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Erneut Elden Ring

Nachdem ich Elden Ring, das geniale soulslike Spiel von FromSoftware, auf der Xbox einige Mal gespielt und hunderte Stunden darin verbracht habe, kaufte ich es mir noch einmal für die Playstation. Nein, man muss keinen Sinn darin sehen. Aber ich dachte mir, warum ein solch geniales Spiel nicht auf der Playstation mit einer Platin-Trophäe würdigen. Außerdem war es im Angebot. Mir waren quasi die Hände gebunden. Also wurde das Spiel heruntergeladen, installiert und los ging es. Auf in die Zwischenlande.

Bei Elden Ring handelt es sich um ein Rollenspiel der Firma FromSoftware. Doch FromSoftware macht nicht irgendeine Art Rollenspiel, sondern Soulslikes. Das heißt, der Schwierigkeitsgrad ist vorgegeben und man muss damit zurechtkommen. »Get good« ist hier die Devise. Doch das Gute an Elden Ring ist, dass es viele Möglichkeiten bietet, sich das Spiel so leicht oder schwer zu machen, wie man es möchte. Natürlich sind die Gegner immer noch herausfordernd und man stirbt sich durch die Welt, doch durch Magie, spezielle Waffen-Effekte, KI-Phantome oder Geister, die man beschwören kann, ist es jeder und jedem selbst überlassen, etwas nachzujustieren.

Die Geschichte an sich ist nicht so leicht erklärt und es steckt noch sehr viel mehr Tiefe darin, die man sich erarbeiten kann. Sei es durch die Beschreibungen der Waffen, Rüstungsteile und all der anderen Gegenstände, die man in der Welt so findet, oder durch die mysteriösen Unterhaltungen mit NPCs. Man selbst spielt einen Tarnished (Befleckten), dessen Aussehen und Geschlecht man individuell anpassen kann. Wir suchen nach den Bruchstücken des Elden Rings, um diesen wieder zusammenzusetzen und zum Elden Lord aufzusteigen.

Der Elden Ring stammt ursprünglich von einer Gottheit, die ihn Marika überreichte, die anschließend selbst zur Königin und Göttin aufstieg. Doch sie zerbrach den Ring, verschwand und über die Teile des Rings herrschte erbitterter Krieg. Es ist eine sehr mystische, epische Geschichte rund um Verrat, Familie und erbitterten Kämpfen zwischen Halbgöttern und solchen, die es werden wollen. Es gibt sehr viele Lore-Videos, die sich mit den verschiedensten Aspekten der Geschichte auseinandersetzen, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Immer wieder faszinieren die Geschichten und Welten, die sich FromSoftware ausdenkt. Allen voran Hidetaka Miyazaki, der die Spiele verantwortet. Immer wieder gelingt ihm ein Meisterwerk. Elden Ring ist die Kulmination aus allen Vorangegangen.

Es war mein erstes Soulslike und ich habe vergangenes Jahr schon öfter darüber berichtet. Lies of P ist ein anderes, von dem ich nicht genug kriegen kann. Es ist nicht von FromSoftware, steht aber den Meistern des Soulslike und Erfindern des Genres um nichts nach. Elden Ring ist und bleibt ein geniales Spiel. Nicht umsonst gibt es genug Challenge-Runs auf YouTube, die man sich ansehen kann. Manche verdienen ihren Lebensunterhalt damit, Elden Ring zu spielen oder Turniere zu veranstalten. Und ja, ich habe viele von diesen Videos gesehen. Doch seit ein paar Wochen verzichte ich darauf. Denn nun bin ich wieder an der Reihe, mich in die Zwischenlande zu begeben. Mal sehen, wie viel Stunden es dieses Mal werden.

Morgensport

Ich mag es, am Wochenende früh aufzustehen. Meistens stelle ich mir den Wecker auf spätestens sieben Uhr, aber wenn ich normal ins Bett gehe (ca. 22 Uhr), dann wache ich sowieso vor diesem auf. Es ist toll, die morgendliche Ruhe zu genießen. Meistens trinke ich eine Tasse Kaffee und lese in der aktuellen Ausgabe des Falter oder die Newsletter, zu denen ich unter der Woche nicht gekommen bin. Ich bin ein Morgenmensch und schätze es, den Vormittag zu nutzen. Gestern allerdings bin ich bereits um kurz nach 6 Uhr aufgewacht. Es war sonnig und versprach, ein schöner Tag zu werden.

Was macht man also an einem herrlichen Samstagvormittag? Richtig, Yoga und eine Runde laufen. Quasi direkt vom Bett aus loszulaufen, kann ich nicht. Ich muss mich vorher etwas aufwärmen und die Gelenke an Bewegung gewöhnen. Yoga ist da perfekt. Zwanzig Minuten reichen vollkommen aus und ich fühle mich bereit für den Lauf. Da ich erst vor kurzem wieder angefangen habe zu laufen, sind es aktuell eher kleine Runden von maximal drei Kilometern, die ich locker vor mich hinjogge. Zwar hat es mir angezeigt, dass es nur 4 °C wären, aber durch die Sonne am fetzblauen Himmel fühlte es sich wärmer an. Es war ruhig und mir sind lediglich zwei andere Menschen begegnet. Sie waren unterwegs, um ihre Hunde auszuführen.

Ich laufe zwar auch gerne unter der Woche nach der Arbeit, aber es hat stets etwas Besonderes an sich, am Wochenende früh am Morgen unterwegs zu sein. Besonders weil die meisten anderen, wie mir berichtet wurde, um diese Zeit einkaufen sind und sich auf überfüllten Parkplätzen und in vollen Supermärkten herumdrängeln. Da ist mir der Lauf durch ruhige Wälder und neben grünen Wiesen lieber.

Benoît Deschasaux | Unsplash

MCU Rewatch | Captain Marvel

Ich bin mir nicht sicher, wie ich in diesen Text einsteigen soll. Es gehen mir so ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich noch nicht ganz einzuordnen weiß. Bei den bisherigen Filmen konnte ich stets auf etwas referenzieren oder hatte sofort eine Idee, welche Punkte mir wichtig sind. Bei Captain Marvel habe ich zwar ebenso Themen, die ich gerne durchgehen möchte, doch mir fehlt etwas der rote Faden. Dabei ist der Film an sich toll gemacht. Brie Larson als Carol Denvers ist eine fantastische Besetzung und verleiht dem Charakter etwas Einzigartiges, was man in dieser Art noch nicht im MCU gesehen hat.

Es beginnt schon allein mit dem anfänglichen Trainingskampf zwischen ihr und Yon-Rogg (Jude Law). Sie hat ihre Kräfte, kann diese aber nicht vollständig einsetzen. Ständig wird ihr gesagt, dass sie ihre Gefühle unter Kontrolle bringen soll und die Macht, die sie erhalten hat, wieder weggenommen werden kann. Zwar stimmt es, dass sie auch ohne Kräfte auskommen sollte – etwas Ähnliches musste auch Peter Parker lernen, als ihm Tony den Anzug wieder weggenommen hat, wenn er nämlich ohne den Anzug nichts ist, dann hat er ihn auch nicht verdient – doch sind sie, seit dem Unfall, ein integraler Bestandteil ihres selbst. Außerdem ist Carol scheinbar die Einzige, die diese Fähigkeiten hat, auf dem gesamten Kree-Planeten.

Seit sechs Jahren ist sie dort, wird ausgebildet und in Missionen für einen Krieg geschickt, mit dem sie eigentlich nichts zu tun hat und, wie sich später herausstellen sollte, auch noch auf der falschen Seite kämpft. Für mich ist es deshalb fast einleuchtend, dass Vers (wie sie die Kree nennen), unterbewusst weiß, dass sie allen überlegen ist. Das merkt man vorrangig an der Art, wie Brie Larson den Charakter spielt. Sie ist meist locker drauf, gibt coole Sprüche zum Besten und wirkt stets so, als habe sie die Kontrolle über sich und die Situation. Sie kann sich gut auf neue Situationen einlassen und versteckt sich nicht. Das wird deutlich, als sie auf der Erde abstürzt. Sie läuft in ihrer Uniform herum, sagt, wer sie ist und was sie sucht. Kein Versteckspiel.

Ich mag diese Art der Charakterdarstellung. Es ist nicht übertrieben oder zieht die Situationen um sich ins Lächerliche. Es sind keine Meta-Kommentare oder sonstiges. Sie lässt sich von den Situationen leiten und sieht, was passiert, weil sie ihre Kraft hat und auch sonst weiß, wozu sie in der Lage ist. Das steigert sich im Laufe des Films immer mehr, bis ihr schließlich klar wird, dass sie in ihrer Macht eingeschränkt wurde. Sie kann sehr viel mehr. Und sie wurden ihr nicht gegeben, sie hat sie bekommen. Durch einen Unfall mit einem Infinity Stone.

Doch zeichnet den Charakter noch etwas anderes aus und das ist ihr unbändiger Wille und ihre Durchsetzungskraft. Das wird visuell wunderbar dargestellt. Durch verschiedene Lebenssituationen hindurch sehen wir, wie Carol zwar immer wieder auf die Schnauze fällt, aber auch immer wieder aufsteht, um es erneut zu versuchen. Es ist ein sehr heroisches Bild und wirkt unfassbar mächtig. Es ist das, was uns Menschen auszeichnet. Die Kree-Intelligence unterschätzt das und zahlt den Preis dafür. Genauer gesagt, die Truppe um Yon-Rogg zahlt den Preis und die scheinbar grausamen Skrulls haben eine neue, mächtige Verbündete gefunden.

Marvel trumpft erneut mit ihrer großartigen Verjüngungstechnologie auf. Samuel L. Jackson sieht stets fantastisch aus und man kauft ihm das jüngere Alter auf jeden Fall ab. Es scheitert manchmal nur an seinem Gebären. Aber ein über 70-Jähriger bewegt sich nun mal etwas anders als jemand, der nur halb so alt sein soll. Trotzdem funktioniert es hervorragend und die Chemie mit Brie Larson bzw. die Zusammenarbeit zwischen Carol und Fury macht einfach nur Freude beim Zuschauen. Das Kennenlernen, das anfängliche Misstrauen und wie sie sich schließlich immer mehr vertrauen, ist großartig umgesetzt und folgt einem angenehmen, nachvollziehbaren Tempo. Nicht vergessen darf man selbstverständlich Furys Begeisterung der Katze gegenüber, genauer gesagt dem Flerken, Goose.

Maria Rambeau (Lashana Lynch) und ihre Tochter Monica (Akira and Azari Akbar), die im MCU noch eine größere Rolle spielen wird, dienen perfekt als Ruhepol im Film. Ein Zuhause, wohin Carol zurückkehren kann, zu Menschen, denen sie vertrauen kann und die sie mit ihren vergessenen Erinnerungen zusammenbringen. Es sind tolle, einfühlsame Szenen. Doch nichts wärmt das Herz so sehr, wie die lang ersehnte Wiedervereinigung von Talos (Ben Mendelson) mit seiner Familie. Es ist eine wundervoll gespielte Szene, in der man spürt, dass es das erste Mal ist, dass Talos seine Tochter sieht. Sechs Jahre waren sie getrennt und sind nun wieder vereint.

Captain Marvel ist ein großartiger Film. Leider hat es 19 Filme gedauert, bis eine Frau die Hauptrolle in ihrem eigenen Solo-Film spielen darf. Black Widow, der ein paar Jahre später erscheinen soll, kommt mir etwas zu spät, aber darüber reden wir, wenn es so weit ist. Erst einmal gilt es, den Erfolg von Captain Marvel zu feiern. Sie ist ein toller, mächtiger Charakter mit einer aufregenden Geschichte. Sie lernt im Film, sich nichts einreden zu lassen, sondern sich selbst zu vertrauen. Carol hat Menschen und inzwischen auch Skrulls in ihrem Leben, denen sie vertrauen kann und will ihre vergangenen Fehler wiedergutmachen. Ich bin sehr gespannt, wann wir sehen, wie sie die Kree erledigt und es mit der Kree-Intelligence aufnimmt. Aber der Auftakt war und ist heroisch.

A film a day

Seit ich vor ein paar Wochen krank war, habe ich angefangen, jeden Tag einen Film zu schauen. Manchmal sogar zwei, wenn das Wetter am Wochenende nicht so prickelnd ist oder ich einfach Lust dazu habe. Das habe ich dazu genutzt, um meinen MCU-Rewatch so weit es mir möglich war, abzuschließen. »So weit möglich«, da manche Filme erst noch auf Disney+ erscheinen oder ins Kino kommen. Aber die meisten verfügbaren Superheldenfilme rund um das MCU habe ich mir angesehen und Texte dazu geschrieben. Allein in den vergangenen Wochen habe ich über 23 Filme geschaut.

Von den X-Men-Filmen, über die ersten beiden Fantastic Four, Marvels Phasen 4 und 5, und noch ein paar andere. Die Texte kommen weiterhin jeden Samstag. So dauert der MCU-Rewatch insgesamt fast ein ganzes Jahr. Ausgenommen sind die Serien, da ich sie als nicht verpflichtend ansehe. Wenn man mehr über Charaktere herausfinden will, sollen sie eine nette Ergänzung sein, aber keine Pflicht. Etwas, dass The Marvels ordentlich versemmelt hat. Aber dazu in ein paar Monaten mehr. Diese zusammenhängenden Filme dicht hintereinander zu schauen funktioniert besser, als ich es erwartet hatte. Es hat sich keine Ermüdung eingestellt. Dafür bleibt es dann doch abwechslungsreich genug, vor allem wenn man zwischen den Phasen andere Comicverfilmungen einbaut.

Allerdings bin ich auch froh, dass ich mit dem Hauptteil des Rewatch durch bin. Weniger, weil die Filme langweiliger werden, wobei die Qualität nach hinten raus immer schlechter wird, sondern eher, weil sich eine Art Tunnelblick einstellt. Man bewertet die Filme nur innerhalb ihres Kosmos und weniger im Kontext mit anderen Filmen. Außerdem habe ich mal wieder Lust auf andere Filme. In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich immer wieder bei guten Blu-Ray-Deals zugeschlagen. Die wollen auch angesehen werden.

Darunter sind ein paar neue Filme, die ich bisher nicht gesehen habe (von Oppenheimer über Barbie hin zum neuen Alien und mehr), aber auch alte Bekannte. So habe ich eine 4k-Blu-Ray-Box mit acht Christopher Nolan Filmen erstanden. Diese werde ich mir wohl zeitnah ansehen müssen. Es ist schon viel zu lange her, dass ich Interstellar, Inception oder die Dark-Knight-Trilogie gesehen habe. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dazu auch Texte schreiben soll oder möchte. Das wird sich zeigen. Doch jeden Tag einen Film zu schauen, mal sehen wie lange ich das noch durchziehe, ist ein spannendes Unterfangen. Es ist nicht nur eine Routine. Es stellen sich andere Effekte ein. Ich schaue deutlich weniger YouTube, beispielsweise. Stattdessen werfe ich die Blu-Ray in die PS5, wenn ich mit den Tätigkeiten des Tages durch bin. Anschließend geht es ins Bett. Ich mag das. Filme sind einfach ein tolles Medium.

Mohamed Nohassi | Unsplash

Digital Detox

Eigentlich mag ich den Begriff »Detox« nicht besonders. Er kommt aus einer Bewegung heraus, die einem einreden möchte, dass man den Körper „entgiften” muss. Das bekommt dieser (im Normalfall) allerdings ganz gut selbst hin. Jedenfalls bringt der Frühling, zumindest bei mir, stets ein Gefühl der Erneuerung mit sich. Manche nennen es Frühjahrsputz, habe ich auch schon getan. Man erwacht aus dem Winterschlaf, will sich mehr bewegen und sich auf das Jahr vorbereiten. Das zeigt sich dieses Jahr, wie mir scheint, in Phasen.

Bereits im Februar habe ich auf Alkohol verzichtet. Das fiel mir nicht besonders schwer. Auch merkte ich keine negativen Auswirkungen, die darauf zurückschließen ließen, dass ich eine Abhängigkeit hätte. Trotzdem verzichte ich seitdem weitgehend auf Alkohol. Wenn ich mich recht entsinne, waren es zwei Gläser Rotwein in den vergangenen drei Monaten. Zwar merkte ich keine negativen Effekte, doch mir wurde bewusst, dass es sehr wohl positive hat. Selbst die leichten Auswirkungen von zwei oder drei Gläsern Wein an einem gemütlichen Abend will ich nicht mehr haben. Außerdem hat Alkohol vielfältige negative Auswirkungen auf den Körper. Der Verzicht ist nicht schwer.

Vor zwei Wochen etwa habe ich mich dann um Ausgaben und Abos gekümmert. Ich habe sämtliche Steady- und Patreon-Mitgliedschaften kontrolliert, bin alle Nachrichtenangebote, die ich bezahle, durchgegangen und habe Software und Apps gekündigt, die ich nicht mehr benötige. Oder bei denen ich zumindest sehen will, wie ich ohne sie auskomme. Radikal alles kündigen, wo ich mich auch nur im Entferntesten frage: Ist das sinnvoll? Dann wird es gekündigt. Im Zweifel kann man es ja wieder abonnieren. Aber erst einmal weg damit.

Vergangenes Wochenende bin ich dann noch meine digitalen Ablagen durchgegangen. Dank einer erratischen Orange, die auf der Welt für sehr viel Unsicherheit sorgt, gilt schon lange die alte Weltordnung nicht mehr. Wenn es sie denn je gab oder sie sowieso nur eine bequeme Illusion war, der wir uns hingegeben haben. Ich möchte weitgehend vermeiden, dass meine Daten auf amerikanischen Servern liegen, wo im Zweifel zwielichtig, inkompetent geführte Behörden jederzeit Zugriff darauf haben. Ich sehe mich gerade nach europäischen E-Mail-Diensten um und bin bei mailbox.org fündig geworden. Der Anbieter wird oft empfohlen. Zwar muss ich mir das noch genauer ansehen und es kostet 3€ im Monat, aber wenn meine E-Mails dann in Europa liegen, ist es mir das wert. Ein Backup meiner Gmail-Datenbank habe ich schon gemacht. Die vorhandenen Mails müssen nur noch gelöscht werden. Doch es geht noch weiter.

Ich nutze weitgehend Apple-Geräte. Das heißt, meine Fotobibliothek ist äußerst umfangreich und hat weit über 25.000 Fotos gespeichert. Die will ich nicht verlieren. Im ersten Schritt habe ich alle heruntergeladen und gespeichert. Gleiches gilt übrigens auch für meine restlichen iCloud-Daten. Als Nächstes werde ich alle Fotos löschen, die älter als vier oder fünf Jahre sind. Es muss nicht mein ganzes Leben in dieser Bibliothek nachvollziehbar sein. Es reicht eine SSD. iCloud werde ich auch reduzieren. Vielleicht komme ich dann sogar auf die 99-Cent-Stufe herunter. 50 GB sollten reichen. Mal sehen, was ich noch finde und welche Dienste ich noch nutze.

Natürlich ist es bequem, sich von diesen Konzernen mit einfach zugänglichen Lösungen verwöhnen zu lassen. Gerne sagen Menschen dann: »Ich habe ja nichts zu verbergen.« Wirklich? Vielleicht geht es nicht darum, dass man etwas zu verbergen hätte, sondern eher darum, was diese Firmen alles über einen wissen und aus den Daten schließen können. KI ist auf dem Vormarsch. Was ist, wenn diese aus den vorhandenen Daten falsche Schlüsse zieht, die aber sehr reale Konsequenzen haben? Dass wir gezwungen sind, umzudenken, ist nicht schlecht. Die Art, wie es herbeigeführt wurde, ist leider sehr unschön. Aber es wurde Zeit.

Guter Kundendienst

Eine Sache möchte ich noch nachreichen. Ich hatte völlig aus den Augen verloren, dass ich darüber eigentlich schreiben wollte, wenn sich die Sache erledigt hat. Gut, dass ich mir so etwas notiere. Als ich mir vor ein paar Monaten das neue Einhornschloss von BlueBrixx bestellt habe, musste natürlich das neue Einhorn-Set ebenfalls dazu. Letztgenanntes besteht aus sechs Brick-built Einhörnern. Es ist die Serie 3; die ersten beiden tummeln sich schon im dazu passenden Einhorngarten. Und ja, ich bin 35. Aber Einhörner sind cool, und wer das nicht sieht, braucht eindeutig mehr Freude im Leben.

Wie auch immer. Bei der Bestellung lief leider etwas schief. So wurde statt der Serie 3 die 2 geliefert. An sich nichts Tragisches. Ich habe also den Support von BlueBrixx angeschrieben und gewartet. Ein paar Wochen vergingen, ohne ein Zeichen. Schließlich kam auf YouTube ein Video von BlueBrixx welches erklärte, dass sie gerade heillos überfordert sind. Nicht nur das Weihnachtsgeschäft war sehr viel umfangreicher als sie erwartet hatten, die jährliche Blue-Week rund um Black Friday kam ebenfalls noch dazu. Entsprechend lange konnten die Antworten des Kundendienstes dauern.

Natürlich hilft es da nichts, wenn man noch mehr Mails schreibt, weil diese einfach hinten angereiht werden und ebenfalls bearbeitet werden müssen. Das kostet alle Beteiligten nur Zeit und Geld. Irgendwann bekam ich schließlich die Antwort, dass es ihnen leidtäte, dass ein falsches Set geliefert wurde. Sie schicken mir natürlich Ersatz auf Kulanz. Die Serie 2, die falsch geliefert wurde, kann ich behalten. Manchmal zahlt sich Geduld eben aus. Aber viel wichtiger ist es, in solchen Situationen ruhig zu bleiben. Wenn wirklich nie eine Antwort kommt, kann man ja nochmal schreiben oder gleich anrufen. Vielleicht lässt sich das Problem schnell klären.

Natürlich kann es ärgerlich sein. Vielleicht sind die georderten Sets ein Geschenk oder wegen etwas anderen zeitkritisch. Doch erstens weiß der Kundendienst das nicht und zweitens können sie nichts dafür, dass Unmengen an Anfragen kommen. Noch weniger hilft es unter YouTube-Videos von BlueBrixx sich über den Kundendienst zu beschweren. Unfassbar. Ich bin sicher, sie tun ihr Bestes, um der Situation Herr zu werden. Deshalb finde ich es so toll, dass BlueBrixx ein entsprechendes Video veröffentlicht hat, wo sie sich erklären. Fehler einzugestehen, verlangt Stärke. Das rechne ich ihnen hoch an und bestätigt meine hohe Meinung von den Menschen, die dort Arbeiten.

Ein Fach voller Fundstücke

In Salzburg gibt es ein tolles Geschäft, das sich einfach »’s Fachl« nennt. Dort gibt es alles Mögliche. Seien es Seifen, Geschenkideen, Kräuter, Tassen, Schälchen, Steinschleudern (ja, das habe ich letztens tatsächlich dort entdeckt) und noch vieles mehr. Doch besonders interessant und ansprechend finde ich den kleinen Raum ganz am Ende. Dort gibt es allerlei kulinarische Entdeckungen, die einen Blick wert sind. Beim letzten Besuch dieses charmanten Lokals habe ich mir beispielsweise einen Lavendel-Sirup mitgenommen. Klare Empfehlung ist allerdings bei diesen Sirups (und bei allen anderen) deutlich weniger als das empfohlene 1:7 Mischverhältnis anzuwenden. Dann ist es nicht zu süß, aber der Geschmack trotzdem hervorragend. Perfekt für ein kleines oder größeres Erfrischungsgetränk zwischendurch.

Man findet natürlich auch Schokolade in allen möglichen Variationen. Seien es Nüsse, die mit Schokolade-Minze überzogen oder Tafeln, die mit Nüssen versetzt sind. Doch besonders interessant ist ein Fach, in dem sich Gläser mit Oliven und Flaschen des dazugehörigen Öls wiederfinden. Es handelt sich hierbei unter anderem um griechische Mammutoliven von Finikounda Gold. Es sind die besten Oliven, die ich je gegessen habe. Das Öl, in das diese eingelegt sind, welches mit Oregano verfeinert wurde, könnte ich förmlich literweise trinken. Es hat einen tollen, milden Geschmack und passt exzellent zu Käse. Es wertet jede Jause ungemein auf. Weißbrot darin einzutunken, eröffnet ein Geschmacksfeuerwerk, das seinesgleichen sucht. Es ist einfach fantastisch.

Leider ist das Öl, welches man dort erhält, nicht mit dem Oregano verfeinert, aber die Oliven bekommt man. Das übrige Öl kann man in die Flasche geben, wenn man etwas davon verbraucht hat. Zumindest werde ich das testen. Doch nicht nur des Öls wegen ist das »’s Fachl« stets wieder einen Besuch wert. Zwar haben sie meist ähnliche Dinge da, vor allem in besagtem Hinterzimmer, aber wechselt das Sortiment natürlich immer wieder und passt sich den saisonalen Gegebenheiten an.

Melissa Walker Horn | Unsplash

A blast from the past

Neulich habe ich endlich meinen alten, aber großartigen Wanderrucksack geputzt und ausgeräumt. Viele Jahre war der im Schlafzimmer auf einem der Deckenbalken gespannt und sträflich vernachlässigt worden. Doch nun ist seine Zeit bald wieder gekommen, denn ich werde ihn mit nach Island nehmen. Dafür musste er aber erst einmal gereinigt werden. Über die Jahre hat sich eine ordentliche Staubschicht darauf gebildet. Außerdem hatte ich keine Ahnung, was ich darin wirklich alles aufbewahrt hatte. Es war eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Zuerst habe ich den Rucksack mit einem kleinen Besen abgestaubt und dann mit einem nassen Fetzen etwas gründlicher gereinigt. Aus einer der Seitentaschen lugte allerdings schon eine kleine Dokumententasche. Bei näherer Betrachtung stellte ich entzückt fest, dass es ein paar der Reiseunterlagen von 2015 waren. So lange hatte ich den Rucksack also schon nicht mehr verwendet. Darin war unter anderem eine Information zum Flug von München nach Dublin, eine Bestätigung der Autoreservierung für 10 Tage und ein Beleg einer Hotelübernachtung. Damals war ich mit Freund M. in Irland und wir haben eine abenteuerliche Rundreise gemacht. Einen klassischen Roadtrip, mit analogen Karten, einem Mietauto und Zelt.

Es war ein schöner Urlaub. Wir haben viel gesehen. Übernachtet wurde entweder auf einem Campingplatz oder in einem der zahlreichen Bed&Breakfasts. Die Gastfreundschaft in dem Land sucht wirklich seinesgleichen. In jedem B&B, in dem wir übernachtet haben, fühlten wir uns gut aufgehoben, wurden herzlich begrüßt und das Vertrauen, das die Einwohner (damals zumindest) in uns hatten, erstaunt mich heute noch. Man bekommt einen Schlüssel für das Zimmer in die Hand gedrückt, hinterlässt keinerlei Informationen oder dergleichen und wird dann alleine gelassen. Man wird schon am nächsten Tag zahlen. Es war eine andere Zeit. Dabei ist es gerade einmal 10 Jahre her. Ich möchte auf jeden Fall wieder einmal nach Irland (oder auch Schottland, wo wir 2014 waren, wenn ich mich recht entsinne). Tolle Länder, mit fantastischen Landschaften und netten Leuten.

Was der Rucksack noch ausgespuckt hat, waren einige Regenschutzbeutel. Darin bewahrt man die Kleidung auf und alles, was nicht nass werden darf. Die funktionieren wirklich zuverlässig und haben uns so einiges erspart. Wenn man durch Schottland oder Irland wandert, kommt man nicht umhin, dass es gelegentlich ordentlich regnet. Erstaunlicherweise habe ich auch ein aufblasbares Kissen gefunden. Ein Ding weniger, was ich mir für Island noch besorgen muss. Ich hatte ganz vergessen, dass ich so etwas hatte. Allerdings vermisse ich auch ein paar Gegenstände. Zwar habe ich ein Campingbesteck und Blechtasse gefunden, aber die Teller und Schüsseln gehen mir ab. Vielleicht sind die aber irgendwo im Keller versteckt. Jedenfalls ist wieder ein Schritt mehr getan. Ein paar Wochen sind es ja noch, bis das Flugzeug abhebt.

Colin + Meg | Unsplash

MCU Rewatch | Ant-Man and the Wasp

Auf diesen Film war ich sehr gespannt. Ich habe ihn, wenn ich mich recht entsinne, seit dem Kinobesuch vor über 6 Jahren nicht mehr gesehen und keine guten Erinnerungen daran. Wobei das eher einem Gefühl entspricht. Konkret benennen, woher diese eher negativen Eindrücke kommen, kann ich leider nicht mehr. Deshalb bin ich sehr froh, mich bei diesem Rewatch entschieden zu haben, wirklich alle Marvel-Filme noch einmal anzusehen. So bekommt jeder eine zweite Chance. Bisher wurde ich nicht enttäuscht. Glücklicherweise ist Ant-Man and the Wasp keine Ausnahme.

Wenn ich so darüber nachdenke, gefällt mir der zweite Teil sogar um einiges besser als der erste. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Fortsetzung konsequenter und stringenter wirkt. Er kommt aus einer Hand, wenn man so will, aus einer Vision heraus, wie dieser Film aussehen und was dessen Geschichte bewirken soll. Hat man dem ersten Teil noch seine schwierige Produktionsgeschichte angemerkt, so sind diese bei Ant-Man and the Wasp nicht mehr spürbar. Es ist eine tolle Reise, deren Ensemble-Cast immer wieder glänzen darf und wo alle Charaktere ihre Momente bekommen.

Die Bösewichtin wird zwar als skrupellose Schurkin eingeführt und hat eine schwierige Vergangenheit, doch im Grunde wurde sie ihr Leben lang ausgenutzt und ein Versprechen auf Heilung immer wieder enttäuscht. Sie ist zutiefst verletzt, verzweifelt und will einfach nur ihre permanente Pein loswerden. So hat man am Ende durchaus Mitgefühl mit ihr und es ist schön zu sehen, dass sie mit Bill Foster jemanden gefunden hat, der sie auf den richtigen Pfad zurückführen möchte. Heilung, ja, aber nicht um jeden Preis. Bill Foster wird großartig porträtiert von Laurence Fishburne. Ich hatte schon ganz vergessen, dass er in diesem Film mitspielt. Er hat eine tolle Chemie mit Hannah John-Kamen, die die Verzweiflung ihrer Figur wunderbar darstellt. Die Effekte ihrer Fähigkeiten tragen ihr Übriges dazu bei, sie zu einer tollen Bösewichtin zu machen.

Doch wie auch schon im letzten Film ist meine Lieblingskombo Scott mit seiner Tochter Cassie (erneut von Abby Ryder Fortson gespielt). Die Anfangssequenz mit ihrem Zuhause kreierten Abenteuern und die Unterhaltungen, die die beiden im Laufe des Films haben, erwärmen einem immer wieder das Herz. Es ist großartig zu sehen, wie sehr sich Scott Mühe gibt, nur das Beste für seine Tochter zu tun und sie nicht zu enttäuschen. Doch ihre aufbauenden Worte, als sie erfährt, dass er wieder in die Rolle des Ant-Man geschlüpft ist und wie Cassie ihn deckt, indem sie dem FBI-Agenten Paroli bietet – das alles sind immer wieder Höhepunkte des Films. Es braucht nicht immer große Action-Sequenzen oder CGI-Gewitter. Manchmal braucht es nur schöne Momente mit tollen Charakteren.

Im ersten Teil fand ich Scotts Gang mit Luis, Kurt und Dave etwas nervig. Vor allem haben die Macher Michael Peñas Talent etwas zu oft eingesetzt. Ich glaube, dreimal durfte er in seiner toll überspielten, rasant redenden Art eine Geschichte erzählen. Hier ist es nur einmal der Fall und es wirkt sogleich besser. Man freut sich direkt darauf, wenn er loslegen darf, und es passt in die Geschichte hinein. Er zögert die Wirkung des Wahrheitsserums so lange hinaus, bis es nicht mehr geht. Die eingespielten Momente, in denen sich die Charaktere so ganz anders verhalten als sonst, sind ebenso brillant umgesetzt. Doch auch Kurt und Dave haben am Ende des Films ihren großen Auftritt und überwältigen den zweiten Bösewicht des Films, der eher zu einem Comic-Relief verkommt; was aber nicht weiter störend auffällt.

Das große Thema des Films, wie auch schon beim Vorgänger, ist Familie. Hank und Hope wollen ihre im Quantum-Realm verschwundene Frau bzw. Mutter wiederfinden. Die Macher des Films fallen dabei stets mit großartigen, kreativen Ideen auf, wie man Hanks Technologie, Dinge schrumpfen und vergrößern zu können, einsetzen kann. Seien es die Miniaturautos, die in einer entsprechenden Schachtel aufbewahrt werden, die Verfolgungsjagden oder gar die Verwendung des Gebäudes mit Hanks Labor als Trolley-Koffer. Doch auch Scott darf sein Talent für größe, wenn man so will, wieder zum Besten geben und mimt ein Meeresungeheuer. Dazwischen noch ein paar nette Scherze mit dem FBI-Agenten und man hat einen wirklich schönen Film beisammen.

Doch den Film zeichnet noch etwas anderes aus, was wir bisher immer nur am Rande mitbekommen haben: Die Konsequenzen von Civil War sind hier deutlich zu spüren. Ant-Man and the Wasp zeigt, was mit den „normalen“ Superhelden passiert, die nicht so privilegiert oder ressourcenstark sind wie ein Tony Stark oder Steve Rogers. Es war schon hart zu sehen, in Civil War, wie Scott und Co. im Hochsicherheitsgefängnis auf hoher See gefangen gehalten wurden. Der Zeitsprung von zwei Jahren wird sehr subtil in Ant-Man and the Wasp eingebaut und funktioniert. Erneut ein Marvel-Film, der mich positiv überrascht hat, aber mittlerweile sollte ich das ja gewohnt sein.

Fernbedienungskonzepte

Seit ich meine PS5 als Hauptgerät zur Wiedergabe von Blu-Rays und zum Streamen verwende (ich berichtete: Audiophil), stört mich der Controller. Zum Spielen ist der viel zu teure Edge zwar hervorragend geeignet, doch das Steuern von Filmen und Navigieren in Apps ist alles andere als erfreulich. Außerdem schaltet er sich immer wieder aus. Das will ich nicht deaktivieren, weil es bei Spielpausen praktisch sein kann oder wenn ich die PS5 zum Download eines Spiels eingeschaltet lasse. Also musste eine eigene Fernbedienung her.

Zuerst war mein Gedanke, ich möchte eine Universalfernbedienung. Eine, die nicht nur Fernseher und Soundanlage, sondern auch noch PS5 und Xbox steuern kann. Nach kurzer Suche, was es so am Markt gibt und welche empfohlen werden, landet man schnell im Bereich von hundert Euro und mehr. Zudem können diese Universalfernbedienungen meist nicht mit der PS5 gekoppelt werden. Schließlich führte meine Suche zur Fernbedienung von Sony, die speziell für die PS5 gemacht wurde. Sie ist weiß, klein und schlicht. Mit 30 € vielleicht auch nicht gerade das, was man günstig nennen würde, aber weniger als hundert und damit hat sie gewonnen. Wenige Tage später lag sie in einem Karton vor der Tür.

Ich bin begeistert. Ich brauche nicht mehr den Controller einzuschalten, um in den Menüs von Streaming-Diensten nach Filmen zu suchen, YouTube zu navigieren oder Blu-Rays zu pausieren. Außerdem kann ich mit der Fernbedienung den Fernseher ein- und ausschalten und da dieser mit der Soundbar verbunden ist, schaltet sich auch diese damit ein und aus. Also genau das, was ich haben wollte. Nur die Xbox wird erst einmal außen vor gelassen. Die Einrichtung war erstaunlich simpel. Das einzige Manko, das mir bisher aufgefallen ist: Sie ist zu leicht. Die Fernbedienung könnte ruhig etwas schwerer sein. Aber sie liegt gut in der Hand und funktioniert einwandfrei.