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Machtfantasien mit Space Marine 2

Bevor ich mir dieses sehr teure Spiel kaufe, wollte ich mir ein Let’s Play ansehen. In den vergangenen Monaten hat der Hype um Space Marine 2 mich durchaus angesteckt. Das erste Spiel, welches 2011 erschien, habe ich zwar nie gespielt, doch es wird viel gelobt. Nach 13 Jahren eine Fortsetzung zu veröffentlichen, weckt in Spieler*innen natürlich alle möglichen Erwartungen. Vor allem ein überzeugendes Ende, genauer gesagt eine überzeugende Fortsetzung von Titus Geschichte sollte es sein.

Um auf dem Laufenden zu sein, was die bisherige Entwicklung von Titus angeht, habe ich mir ein entsprechendes Lore-Video von Luetin09 auf YouTube angesehen. Luetin09 ist allgemein eine ausgezeichnete Anlaufstelle für alles rund um die Lore von Warhammer. Die Videos sind fantastisch aufbereitet und er erzählt die Geschichten und Mythologien dieser Welt en détail, wie man es kaum woanders finden wird. Wer sich mehr für die Games Workshop Seite interessiert, wie Armeen funktionieren, aber trotzdem die Geschichte gut aufbereitet und vielleicht etwas prägnanter dargestellt haben möchte, kann ich Arbitor Ian empfehlen. Aber mit diesen beiden Kanälen ist man auf jeden Fall gut bedient und erhält einen tiefen Einblick über alles, was mit Warhammer 40k zu tun hat.

Aber zurück zu Titus und Space Marine 2. Titus hat nach den Ereignissen des ersten Spiels viele Jahrzehnte in der Deathwatch zugebracht, um für seine angeblichen Sünden Abbitte zu leisten. Bei einem Kampf gegen Tyraniden wird er jedoch lebensgefährlich verletzt, was seine Ultramarines Kollegen, die ihn gerade noch retten konnten, dazu veranlasst, ihm der Primaris-Prozedur zu unterziehen. Primaris sind die neue Art von Space Marines (oder auch Astartes genannt). Sie sind größer, stärker, schneller und widerstandsfähiger als die klassischen Space Marines. Es ist eine wunderbare Art, das Spiel und die Spieler*innen in das neue Zeitalter von Warhammer 40k einzuführen.

Es hat sich einiges getan in den vergangenen Editionen von Warhammer 40k und die Geschichte wird so rasant forterzählt, wie es seit langer Zeit nicht mehr der Fall war. Deshalb fühlt es sich sehr gut an, dass das Spiel diese Erzählstränge mit aufgreift. Wer sich schon länger mit der Geschichte von Warhammer 40k auseinandersetzt, bekommt so nette Easter Eggs und ein vollständigeres Bild. Für Neueinsteiger mag es vielleicht etwas überfordernd sein, doch wirkt es sicherlich nach einem durchdachten Konzept, welches dazu anstiftet, sich tiefer mit dieser Welt zu beschäftigen. Es steht jedoch stets Titus Geschichte im Vordergrund, womit man wirklich gut in die Welt von 40k eingeführt wird.

Das Spiel ist relativ kurz. Das Let’s Play von theRadBrad, das ich mir angesehen habe, dauert gerade einmal knapp 8 Stunden. Dafür sind mir die 70 bis 100 € für das Spiel dann eindeutig zu viel. Doch das Ansehen des Spiels allein hat schon sehr viel Freude bereitet und meine Begeisterung für diese Welt und ihre Geschichte erneut entfacht.

Wenn Titus durch die Gegend stapft und rennt, spürt man förmlich die Wucht und Kraft, die dahintersteckt. Die Kamera wackelt bei jedem Aufprall seiner gigantischen Rüstung. Dadurch, dass auch normale Menschen als Soldaten vorkommen (das Astra Militarum) sieht man erst die schiere Größe der Astartes Krieger. Sie sind doppelt so groß wie Menschen, womit die ganze Welt und Umgebung neu einzuordnen sind. Das Kampfsystem wirkt flüssig und abwechslungsreich.

Es gibt viele verschiedene Arten von Waffen, die man einsetzen kann. Als Nahkampfwaffen dienen entweder das klassische Chainsword, ein Schwert oder ein Dolch. Als Schusswaffen hat man eine breite Auswahl an Boltern, die natürlich nicht fehlen dürfen. Außerdem gibt es Sniper-Waffen, Gatling-Gun ähnliche Waffen oder einen Flammenwerfer, der sich besonders gut eignet, um die Tyraniden wie Ungeziefer zu verbrennen. Es haben alle ihre Daseinsberechtigung und erlaubt es Spieler*innen, ihren eigenen Kampfstil im Rahmen dieser Möglichkeiten zu verfeinern. Die Tyraniden werden aber nicht nur im normalen Kampf Opfer der Space Marines, man kann sie auch mit Finishern erledigen, die immer wieder beeindruckend aussehen.

Aber nicht nur die Kämpfe sind toll umgesetzt, die Umgebung ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Für ein vergleichsweise kleines Spiel sieht es sehr hochwertig produziert aus. Die Biome durch die man sich bewegt, sind abwechslungsreich gestaltet und wissen zu überzeugen. Doch auch die Geschichte von Titus und seinen Kollegen weiß zu überzeugen. Dazu gibt es toll inszenierte Zwischensequenzen. Die Nebencharaktere bekommen aber ebenso ihre Momente im Rampenlicht und sind gut ausgearbeitet.

Wenn man sich mit den Ereignissen des ersten Teils etwas auseinandersetzt, wissen bestimmte Twists noch mehr zu überraschen. Doch auch wenn man unwissend in die Geschichte springt, wird man gut abgeholt. Den Zweifel an Titus und seiner Integrität spürt man. Die Sprecher*innen machen eine gute Arbeit und füllen die Charaktere mit Leben. Sie runden das Gesamtbild des Spiels wunderbar ab. Wer Fan von Warhammer 40k ist, macht mit Space Marine 2 nichts falsch und sollte sich zumindest ein Let’s Play davon ansehen.

Das Spiel atmet durch und durch Warhammer 40k, macht die Geschichte und ihre Charaktere greifbar und hat zumindest mir einmal mehr bestätigt, dass es ein großartiges Universum ist. Ich bin nicht der Online- bzw. Coop-Spieler, deshalb ist das Spiel eher nichts für mich. Man macht damit allerdings sicherlich nichts falsch und wenn es einmal günstig zu haben ist, werde ich vielleicht auch zugreifen.

Einen gewaltigen Nachteil hat das Spiel allerdings. Ich möchte gerne mehr solcherlei Einträge in das Warhammer-Universum. Was ich mir wünschen würde, wären Animationsserien oder Filme in genau diesem Stil und Design. Beispielsweise könnte man die Horus Heresy (also die Vorgeschichte von 40k) auf diesem Level an Qualität erzählen. Mit dieser Liebe zum Detail entwickelt, würde man sicherlich viele Fans glücklich machen. Zwar gibt es mit Warhammer+ einen eigenen Streaming-Service für Warhammer, aber sie kommen, was die Qualität der Animationen anbelangt, nicht an das von Space Marine 2 heran. Ich hoffe, aus der Kooperation mit Amazon fallen entsprechende Produktionen heraus. Solange sie sich an die Lore halten und die Vorlage respektvoll umsetzen, sollte dem nichts im Wege stehen. Aber Space Marine 2 hat auf jeden Fall den Appetit nach mehr angeregt. Seien es Spiele, Filme oder Serien, Animationen oder Live-Action, bitte mehr Adaptionen mit diesem Anspruch an Qualität.

Der Münzturm in voller Pracht

Burg Blaustein steht wieder in ihrer vollen Pracht in meinem Wohnzimmer. Die aktuellen Umbauten sind abgeschlossen und das erneute Warten auf die nächste Erweiterung beginnt. Das kommende Torhaus, welches für Anfang 2025 angekündigt ist, vervollständigt scheinbar den Burgberg. Mal sehen, welche weiteren Modifizierungen sich BlueBrixx noch ausdenken wird. Was mir noch fehlt, ist alles, inklusive der neuen Vorburg, die sich nun vor der Burg befindet, mit einer gebauten Grundplatte zu versehen. Das Diorama wieder zu vervollständigen, wenn man so will.

Der Bau des Münzturms war an sich abwechslungsreich. Wobei ich aus heutiger Sicht empfehlen würde, mit den letzten Bauschritten anzufangen. Die Palisaden enthalten natürlich oft wiederholende Bauschritte. Abwechslung bekommt man hier nur durch die neuen Unterbauten des Wehrturms und des kleinen Torhauses. Das zum Schluss zu bauen ist nicht empfehlenswert, deshalb lieber damit anfangen.

Der Münzturm an sich ist spannend gestaltet. Die Designer haben sich entschieden, den grundlegenden Winkel des Wehrturms beizubehalten. Dieser war nämlich nicht im Raster von 90 Grad oder dergleichen angebracht, sondern auf einem großen Turntable gebaut. Ich empfinde es als gut, wenn die vorhandenen Bedingungen genommen werden, um etwas Neues darauf zu bauen und nicht alles demontiert und passend zurechtgestutzt wird. So sind es durchaus interessante Bautechniken, denen man beim Münzturm begegnet.

Es sind viele kleine Teile, die man verbaut und deshalb wirkt auch der Turm sehr viel detaillierter ausgearbeitet als noch der Rest der Burg. Das ist aber ebenfalls nachvollziehbar, da die Burg über die Jahrhunderte sicherlich unterschiedliche Bauherren hatte und mit der Zeit neue Techniken zur Konstruktion entdeckt wurden. Was außerdem gefällt, ist der neue Verbindungsweg vom Haupthaus zum Münzturm. So kann man sich relativ schnell von einem Punkt der Burg zum nächsten begeben. Vor allem im Fall einer Belagerung und eines Angriffs ist das von essenzieller Bedeutung.

Das Einzige, womit ich ein Problem habe, ist tatsächlich das Dach des Münzturms. Die Kanone und der Aufzug, mit dem Kanonenkugeln und dergleichen nach oben geschafft werden, sind toll gemacht. Jedoch ist die Konstruktion des restlichen Dachs so feingliedrig und wirkt nicht sonderlich stabil. Ebenso scheint ein Eck des Dachs zu lang nach unten zu reichen. Die Idee ist scheinbar, dass sich das Dach mit dem darunterliegenden Stockwerk verhakt und so stabiler aufsitzt. In der Realität funktioniert das aber nicht so richtig. Hier hätte man sich vielleicht noch etwas Zeit lassen und eine andere Möglichkeit entwickeln sollen, die Winkel besser zu treffen. Ball-joints wären beispielsweise stabiler und zuverlässiger als die fragilen Droidenarme. Zwar wäre das Dach dadurch sicherlich dicker und aufwendiger geworden, aber das hätte ich gerne in Kauf genommen, für mehr Stabilität und Zuverlässigkeit.

Doch im Großen und Ganzen bin ich mit dem Münzturm sehr zufrieden. Er passt sich wunderbar in das Gesamtbild der Burg ein. Die Zeit schreitet eben voran und wir sind nun im Spätmittelalter bzw. in der beginnenden Neuzeit angekommen. Ein wirklich tolles Projekt, das seinesgleichen sucht. Burg Blaustein ist etwas Einzigartiges. Über drei Jahre werden wir schon mit Erweiterungen beglückt und ein Ende ist tatsächlich nicht in Sicht. Immerhin gilt es noch ein paar hundert Jahre abzubilden, bis wir in unserer heutigen Zeit angekommen sind.

Star Wars Pops

Ich mag Funko Pop Figuren. Sie nehmen nicht viel Platz ein, sehen putzig aus und eignen sich hervorragend, um den Schreibtisch im Büro zu schmücken. So wissen auch alle gleich, dass man zu den Nerds gehört. Einfach großartig. Ich sammle die Figuren nicht wirklich aktiv. Aber gelegentlich, einmal im Jahr oder so, kommt mir eine Figur unter, die mir wirklich gut gefällt.

So habe ich über die vergangenen Jahre so einige Funko Pop Figuren angehäuft. Die meisten davon eindeutig von Star Wars. Besonders die Spezial-Figuren, die immer mal wieder erscheinen sind, finde ich gelungen. Beispielsweise Luke mit Yoda im Gepäck. Wobei mir in letzter Zeit keine mehr wirklich ins Auge gesprungen ist. Liegt vielleicht auch daran, dass ich das Thema nicht aktiv verfolge.

Wie dem auch sei. Die Star Wars Figuren habe ich vor ein paar Jahren in ein schönes Case gepackt, damit sie nicht allzu staubig werden. Sie stehen über der Küche auf einem kleinen Regal. Lando, Han und Luke sind aus der originalen Trilogie dabei. Aus der Animationsserie Star Wars Rebels sind es dann noch Ezra und Kanan.

Die Serie habe ich geliebt. Nachdem Clone Wars mehr oder weniger vorbei war, bot Rebels eine willkommene Abwechslung. Neue Charaktere, die in einer Zeit handeln, die zwischen Episode III und IV angesiedelt ist. Das Imperium ist an der Macht und die verbleibenden Jedi kämpfen ums Überleben. Besonders die Beziehung zwischen Meister Kanan und seinem neuen Schüler Ezra ist wunderbar umgesetzt. Die Sprecher der Charaktere sind fantastisch und ich mag den Animationsstil.

Deshalb war es für mich eine leichte Entscheidung, die Figuren der beiden anzuschaffen, als diese herauskamen. Diese fünf Figuren im Case gefallen mir immer wieder. Sie sind eine tolle Erinnerung an verschiedene Zeitabschnitte in meinem Leben, wo mich Star Wars schon begleitet hat. Und natürlich sehen sie fantastisch aus.

Umzingelt

Diese Woche haben sich an einem lauschigen Nachmittag ein paar Störche rund um unser Haus niedergelassen. Es sind schon faszinierende Kreaturen und beeindruckend, wenn sie ihre Flügel ausbreiten. Auf Strom- und Sendemasten, Kaminen und Dächern haben sie es sich gemütlich gemacht.

Eine kurze Wikipedia-Recherche ergab, dass sie jährlich über 20.000 km zurücklegen, um ihre afrikanischen Wintergebiete zu erreichen. Eine weite Reise, um die dortigen Brutgebiete zu erreichen. Da haben sie sich eine kleine Verschnaufpause verdient. Und mit meinem neuen iPhone 16 Pro und dem optischen 5-fach-Zoom konnte ich sie sogar noch gut fotografieren. Schön, diese Zufälle.

Böse, flüssig und tödlich

Ich bin mir nicht sicher, ob es diesen Trend schon länger gibt und ich ihn erst jetzt entdecke, oder es eine neue Entwicklung ist. Aber in den vergangenen beiden Wochen sind mir beim Einkaufen Limodosen untergekommen, die ein sehr expressives Marketing an den Tag legen. Bei Billa war es eine Dose mit dem subtilen Aufdruck Liquid Death und beim Globus Evil Juice.

Dabei handelt es sich nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um Energy-Drinks, die besonders ordentlich knallen. Nein, es ist Mineralwasser, versetzt mit Geschmack. Also Römerquelle Emotion oder Vöslauer Balance, nur eben in Dosen-Format und mit einem etwas aufdringlicherem Design. Wobei ich das Design der Dosen an sich cool finde. Sie sind kreativ gestaltet und der Totenkopf verleiht dem Ganzen etwas verruchtes.

Was ist nun die Erwartung bei einem solchen Getränk? Ich habe mir von Liquid Death die Geschmacksrichtungen severed lime und mango chainsaw mitgenommen. Bei Limone und dem Markennamen habe ich fälschlicherweise angenommen, dass es extrem sauer sein würde. Stattdessen ist es sehr zahm und schmeckt überraschend gut; fast schon neutral. Ich bin vor allem davon begeistert, dass es nicht süß ist. Viele solche Getränke laufen Gefahr, viel Zucker oder entsprechende Alternativen zu beinhalten, doch bisher bin ich von dem Getränk durchaus angetan. Es könnte allerdings noch mehr Limone und Säure vertragen, damit es zumindest etwas dem Namen gerecht wird.

Den Evil Juice von Rauch habe ich bis jetzt noch nicht getestet, bin allerdings gespannt, ob diese dem Namen etwas näher kommen oder genauso zahm daherkommen wie die Konkurrenz. Ich kann nur empfehlen, zumindest einmal nach Evil Juice zu googeln und die etwas übertrieben gestaltete Webseite anzuschauen. Ein herrliches Vergnügen aus schlechten Wortspielen, übertriebenen Foto-OPs und neonfarbenen Schriftzügen. Ob es dem geschmacklich gerecht wird, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Jedenfalls haben diese Entdeckungen dazu geführt, dass ich mich nun auf die Suche begebe, noch mehr von diesen tollen Getränken zu entdecken. Energy Dinks sind nicht mein Fall, aber mit Geschmack versetztem Mineralwasser kann ich durchaus etwas abgewinnen. Wenn die Dosen dann noch kreativ gestaltet und die Markennamen herrlich over-the-top sind, was kann da schon schiefgehen.

Stop it!

Manchmal kann es so einfach sein. In einem seiner Newsletter hat Matthew Dicks auf einen lustigen Clip einer Comedy-Show verwiesen. Im Kern geht es darum, dass wir uns manchmal zu viele Gedanken machen. Dinge zu sehr verkopfen. Zumindest geht es mir manchmal so. Etwas schwirrt im Kopf herum und man denkt darüber nach, steigert sich vielleicht etwas hinein. Weil es einfach ist, sich in Gedanken zu verlieren.

Aber bevor wir es von allen Seiten analysieren, in die Tiefe einsteigen, ist es oft hilfreich, einfach damit aufzuhören. Und es sich selbst zu sagen. Natürlich ist es hilfreich, manches zu analysieren, vielleicht sogar mit Unterstützung. Eine Therapie ist stets etwas Gutes, und man entdeckt Ursprünge für Probleme oder Verhaltensweisen, die man nicht erwartet hätte. Immer wieder eine tolle Erfahrung und hat mir bei meiner Depression sehr geholfen. Manches Mal jedoch reicht es auch nur zu sagen: „Stop it!“, „Lass es!“, „Hör auf!“

Zu einem selbst natürlich und nicht zu anderen. Denn nur die eigene Situation kann man gut genug einschätzen, um zu urteilen, wann es angebracht ist, sich einfach nur am Riemen zu reißen und mit etwas aufzuhören, was einem nicht guttut. Klar kann man es im Nachhinein in Ruhe analysieren und auf die Ursprünge kommen. Im Affekt oder der konkreten Situation allerdings reicht gelegentlich ein einfaches „Stop it!“

Ein tolles Prinzip. In der Einfachheit liegt manchmal der Schlüssel zum Erfolg.

  • YouTube: Bob Newhart – „Stop It“

Den Geist entlasten

Vor ein paar Wochen habe ich schon einmal darüber berichtet, dass ich meine Wohnung etwas entmistet habe (Verkaufsstrategie). Das mache ich ein- bis zweimal im Jahr. Dabei suche ich mir Bücher, DVDs und Blu-Rays heraus, manchmal auch elektronische Geräte, die ich nicht mehr benötige, und schicke diese zu diversen Ankaufsstellen. Meistens Rebuy oder Momox, da diese es einem sehr einfach machen.

Doch nach der aktuellen Aufräumaktion hat es mich noch unter den Fingern gejuckt. Es hat nicht gereicht. Es störten mich weiterhin die vielen ungelesenen Bücher, die herumstanden. Dazu muss man wissen, dass ich die schwierige Angewohnheit habe, mir immer gleich ganze Reihen von Büchern zuzulegen. Statt mir beispielsweise das erste Buch der The High Republic Publikationsinitiative von Star Wars zu kaufen, besorge ich mir lieber gleich die ganze Reihe. Dazu durchforste ich ebay oder Gebrauchtwarenläden und hole mir diese günstig. Oder auch die alten Star Wars Bücher, die nun unter dem Legends-Label laufen. Stephen King und Warhammer sind ebenso Namen bzw. Franchises, wo ich erstmal versuche, Reihen zu vervollständigen.

Das führt dazu, dass sich über die vergangenen Jahre viele Bücher und Buchreihen angesammelt haben, die nur darauf warteten, gelesen zu werden. Ich lese zwar oft und regelmäßig, aber zu diesen angehäuften Vorsätzen bin ich nicht wirklich gekommen. Oder ich hatte einfach keine Lust dazu, die 21-teilige New Jedi Order Reihe zu lesen. Vor allem auch deshalb, weil es davor noch zig andere Bücher gegeben hätte, die es zu lesen galt, um die chronologische Reihenfolge der wichtigsten Post-Episode-VI-Bücher einzuhalten.

Nach vielen Jahren habe ich mich indessen dazu überwunden, all diese Bücher zu verkaufen und wegzuschicken. Gleiches gilt für diverse Warhammer-Romane und andere Bücher, die sich angesammelt haben und mir quasi indirekt ein schlechtes Gewissen einreden wollten. Es ist schon erleichternd, sich dieses Gefühl zu entledigen. Es schafft nicht nur Platz in den Regalen und Zimmern, sondern befreit ebenso den Geist. So ist wieder Platz für Neues.

Zwar bediene ich mich weiterhin gerne der HumbleBundles zu unterschiedlichen Schwerpunkten, doch das sind digitale Bücher, die nicht ständig in meinem Blickfeld sind. Sie liegen auf einer Festplatte und warten darauf, dass mich die Muse küsst und ich Lust bekomme, in ein bestimmtes Universum einzutauchen. Und vor allem ist es um einiges günstiger, als sich die Bücher in gedruckter Form ins Regal zu stellen. Ich bin zwar grundsätzlich ein Freund von gefüllten Bücherregalen, aber man muss es ja nicht übertreiben.

So bin ich diesen Monat 81 Bücher, 37 BluRays bzw. BluRay-Boxen, 3 Spiele und 1 iPad Mini losgeworden. Per Willhaben kommen dann noch 1 Spiel und die Dungeons & Dragons Regelbücher dazu. Zwar gibt es sicher noch weitere Dinge, die ich nicht mehr benötige, aber fürs Erste sollte das ausreichen. Ein nächstes Projekt steht mir allerdings schon bevor: Spielkarten.

Ehemalige Kollegen und ich hatten uns zeitweilig mit Magic und Yu-Gi-Oh! auseinandergesetzt. Es war zu Zeiten von Corona und man konnte wenig machen; da wendet man sich gerne nostalgischen Hobbys zu. Diese Spielkarten zu sammeln, war eine nette Fluchtmöglichkeit. Aber die ganzen Karten und das Zubehör müssen irgendwann auch mal wieder weg. Leider ist das Verkaufen über CardMarket etwas aufwendiger. Trotzdem werde ich mich in den Wintermonaten darum kümmern.

Wie das abläuft und funktioniert, was ich so reinstelle und welche Karten sich angesammelt haben, darüber werde ich auf jeden Fall berichten. Es ist ebenso eine kleine Reise in die eigene Kindheit und ein Franchise, das mir viel Freude bereitet hat. Mal sehen, was wir alles entdecken.

Der Anfang vom Ende?

Anfang September erschien die nächste Erweiterung für Bug Blaustein von BlueBrixx. Mit weiteren über 4.000 Teilen hat die Burg damit die 26.000 Teile überschritten. Da ich den Fortschritt gerne fotografisch festhalte, dachte ich mir, ich teile diese Fortschritte die nächsten drei Wochen über, immer dienstags. So kann man den Bau Schritt für Schritt miterleben.

Von der Epoche her sind wir, laut dem Produktvideo von BlueBrixx, im Spätmittelalter angekommen. Unser Baron, Fürst, Burgherr oder wer auch immer darin das Sagen hat, hat das Münzrecht erhalten und mit dem Prägen ebendieser begonnen. Um die Münzen sicher prägen zu können und die Burg weiter zu befestigen, wird die bisher hölzerne Vorburg ebenfalls aus Stein gebaut. Der Wachturm wandert nach draußen in die nun vor dem Berg gelagerte Vorburg. Das Torhaus befindet sich gerade im Bau und wird mit der nächsten Erweiterung abgeschlossen.

Ob das Torhaus die letzte Erweiterung ist, ist noch nicht sicher. Ich würde mir fast wünschen, dass alles nochmal mit einem ordentlichen Boden untermauert wird. Die Burg quasi nochmal um eine Höhe von 4 bis 6 Ebenen erhöhen, sodass man die Vorburg ebenfalls auf einem Boden befestigen kann. Das wird zwar ein enormes Set, das kaum etwas an der Burg ändern, sie lediglich in einem Diorama unterbringt, würde für mich aber das Ganze schön abschließen. Aber da lasse ich mich einfach überraschen, was die Zukunft bereithält.

Erstmal gilt es, den Münzturm fertig aufzubauen. Natürlich muss zuerst alles abgetragen werden, was ersetzt wird. Dabei gilt es darauf zu achten, dass man Dinge, die nicht zerlegt werden sollen, auch wirklich ganz lässt. Es ist mir bei ein paar Kleinigkeiten passiert, dass ich sehr energisch war, was das Zerlegen anbelangt. Auch gilt es bei dieser Erweiterung genau darauf zu achten, welche Steine von der Mauer entfernt werden sollen und welche nicht. Aber im Laufe des Baus kommt man schon drauf, was zu viel ist oder zu wenig.

Der Bau der ersten zweieinhalb Bauschritte war bisher wieder einmal sehr faszinierend. Die viertausend Teile sind, wie erwartet, viele kleine Teile. Das liegt an den vielen Winkeln, Ecken und kleinen Umbauungen, die notwendig sind, um den Turm und die Vorburg auf dem relativ beschränkten Areal gut unterzubringen. Vor allem auch mit dem speziellen Winkel, den bisher der Wachturm innehatte. Mir gefällt die Art, wie der Berg Stufe für Stufe umbaut wird, außerordentlich. Außerdem mag ich, dass die Mauern erneut dick und wuchtig ausfallen. Das verleiht der Burg einen authentischen Touch, der mir bei anderen Herstellern fehlt.

BlueBrixx baut solche Gebäude stets mit einer Üppigkeit und in einem Detailgrad, der seinesgleichen sucht. Wenn jetzt noch entsprechend hochwertige Figuren dazu kommen, kann man die Burg darüber hinaus mit Leben füllen, wenn man so will. Aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit.

Einziges Manko, das ich wirklich habe, sind die Teile, die man aus vergangenen Bauschritten benötigt. Wie bereits erwähnt, zerlegt man zu Beginn des Baus einen großen Teil der Vorburg und diese Teile werden wieder verwendet. Das ist so weit in Ordnung, da die Teile schon da waren, auf der Burg. Jedoch wird immer davon ausgegangen, dass man sich die restlichen Teile, die von der vorherigen Erweiterung übrig geblieben sind, ebenfalls so lange aufbewahrt, bis die nächste Erweiterung erscheint. Das finde ich ein No-Go.

Es handelt sich im Grunde um nicht viele Teile. Aber manche sind doch etwas spezieller oder kommen im Allgemeinen eher seltener vor. Vielleicht habe ich diese schon bei eigenen Dioramen benötigt oder in einem anderen Set verbaut, weil sie dort gefehlt haben. Es wäre sicher keine große Herausforderung, eine Tüte beizulegen, die die entsprechenden Teile enthält. Wer sich die Teile aus dem vorherigen Bau aufgehoben hat, hat dann eben zusätzliche Teile zur Verfügung. Bei dem Erfolg und der Nachfrage von Burg Blaustein kann das wirklich nicht das Problem sein und wäre ein netter Service.

Bei mir war außerdem eine Tüte mit lauter 1×1 Dark Brown Plates nicht in Bauschritt 1, sondern in Bauschritt 6 untergebracht. Ich hatte mich schon gewundert, woher ich die ganzen Plates nehmen soll, bis ich in die anderen Bauschritte hineingeschaut und die sortenreine Tüte gefunden habe.

Ansonsten bin ich allerdings vom bisherigen Bau begeistert und freue mich auf die restlichen Bauschritte. Der Anfang des Torhauses, inklusive des Baukrans ist gemacht und der Eingang zum Münzturm gesichert. Jetzt kann man sich darauf konzentrieren, diesen Turm fertig zu bauen und mit der ersten Kanone der Burg auszustatten. Ich bin gespannt, welche Details es noch zu entdecken gibt.

Cleveres Püppchen

Ich musste gerade schockiert feststellen, dass mein erster Durchgang von Lies of P gerade einmal zwei Monate her ist (siehe unter anderem den Text: Schlaues Püppchen). Ich dachte, dass seitdem schon mehr Zeit ins Land gezogen wäre. Doch scheinbar ist seit Mitte Juli doch viel passiert und es gab andere Spiele, die mein Interesse gepackt hatten. Doch da das DLC von Lies of P dieses Jahr noch erscheinen soll, dachte ich mir, es wäre nicht schlecht, einen entsprechenden Speicherstand parat zu haben. Ähnlich wie bei Elden Ring und dessen DLC Shadow of the Erdtree, will ich bereit sein, wenn es so weit ist.

Erfreulicherweise kann ich berichten, sehr viel besser mit dem Spiel klargekommen zu sein als noch beim ersten Mal. Bei den einzelnen Levels hatte ich zwar beim ersten Mal nicht wirklich Probleme oder Frust (ausgenommen den letzten Abschnitt von Kapitel XI), aber einige Gegner haben mich dann doch länger beschäftigt. Da seien zum Beispiel die letzten beiden Gegner genannt (Magnus und die namenlose Puppe), aber vor allem der Zwischenboss »Walker Of Illusions«.

Dieser Boss, der am Ende von der eingestürzten Straße auf einen wartet, hat mich beim ersten Durchgang wirklich Nerven gekostet. Die erratischen Attacken, das Klonen zwischendurch und der Schaden, den dieser Boss austeilt, war nicht von schlechten Eltern. Ich hatte meine Probleme, die Attacken zu durchschauen und wirklich parieren konnte ich auch nicht. Bei dem zweiten Durchgang allerdings war der Boss beim ersten Versuch erledigt. Schon erstaunlich, wie man seine Fähigkeiten weiterentwickelt und besser wird, in solchen Spielen.

Soulslike Spiele, wie Lies of P eines ist, fordern die Spieler*innen auf unterschiedliche Art und Weise. Mittlerweile habe ich mehrere hundert Stunden in Elden Ring und Lies of P ist mir auch nicht unbekannt. Scheinbar hat diese Kombination und die Erfahrung aus dem ersten Durchgang zu einer signifikanten Verbesserung bei mir geführt. Außerdem kenne ich mittlerweile die verschiedenen Optionen, die das Spiel einem bietet, besser. Beim ersten Durchlauf kann dies etwas überfordernd sein. Seien es Wurfgeschosse, die unterschiedlichen Modifikationen des Waffen-Arms oder auch der Umgang mit speziellen Waffen – ich habe all mein Wissen eingesetzt und so die Oberhand behalten.

Allein die Möglichkeiten, eine eigene Waffe zu kreieren, scheinen endlos. Man kann die Klinge einer Waffe mit dem Griff einer anderen kombinieren und so Move-Sets, Fertigkeiten und Schaden beliebig zusammenstellen. Das hat mir nicht nur bei Laxasia geholfen, sondern auch bei Magnus, den ich nun beim ersten Versuch erledigt hatte. Die namenlose Puppe war mit dem zweiten Versuch besiegt. Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wie es nur soulslike Spiele vermitteln können. »Get good«, also »werde gut«, ist tatsächlich ein passendes Motto.

Der zweite Durchgang hat mir am Ende auch mehr Freude bereitet. Ich wusste, was auf mich zukommt, kannte die Gegnertypen und es war toll, sich mit ihnen anzulegen. Beim ersten Mal kam mir das letzte Kapitel, genauer gesagt der letzte Abschnitt, unfassbar lange vor. Man muss sich hier einen Turm hochkämpfen, bis man schließlich dem finalen Boss gegenübertreten darf. Beim ersten Durchlauf zog sich das alles wie ein Kaugummi und der Turm nahm gefühlt kein Ende. Doch wenn man weiß, wie lange es noch dauert und wo man sich aktuell befindet, ist dieses Gefühl nicht mehr vorhanden. So scheint das finale Kapitel der Geschichte ebenso stringent und nachvollziehbar, wie die restlichen.

Ich finde auch den Wiederspielwert von Lies of P um einige höher als von Elden Ring. Bei Elden Ring ist man 80 Stunden mit dem Hauptspiel beschäftigt, wenn man alles machen möchte und dann nochmal 40 Stunden mit dem DLC. Bei Lies of P ist man in gut 20 Stunden durch. Auch was die Spielzeit anbelangt, konnte ich mich um über 10 Stunden verbessern. Durch die kürzere Spielzeit wirken die Level abwechslungsreicher, kurzweiliger und die Motivation bleibt konstant. Zwei Monate haben jetzt vollkommen ausgereicht, um ein neues Spielerlebnis damit zu haben. Bei Elden Ring brauche ich wohl eine längere Pause.

Lies of P ist und bleibt ein Meisterwerk der Spielgeschichte. Es zeigt, dass nicht nur FromSoftware in der Lage ist, herausragende soulslike Spiele zu machen. Ich bin sehr gespannt auf den DLC und hoffe, wir müssen nicht mehr allzu lange warten. Bis dahin werde ich mir noch die anderen Enden und weitere Achievements erkämpfen, neue Kampfstile und Waffen ausprobieren. Lies of P bietet genug Möglichkeiten, es immer wieder neu und anders zu erleben.

The Boys – Ein Zwischenfazit

Die dritte Staffel von The Boys habe ich zwar angefangen zu schauen, als diese frisch erschien, doch fertig geschaut habe ich sie nie. Warum ich nach der dritten Episode aufgehört habe, kann ich nicht wirklich sagen. Aber manches Mal ist es einfach so, dass man an etwas das Interesse oder es aus den Augen verliert. Doch nach einem Gespräch mit Freund T. über die weiteren Entwicklungen in Staffel vier hat sich Neugierde in mir geregt.

Ohne weitere Umschweife habe ich mich also wieder in die dritte Staffel gestürzt. Es ist zwar mittlerweile über ein Jahr her, doch ich habe mich schnell wieder in der Welt zurechtgefunden. The Boys ist eine Serie, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt und alles over-the-top macht. Alles ist übertrieben und auf 11 gedreht. Der Kampf von den Boys gegen Vaught und deren Superhelden nimmt immer absurdere Züge an, ohne jedoch lächerlich zu werden. Die Serie bleibt sich selbst stets treu. Es ist ein Balance-Akt, den sie bisher geschafft haben.

Gast-Star in der dritten Staffel war Jensen Ackles als Soldier Boy. Ein tragischer Charakter, wie könnte es anders sein, der sich nach kurzer Zeit als geheimer Bösewicht herausstellt. Er kann es mit Homelander aufnehmen und anderen Superhelden die Kräfte rauben. Seine Kräfte sind radioaktiver Natur und damit brennt er förmlich die Ursache für die Superkräfte der Helden aus deren Körpern. Das führt zu bemerkenswerten Szenen zwischen den unterschiedlichen Fronten.

Gespannt bin ich vor allem auf die weitere Entwicklung von Ryan. Homelanders Sohn, den er unter seine Fittiche nimmt und versucht zu erziehen. Doch seine Lehren, wenn man diese so bezeichnen kann, scheinen nicht wirklich anzukommen. Der Einfluss der verstorbenen Mutter, und von Butcher, sind einfach zu groß gewesen; zu prägend. Er kann Menschen nicht als Spielzeuge sehen und wenn er aus Versehen jemanden umbringt, geht ihm das Nahe. Etwas, das sein Vater nicht nachvollziehen kann. Wie er es wohl aufnimmt, wenn ihm sein Sohn den Rücken kehrt und zu Butcher geht (meine nicht ganz abwegige Theorie über die weiteren Entwicklungen)? Sicher gut und gelassen, wie Homelander eben mit Situationen umgeht.

Die Inszenierung ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Special Effects, Cinematographie und Kostüme und die Wahl der Schauspieler*innen überzeugen auf ganzer Linie. Es macht Laune, die Geschehnisse zu verfolgen. Antony Starr als Homelander schafft es immer wieder, ein unangenehmes, bedrohliches Gefühl zu erzeugen, sobald er am Bildschirm auftaucht. Die Mimik und Gestik ist der Wahnsinn. Genauso wie er dem Wahnsinn nahe ist und immer kurz vorm Überkochen. Es ist und bleibt ein undurchschaubarer Charakter, was ihn nur umso bedrohlicher macht.

Aber auch die Entwicklungen der anderen Figuren sind durchaus nachvollziehbar. Sowohl die Beziehung zwischen Annie und Hughie, als auch Frenchys Homosexualität und seine innige Freundschaft zu Kimiko. All die schrecklichen, nervenzerreibenden Momente, in denen das Schicksal immer wieder auf die Probe gestellt wird, machen die wenigen schönen, herzerweichenden Szenen umso süßer.

Mit Jeffrey Dean Morgan und Jensen Ackles sind nun schon zwei Supernatural-Schauspieler in The Boys vertreten. Mal sehen, ob sie es schaffen, Jared Padalecki ebenfalls noch dazu zu überreden. Es wäre schon cool, eine kleine Reunion in diesem völlig anderen Universum zu schaffen. Solange es nicht gezwungen wirkt und mit der Geschichte vereinbar ist, natürlich. Fan-Service nur aufgrund des Fan-Service zu betreiben, ist meist zum Scheitern verurteilt. Doch gut gemacht, können daraus hervorragende und erinnerungswürdige Momente entstehen.

Mit der vierten Staffel bin ich noch nicht ganz durch, aber es sind nur mehr ein paar Episoden ausständig. Diese Staffel ist, besonders aufgrund ihrer politischen Anspielungen, teilweise besonders schwierig zu schauen. Ob dies von Anfang an so geplant war oder das Leben die Kunst einmal mehr zu imitieren vermag, oder die Kunst dem Leben voraus greift, sei dahingestellt. Besonders in Verbindung mit dem neuen Charakter Sage, ihren Experimenten und scheinbaren Einsichten wird die vierte Staffel zu einem perversen Vergnügen. The Boys eben.