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Vertane Chance

Lords of the Fallen ist ein Spiel, auf das ich mich durchaus gefreut hatte. Es kam 2023 mehr oder weniger gleichzeitig mit Lies of P heraus und sah sehr vielversprechend aus. Es handelt sich bei Lords of the Fallen um ein soulslike Spiel in der Tradition von Dark Souls und Demon’s Souls. Die Trailer versprachen eine morbide, düstere Atmosphäre, knüppelharte Gegner und eine fantastisch designte Welt.

Der Kniff an dem Spiel und was dem Ganzen etwas Einzigartiges verlieh, war die Einführung der Umbral-Welt. Normalerweise, wenn man in soulslike Spielen stirbt, verliert man alle bis dahin gesammelte Währung und muss diese wieder einsammeln, ohne noch einmal zu sterben. Scheitert man, ist alles verloren. Bei Lords of the Fallen ist man allerdings nicht sofort tot, sondern findet sich in Umbral wieder. Einer Unterwelt, die parallel zur eigentlichen Spielwelt existiert. Hier hat man noch einmal eine Chance, sich zum nächsten Checkpoint vorzuarbeiten.

Je länger man sich allerdings in Umbral aufhält, desto mehr Gegner werden es. Hat man eine gewisse Zeit überschritten, wird man irgendwann vom roten Reaper verfolgt, der einen endgültig richtet. Eine tolle Idee, wie ich finde. Das Besondere an Umbral ist allerdings auch, dass man manchmal dorthin reisen muss. Das geschieht mit Hilfe einer Lampe, die der Charakter bei sich trägt. Damit kann man einen Blick in Umbral werfen und auch dorthin reisen. Denn manche Tore oder Gräben kann man nur in Umbral durch- und überqueren. Manche Upgrades für Waffen oder Heilflaschen finden sich ebenfalls nur in Umbral wieder.

Leider war der Start von Lords of the Fallen alles andere als gelungen. Eine Schippe obendrauf legte das Timing mit Lies of P. Denn dieses Spiel zeigte, wie man ein soulslike richtig gestaltet; wie so ein Spiel funktionieren muss. Zwar holte Lords of the Fallen alles aus der Unreal Engine 5 heraus und sah fantastisch aus, doch die Spielmechanik war alles andere als ausgereift. Davon zeugen auch die weit über 40 Patches, die in den Wochen nach Erscheinen veröffentlicht wurden. Damit sollte Balancing verbessert, Bugs ausgeräumt und die allgemeine Spielmechanik ausgefeilter werden. Es zeugte von einem Mangel an Tests, die vor Veröffentlichung durchgeführt werden sollten.

Ich selbst habe zweimal versucht, mich mit dem Spiel anzufreunden. Beim zweiten Mal sogar mit einem Let’s Play von Jokerface, das ich nebenbei laufen ließ. Doch schnell setzte der Frust bei mir ein. Für mich war es kein Vergnügen, sich durch Gegnerhorden zu prügeln und zu quälen. Bei Lies of P gab es zwar auch Abschnitte, die sehr herausfordernd waren und meine Geduld strapazierten, doch es fühlte sich nie unfair an oder als würde das Spiel aktiv gegen mich arbeiten. Stets waren es meine Fähigkeiten, die besser werden mussten.

Schließlich habe ich es aufgegeben, mich selbst durch Lords of the Fallen zu quälen und mir stattdessen das Let’s Play fertig angeschaut. Damit wurde ich diese Woche fertig – ja, ich habe später damit angefangen und mir Zeit gelassen. Besonders die letzten Spielstunden haben mir bestätigt, dass es eine gute Entscheidung war, das Spiel beiseitezulegen. Teilweise sah es so aus, als würde man sich durch die Level sterben, bis man irgendwann einen Checkpoint erreicht. Nach einem wirklichen Spielspaß oder dass ein flüssiges Gameplay möglich wäre, sah es nicht aus.

Hinzu kommt, dass es mehrere Enden gibt. Das ist so weit nichts Ungewöhnliches in solcher Art von Spielen. Allerdings ist es bei Lords of the Fallen so, dass man einen wirklich verdammt langweiligen Endboss bekommt, wenn man sich für das »falsche« Ende entscheidet. Von einer Entscheidung kann allerdings keine Rede sein, da ich beim ersten Durchlauf idealerweise noch nicht weiß, welche Enden auf mich warten. Da quält man sich stundenlang durch die schlecht platzierten, übertrieben gestalteten und unfair ausgerüsteten Gegner, nur am Ende den wohl langweiligsten Boss-Kampf zu erleben. Ein zufriedenstellendes Ende sieht anders aus.

Es ist wirklich schade um das Spiel, weil es wirklich toll aussieht. Die Kulissen sind morbide und mit viel Liebe zum Detail errichtet. Die Mechanik mit den beiden parallelen Welten ist eine fantastische Idee, führt schlussendlich, in der aktuellen Umsetzung, allerdings nur zu unnötigem Stress. Soulslike Spiele leben von ihren Welten und dass man sich darin umsehen kann; ihnen ihre Geheimnisse entlockt. Doch wenn immer wieder neue Gegnerhorden auf einen einprügeln, hat man keine Zeit dafür und übersieht viel.

Viele der anfänglichen Probleme wurden sicherlich mit den Patches behoben und vielleicht ist es jetzt ein gutes Spiel. Nicht umsonst haben die Entwickler groß mit der Version 1.5 geworben und es sogar auf die Verpackung gedruckt. Aber eigentlich sollte ein solches Spiel nicht erst mit Version 1.5 fertig sein. Lieber noch einmal sechs Monate warten, testen und patchen – dann veröffentlichen. Nicht umgekehrt.

Vielleicht gebe ich dem Spiel in einem oder zwei Jahren noch einmal eine Chance, wenn der anfängliche Eindruck etwas verblasst und die negativen Reviewstimmen verklungen sind. Doch eine solche initiale Veröffentlichung, die fast schon mit einem Verriss gleicht, macht man nur schwer wieder wett. Einen ersten Eindruck kann man eben nur einmal hinterlassen. Falls es irgendwann einen zweiten Teil geben wird, hoffe ich, dass die Entwickler aus den Fehlern gelernt haben. Denn großartige Welten erschaffen können sie. Ich würde ihre Herausforderung gerne einmal annehmen.

Endlich ein Gaming-PC

Nach monatelangem Überlegen, ob ich mir nun einen Gaming-PC zulegen soll oder nicht, wurde mir diese Entscheidung zu meinem Geburtstag abgenommen. Vergangene Woche bekam ich ein kleines Ding überreicht, wo ich zuerst nicht so recht wusste, was es ist. Es war in rotes Geschenkband gewickelt und sah aus wie ein kleines Päckchen, wo sich ein Geschenk darin verstecken könnte. Wie sich herausstellte, war es besagter Gaming-PC – zu einem gewissen Grad.

Es handelt sich um einen 3D gedruckten, bemalten Gaming-PC, mit allen Komponenten, die man so benötigt: Netzteil, Chip, Grafikkarte, jede Menge Lüfter. Alles war dabei – sogar eine entnehmbare Festplatte. Nur mit dem Anschließen an meinen Monitor wollte es nicht so ganz klappen. Eine wirklich tolle Idee.

Jetzt muss ich ihn nur noch irgendwie durch die Tür bekommen. Aber das Problem sollte sich ebenfalls lösen lassen.

Wassermengen

Am Sonntag habe ich einen ausführlichen Spaziergang durch Oberdorf gemacht. Nachdem es in den vergangenen Tagen unfassbare Mengen geregnet hat, hat mich interessiert, wie es an der Salzach aussieht. Wenn man sich die Lage in den östlichen Gebieten Österreichs ansieht, sind wir noch sehr glimpflich davongekommen. Es stehen Wiesen Unterwasser und zum Teil gab es sicherlich Überschwemmungen, doch so heftig wie in Wien oder Niederösterreich wurde es zum Glück nicht.

Das ist auch den knapp 1.800 Feuerwehrleuten und Einsatzkräften zu verdanken, die quasi im Dauereinsatz sind. Auf Salzburg24 gibt es dazu einen Live-Ticker mit den neuesten Meldungen.

Von der Salzach aus kam es in Oberndorf zum Glück zu keinen Überschwemmungen. Zwar ist sie höher als Üblich, doch noch weit entfernt über den Damm zu brechen. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das Wasser in der Vergangenheit derart hoch war.

Nachdem ich die Salzach entlanggegangen bin, bin ich in die Au hinunter und wollte den Weg Richtung Oichtensiedlung gehen. Dieser Weg blieb mir allerdings von einem überschwemmten Weg versperrt. Man muss sich ja nicht unnötig in Gefahr begeben und wer weiß, wie tief das Wasser weiter den Weg entlang noch geworden wäre, also bin ich wieder umgedreht. Außerdem wurde mir von Freund C. berichtet, dass weite Teile des Gebiets unter Wasser standen und bereits Enten die Wege entlangschwimmen würden.

Eingepackt in Regenhose und -jacke, kann man dem Regen gut trotzen, dazu dann noch einem gepflegten Podcast-Gespräch lauschen. Über zwei Stunden war ich unterwegs, auch deshalb, weil ich eben einmal umdrehen musste, aber es hat gutgetan, sich die Beine zu vertreten. Getreu dem Motto, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Vorbereitung. Zudem muss ich mich ja für den Island Urlaub nächstes Jahr vorbereiten. Da kann es auch mal regnen und man muss trotzdem raus und das Zelt aufbauen oder dergleichen. Alles eine Sache der Einstellung.

Snoopy lernt

Die nächste Erweiterung von Burg Blaustein war Anfang des Monats verfügbar und musste natürlich umgehend bestellt werden. Nicht, dass die Bestände wieder einmal eher knapp bemessen sind und ich Monate auf die nächste Lieferung warten muss. Von dem Produktvideo zu urteilen, das BlueBrixx auf YouTube veröffentlicht hat, sind es eher kleine Teile. Das erklärt auch den etwas günstigeren Preis im Vergleich zu den vorherigen Erweiterungen.

Deshalb war es eine leichte Entscheidung, ein paar kleine Snoopy-Sets mitzubestellen. Die meisten kosten gerade einmal 5 € und sehen sehr putzig aus. Wenn ich mehrere aufgebaut habe, muss ich mir eine kleine Vitrine besorgen. Besonders mit den Hintergrundbildern, die bei den Sets beiliegen, sehen die kleinen Dioramen wirklich toll aus. Die Figuren sind großartig. Ich hoffe, die anderen Peanuts kommen auch noch. Denn zurzeit ist, verständlicherweise, meistens nur Snoopy vertreten, aber gelegentlich ist auch Woodstock dabei.

So wie bei dem Set, das ich heute vorstellen möchte. Ein kleines Diorama mit angedeutetem Schulbus, einem Blumenstand und vielen kleinen Details, die es zu entdecken gilt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn keine Aufkleber dabei gewesen wären. Stattdessen hätte man die Teile bedrucken können, aber das hätte den Preis wahrscheinlich etwas in die Höhe getrieben.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Set. Es geht leicht von der Hand und ist stabil gebaut. Für Kinder könnte vielleicht der Schulbus eine kleine Herausforderung sein, da dieser Teil des Sets erst so richtig stabil wird, wenn er fertig gebaut ist. Davor ist es etwas wackelig. Aber grundsätzlich keine herausfordernden Bautechniken – wir sind hier ja nicht bei Burg Blaustein. Ein entspanntes, kleines Bauerlebnis, für den Abend.

Mich freut besonders, dass ich jetzt eine kleine Woodstock-Figur in meiner Sammlung habe. Nicht, dass ich eine spezifische Sammlung aufbauen würde, aber zu Snoopy gehört Woodstock einfach dazu. Ich glaube, er ist nur in zwei oder drei Sets vertreten, deshalb war die Anschaffung dieses Sets fast schon Pflicht. Ich bin allerdings begeistert.

Zahnhygiene

Wie putzt man Zähne richtig? Zahnseide vor dem Putzen verwenden oder danach? Welche Mundspülung enthält keine giftigen Stoffe? Elektrisch oder Schall? Mit 35 Jahren beschäftigt mich das Thema Zahnhygiene in einer Tiefe, mit der ich nicht gerechnet hatte. Auslöser gab es, soweit ich mich entsinnen kann, keinen bestimmten. Aber es gibt immer wieder Themen, die sich anschleichen und einen beschäftigt halten.

Nachdem ich einen Test zu Mundspülungen geschickt bekommen habe, mich mit diversen Leuten unterhalten und deren Zahnarzt-Empfehlungen gehört habe, habe ich mich etwas neu eingedeckt, was Zahnhygiene anbelangt. Deshalb habe ich mir gedacht, ich teile meine bisherigen Erkenntnisse und Anschaffungen.

Zum einen habe ich in eine Schallzahnbürste von Happybrush investiert, inklusive deren Mundspülung. Allerdings wird diese nun nicht mehr täglich verwendet, sondern nur ein paar Mal pro Woche. Listerine ist dafür aus meinem Bad verbannt worden.

Als Zahnpasta dienen zwei unterschiedliche Sensodyne-Produkte. Für Zahnfleisch und Zunge habe ich eine eigene Mikrofaser-Zahnbürste, da sowohl elektrische als auch Schall-Zahnbürsten zu brutal sind. Diese kommt außerdem in die Zahn-Zwischenräume. Ein netter Bonus. Als Abrundung des Ganzen dann noch die Superfloss Zahnseide von Oral-B, als Ergänzung zu den Sticks, die ich bisher verwendet habe.

Natürlich verwende ich nicht alle Produkte innerhalb eines Tages oder bei einer Zahnreinigung. Das wird jeden Tag etwas anders gemacht, einzige Konstante ist natürlich die Schallzahnbürste. Aber alle Bonus-Dinge, wenn man so will, werden nicht ständig verwendet; das wäre auch zu viel für Zahnfleisch und Co.

Zahnhygiene ist etwas Wichtiges und wenn man etwas Zeit investiert, jeden Tag, dann kann man sich später viele Probleme ersparen. Konsistenz ist hier King. Deshalb beschäftige ich mich aktuell gerne mit dem Thema. Man lernt immer wieder etwas dazu und muss natürlich ebenso Neues probieren. Es ist vielleicht ein Thema, mit dem sich Menschen nicht gerne beschäftigen, aber es lohnt sich.

Intellektuell unredlich

Eigentlich wollte ich diesen Text nicht mehr schreiben. Genauer gesagt fehlte mir etwas die Inspiration zu dem Thema und ich wusste nicht genau, worauf ich hinaus wollte. Ob ich überhaupt etwas dazu schreiben will. Auch der Anfang schien schwierig. Doch wie es manchmal so ist, schlägt die Inspiration einfach zu und man schreibt die wenigen Sätze, die einem in den Sinn kommen, nieder. Es begann, wie so oft, mit einer Podcast-Episode. In diesem Fall einer Ausgabe des Realitätsabgleichs. Eine Sendereihe des WRINT-Podcasts, mit Holger Klein und Toby Baier.

Holgi verwendete darin den Begriff »intellektuell unredlich«. Ich finde das eine wunderbare und elegante Formulierung. Seitdem geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Deshalb musste ein Text dazu her. Es ging um das Thema Migration und dass das, was viele Politiker*innen im Moment machen, genau das ist: intellektuell unredlich. Man könnte es auch Lügen nennen oder verschleiern der Tatsachen.

Unser Problem ist meiner Meinung nach nicht die Migration, sondern die Integration. Und wir sind hauptsächlich selbst daran schuld. Geflüchtete Menschen kommen zu uns, verlassen ihre Heimat, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. »Heimat«, auch so ein Begriff, den wir für uns in der deutschen Sprache als einzigartig definieren wollen. Aber wenn es um andere Menschen geht, verwehren wir ihnen dieses Gefühl, dieses Bedürfnis, sich woanders zu Hause fühlen zu können. Vielleicht eine neue Heimat zu finden.

Wir jammern immer wieder über den mythischen Fachkräftemangel, den es schon seit Jahrzehnten geben soll. In bestimmten Bereichen ist es auch so. Pflege zum Beispiel oder an Schulen, Handwerker ebenso. Wo denken wir, dass all die Menschen, die diese Lücken auffüllen sollen, herkommen?

Sämtliche Österreich*innen müssten sich wie die Karnickel vermehren und ganze Rudel werfen, um das zu wuppen. Und selbst dann dauert es 15 bis 20 oder noch mehr Jahre, je nach Beruf, bis diese Nachkommen einsatzbereit sind. Ganz zu schweigen, dass die Schulen in diesem hypothetischen Fall noch mehr überfordert wären als jetzt schon.

Wieso nutzen wir nicht die Chance und bilden die Menschen, die zu uns kommen, in diesen Berufen aus? Warum investieren wir nicht heute das Geld in die entsprechenden Ressourcen, um die Probleme der Zukunft bewältigen zu können? Aber dazu müsste man das Ego in der Politik hinter sich lassen und über die nächste Wahl hinaus denken können. Man müsste dem Land und der EU im Allgemeinen wünschen können, dass es morgen besser ist als heute. Doch manche scheinen ihre Aufgabe als Politiker*in nicht als solche zu begreifen.

Besonders Sprachen spielen doch zukünftig immer wichtigere Rollen. Besonders, wenn Menschen von überall auf der Welt bei uns Schutz und eine Zukunft suchen. Wer Französisch spricht oder Spanisch, Chinesisch oder Japanisch gilt als gebildet und intelligent. Türkisch, Syrisch, Ukrainisch, Arabisch, Bosnisch, Serbisch, Kroatisch und Polnisch wird dies aber scheinbar nicht zugeschrieben. Dabei ist das doch zukünftig von großem Nutzen.

Könnten uns diese Menschen, die diese Sprachen sprechen, nicht zukünftig darin unterstützen, Neuankömmlinge willkommen zu heißen? Ihnen Deutsch beibringen, auf Augenhöhe kommunizieren, ihnen zeigen, wie, was bei uns funktioniert und gemacht wird (von Bürokratie hin zu Jobsuche und so weiter).

Ich bin immer wieder fassungslos über die Vorschläge, die stattdessen gemacht werden. Unmenschlich und ethisch fragwürdig. Wollen wir wirklich so sein? Oder zu behaupten, man könnte ein Verbrechen stoppen, indem man Einwanderung stoppt? Im Sinne von „wäre der nicht reingekommen, hätte es Verbrechen x nicht gegeben“. Das ist gelogen und falsch. So funktioniert das nicht. Man kann nichts vorhersagen. Schon gar nicht, wenn man Daten von heute auf gestern anwendet, wo wir das noch nicht wussten. Es ist anmaßend und eine Unverfrorenheit, denn dann könnte man doch in der Gleichen Logik Suizide vorhersagen. Funktioniert aber auch nicht.

Nutzen wir doch die Chancen, statt immer mehr Mauern aufzubauen –buchstäblich, sowie im übertragenen Sinn. Und entlarven wir diejenigen, die es wagen zu behaupten, schreckliche Verbrechen vorhersagen zu können und diese tragischen Ereignisse für sich instrumentalisieren. Entweder sind sie Lügner und wissen es, oder aber sie sind zu einfältig, um ihre Lügen und falschen Behauptungen selbst zu begreifen. Beide Fälle haben nichts in der Politik zu suchen. Eigentlich ist intellektuell unredlich eine viel zu nette Formulierung.

Power Rangers Deluxe

Wer in den 90ern aufgewachsen ist, ist nicht an den bunten Martial Arts Kämpfern mit ihren Megazords vorbeigekommen. Ich habe die Power Rangers geliebt und besaß sogar ein paar Actionfiguren – sowohl Rangers als auch Zords. Perfekte Unterhaltung für Kinder, in der es um Freundschaft ging, Zusammenhalt, wie man als Team gegen das Böse antritt und natürlich jede Menge cooler Action. Rita Repulsa und all ihre Verbündeten hatten keine Chance. Es war fantastisch.

Wenn man sich heute die Sendungen ansieht, hat man vielleicht ein etwas anderes Bild der Serie. Natürlich war es auf die billigste Art gemacht. Die amerikanische Interpretation der Serie musste die Actioneinlagen des Originals verwenden und eine Geschichte darum herumerzählen. Es war sicher nicht einfach, aber hat jede Menge Freude bereitet. Auf YouTube sind sämtliche Serien seither, die den Originalen Mighty Morphin Power Rangers gefolgt sind, abrufbar. Zur Verfügung gestellt vom offiziellen Power Rangers Account. Vielleicht werde ich mal einen Blick reinwerfen, doch aktuell begeistern mich die Comics – wieder einmal.

Vor kurzem gab es ein HumbleBundle in dem sämtliche verfügbaren Deluxe Editionen der Power Rangers Comics enthalten sind. Inklusive der darauffolgenden einzelnen Comics und dergleichen, damit man die letzten acht Jahre an Geschichten nachholen kann. Boom!Studios hat sich die Lizenz für Power Rangers geholt und erzählt seit 2016 eine fortlaufende Geschichte. Lange Zeit habe ich diese monatlich verfolgt, später dann nicht mehr ganz so regelmäßig, bis ich schließlich gar nicht mehr mitlas.

Doch das Bundle hat nicht nur mein Interesse an diesen Power Rangers Comics erneut entfacht, sondern meine Freude an Comics generell wieder geweckt. Es ist ein fantastisches Medium, das die besten Geschichten erzählt und in dem so viel kreatives Potenzial steckt, das die Autorinnen und Künstlerinnen jeden Monat aufs neue auskosten. Bundles erlauben es, jede Menge Indie-Comics auf einfache Weise zu beschaffen und sich einen thematischen Überblick zu verschaffen. Marvel und DC haben eine eigene App, aber daran habe ich aktuell kein Interesse.

Ich mag es, mich auf ein paar wenige, dafür größere Geschichten zu beschränken. Dafür allerdings voll und ganz in diese Welt einzutauchen, bevor ich mir die nächste anschaue. Zumindest ist das aktuell mein Vorgehen. Die Geschichten aus den ersten Deluxe Editionen der Power Rangers kenne ich zwar schon, es ist jedoch bereits wieder lange Zeit her, seit ich das letzte Mal einen Blick reingeworfen habe.

Von der ersten Seite an war ich wieder voll dabei und habe mich wohl in dieser tollen Welt gefühlt. Kyle Higgins, der den Startschuss für die neue Iteration an Power Rangers Comics gab und lange Zeit federführend für deren Geschichten war, legt den Fokus stets auf die Beziehung zwischen den Freunden. Außerdem erzählt er nicht nur Monster-of-the-week-Geschichten, sondern setzt die Abenteuer der Power Rangers immer weiter fort. Er spinnt einen Mythos, der seinesgleichen sucht.

Was mir ebenso gefällt, ist der Anfang. Als Leser*in wird man förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Sie beginnt, als Tommy (der grüne Ranger) dem Bann Ritas entkommt und neu zur Gruppe hinzustößt. Es geht um Vertrauen, ob man in der Lage ist, sich weiterzuentwickeln und bereit, sich anderen Menschen zu öffnen. Ihnen die Chance gibt, einen zu überraschen. Es sind tolle Geschichten und es ist ein fantastischer Zeichenstil, der perfekt zu den Power Ranger passt. Die ruhigen Momente funktionieren genauso gut wie die Action-Sequenzen. Ein rundum gelungenes Gesamtpaket.

Ich weiß nicht, wie viele einzelne Comics in dem Bundle enthalten sind, aber ein paar Hundert könnten es schon sein. Es wartet also noch genügend Lesestoff auf mich und ich bin gespannt, wo die Reise hingehen wird. Boom!Studios, mit den verschiedenen Autorinnen und Künstlerinnen haben es geschafft, die Power Rangers zu modernisieren und die Geschichten zu vertiefen, ohne den Kern, das Herz der Figuren zu verlieren. So wird der nostalgische Blick auf die Power Rangers aufgenommen und für Erwachsene zugänglich. Doch ist es egal, wie alt man ist, oder ob man als Kind die Serien geschaut hat; die Geschichten funktionieren einfach, weil sie gut erzählt sind, sich auf die Charaktere konzentrieren.

Pizza, Brötchen und Kuchen

Ich weiß gar nicht mehr, welchen Kuchen ich vergangenes Jahr zu meinem Geburtstag gebacken habe. Ein Vorteil eines täglichen Blogs, wenn ich dieses nächstes Jahr genauso konsequent weiterführe, ist, dass ich dann einfach nachsehen kann. Die eigene Vergangenheit wird zu einem gewissen Grad durchsuchbar. Man kann Dinge Revue passieren lassen und Veränderungen feststellen.

Das merke ich besonders an dem Fünf-Jahres-Journal, das ich nun das vierte Jahr führe. Darin schreibt man jeden Tag ein paar Worte rein. Wie es einem geht, was man gemacht hat, einfach wozu man Lust hat, dass es notiert ist. Die jährlichen Einträge stehen immer direkt übereinander. So lässt sich leicht nachlesen, was man vor einem oder vor drei Jahren an diesem Tag gemacht hat. Eine schöne Idee, wie ich finde. Zwar lese ich natürlich nicht immer, was in den Jahren davor passiert ist, aber gelegentlich zu schmökern bringt Interessantes hervor.

Jedenfalls habe ich mich für dieses Jahr entschieden, einen Obstkuchen zu machen – Fotos gibt es weiter unten. Zunächst wollte ich ihn klassisch zubereiten. Sprich, in einer entsprechenden Form, die am Rand etwas höher und schön rund ist. Doch das schien mir etwas arg wenig, deshalb wurde es dann doch ein ganzes Blech. Als Teig dient eine leichte Sandmasse. Das Rezept ist aus einem Kochbuch der Eltern, das zwei Jahre älter ist als ich – also 37 Jahre. Darauf dann etwas selbstgemachte Pfirsichmarmelade als Puffer, zwischen Teig und Obst. Auf das unterschiedliche Obst kam schließlich noch ein Pudding-Belag.

Aber natürlich ist ein einfacher Kuchen zu wenig, da muss schon noch etwas Spezielles her. Oder zumindest etwas, bei dem man in melancholischen Erinnerungen schwelgen kann. Aus meiner Kindheit und den vielen Geburtstagen (nicht nur den eigenen), die man gemeinsam mit Familie und Freunden gefeiert hat, sticht ein Essen immer wieder hervor. Es ist etwas Einfaches; simpel zuzubereiten und schnell gemacht; skalierbar und so für eine große Varianz an Gästen verfügbar. Nicht unbedingt vegetarisch, aber man kennt ja die Leute, die an diesem Tag vorbeikommen – meistens zumindest. Die Rede ist natürlich von klassischen Pizzabrötchen.

Auf der Suche nach einem Rezept ist mir erst bewusst geworden, wie viele verschiedene Varianten es davon eigentlich gibt. Ich mag am liebsten die Variante mit Schinken, Zwiebeln, Eiern, Sauerrahm, Creme-Frech und etwas Kräutern. Nach Belieben noch etwas verfeinern oder auch mit Champignons erweitern. Auf Toastbrot geschmiert und rein in den Ofen. Perfekt als Snack bzw. kleines Mittagessen, bevor man sich über den Kuchen hermacht. So lässt sich ein Geburtstag schön feiern.

Ringe an die Macht

Fast zwei Jahre mussten wir auf eine Fortsetzung von Die Ringe der Macht auf Amazon Prime Video warten. Eigentlich hatte ich mir gedacht, ich schaue die erste Staffel noch einmal an, um das löchrige Gedächtnis wieder etwas aufzufüllen, doch das habe ich leider nie geschafft. Zum Glück gibt es vor der ersten Episode einen kleinen Zusammenschnitt von dem, was so alles passiert ist. Doch der ist bedauerlicherweise nicht besonders gut gelungen. Es sind eher Eindrücke und wirkt schon fast Trailer-haft, als eine echte Zusammenfassung der Geschehnisse zu sein. Hier hätte durchaus etwas mehr Liebe zum Detail sein dürfen. Am Budget hat es ja wohl nicht gelegen.

Ich beziehe mich im Folgenden auf die ersten drei Episoden, die initial veröffentlicht wurden. Die vierte erscheint, zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Textes, erst in ein paar Tagen. Grundsätzlich bin ich von diesen drei Episoden sehr angetan gewesen. Sie scheinen weiterhin das Konzept zu verfolgen, dass sich jede auf ein Kernthema beschränkt. Seien es die Menschen in Númenor, die Zwerge in Khazad-dûm oder die Elben und ihre internen Streitigkeiten. Doch die meisten kommen in jeder Episode vor, nur verschiebt sich der Fokus stets etwas.

Ich mag dieses Vorgehen sehr gerne, da es alle Handlungsstränge vorantreibt, aber nicht zu viele Sprünge sind. Die Erzählung ist nicht zu dicht gepackt. Die Szenen können etwas atmen. Was natürlich auch an den Längen der Episoden liegt, die alle bisher über eine Stunde lang sind.

Kommen wir aber nun zur entscheidenden Frage: Ist die zweite Staffel gut oder schlecht? Ich würde sagen, weder noch. Es scheint mittlerweile leider ein Sport geworden zu sein, Verrisse zu Serien zu machen. Sei mal dahingestellt, ob die Serie es verdient hat oder nicht, finde ich es problematisch, so eine Sichtweise zu vertreten. Natürlich reicht die Qualität von Die Ringe der Macht nicht an Lord of the Rings heran. Die ursprüngliche Trilogie spielt in Sphären, von denen Ringe der Macht nur träumen kann. Aber es ist keine schlechte Serie.

Die Erzählung der Zwerge ist weiterhin mein Favorit. Das liegt den spannenden Macht-Dynamiken, aber vor allem an Prinz Durin IV und seiner Frau Disa. Die beiden haben eine tolle Chemie miteinander und die Schauspieler*innen machen einen bravourösen Job. Auch die Mythologie der Zwerge, ihre Beziehung zum Stein und zum Berg faszinieren mich.

Gleich danach kommen aber auch schon die Elben, die mit Sicherheit einen Großteil der Erzählung einnehmen. Galadriel finde ich weiterhin einen tollen Charakter. Sie ist getrieben von ihrem Fehler, Sauron vertraut zu haben und ihm den Weg nach Mordor und zu den ersten drei Ringen verholfen zu haben. Das ist natürlich ein stetiger Konflikt mit dem bedachteren Vorgehen von Gil-Galad. Nur Elronds Sturheit und Verbissenheit Galadriel gegenüber kann ich nicht ganz nachvollziehen. Statt zu helfen, schleift er lieber beleidigt an einem Schiff. Da habe ich ein anderes Bild von ihm im Kopf.

Allerdings muss man immer bedenken, dass ein paar tausend Jahre zwischen den Ereignissen in Ringe der Macht und Lord of the Rings liegen. Da kann man den Figuren etwas Entwicklung zugestehen. Viele scheinen das in ihren Kritiken nicht zu bedenken. Natürlich ist Galadriel anders in der Serie als in den Filmen. Die Zeit ist eine andere, sie ist eine andere Person. Wenn man in diesen Zeitdimensionen denkt, prägen etliche Ereignisse die Charaktere und verändern sie sicherlich tiefgreifend.

Am wenigsten nachvollziehen kann ich tatsächlich die politischen Intrigen und Macht-Spielchen in Númenor. Für mich ist nicht klar, wer was warum will und warum, wer jemanden nicht ausstehen kann. Auch die Symbolik ist nicht immer transparent. In der dritten Folge spielt beispielsweise ein Adler eine wichtige Rolle, aber nicht die, die ich erwartet hatte. Es wirkt sehr beliebig. Aber immerhin ist die Kulisse schön. Außerdem mag ich die Erzählung um Isildur und seine Abenteuer. Sie sind interessant und spannend gestaltet.

Ansonsten mag ich noch kein finales Urteilen fällen, das hebe ich mir für das Ende der Staffel auf. Was man noch sagen kann, ist, dass Sauron eine kleine Drama-Queen ist und auf große Auftritte steht. Etwas cringe (um dieses Wort auch einmal in einem Text verwendet zu haben) war allerdings sein erstes Auftreten als Annatar (Lord of Gifts) vor dem Schmied Celebrimbor. Die Autor*innen wollten scheinbar unbedingt die Phrasen Rings of Power und Lord of the Rings unterbringen. Kann man machen, wirft mich allerdings aus der Immersion. Aber die Manipulation von Celebrimbor ist durchaus nachvollziehbar. Allerdings ist das Schmieden der Ringe für die Zwerge zügig vonstatten gegangen. Ich bin jedoch ganz froh, dass sie es nicht unnötig in die Länge ziehen, sondern die Handlung vorantreiben.

Bisher bin ich von Die Ringe der Macht angetan und schaue die Serie wieder sehr gerne. Sie könnte aber noch besser sein und geschliffener. Es wirkt nicht immer zu 100 % stringent und ich bin mir nicht sicher, ob sie wissen, wo sie mit der Númenor-Geschichte hinwollen. Für ein Budget, wie es scheinbar diese Serie hat, kann man durchaus mehr verlangen. Aber grundsätzlich ein gelungener Auftakt.

Mittelalter Diorama

Vor ein paar Wochen bin ich mit meinem Mittelalter-Diorama fertig geworden. Dazu habe ich immer wieder kleinere Sets aufgebaut, die ich bereits vorgestellt habe. Jedoch wollte ich nicht allzu viele Klemmbaustein-Blogposts hintereinander posten, deshalb habe ich für derlei Updates den Dienstag auserkoren.

Jedenfalls ist das Diorama fertig und macht sich recht gut neben der Burg Blaustein. Jetzt sieht es nicht mehr nur so aus, als wären zufällige Sets lieblos nebeneinander gestellt worden, sondern es ergibt ein abgerundetes Bild. Ich habe darauf geachtet, Technik-Bricks als Rahmen zu verwenden, so kann man das Diorama eventuell noch erweitern. Zerlegen nicht, dafür habe ich oben zu viele Schichten an Plates übereinander gestapelt.

Anfangs wollte ich noch mehr Sets unterbringen. Zumindest was die Gebäude anbelangt. Es gibt von BlueBrixx zahlreiche tolle, mittelalterliche Gebäude und jedes ist anders zu bauen und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Aber schlussendlich bin ich mit der Entscheidung, es beim Wohnturm zu belassen, ganz zufrieden. Es handelt sich quasi um ein abgelegenes Stück Grund, mehr oder weniger in der Natur, wo sich die Bewohner um ihre Tiere kümmern. Nach und nach erschließen sie die Natur um sich herum und wollen ihren Kühen, Hühnern, Pferden, Schweinen, Hasen und so weiter ein gutes Leben bescheren. Natürlich drohen in der Natur auch gewisse Gefahren, die ich ebenfalls eingebaut habe.

Mir gefällt an dem Diorama, dass es sehr dicht bebaut ist. Dadurch gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Ich habe ein paar MOCs und dergleichen gegoogelt oder was andere Klemmbaustein-Enthusiasten mit ihren Burg Blausteins so anfangen. Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Leidenschaft manche für dieses Thema brennen und was sie dabei erschaffen. Klemmbausteine sind genauso ein Modellbau-Hobby wie Warhammer-Figuren bemalen oder andere. Es unterscheiden sich nur die Materialien, mit denen man baut. Es ist entspannend und man kann der eigenen Kreativität freien Lauf lassen.

Immerhin erschafft man diese Welt für sich. Es gibt kein Richtig oder Falsch. So, wie man es macht, ist es korrekt. Es sollte nur Freude bereiten und nicht zu einer Belastung werden. Deshalb mag ich es auch in verschiedenen Hobbys zu Hause zu sein und mich immer wieder auszuprobieren. Dieses Diorama war mir schon länger ein Anliegen und ich bin froh, es geschaffen und beendet zu haben. Als nächstes Projekt steht die Münzturm-Erweiterung der Burg Blaustein an. Mal sehen, vielleicht ist sie sogar schon erschienen, wenn dieser Text veröffentlicht wird.