern vor zum April. Dort markieren wir uns ganz dick den 23. Tag. Ein Donnerstag. An diesem Tag soll nämlich der Film »Michael« in den Kinos anlaufen. Eine filmische Biografie von Michael Jackson. Dass ich großer Fan von Michael Jackson war und bin, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Dieses kleine Nugget an Wissen habe ich schon das ein oder andere Mal erwähnt. Ich habe auch schon seit fast einem Jahr Karten für den Tribut an Michael Jackson der Salzburger Philharmonie, welcher im Mai stattfinden wird. Dazu habe ich dieses Jahr meine alte CD-, DVD- und Blu-Ray-Sammlung wiederhergestellt, die aus Gründen, die ich bereits dargelegt habe (Die verlorene Sammlung), verloren ging. Für mich ist das erste halbe Jahr 2026 also nicht nur mit verschiedenen Konzerten und Musicals gespickt, sondern besonders deutlich von Michael Jackson geprägt.

Bis ich den ersten Trailer, den man schon seit einiger Zeit auf YouTube bewundern kann, gesehen hatte, war ich mir der Tatsache, dass es einen Film über Michael Jackson geben würde, nicht bewusst. Doch dann begegnete mir der Trailer. Man hörte die bekannten Beats. Man hörte die zarte Stimme. Man hörte mehr bekannte Töne. Konzertaufnahmen und -ausschnitte waren zu sehen. Gänsehaut machte sich breit. Da wusste ich, diesen Film muss ich im Kino sehen. »Bohemian Rhapsody« zählt bis jetzt zu meinen absoluten Favoriten, was Filme über Musiker*innen und Bands anbelangt. »Michael« hat das Potenzial, diesen zu toppen. Besonders, weil hier ein nostalgisches Gefühl hinzukommt. Ich mag es tatsächlich auch, die Kommentare unter den Teasern und Trailern zu lesen.

The hype train is real.

Selbst 17 Jahre nach seinem Tod kann Michael Jackson noch begeistern und fesseln. Vielleicht kommt der Film auch zur gesellschaftlich richtigen Zeit. Gefühlt häufen sich die Krisen, mehr Kriege und Unsicherheiten machen sich breit, Demokratien befinden sich in Gefahr. Auf den sozialen Medien gibt es diverse Trends, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Beispielsweise wie es vor 10 Jahren, 2016, war. Michael Jackson hat für viele Menschen eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt. Man kennt den Namen, und er hat unzählige Musiker*innen und Performer*innen inspiriert. Alleine deshalb wird der Film begeistern. Für zwei Stunden kann man sich in eine andere Zeit entführen lassen. Es war vielleicht nicht alles besser, aber zumindest anders. Und manchmal reicht das schon aus.

Schreibstätten

Ich habe schon von Autor*innen und Texter*innen gelesen, die betonen, dass sie ein sehr spezifisches Set-up benötigen, bevor sie überhaupt mit dem Schreiben anfangen können. Sei es eine bestimmte Tageszeit oder ein Set an Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Ich finde das zum einen charmant. Es verleiht ein gewisses Gefühl der Routine. Man ist unter diesen Bedingungen vielleicht eher in einer schreiberischen Einstellung. Doch genauso finde ich es befremdlich. Vielleicht ist es sogar gefährlich, zumindest aber hinderlich. Ich versuche, mich nicht in diesen Käfig zu manövrieren.

Ich möchte überall schreiben können. Als ich letztens nach Stuttgart gefahren bin, um den Geburtstag eines Freundes zu feiern, habe ich etliche Texte im Zug geschrieben. Diesen hier schreibe ich gerade auf der Rückfahrt. Eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben, aber ich bin über vier Stunden unterwegs und manchmal ergibt ein Thema das nächste und so sind es insgesamt 10 Texte oder so geworden, die ich auf der Hin- und Rückreise geschrieben habe. Alternativ könnte ich natürlich YouTube schauen oder Musik hören. Habe ich auf der Hinfahrt auch gemacht, aber eben nicht ausschließlich. Ich nutze die Gelegenheit sehr gerne, quasi eingesperrt zu sein und nirgends hinzukönnen. Warum sie nicht nutzen, um ein paar Zeilen niederzuschreiben.

Was ich tatsächlich fürs Schreiben benötige, ist eine ordentliche Tastatur. Das meiste schreibe ich direkt auf der Tastatur des MacBooks. Ich habe auch schon auf der iPad-Tastatur geschrieben (dieses verdammte Zubehör ist auch teuer genug, da sollte das Tippen Spaß machen). Auf dem iPhone einen kompletten Text zu tippen, schaffe ich wahrlich nicht. Ich habe es versucht, bin aber gescheitert. Allerdings ist das iPhone super, um Ideen kurz festzuhalten oder einen Text stichwortmäßig aufzuschreiben und diese Schnipsel später zu verarbeiten. Insofern habe ich zumindest eine Voraussetzung, die unbedingt erfüllt sein sollte: Ich brauche mein Schreibgerät. Ohne das funktioniert es einfach nicht.

Von Musik und Quellen

Es ist ein Thema, welches mich seit der wieder aufkeimenden Leidenschaft für Musik beschäftigt: Wo kaufe ich meine Musik? Welche Quellen nutze ich? Das ist gar nicht so einfach. Ich mag meinen »Snowsky Echo Mini« inzwischen ganz gerne. Es ist ein kompakter Digital-Audio-Player (DAP), der nicht mit dem Internet verbunden ist und hervorragende Audioqualität liefert. Er hat seine Schwächen, aber über die kann ich aktuell hinwegsehen. Das heißt aber auch, dass ich keinerlei Onlinequellen nutzen kann. Apple Music geht somit nur auf dem iPhone.

Denn um neue Musik zu entdecken, in Alben reinzuhören oder nur mal mit den AirPods Musik zu hören, ist Apple Music äußerst praktisch. Außerdem werfe ich dort sämtliche Musik rein, die sich per gerippten CDs in meiner Sammlung befindet. CDs kaufe ich entweder günstig gebraucht oder auch mal neue. Das variiert und hängt von den Künstler*innen ab. Auf Bandcamp kann man online Musik kaufen und so die Künstler*innen am besten unterstützen. Bisher kam ich jedoch noch nicht in die Gelegenheit, dort etwas zu kaufen. Möchte es aber auf jeden Fall noch testen. Meine Sammlung soll nach und nach wachsen, mit Bedacht.

Ich möchte mir Zeit lassen und die Alben, die ich habe, des Öfteren durchhören. Musik soll ein entspannendes Hobby sein und nicht zu einer Last werden. Das habe ich auch erst mit dem erneuten Beschäftigen mit dem Hobby gelernt. Musik kann etwas wirklich Entspannendes sein. Bisher habe ich es eher nur nebenbei gehört. Beim Schreiben, beim Autofahren, beim Training, aber noch nie wirklich bewusst. Als ich letztens in Stuttgart war, habe ich mich an einem Nachmittag einfach ins Bett im Hotel gelegt und ein Album durchgehört. Ich hatte einen langen Spaziergang hinter mir und hatte die Nacht zuvor schlecht geschlafen. Es war wunderbar. Oder auf der Zugfahrt habe ich ebenfalls zwei Alben bewusst durchgehört. Ähnlich mache ich es zu Hause auch. Ich entdecke völlig neue Aspekte, die ich so nicht erwartete.

Durch dieses bewusste Anhören, sich Zeitlassen und bewusst diese Zeit auch nehmen, soll die Sammlung langsam wachsen. Insofern reichen mir aktuell diese drei Quellen aus: Apple Music, CDs und Onlinequellen wie Bandcamp. Für Apple Music (oder vergleichbare Streaming-Dienste) spricht für mich außerdem, dass ich Musik auf der Apple Watch speichern kann. Wenn ich mal ohne iPhone unterwegs sein möchte, habe ich somit immer ein paar Alben bei mir. Ich möchte dieses Jahr unter anderem den Laufsport wieder aufgreifen, den ich seit Monaten vernachlässige. Hier nur die Apple Watch mitzunehmen und sonst nichts, ist mir durchaus wichtig. Ich möchte mich aufs Laufen konzentrieren und dabei etwas Musik hören können. Aber wie das läuft, muss sich erst noch herausstellen – buchstäblich.

Nur ein kleiner Zeh

Warhammer 40k begleitet mich schon mein ganzes Leben. Auf den ersten Blick ist es ein düsteres Science-Fiction-Universum. Und das ist es auch. Es begann als überbordende Satire. Ein Aspekt des Franchise, der mit der Zeit etwas in den Hintergrund gerückt ist, den man jedoch nie außer Acht lassen darf. Manche Fans nehmen das Hobby sehr ernst, vielleicht zu ernst. Dabei sollte man nicht vergessen, wo das Hobby herkommt, wo es seinen Ursprung hatte und dass wir im Grunde nur mit schräg aussehenden Spielzeugsoldaten spielen (um den YouTuber Arbitor Ian zu paraphrasieren). Diese teils extreme Identifikation mit dem Hobby ist durchaus nachvollziehbar.

Immerhin bietet es verschiedenste Aspekte und kann schnell einen Großteil der Freizeit einnehmen. Der wohl größte Block ist das Zusammenbauen und Bemalen der Figuren. Space Marines und die diversen Alienfraktionen sind über die Jahre komplexer und kleinteiliger geworden. Allein das Zusammenbauen kann zu einer Herausforderung werden. Wenn man die Figuren dann noch halbwegs gut bemalen möchte, ist man pro Figur einige Stunden beschäftigt. In diesem Aspekt des Hobbys sollte man jedoch realistische Ansprüche haben. Durch YouTuber, die immer wieder Herausforderungen machen und das Hobby teilweise zu ihrem Beruf machen konnten, sind die eigenen Ansprüche im Zaum zu halten. Wenn man regelmäßig malt, schafft man vielleicht trotzdem „nur“ eine Handvoll Figuren pro Jahr. Wir haben (meistens) Berufe und andere Verpflichtungen, da bleibt am Ende des Tages nicht mehr allzu viel Zeit übrig. Realistische Erwartungen an sich selbst sind nicht nur wichtig, sondern notwendig.

Ein weiterer Aspekt des Hobbys, den ich in meinem langen, langen Leben nur wenige Male ausgelebt habe, ist das tatsächliche Gegenübertreten von zwei Armeen. Das liegt zum einen daran, dass ich kaum eine Armee zusammenbringe, weil ich stets unterschiedliche Fraktionen male. Zum anderen fehlt es an Gelegenheiten und der Lust, mich intensiv mit den Regeln auseinanderzusetzen. Mittlerweile gibt es zu Warhammer 40k auch noch Hunderte Bücher. Sei es in der 40k-Zeitlinie oder dem Prequel-Zeitstrang »The Horus Heresy«. Man findet sicherlich ein passendes Buch zu einem Teilaspekt der Geschichte von Warhammer 40k, das einen interessiert. Schließlich gibt es noch diverse Serien (auf Warhammer+), die man sich ansehen kann, oder YouTuber, die sich damit beschäftigen.

Deshalb begleitet mich Warhammer auch schon mein ganzes Leben. Irgendeinen dieser Aspekte verfolge ich immer. Doch seit ein paar Wochen juckt es mich wieder unter den Fingern. Ich möchte wieder mit dem Malen anfangen, mich etwas mehr mit aktuellen Geschehnissen auseinandersetzen. Deshalb habe ich mir unter anderem die aktuelle Erweiterung rund um »500 Worlds« besorgt und die aktuelle Ausgabe des offiziellen Magazins »White Dwarf«. Außerdem bin ich meinen »Pile of Opportunity« durchgegangen und habe mir Space Marines zum Bemalen herausgesucht. Ich werde über eventuelle Fortschritte selbstverständlich berichten. Mal sehen, ob es bei ein paar Büchern hier und ein paar Pinselstrichen dort bleibt oder ob mich das Hobby wieder mehr in den Bann zieht.

Ab wann wird es ein Problem?

Meine liebsten Schuhe sind von Asics. Ich weiß meine Größe und die hat sich in den vergangenen Jahren nur um eine halbe Nummer geändert. Das heißt, ich kann mir immer irgendwo welche bestellen und so gute Angebote mitnehmen. Die Schuhe dienen mir als Freizeitschuhe für meine langen Spaziergänge und seit Kurzem auch wieder für diverse Laufrunden. Außerdem dienen alte Paare als gute Arbeitsschuhe. Sie sind vielseitig einsetzbar, passen mir perfekt und sind angenehm zu tragen.

Natürlich verwende ich nicht ein Paar für alles, sondern habe für die unterschiedlichen Verwendungszwecke verschiedene Paare im Einsatz. Immerhin wollen die Füße Abwechslung haben und nicht immer in denselben Schuhen stecken. Das fördert unter anderem auch die Gesundheit des Fußes, wenn ich noch auf dem Laufenden bin, was dieses Thema anbelangt. Jedenfalls kaufe ich mir pro Jahr zwischen ein und drei neue Asics. Je nachdem, wie abgenutzt die Schuhe sind. Jedes Paar trage ich sicherlich für mehrere hundert Kilometer und wie bei Kleidung im Allgemeinen werfe ich Schuhe nur sehr ungern weg. Man könnte sie ja noch benötigen und für Arbeiten zu Hause eignen sie sich doch noch wunderbar.

Wenn man das alles zusammennimmt, dann entsteht über die Jahre eine durchaus beachtliche Sammlung an Asics-Schuhen. Knapp 20 Paare finden sich in diversen Schuhregalen wieder. Ist das zu viel? Habe ich ein Problem? Ich denke nicht, aber das sagen Personen, die sich etwas nicht eingestehen wollen, ja immer. Wie dem auch sei, ich mag mittlerweile auch die ausgefallenen Farben, die es gibt. Anfangs habe ich eher neutrale Farben gewählt und mag diese auch immer noch. Doch zwischendurch darf es etwas kreativer sein. Besonders die Noosa-Tri-Schuhe warten immer wieder mit beeindruckenden Designs auf, weshalb diese auch zu meinen liebsten Freizeitschuhen geworden sind.

Man darf bei allem Fan sein, allerdings nicht übersehen, dass man auch noch normale Schuhe benötigt. Sei es zu einem Anzug, für den Winter oder andere besondere Anlässe. Manchmal passen zu diesen Anlässen ebenfalls Sneaker oder werden zumindest toleriert. Doch eine gewisse Auswahl zu haben, schadet nicht. Trotzdem bleibt mein Hauptaugenmerk Asics. Für mich bislang unschlagbar.

Zurück in Salzburg

Am Wochenende war ich nach fast einem Monat endlich mal wieder in Salzburg unterwegs. Manchmal tut eine kleine Pause durchaus gut. Abstand gewinnen, etwas anderes erleben und sehen, um sich dann mit frischen Augen dem Gewohnten zu nähern. Ich war mit Freund J. zwischenzeitlich in Wien für das Maria-Theresia-Musical und habe in Stuttgart Freunde besucht sowie das überraschend gute Ballett »Ballet Revolución« gesehen.

Es war herrliches Wetter. Das lud zum Bummeln ein. Doch zuerst wollte man sich stärken, bei einer guten Tasse Kaffee und Apfelringen. »Das Kaffeehaus« in der Nähe des Chiemseehofs ist ein wunderbares Ziel. Man muss etwas Glück mitbringen, um einen der Tische zu ergattern, doch wenn man diese kleine Hürde geschafft hat, wird man vom netten Personal wunschlos versorgt. Ich könnte mich an kein anderes Café in Salzburg erinnern, wo es regelmäßig klassische Mehlspeisen gibt. Von Pofesen über Buchteln hin zu Apfelringen bleiben keine Wünsche offen.

Nach dieser Stärkung besuchte man das Fachl. Das ist stets ein gefährliches Unterfangen, ob der vielen Versuchungen vor Ort Es gibt immer wieder Köstlichkeiten zu entdecken. Zwar muss man sich teils durch Esoterisches durcharbeiten, trotzdem mag ich die Stimmung in dem Geschäft besonders gerne. Es ist eng und klein, doch kuschelig und heißt einen stets willkommen. Wenn man dort nichts findet, liegt es nicht am Geschäft. Das schöne Wetter lud schließlich noch ein, sich auf den Weg zum Stieglkeller zu machen. Mit einem alkoholfreien Bier in der Hand kann man den Ausblick von der Winterterrasse wunderbar genießen. Wir hatten Glück, denn es war der letzte Tag vor dem vierwöchigen Betriebsurlaub. Den Tag abgerundet hat ein Besuch beim kürzlich eröffneten Casa Antonio (formerly known as Lemon Chili). Wobei das „kürzlich“ nun auch schon einige Monate sind.

Es tut gut, wieder die Stadt Salzburg zu erkunden und durch die Straßen und Gassen zu spazieren. Mal sehen, was man dieses Jahr alles entdeckt und erlebt. Und natürlich, welche kulinarischen Köstlichkeiten das Jahr 2026 bringen mag.

Neue Seiten entdecken

Seit ein paar Tagen habe ich mein Nutzungsverhalten von YouTube geändert. Zumindest ein wenig. Wie nachhaltig solche Veränderungen wirklich sind, muss sich noch zeigen. Allerdings bereitet es mir jetzt schon Freude, eine neue Art, Videos zu konsumieren, die ich davor nicht wirklich mit YouTube verband: Dokumentationen. Bisher schaute ich stets Content von YouTubern an. Also Videos, die speziell für diese Plattform konzipiert und kreiert wurden. Sei es »Midwinter Minis«, »Held der Steine«, »Arbitor Ian« oder diverse Videospiel-Streamer. Nun Dokumentationen in diesem Mix aufzunehmen, lockert das Ganze deutlich auf.

Wie bereits in einem anderen Text diskutiert, haben YouTube-Videos nicht denselben Entspannungseffekt wie Serien oder Filme. Ich schaue gerne Gaming-Streamer an, jedoch ist es etwas anderes, als beispielsweise eine Folge einer Serie zu schauen. Ich weiß nicht, woran es liegt. Dieses „Problem“, wenn man so will, umgehe ich, indem ich mir Dokumentationen anschaue. Ich kam nicht auf die Idee, diese auf der Plattform zu schauen, da es für mich ein eigenes Format war. Entweder schaut man welche auf Apple TV oder Netflix oder auf eigenen Plattformen wie »Curiosity Stream« oder der Mediathek von Arte.

Inzwischen habe ich deren YT-Kanäle abonniert. Von Arte über National Geographic hin zum History Channel, Terra X oder Geschichtsfenster (was eher dem erstgenannten Format entspricht, aber was soll’s) habe ich ein buntes Sammelsurium aus verschiedenen Quellen und Themenbereichen. Mich begeistern auch die verschiedenen Längen. Von gerade einmal wenigen Minuten, 20 Minuten bis über zwei Stunden ist alles vertreten. Letztens habe ich mir eine dreiteilige Doku über Wikinger von National Geographic angesehen. Das hatte zur Folge, dass mir weitere Dokumentationen zum Thema vorgeschlagen wurden. So kann man sich weiter mit dem Thema befassen und erhält verschiedene Perspektiven.

Dass mir YouTube auf diese Weise gefallen würde oder ich es überhaupt zu diesem Zweck nutzen kann, war mir bisher nicht wirklich klar. Umso positiver bin ich überrascht, wie gut es funktioniert, auf der Plattform Dokumentationen zu schauen. Auch der Algorithmus spielt einem in die Hände. Man sollte nur auf die Quellen der Videos achten. Aber solange sie von namhaften Kanälen kommen, die einen gewissen Standard verfolgen, sollte das kein Problem sein.

Schreibblockaden

Gibt es Schreibblockaden? Die Frage habe ich mir eigentlich noch nie wirklich gestellt. Es kann sein, dass es mir an Inspiration fehlt. Manchmal habe ich eine Blockade an möglichen Themen, über die ich schreiben könnte. Aber eine wirkliche Schreibblockade? Ich weiß es nicht. In einem Podcast habe ich letztens von einem Autor gehört, der sagte, dass es keine Schreibblockaden gibt. Mir ist leider der Name entfallen. Aber die Herangehensweise finde ich äußerst sympathisch. Eine Blockade suggeriert für mich etwas, auf das ich keinen Einfluss habe. Dabei schreibe ich doch, weil ich es möchte. Darauf hat niemand einen Einfluss. Nur ich. Ich agiere. Ich reagiere nicht auf jemanden oder etwas.

Eine Schreibblockade ist im Grunde eine Form des Nichtschreibens, die man sich schönreden möchte. So kommt es mir zumindest manchmal vor. „Nein, ich kann nicht schreiben, ich habe eine Schreibblockade.“ – „Wie überwinde ich die Schreibblockade?“ Das einfachste, was man dagegen tun kann, ist, einfach anzufangen Egal, wo. Will man eine Geschichte schreiben und hat nur bestimmte Ereignisse im Kopf oder Charaktere? Einfach anfangen. Das hatte ich letztens bei einem Text. Sobald ich ein paar Zeilen geschrieben hatte, fühlte es sich falsch an. Nicht das Schreiben an sich, sondern die Art, wie ich die Geschichte begann. Also habe ich etwas daran geändert und schon floss es nur so aus den Fingern.

Dasselbe Prinzip gilt für Texte für den Blog. Es gibt Zeiten, in denen ich mehrere Texte pro Tag schreiben könnte. Dann gibt es Phasen, in denen mir partout nichts einfallen möchte. In solchen Phasen, wenn ich trotzdem etwas zu digitalem Papier bringen möchte (oder auch muss, um keinen Tag zu verpassen), fange ich einfach an, zu schreiben. Sei es, was mich gerade belastet, freut, ärgert oder mir im Kopf herumspukt, oder etwas, das ich gerade vor mir sehe. Entweder es wird ein Text für den Blog oder ich markiere ihn als privat in meiner Schreibsoftware. Dann habe ich aber zumindest angefangen und der nächste Text wird für den Blog verfasst.

Das alles ist nie einfach. Es kostet ein gewisses Maß an Überwindung, einfach zu schreiben zu beginnen. Man muss in gewisser Weise bereit sein, sich überraschen zu lassen. Sich auf die Worte einlassen, auf das Thema oder die Charaktere und schauen, wo es hinführt. Ich spreche natürlich von einer sehr laienhaften Perspektive. Ich habe noch nie längere Geschichten geschrieben, geschweige denn etwas veröffentlichungswürdiges (abgesehen von den paar Kurzgeschichten, die ich hier im Blog rausgehauen habe). Aber ich habe bereits hunderte Texte für diverse Blogs verfasst. Und immerhin bin ich mitten im dritten Jahr dieses täglichen Blogs.

Schreibblockaden sind ein düsterer Mythos. Wir sollten aufhören, uns einzureden, es sei ein echtes Monster, das unter dem Bett lauert; etwas, das unsere Hände von der Tastatur oder dem Stift fernhält. Es liegt an uns selbst, anzufangen. Der Rest ergibt sich schon.

Metadaten

Wenn man sich eine neue Musikbibliothek aufbaut, ist die Pflege der Metadaten essenziell. Fügt man die Songs und Alben in Musiksoftware ein, werden diese richtig erkannt und eingeordnet. Auf Abspielgeräten werden der oder die Sänger*in, das Album und das Jahr korrekt angezeigt und hoffentlich auch das Cover dargestellt. Um meine erworbenen CDs zu rippen, verwende ich die Software XLD. Hier kann man bereits einige Voreinstellungen treffen, damit die meisten Metadaten stimmen. Doch ich möchte noch einmal nachkorrigieren können. Besonders was das Albumcover anbelangt.

Nach ein wenig Suchen bin ich auf die Software »Tag Editor 2« gestoßen. Hier zieht man beispielsweise die m4a-Dateien rein und sie werden ordentlich in einer Tabelle dargestellt. Das macht es einfach, die Metadaten zu vergleichen. Ist überall derselbe Albumname eingetragen? Stimmt das Veröffentlichungsjahr? Ist der Name korrekt geschrieben (ich mag es beispielsweise nicht, wenn die Namen der Sänger*innen in reinen GROSSBUCHSTABEN geschrieben stehen; ich will nicht angeschrien werden, besonders nicht von Software)? Und ich kann in einer Software wie dem »Tag Editor 2« sicherstellen, dass das Albumcover eine maximale Größe von 500 × 500 Pixel aufweist und nicht größer als 1 MB ist. Das ist für manche Geräte wichtig und ich möchte, dass die „Rohdaten“ so kompatibel wie möglich sind.

Was ich außerdem empfehlen kann, ist, die Alben, die man gerippt hat, zur Kontrolle direkt anzuhören. Zumindest in ein paar Songs reinhören. Denn wenn man sich verklicken sollte, beispielsweise bei der Auswahl des Albums, welches für die Metadaten herangezogen werden soll, kann es vorkommen, dass die Tracknamen nicht richtig sind. Nicht, dass mir das passiert wäre. Und ich habe sicherlich nicht für Madonnas Alben »Like a virgin« und »Music« zweimal dasselbe falsche Album als Vorgabe ausgewählt. Würde mir nicht passieren. Ich habe nur gehört, dass es unter Umständen solche Situationen gibt. Dann muss man die CD eben noch einmal rippen, um sicherzugehen, dass auch alles korrekt ist.

CDs rippen, Metadaten pflegen und eine Ordnerstruktur anzulegen, die kohärent ist und in der man sich immer zurechtfindet, mag nach viel Aufwand klingen. Das ist es zum Teil auch. Aber das ist es mir wert. Immerhin besitze ich diese Musik und leihe sie mir nicht nur zum Anhören aus. Ich mache mir gerne die Mühe. Es ist eine kuratierte Bibliothek, die sich nach und nach füllt. Eine Sammlung, die mir entspricht, die Persönlichkeit hat und vielleicht die ein oder andere Überraschung parat hält. Wenn man sich dann hinsetzt und diese Musik anhört, ist es ein purer Genuss.

DAP

Wer hätte gedacht, dass das Sortieren von Dateien im Jahre des Herrn 2026 tatsächlich ein Problem sein würde? Ich nicht. Seit ein paar Wochen habe ich Musik für mich als Hobby entdeckt. CDs kaufen und rippen oder online nach Alben suchen, kaufen und als hochwertige FLAC herunterladen – mich hat das Hobby im Bann. Ich muss mich in solchen Anfangsphasen, wenn ich in ein Hobby einsteige, immer etwas zurückhalten. Wer weiß schon, wie lange ich es wirklich verfolge oder wie intensiv ich mich damit auseinandersetze? Deshalb gilt das gleiche Prinzip wie bei Lego: Gebrauchte CDs sind gute CDs. Das, was ich mir geleistet habe, sind jedoch neue Kopfhörer (dazu in einem anderen Text mehr, wenn ich sie wirklich testen konnte) und ein DAP (Digital Audio Player).

DAPs ist die moderne Bezeichnung für MP3-Player. Immerhin möchte der Audiophile von heute Musik in guter Qualität hören. Dazu benötigt man Lossless-Dateien, die so viele Informationen der Musik wie möglich enthalten. Das sind beispielsweise FLAC-Dateien. Diese kann ich am MacBook abspielen (dazu ist eine Drittsoftware wie Swinian notwendig) oder ich konvertiere sie in M4A-Dateien und füge sie zu Apple Music hinzu. Dann kann ich diese auch auf dem iPhone abspielen, da sich diese über die Wolke synchronisieren. Schade am iPhone ist, dass es keinen AUX-Anschluss mehr hat. Aber Apple verkauft zum Glück ja Adapter und gibt mir so die Chance, noch mehr Geld auszugeben. Wirklich nett. Immerhin möchte man Musik mit Kabel-Kopfhörern genießen, denn über Bluetooth gehen Informationen verloren und Lossless ist nicht wirklich möglich. Auch deshalb musste ein DAP her.

Ich habe mich für den »Snowsky Echo Mini« entschieden. Der ist kompakt, mit 60 € ein gutes Einsteigergerät und wartet mit einem charmanten Retro-Design auf. Er sieht nämlich aus wie ein Walkman. Wenn man Musik darauf abspielt, sieht man sogar eine Kassetten-Animation auf dem kleinen Bildschirm. Der Echo Mini hat keinen Touchscreen. Deshalb ist die Steuerung über die wenigen Tasten etwas frickelig, aber man gewöhnt sich dran. Große Musikbibliotheken sind sicher schwierig zu handhaben auf dem Echo Mini, aber für meine Bedürfnisse reicht es. Praktisch ist, dass man einfach eine SD-Karte mit der Musik reinsteckt, die Musikbibliothek aktualisiert und schon kann es losgehen. Akkulaufzeit soll etwa 15 Stunden sein.

Es gibt nur ein Problem: Die Musik wird nicht ordentlich sortiert. Ich habe mir Mühe gegeben und die Metadaten meiner FLAC-Files gesäubert und einheitlich gestaltet. Das erkennt der Echo Mini auch. Doch die Sortierung der Songs innerhalb von Alben ist eine Frechheit. Denn die Software nimmt nicht die Bezeichnung der Dateien oder die Songnummern aus den Metadaten. Stattdessen dient irgendeine Information aus dem Kopiervorgang als Grundlage für die Sortierung. Die Dateien werden also komplett durcheinander angezeigt und abgespielt. Ich habe versucht, das Erstelldatum mithilfe eines Terminal-Befehls einheitlich auf den 01.01.2060 einzustellen. Das „geändert“-Datum habe ich auf 2050 gestellt und ebenfalls für alle einheitlich gemacht – beides sollte helfen. Ich habe die Software FatDriveSorter installiert und über die SD-Karte laufen lassen, weil dies das Problem beseitigen soll. Nichts hat geholfen.

Ich kann also die »Media Library« des Echo Mini nicht verwenden. Wenn ich schon Alben anhöre, dann doch bitte in der entsprechenden Reihenfolge, die die Sänger*innen vorgeben. Zum Glück gibt es noch den Dateien-Browser, wo das Problem nicht vorzuherrschen scheint. Trotzdem würde ich gerne die tatsächliche Mediathek nutzen und von den Metadaten profitieren, die ich gepflegt habe. Immerhin muss man FiiO, die Firma hinter dem Snowsky, zugutehalten, dass sie fast monatlich Updates für die Firmware raushauen. Trotzdem haben sie es noch nicht geschafft, das Problem zu lösen. Als Alternative habe ich mir nun noch den »Hifi Walker H2« bestellt. Besonders mit dem Open-Source-Betriebssystem Rockbox soll dieser ein Traum sein. Einer von beiden geht dann auf jeden Fall wieder zurück. Wer hätte schon gedacht, dass das größte Problem an einem DAP die Sortierung der Musik sein würde? Und nicht die Soundqualität oder dergleichen.