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MCU Rewatch: Black Panther

Black Panther gehört zu den besten MCU-Filmen, die wir bisher bekommen haben. An dem Film stimmt einfach alles. Von der Besetzung über den großartigen Soundtrack, das Design hin zur Geschichte. Alle Teile greifen wunderbar ineinander, um etwas wirklich Spezielles zu erschaffen. Ryan Coogler führte dabei nicht nur Regie, sondern war ebenso Teil des Autorenteams. Wenn man einen Regisseur hat, dessen Vision nicht nur ins MCU passt, sondern dem man vielleicht auch entsprechende Freiheiten gibt, diese umzusetzen, kommt so ein Film dabei heraus. Das Intro von Coogler, in dem er die Zuschauer*innen begrüßt, zeugt von einer Leidenschaft für den Charakter und wie wichtig es ihm war, dessen Geschichte zu erzählen.

Welche Bedeutung diese Prominenz eines Schwarzen Superhelden für Kinder hat, die sich nun ebenso im MCU vertreten sehen, kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Ich kann mich an ein paar Reaktions-Videos zum Trailer vom Live-Action-Film zu Arielle erinnern, wo einem das Herz aufgeht. Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Auswirkungen authentische, ernst gemeinte und mit Respekt umgesetzte Repräsentation hat. Egal, um welche Minderheit oder Community es auch gehen mag. Black Panther war sicherlich ein Meilenstein, der auf den Grundfesten vorangegangener Projekte wie Blade aufbauen, aber trotzdem seinen eigenen Abdruck hinterlassen konnte. Ich wage es nicht zu beurteilen, ob die Authentizität in Bezug auf die abgebildeten Stämme, Rituale, Kleidung und so weiter in sich stimmig ist, das können andere sehr viel besser.

Was ich allerdings sagen kann, ist, dass der Film für mich einfach großartig funktioniert. Die Geschichte um den in Civil War ermordeten König T’Chaka ist äußerst vielschichtig, und immer wieder kommt die zugrundeliegende Thematik im Film hervor. Nicht nur, was ein König von Wakanda leisten muss und welchen Preis er bereit ist zu bezahlen, damit das Geheimnis von Wakanda nicht nach außen getragen wird. Sondern ob diese Zurückhaltung überhaupt gut ist für Wakanda und den Rest der Welt. Anhand von Okoye wird die andere Seite dieses inneren Konflikts gezeigt. Als Generalin der Dora Milaje, Wakandas Spezialeinheit, ist sie dem Thron verpflichtet, egal, wer darauf sitzen mag. Sie orientiert sich an den etablierten Traditionen und als ein totgeglaubter T’Challa zurückkehrt, nutzt sie dieses Schlupfloch, wenn man so will, um sich gegen einen König zu stellen, der der Welt den Krieg erklären möchte, auch wenn sie sich damit gegen die Ideologie ihres Ehemanns stellt und ihn bekämpfen muss.

Black Panther ist voller gegensätzlicher Meinungen und Sichtweisen, die immer wieder wunderbar zum Vorschein kommen. Manchmal offensichtlich in Diskussionen, doch ebenso sieht man sie subtiler, in der Mimik und Gestik der Schauspieler*innen. Chadwick Bosemans Leistung in dem Film kann man nicht genug hervorheben. Man sieht ihm die Zerrissenheit förmlich an. Die Fehler und fast schon Verbrechen, die sein Vater begangen hat, um das Geheimnis Wakandas zu schützen. Killmonger mag ein Monster sein, doch dieses Monster hat nachvollziehbare Beweggründe und durchaus hehre Ziele. Killmonger wurde aus den Fehlern Wakandas geboren und will diese nun ausgleichen. Wakanda hat sehr lange zugesehen und sich versteckt, während in der Welt wahnsinnige Verbrechen passiert sind. Sowohl Killmonger als auch T’Challa sehen, dass sich das ändern muss. Ihr technologischer Fortschritt und ihre Macht verpflichten sie quasi dazu, etwas zu unternehmen.

Ich hätte mir gewünscht, dass der finale Kampf eher auf der Oberfläche stattfindet, statt in den CGI-Höhlen. Alles ist dunkel und die beiden tragen schwarze Anzüge vor einem schwarzen Hintergrund. Der Kampf an sich ist toll inszeniert, doch hätte er genauso auf der Oberfläche stattfinden können. Besonders der letzte Moment, wo T’Challa Killmonger tödlich verwundet, sieht man den beiden an, dass sie eigentlich für dasselbe kämpfen, nur die Methoden unterscheiden sich. Ich mag auch die letzte Einstellung, als beide unter der Statue des Panthers den Sonnenuntergang bewundern. Vielleicht ist es kitschig, doch ebenso ist es ein bitteres Ende eines verzweifelten Kampfes. Michael B. Jordan ist eine wunderbare Besetzung für Killmonger.

»Bury me in the ocean with my ancestors who jumped from the ships, because they knew death was better than bondage.« – Killmonger

Doch ich mag genauso sämtliche andere Aspekte des Films. Seien es die durchaus witzigen Einwürfe von Shuri und ihrer unbändigen Neugier, oder Forest Whitakers Darstellung des geistigen Anführers Suri. Die Kombination an technologischen Errungenschaften und alten Traditionen finde ich gelungen und ergänzt sich. Es schließt sich nicht aus, sondern Altes wird unter neuem Licht betrachtet und in die Moderne gebracht, ohne alte Traditionen abzuwerten. Von den Stämmen finde ich die Jabari und ihren Anführer M’Baku faszinierend. Sie haben sich vor langer Zeit von den Stämmen, die sich um das Vibranium und den Black Panther geformt haben, abgesagt und ihr eigenes Reich in den Bergen aufgebaut. M’Baku ist ein toller Charakter mit einem moralischen Kompass, von dem man sich eine Scheibe abschneiden kann. Er ist integer und weiß, seine Position auszuspielen. Ich kann nur empfehlen, den Comic-Ursprüngen der Charaktere nachzurecherchieren (welche zum Glück modernisiert wurden), was als Inspiration diente (beispielsweise Nuancen in den verwendeten Sprachen) oder was der Chant der Jabari bedeutet.

Ob man nun Black Panther nur für sich betrachtet oder ihn als Sprungbrett verwendet, um sich mit der Geschichte dahinter mehr auseinanderzusetzen, es ist ein fantastischer, fast perfekter Film. Er steht für sich und braucht weder Civil War noch einen anderen MCU-Film, um die Geschichte oder ihre Charaktere zu verstehen. Ein wirklich toller Eintrag in das größere Universum des MCU. Wakanda wird demnächst noch eine größere Rolle spielen, wenn wir uns Infinity War widmen und Thanos auf die Erde kommt.

Schwindel und andere spaßige Dinge

Ich bin sehr froh, Texte vorproduziert zu haben. So kann ich ein paar Tage ausgleichen, wenn ich mal entweder keine Zeit habe zu schreiben oder, wie vergangene Woche, krank bin. Es fing am Sonntag an, dass ich mit unfassbarem Schwindel aufgewacht bin, der den restlichen Tag nicht wegging. Schwindel ist ja eines der Krankheitsbilder, die wirklich keiner benötigt. Vor allem, wenn es nicht wirklich sicher ist, woher dieser kommt. Es kann das Wetter sein, eine verschleppte Entzündung oder etwas mit den Ohren zu tun haben. Auf das Wetter habe ich keinen Einfluss und das mit den Ohren lasse ich im April beim HNO-Arzt klären. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

Bei anderen Krankheiten wie Erkältung oder Grippe ist man zwar völlig erschöpft und muss sich natürlich auskurieren, aber nicht jede Bewegung verursacht ein unnatürliches Drehen der Welt. Das ist wohl das Anstrengendste am Schwindel. Und man kann nicht wirklich dagegen tun. Schwindel kann sich natürlich auch auf den Magen auswirken und zu anderen spaßigen Dingen führen, die die Kopfschmerzen verstärken. Montag früh ging ich gleich zur Hausärztin, die mich für eine Woche krankgeschrieben hat.

Es tat gut, sich eine Woche auszuruhen, vor allem da der Schwindel und die Kopfschmerzen durchaus noch einige Tage angehalten haben. Zum Glück konnte ich im Laufe der Woche dann etwas Filme und Serien schauen. In den ersten zwei Tagen war das noch nicht wirklich möglich. Die Hausärztin hat Spaziergänge empfohlen. Diesem Rat bin ich gerne gefolgt. Den ganzen Tag herumzuliegen und zu sitzen ist nicht gerade für meinen Rücken zuträglich, geschweige denn für den Kreislauf gut. Auch das kann eine Ursache für den Schwindel sein; ein zu niedriger Blutdruck. Langsam und stetig ging ich einmal am Tag eine kleine Runde und das hat sehr gutgetan. Es war zwar sehr anstrengend, aber dem Genesungsprozess sicher zuträglich.

Ich hoffe, das war es jetzt erst einmal mit Krankheiten. Vor gut zwei Wochen war ich wegen einer Erkältung, leichten Schwindel und anderen Dingen auch schon zu Hause. Bald geht es nach Island. Es reicht für dieses Jahr an Krankheiten und Beschwerden.

Podcasts

Seit vielen Jahren höre ich nun schon Podcasts. Für mich haben sie zu einem gewissen Grad Musik abgelöst. Ich lausche lieber guten Gesprächen, als Musik zu hören. Sei es ein guter Laberpodcast, Interviews mit Wissenschaftler*innen oder Podcasts mit Schwerpunkten zu Technik, Games, Geschichte, Kurioses, Kultur oder über aktuelle Nachrichten.

Für mich gehören zu Podcasts entsprechende Apps. Zwar kann man mittlerweile auf Spotify und Co. Podcasts hören, doch vermittelt das oft einen falschen Eindruck. Denn nur die wenigsten werden von den Plattformen tatsächlich bezahlt. Der klassische Podcast, unter den die meisten fallen dürften, ist von Privatpersonen selbst organisiert und verlässt sich auf die (Teil)Finanzierung der Hörerschaft. Oft bekommen sie nicht einmal die Download-Statistiken von Spotify und Co. Wobei sich das mittlerweile geändert haben kann. Jedenfalls kann man sich bei den klassischen Podcast-Apps sicher sein, dass man die Podcasts so hört, wie es vorgesehen ist. Ohne dass sich jemand daran bereichert, die Creator aber nichts davon haben.

Deshalb die eigene App. Über die Jahre habe ich sehr viele getestet. Am Anfang hatte ich noch Instacast. Wenn ich mich recht entsinne, war das damals ein Ein-Mann-Projekt, welches später leider eingestellt wurde. Nach vielen Jahren hat das Projekt 2024 oder so zwar ein anderer wiederbelebt, aber es fehlen noch viele Features. Doch ich habe die App gerne benutzt. Dann gibt es natürlich noch Castro oder die Podcast-App von Apple, aber ich komme immer wieder zu Overcast zurück.

Hier kann man die Podcasts einfach verwalten. Ich habe nicht nur eine Übersicht über die Podcasts, die ich aktuell höre, sondern diejenigen, die ich früher gehört habe, sind ebenfalls in der Liste. Um zu schmökern und mal wieder in vielleicht vergessene Podcasts reinzuhören, ideal. Auch kann man Custom-Feeds abonnieren, wie ich es beispielsweise bei Bitsundso oder ThePod mache. Letzteres über Steady. Man kann sich Playlists abonnieren, die Downloads den eigenen Bedürfnissen anpassen und die App wird stets weiterentwickelt. Vor einigen Monaten erhielt Overcast ein komplettes Redesign, und unter der Haube hat sich scheinbar alles verändert. Seitdem läuft sie wieder flüssiger. Selbst mit mehreren hundert Episoden am Gerät.

Podcasts sind ein tolles Medium. Doch zu ihrem Konsum gehören genauso die einschlägigen Apps. Man muss sich etwas durchtesten, bis man die richtige gefunden hat. Doch das Experimentieren zahlt sich aus. Doch im Grunde zählen ja nur die Episoden, die man hört. Deshalb mag ich die Statistik, die Overcast letztens eingeführt hat.

Wie ein roter Faden

… der sich durchs Leben zieht.

Ich habe gerne alles gut organisiert. Seien es Notizbücher, Journals, Mitschriften oder einfach Dinge, die man über kurz oder lang aufbewahren, aber doch griffbereit haben möchte. Vor einigen Jahren war ich dazu auf der Suche nach einem entsprechenden Produkt, ohne genau zu wissen, wie sich so etwas überhaupt nennt. Man findet Taschen, Mappen, Ordner, Beutel und noch vieles mehr, aber kaum etwas, das meinen Vorstellungen entsprochen hat. Eines Tages bin ich schließlich auf die Marke roterfaden aufmerksam geworden. Sie bezeichnen diese Art von Binder als Taschenbegleiter. Das trifft es ziemlich gut.

Bei roterfaden handelt es sich um eine deutsche Firma, die scheinbar mit hohen Qualitätsansprüchen arbeitet. Nicht nur was ihre Produkte selbst anbelangt, die in Deutschlang gefertigt werden, sondern bei der Auswahl der Rohstoffe, die sie dafür verwenden. Leider finde ich die E-Mail nicht mehr, als ich mir das erste Mal dort etwas bestellt habe. Ich glaube, es war noch vor meinem Studium 2015. Damals habe ich mir den A4 Taschenbegleiter gegönnt, der außen ein wunderbares, dunkelbraunes Leder hat und innen aus gegerbtem Veloursleder besteht. Dort hatte wirklich alles Platz; Blätter, Notizbücher, Mitschriften, Blöcke, Handouts, ein Tablet und mehr bringt man darin unter. Ich war stets begeistert von der Qualität und habe den großen Taschenbegleiter nun schon fast 10 Jahre.

Mit der Neuorganisation meiner Journal-Praxis bin ich allerdings auf die Formate A5 und sogar A6 zurückgegangen. Da ich in ein paar Monaten für knapp zwei Wochen nach Island fliege und auch sonst alles schön und sicher verpackt mit mir trage, wurde es Zeit, in einen neuen Taschenbegleiter zu investieren. Ich entschied mich wieder für die Leder-Variante, nur eben eine Nummer kleiner. Die Qualität ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das merkt man schon an der Verpackung und wie die Produkte fein säuberlich in Papier eingepackt sind. Es hat alles darin Platz und ich bin sehr zufrieden mit dem Kauf. Wenn roterfaden weiterhin auf demselben Niveau agiert, wird mir dieser Taschenbegleiter für lange Zeit gute Dienste erweisen.

Das Gute an echtem Leder ist, dass es mit der Zeit nur schöner wird. Es ist eine Art Zeitzeuge dessen, wo man es überall mit hingenommen und was man alles gemacht hat. Der Name der Marke ist daher recht passend. Die Inhalte, die Themen und der Umgang mögen sich mit der Zeit ändern, doch der Taschenbegleiter ist weiterhin da und leistet seine Dienste. Ich mag diese Idee. Es hat etwas Beruhigendes. Man kann sich eine eigene Tradition damit aufbauen.

Tolkien Reading Order

Nachdem ich den Hobbit beendet hatte, stellte ich mich dem nächsten, großen Abenteuer der Hobbits: dem Herrn der Ringe. Zweimal habe ich vor nunmehr vielen Jahren versucht, den Herrn der Ringe zu lesen. Zweimal bin ich gescheitert. Weiter bis zu den zwei Türmen bin ich nie gekommen. Das soll sich dieses Jahr allerdings ändern. Ich bin motiviert, neugierig und voller Tatendrang in diese großartige, vielschichtige Welt Tolkiens einzutauchen. Seiner Spur zu folgen und spannende neue Dinge zu entdecken.

Doch so richtig kann ich aus meiner Comic-Vergangenheit nicht heraus. Meinen Drang auf eine korrekte »Reading Order« (also einer Lesereihenfolge) konnte ich wohl noch nicht komplett ablegen. Denn schnell stellte sich mir die Frage, ob ich nicht mit den Anhängen anfangen sollte. Haben diese Ergänzungen nicht Informationen, die ich benötige, um überhaupt den Herrn der Ringe verstehen zu können? Bereichert es nicht die Erfahrung, wenn man den Kontext der Anhänge hat, der Geschichten und Mythologien, die darin angerissen und erzählt werden?

Ich war sogar schon so weit, in diversen Reddit-Foren nachzulesen, was empfohlen wird. Wie so oft gibt es keine richtige oder nur eine Antwort. Manche sagten, Anhang A wäre durchaus wichtig oder zumindest informativ, was die Vorgeschichte anbelangt. Andere meinten, auch der würde schon zu viel verraten. Doch dann wurde mir bewusst, dass ich genau das mache, was ich oft bei Comics gemacht habe: mir selbst im Weg stehen. Selbst wenn es als ein langes durchgehendes Abenteuer konzipiert ist, sind es drei einzelne Bände, die ich in Händen halte. Band 1, Band 2 und Band 3. Wenn in Band 3, selbst wenn es sich dabei um Anhänge handelt, Informationen stecken würden, die ich in Band 1 benötigen würde, um den Hauch einer Chance zu haben, der Handlung zu folgen, hätte Tolkien es in Band 1 beschrieben.

Also schloss ich sämtliche Tabs im Browser. Schloss mein MacBook und fing einfach an zu lesen. Über die Geschichte der Hobbits und was es über sie zu wissen gibt. Denn das war Tolkien scheinbar essenziell, dass die Leser*innen seiner Werke vorweg wussten. Wer sind die Hobbits, wo kommen sie her, was ist ihre Natur und wie leben sie? Prokrastination ist nicht per se schlecht. Wenn es mich aber davon abhält, Fortschritte in einem Buch zu machen, auf das ich mich schon seit Wochen freue, mal wieder zu lesen und mich von Tolkien entführen zu lassen, dann ist es kontraproduktiv und alles andere als gut. Es raubt mir die Freude, es selbst herauszufinden. Also, einfach anfangen. Der Rest wird sich schon ergeben.

God of War Ragnarök

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal die neue Iteration von God of War gespielt und war durchaus angetan. Das Setting in der nordischen Mythologie hat mich begeistert. Außerdem ist Atreus eine wunderbare Ergänzung. Er ist ein schönes Gegenstück zu Kratos eher emotionsloser, wortkarger Natur. Doch im Laufe dieses neuen ersten Teils taut Kratos immer weiter auf. Wir erfahren mehr über Atreus, seine Mutter, wo sie herkommen und welches Schicksal sie eventuell erwarten könnte. Doch am Ende bleiben ebenso viele Fragen offen. Insofern gehören God of War und die Fortsetzung Ragnarök zusammen. Sie erzählen eine große Reise.

Nun habe ich letztens mit dem zweiten Teil angefangen. Der Einstieg war wirklich phänomenal. Vor allem aber sehr gefühlvoll. Man merkt gleich, dass der Fokus immer mehr auf Atreus übergeht. War der erste Teil noch auf beide Charaktere gleichermaßen ausgerichtet, Vater und Sohn, geht es jetzt darum, Atreus Schicksal kennenzulernen und vielleicht sogar zu verhindern. Das macht sich vorwiegend dadurch bemerkbar, dass man zwischenzeitlich die Kontrolle über Atreus erhält und nicht nur Kratos steuert. Beide haben unterschiedliche Kampfstile und werden hervorragend in Szene gesetzt. Doch genauso sind sie charakterlich anders, haben sich deutlich seit dem Einstieg des ersten Teils verändert und weiterentwickelt. Kratos taut immer mehr auf, wird offener. Atreus auf der anderen Seite ähnelt einem jungen Kratos. Dieser Rollentausch, wenn man es so bezeichnen möchte, führt zu einer interessanten Dynamik.

Die Welt von Ragnarök ist noch einmal beeindruckender, als sie es schon im Vorgänger war. Die Welt hat sich durch den andauernden Winter deutlich verändert, doch man erkennt gewisse Aspekte definitiv wieder. Es ist ein schönes Gefühl, durch ein Gebiet zu streifen, es zu erkunden und zu merken, hier war ich doch schon einmal. Man bereist dieselben Welten wie beim letzten Mal, doch lernt sich von anderen Perspektiven kennen. Auch dank der tollen Nebencharaktere. Mimir ist natürlich wieder mit von der Partie. Eine potenzielle Rivalin aus dem letzten Teil entpuppt sich als starke Verbündete, und Atreus darf auf seinen Solo-Abenteuern ebenfalls neue Leute kennenlernen, die ihm spannende Tricks beibringen. All das sind positive Aspekte und sollten eigentlich dazu führen, dass ich mich in das Spiel hineinsteigern kann und es quasi an einem Wochenende durchsuchten möchte.

Eigentlich. Denn irgendwie mag der Funke nicht so recht überspringen. Nach etwa zehn Stunden ging mir ein Kapitel von Atreus auf die Nerven. Der Ausflug dauerte mir zu lange. Zwar ist die Auflösung am Ende durchaus herzerweichend und erklärt einiges zu seiner Geschichte und dem Schicksal der Riesen, doch der Weg dahin war mir zu lang. Genauso das darauffolgende Kapitel, wo Kratos alleine mit Mimir unterwegs ist. Diese Solo-Abenteuer hätten gerne um die Hälfte gekürzt werden können. Bei Kratos bin ich immer noch dabei. Es hat sich ein ganzes Arsenal an Nebenquests geöffnet, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Es ist eine kleine Open World entstanden, vergleichbar mit dem See aus dem ersten Teil. Doch will ich eigentlich zu Atreus zurück und dass die Hauptstory weitergeht. Wenn ich dann bei einem Rätsel länger brauche, weil die Lösung nicht gleich einleuchtet, ist das umso frustrierender.

Es sind alles Aspekte, die einem eigentlich die Charaktere näher bringen sollen. Ihre Standpunkte erklären, bevor sie wieder aufeinandertreffen und es zu klären versuchen. Deshalb mache ich gerne Nebenquests, weil sie stets neue Perspektiven eröffnen und natürlich Ausrüstung und Upgrades freischalten. In diesen Solo-Reisen passiert so einiges. Atreus lernt mehr über eine Prophezeiung und seine Geschichte, Kratos schließt Frieden mit einem Teil seiner Vergangenheit und öffnet sich anderen. Alles schön zu sehen. Doch ich merke, dass ich mir mehr Zeit lassen muss. Nicht jeden Tag den Controller in die Hand nehmen, sondern nur alle paar Tage. Über das Geschehene nachdenken und es einfach mal liegen lassen, bevor ich mich dieser tollen und vielschichtigen Welt erneut zuwenden kann.

Gof of War: Ragnarök ist definitiv ein großartiges Spiel. Doch mir geht es bei solchen Spielen mittlerweile rein um die Story. Ich habe den Schwierigkeitsgrad auf die zweite Stufe runtergesetzt (wenn ich Herausforderungen möchte, spiele ich Soulslikes), und das ist im Moment noch perfekt. Die Kämpfe sind dadurch nicht zu einfach, aber meist beim ersten Mal zu bestehen. So geht es gut voran. Doch die zuvor genannten Punkte, wenn es zu ausufernd wird und Teile der Hauptstory unnötig erscheinen, trüben die ansonsten einwandfreie Erfahrung mit dem Spiel. Von daher, Zeit lassen. Vielleicht zwischenzeitlich mal wieder eine Runde Dead Space spielen. Ich möchte Ragnarök auf jeden Fall beenden. Die Reihe verfolge ich schon so lange und ich möchte wissen, wo die Reise von Atreus hingeht. Doch ich will die einzelnen Sessions nicht frustriert und genervt beenden. Vielleicht dauert es einfach eine Weile, bis der Funke komplett überspringt. Eine lohnende Reise ist es, denke ich, in jedem Fall.

MCU Rewatch | Thor: Ragnarok

Man sollte vorsichtig sein, mit dem, was man sich wünscht. Manchmal gehen diese Wünsche nämlich in Erfüllung. Letztens habe ich noch gedacht, dass es ganz nett wäre, wenn jeder Film ein Intro hätte. Entweder vom Regisseur, der Regisseurin oder einer Schauspielerin, einem Schauspieler. Man erfährt vielleicht etwas über die Hintergründe, warum jemand das Projekt gemacht hat, was sie sich dabei dachten oder warum ihnen ein bestimmter Charakter wichtig ist. Vielleicht mit einem Schwenk aus der Kindheit oder Ähnliches. Es muss auch nicht immer der 100-prozentigen Wahrheit entsprechen. Es ist immer noch Hollywood, aber zumindest etwas, das die Fans begrüßt und den Film einleitet.

Dann kam Taika Waititi. Er mag ein talentierter Mann sein, kreative Indie-Filme machen, ein begnadeter Voice-Actor sein und ein guter Regisseur, aber seine Art mag mir irgendwie nicht gefallen. In seinem kleinen Intro verliert er kein Wort über Thor oder warum er das Projekt angegangen ist. Er macht sich nur lustig über sich selbst, spricht aber auch nur über sich selbst und nimmt die Veranstaltung in keinem Moment ernst. Wer dachte, dieses Intro würde passen? Ich finde ihn weder lustig noch originell. Zumindest nicht in diesen zwei Minuten. Es ist genau die falsche Einleitung, die ich mir für Thor: Ragnarok gedacht hätte.

Ich weiß nicht, wie viel von Waititi im Film steckt, was die Story betrifft. In den Credits und auf Wikipedia werden Eric Pearson, Craig Kyle und Christopher Yost genannt. Waititi hat sicherlich kreativen Input geleistet und sich eventuell Korg ausgedacht, sowie ein paar improvisierte Szenen überlegt. Ich bin allerdings sehr froh, dass die Hauptverantwortlichen für die Geschichte Menschen waren, die die Sache etwas ernster nehmen und sich nicht permanent über alles und jeden lustig machen. Das passt offen gesagt nicht zum generellen Ton des Films. Es sterben in einer Tour Charaktere, die wir seit dem ersten Film kennen. Immerhin heißt der Film Ragnarok und es ist das Ende der nordischen Götter, so wie wir sie kennen. Natürlich kann man Spaß mit der Geschichte haben und es muss keine Tragödie werden. Eine Balance ist wichtig, und der Film schafft dies auf weiter Strecke tatsächlich hervorragend.

Ich mag beispielsweise die Abschiedsszene von Odin. Nur er und seine beiden Söhne auf einer Klippe am Meer. Loki weiß den Ernst der Situation zu erkennen und es ist eine wirklich gute Szene. Das CGI der Umgebung hätte vielleicht noch etwas Feinschliff bedurft, aber grundsätzlich passt es. Helas Auftritt, nur wenige Augenblicke später, ergibt Sinn, da Odin es war, der die Siegel ihres Gefängnisses aufrechterhält. Die Zerstörung Mjolnirs unterstreicht ihre Macht. Cate Blanchett hat sichtlich Freude an der Rolle und findet meiner Meinung nach eine tolle Balance zwischen ehrlicher Bedrohung und lässigen Sprüchen. Es sind immerhin (fast) unsterbliche Wesen, die sich hier die Köpfe einschlagen, die haben Erfahrung und schon genügend gesehen, dass sie nicht immer todernst sein müssen.

Der Ausflug nach Sakaar macht Laune. Jeff Goldblum als Zeremonienmeister der Gladiatorenkämpfe ist fantastisch. Die Planet Hulk-Geschichte mit Thor zu verknüpfen und so ins MCU einzubauen, ist eine großartige Idee. Es zementiert, dass Bruce und Hulk zwei eigenständige Persönlichkeiten sind. Das wird später in Infinity War noch einmal unterstrichen, doch hier werden die Grundsteine dafür gelegt. Hulk redet hier auch mehr als sonst. Es passt und scheint eine natürliche Entwicklung des Charakters zu sein. Dass Thor sich hier nur auf sich selbst konzentriert und einmal Hulk, einmal Banner bevorzugt, ist, ob der Tatsache, dass sein gesamtes mythologisches Universum im Begriff ist zusammenzubrechen und ausgelöscht zu werden, durchaus nachvollziehbar.

Tessa Thompson als Valkyrie einzuführen und so die Mythologie noch einmal mehr auszubauen, finde ich eine tolle Ergänzung. So ist es nicht nur Hela, die Odins frühere Eroberungszüge zur Schau stellt, Valkyrie unterstreicht dies noch einmal. Irgendwie ist Odin und damit Asgard an den Reichtum gekommen, der sie ausmacht. Es ist schön zu sehen, dass die Mythologie hier hinterfragt wird. Die Götter waren nicht einfach nur da, sondern haben sich ihr Reich und den damit verbundenen Reichtum erarbeitet. Manchmal auf eine brutale Weise. Als Hela schließlich ihren Dienst getan hatte und sie nicht mehr von Nutzen war, genauer gesagt ihre Ambitionen, mit denen von Odin kollidierten, wurde sie weggesperrt. Interessant ist auch, dass sie sich nicht lange damit aufhält, was in ihrer langen Abwesenheit passiert ist. Sie macht einfach da weiter, wo sie aufgehört hat.

Thor: Ragnarok ist ein Film, der mich wieder einmal positiv überrascht hat. Die Effekte sehen weitestgehend fantastisch aus und es macht einfach Freude, den Film anzuschauen. Der Vibe von Thor in diese Richtung zu ändern und mit Led Zeppelins »Immigrant Song« zu unterstreichen, passt ausgezeichnet. Thors Kräfte entwickeln sich nach dem Tod von Odin und dem Verlust seines Hammers weiter. Er entdeckt neue Tiefen darin. Auch das ist eine Vorbereitung auf das, was uns in Infinity War erwartet. Trotzdem bleibt es hier eigenständig. Es werden nicht nur zukünftige Ereignisse aufgebaut und vorbereitet, die Elemente können in den einzelnen Filmen für sich stehen.

Genau das ist es, was die ersten drei Phasen vom MCU so großartig macht. Die Filme können weitestgehend für sich stehen. Wenn man natürlich ohne jegliches Vorwissen einsteigt, wird es irgendwann schwierig, weil es zumindest etablierte Charaktere sind und diese nicht mehr lange vorgestellt werden. Es geht direkt mit der eigentlichen Geschichte los. Aber es wird nicht auf Biegen und Brechen ein weiterer Charakter eingeführt oder vorgestellt, nur um das nächste Projekt anzukündigen. Zunächst sollte dieser Film fertiggestellt werden, dann kann man den nächsten angehen. Das schafft auch Thor: Ragnarok meiner Meinung nach hervorragend. Dennoch wird das größere MCU berücksichtig, indem man Doctor Strange einbaut. Selbst das wirkt nicht erzwungen, da Loki eine magische Bedrohung darstellt. Die Zahnräder greifen hier gut ineinander und treiben das größere Ganze an.

Hans Zimmer & Friends

Am Mittwoch war ich seit langer Zeit mal wieder im Kino. Ich glaube, das letzte Mal war tatsächlich für Zone of Interest. Wenn jedoch ein Konzert von Hans Zimmer im Kino gezeigt wird, muss man diese Gelegenheit nutzen. Wann hat man schon die Möglichkeit, so viele großartige Soundtracks, die einen bereits das ganze Leben begleiten, vom Meister und seiner Truppe höchstselbst präsentiert zu sehen? Noch dazu in einem Dolby Atmos Saal. Über zweieinhalb Stunden dauert Hans Zimmer & Friends. Es ist ein lohnenswerter Gang ins Kino, der wieder einmal ins Gedächtnis ruft, was dieser Mann schon alles gemacht hat.

Schon während des Konzerts habe ich mir immer wieder gedacht: »stimmt, das hat er ja auch gemacht«. Vorhin habe ich durch seine Discographie auf Wikipedia gescrollt. Hans Zimmer hatte seine Hände in sehr vielen Soundtracks, die man gar nicht mehr am Schirm hat. So sind zweieinhalb Stunden zwar eine lange Zeit, um im Kino zu sitzen, doch es kann nur ein Bruchteil davon gespielt werden, was dieser Mann alles komponiert und entwickelt hat. Natürlich sind in so einem Konzertfilm hauptsächlich die Höhepunkte vertreten. Von Dune, Wonder Woman, Inception, The Dark Knight und Interstellar über Pirates of the Carribean, Gladiator und Dark Phoenix hin zu Dunkirk und The Lion King, waren alle großen Soundtracks dabei.

Es bereitet große Freude, diese tollen Stücke, von denen man meist nur wenige Töne hören muss, um genau zu wissen, um was es sich dabei handelt, live gespielt zu sehen. Die Aufzeichnungen wurden hauptsächlich in Dubai und Umgebung gemacht. Doch es ist nicht nur die Aufzeichnung des Konzerts in der Coca-Cola-Arena, sonst wäre es kein Konzert_film_. Die Band rund um Hans Zimmer spielt an verschiedenen, beeindruckenden Orten. Die Cuts sind immer wieder elegant gewählt und passen zur Musik. Auch wenn es manchmal etwas zu viele Schnitte für meinen Geschmack sind, sorgt das für ausreichend Abwechslung.

Es gibt auch Interviews, genauer gesagt Gespräche zwischen Hans Zimmer und Menschen, mit denen er über die Jahre zusammengearbeitet hat. Natürlich darf Christopher Nolan nicht fehlen. Doch auch andere sind vertreten: Jerry Bruckheimer, Timothée Chalamet, Billie Eilish, Johnny Marr, Pharrell Williams, Denis Villeneuve, Zendaya und mehr führen interessante Gespräche mit Zimmer. Man bekommt so einen kleinen Einblick in das Schaffen des Komponisten und was ihm wichtig ist. In jeder Minute, die dieser Konzertfilm dauert, spürt man die Leidenschaft. Man sieht sie ihm sowohl bei den Auftritten an, als auch bei den Interviews. Es ist ansteckend und eine wahre Freude, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen.

Hans Zimmer & Friends ist eine fantastische Kinoerfahrung, die man sich nicht entgehen lassen darf. Es ist nicht nur eine akustische Erfahrung, sondern ebenso visuell beeindruckend und teils äußerst aufwendig umgesetzt. Man lernt etwas über die Person Hans Zimmer, was ihn motiviert und wie er arbeitet. Es ist eine (viel zu kurze) Zusammenfassung einer jahrzehntelangen Karriere, die hoffentlich noch viele Jahre andauern wird.

Philipp Katzenberger | Unsplash

Higher, Further, Faster

Seit gestern ist es endlich so weit: Die nächste Erweiterung für Burg Blaustein ist verfügbar. Über 4.000 Teile hat dieses nächste Monstrum und hievt damit die gesamte Burg auf über 30.000 Teile. Unfassbar. Das Torhaus schließt die letzte Erweiterung, den Münzturm, ab. Bereits dort wurde mit einer kleinen Baustelle, die man aufgebaut hat, angedeutet, dass es weitergehen würde. Auch im Produktvideo zum Münzturm wurde angekündigt, dass es auf jeden Fall noch das Torhaus geben wird. Wie wir mittlerweile wissen, geht es aber mit dem Schildwerk mindestens noch eine Erweiterung.

Ich würde es wirklich toll finden, wenn sie noch eine ordentliche Basis entwickeln würden, auf die man die gesamte Blaustein, inklusive der Vorburg, stellen könnte. Das wird zwar zig-tausend Teile und viel Geld kosten, doch es wäre ein wunderbarer Abschluss für das Ganze, außer natürlich sie haben noch weitere Pläne, was durch die Blume im Vorschauvideo zum Schildwerk gesagt wurde. Aber alles der Reihe nach. Jetzt freue ich mich erst einmal auf das Torhaus.

Natürlich konnte ich nicht nur ein Teil bei BlueBrixx bestellen, sondern habe gleich noch jede Menge PartPacks geordert, damit ich mein Mittelalter-Diorama vergrößern kann. Zwar habe ich jetzt schon keinen Platz mehr, aber irgendwo findet sich doch sicherlich ein Eckchen. Da habe ich mich leider von der Diorama-Videoreihe von BlueBrixx inspirieren lassen und habe schon große Pläne. Es wird wunderbar. Klemmbausteine sind zwar ein platztechnisch schwieriges, doch genauso entspannendes, kreatives Hobby. Man kann nie genug haben.

Planen von Text-Reihen

Ich bin mir nicht sicher, ob ich gerade Gefahr laufe, in ein altes Muster hineinzufallen und ob das gut oder schlecht ist. Und da ich am besten nachdenke, wenn ich etwas aufschreibe und es ebenso ein kleiner Blick hinter die Kulissen ist, mit was ich mich so beschäftige, dachte ich mir, ich mache einen kleinen Text daraus. Vielleicht finde ich so eine Antwort auf mein Problem, wenn man es überhaupt so nennen kann.

Ich mag Text-Reihen und Kolumnen. Die Regelmäßigkeit hat etwas an sich. Man sucht sich ein übergeordnetes Thema und berichtet davon immer wieder aus neuen Aspekten oder mit neuen Gedankenanstößen darüber. Einer dieser losen Textreihen, die ich mehr oder weniger regelmäßig mache, sind meine kulturellen und kulinarischen Auseinandersetzungen mit Salzburg. Ich schreibe gerne darüber und hoffe so, dem einen oder der anderen diese wundervolle Stadt etwas näherzubringen. Salzburg hat sehr viel zu bieten. In seiner vielschichtigen und tiefgründigen Geschichte und heute. Es gibt Wochen, da habe ich nichts Neues oder Spannendes zu schreiben. Manchmal kommen jede Woche neue Inhalte dazu. Wie es sich eben ergibt.

Allerdings habe ich aktuell eine Reihe, die sich MCU-Rewatch nennt. Eigentlich startete dieses Unterfangen einfach nur damit, dass ich die Infinity-Saga mal wieder anschauen wollte. Das habe ich erreicht und die Texte erscheinen jeden Samstag. Für einen kommenden Urlaub habe ich dann entschieden, die X-Men-Filme zu besprechen. Diese Texte werden, wenn es so weit ist, täglich erscheinen. Es läuft dahingehend ganz gut. Die Filme habe ich lange nicht mehr gesehen und es macht durchaus Spaß, sich damit auseinanderzusetzen.

Dann kommen natürlich noch die nächsten Marvel-Phasen. Mal sehen, wie es mir damit geht. Die Begeisterung hält sich aber eher in Grenzen.

Schließlich habe ich mir in den vergangenen Monaten die Blu-Ray-Sets von Supernatural und Charmed gekauft und mir gedacht, es wäre doch toll, dazu regelmäßig Texte zu schreiben. So habe ich etwas, wenn der MCU-Rewatch vorbei ist. Vielleicht merkt man es schon, beim Aufzählen dieser ganzen Dinge fällt es mir fast wie Schuppen von den Augen, aber es ist etwas viel. Und das sind noch nicht alle Dinge, die mir im Kopf herumschwirren.

Eigentlich sollte dieser tägliche Blog eine Aufzeichnung dessen sein, was mich gerade so beschäftigt, womit ich mich auseinandersetze und über was ich mir Gedanken mache. Doch ich falle in ein altes Muster zurück, wo ich zu viel von mir selbst erwarte. Die Freude an diesem Unterfangen ist das Spontane. Eben nicht zu planen, sondern es so zu nehmen, wie es kommt. Nicht verkrampft versuchen, eine selbstauferlegte Frist einzuhalten. Deadlines und Ziele und Termine habe ich in der Arbeit genug. Privat brauche ich das nicht auch noch.

Wenn ich Lust darauf habe und es mir Spaß macht, erscheint also weiterhin jeden Samstag ein Text zu meinem MCU-Rewatch. Vielleicht erscheinen später im Jahr sogar ein paar Texte zu Supernatural oder Charmed. Aber ob dies wöchentlich sein wird, weiß ich nicht. Und wenn zwischen den Texten ein paar Wochen Pause ist, dann ist es eben so. Das Leben ist nicht immer planbar. Spontanität, Neugier und eine gewisse Abenteuerlust sind mir sehr viel wichtiger, als einen erdachten Plan einhalten zu wollen. Zudem einer, der mich stresst, und zwar nicht auf die gute Art. Ziele sind gut, aber nicht, wenn sie die Freude an der Sache trüben.

Eva Wahyuni | Unsplash