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Verkaufsstrategie

Mit der Zeit häufen sich so einige Gegenstände in der Wohnung an. Seien es Bücher, DVDs, Blu-Rays, Spiele oder andere Staubfänger. Auch elektronische Geräte, die man nicht mehr benötigt, sammeln sich über die Jahre an. Kram, der eigentlich nur mehr herumsteht, als wirklich noch Freude zu machen. Deshalb entledige ich mich gerne ein- oder zweimal im Jahr genau dieser Dinge.

Es gibt diverse Webseiten und Services, die man dafür beanspruchen kann. Sei es Rebuy oder Momox, bei denen man beispielsweise den Barcode eines Buches scannt und schon ist es im zu-verkaufen-Warenkorb. Ich bediene mich ebenso gerne Willhaben, um Dinge loszuwerden. Besonders wenn mir der Ertrag der zuvor genannten Dienste etwas zu gering ist.

Das ist der Vorteil, aber auch der Nachteil an diesen Diensten. Es ist kommod und einfach, die Sachen zu scannen und zu verkaufen. Man druckt das fertige Versandlabel aus, packt die Sachen ordentlich ein und weg sind sie. Doch dafür bekommt man vielleicht etwas weniger Geld, als man sich erhofft hatte. Ein Kompromiss, den ich bei manchen Sachen gerne eingehe. Denn wenn etwas schon länger bei mir herumsteht und seinen Dienst getan hat, freue ich mich, wenn jemand anderes mehr damit anfangen kann. Wenn ich dann noch etwas Geld bekomme, umso besser.

Ähnlich ist es bei Willhaben. Ich schaue zuerst nach, was andere für einen ähnlichen oder gleichen Artikel verlangen und gehe meist etwas günstiger in den Markt, wenn man so will. Zwar bekomme ich dann etwas weniger, dafür verkauft es sich schneller und ich bin es los. Manches steht dann natürlich trotzdem länger bei mir herum, wie zwei Klemmbaustein-Schiffe von Cobi. Zwei tolle Objekte, die aber scheinbar keiner möchte. Aber Klemmbausteine sind auf Willhaben allgemein schlechter zu verkaufen. Da muss man schon Glück haben und den oder die Richtige finden.

Aber so ist es eben. Man braucht Geduld und muss sich etwas mit der Thematik befassen. Aber irgendwann wird es klappen. Im Zweifel verschenkt man es. Wie gesagt, wenn jemand Freude an etwas hat, das mir zwar gut gedient hat, das ich aber nicht mehr benötige, freut es mich ebenfalls. So haben alle etwas davon.

Nacht ohne Morgen

Seit einiger Zeit habe ich den Newsletter von Löwenherz abonniert. Einer Buchhandlung in Wien, für Schwule und Lesben, wie sie auf ihrer Webseite schreiben. Sie empfehlen verschiedenste Bücher zu queeren Themen und ich blättere gerne im Sortiment und lasse mich für mein nächstes Lese-Abenteuer inspirieren. So bin ich auf das Buch Nacht ohne Morgen von Benoit d`Halluin gestoßen.

Es ist eine Geschichte, die von zwei Leben erzählt. Zwei Leben, die in Frankreich beginnen und deren Schicksal schließlich nach New York führt. Alexis wird von einem unbekannten auf einer Brücke angefahren und liegt im Koma. Er ist bei seiner Familie in Frankreich nicht geoutet. Sein Freund, Marc, verständigt seine Mutter. Sie kennen sich nicht. Doch im Laufe der Nach ohne Morgen müssen sie einander vertrauen.

Ich hatte zuerst die Befürchtung, dass es ein sehr schweres Buch wird. Vollgestopft mit Klischees oder zu viele ach so tragische Dialoge. Aber so ist das Buch in keinem Fall. Die Leben von Marc und Alexis werden abschnittsweise erzählt. Drei Zeitlinien wechseln sich in einem tänzelnden Tempo geschickt ab. Das, was aktuell mit Alexis passiert und sich zwischen seiner Mutter und Marc abspielt. Das Leben von Alexis und das Leben von Marc, die an unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Zeiten beginnen. Sich getrennt voneinander entwickeln, sie aber doch irgendwann zusammenführt.

Die Leichtigkeit, mit der der Autor Benoit d`Halluin es schafft, diese Zeitlinien abzuwechseln und jede mit ihrer eigenen Atmosphäre aufzuladen, ist erstaunlich. Es ist wahrlich kein einfaches Buch, doch die Grundstimmung, die immer wieder aufkommt, ist lebensbejahend. Voller Hoffnung und Abenteuerlust, Entdeckerdrang und dem Wunsch, es heute ein Stück besser zu machen als gestern. Besonders die ersten zwei Drittel des Buches, in denen das Erzähltempo sich schier zu überschlagen droht, doch man nie verloren ist, sind bemerkenswert.

Mit der Zeit nimmt das Tempo aber etwas ab und die Charaktere können immer mehr atmen und mehr von sich preisgeben. Hier habe ich dann gemerkt, wie fantastisch die Charaktere ausgearbeitet sind. Sie wirken echt, weil sie fehlbar sind. Ihre Entwicklung ist keine gerade Linie. Sie stolpern, fallen zurück in alte Muster, hadern, kämpfen, scheitern. Doch stets mit dem Drang es besser zu machen. Besser zu machen für den anderen Menschen in ihrem Leben, der ihnen so viel bedeutet.

Ebenso geschickt erzählt ist die Entwicklung zwischen Marc und Alexis Mutter Catherine. Sie haben sich noch nie gesehen. Kennen sich nicht. Die Familie weiß nicht einmal, dass Alexis schwul ist, geschweige denn eine Beziehung hat. Je mehr Einblicke sie bekommt, desto mehr merkt sie, wie fremd ihr eigener Sohn ihr geworden ist. An diesen Stellen habe ich die Einblicke in die Gedankengänge der Charaktere besonders geschätzt. Von voreiligen Schlüssen, die durch neue Entdeckungen revidiert werden müssen. Von Vorurteilen und Vorwürfen, die sich ob der eigenen Fehler, die man begangen hat, wieder in Luft auflösen.

Nacht ohne Morgen ist ein tolles Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Es feiert das Leben, das Entdecken und die Freude an den kleinen alltäglichen Dingen, die man für selbstverständlich nimmt. Doch das heißt nicht, dass es immer einfach ist, unbeschwert oder keine Herausforderungen hätte. Es feiert das Leben, gerade weil wir schwierige Zeiten durchleben, die stärker machen und von denen wir uns nicht unterkriegen lassen dürfen.

Ein Pfau im Auge

Letztens als ich es mir auf der Terrasse im Garten gemütlich machte, schwirrten überraschend viele Schmetterlinge an einem Strauch herum. Ich finde es immer wieder faszinierend, Insekten bei ihrem täglichen Treiben zuzusehen. Welche Verhaltensweisen sie haben und wie sie dabei vorgehen, Nahrung zu sammeln. Die Schmetterlinge waren sehr aktiv und sind um die Blüten herumgekrochen, als gäbe es keinen Morgen. Das war natürlich die perfekte Gelegenheit, ein paar hübsche Bilder von diesen faszinierenden Kreaturen zu machen.

Den Geist beruhigen

Die Krautreporter haben letztens einen Artikel veröffentlicht, der sich mit den Auswirkungen von Hitze beschäftigt. Dabei ging es sowohl um die physischen Auswirkungen, als auch darum, wie sich das alles auf unsere Psyche niederschlägt. Manche stecken das besser weg, andere vielleicht nicht so gut. Wie so vieles ist es individuell zu betrachten.

Aus den Beobachtungen der vergangenen Wochen habe ich mich in den Schilderungen durchaus wiedererkannt. Vor allem die Temperaturschwankungen, die es aktuell jeden Tag gibt, empfinde ich als mühsam. In der Früh hat es 12 bis 15 Grad, am Nachmittag 30. Dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das setzt zu. Macht alles anstrengender. Der Körper ist gestresster.

Aber jede*r hat eigene Methoden, mit Belastungen umzugehen. Was ich mir immer wieder vornehme und versuche zu machen, ist, von meinen Gewohnheiten abzuweichen. Die Versuchung, es sich einfach nur auf der Couch gemütlich zu machen und YouTube zu schauen oder ein Spiel anzuwerfen, ist sicherlich groß. Doch funktioniert das wirklich? Diese Dauerbeschallung von mehr oder weniger sinnvollen Inhalten? Oder hilft es am Ende gar nicht und man fühlt sich nur noch zermürbter.

Deshalb habe ich angefangen, wieder öfter am Abend zu lesen, statt etwas anzusehen. Bücher holen mich auf vielen Ebenen ab. Sie regen die Fantasie an. Immerhin muss ich mir die Welt, die sie beschreiben, vorstellen. Im besten Fall lösen sie eine Vielzahl an Gefühlen aus, bewegen mich. Sind es Fantasy oder Sci-Fi-Romane, entführen sie in eine Welt, die anders ist als unsere. Aber vor allem ist es die Konzentration auf die eine Sache, die den Geist beruhigt. Ein oder zwei Stunden zu lesen fühlen sich anders an, als die gleiche Zeit auf YouTube zu verbringen oder Serien zu schauen.

Mag trivial klingen, aber manchmal muss man sich die trivialen Dinge wieder ins Gedächtnis rufen. Vor allem, wenn man psychisch angeschlagen ist oder gerade keine gute Phase hat, sind die trivialen Dinge oft am einfachsten zu übersehen. Dann ist es wichtig, von den gewohnten Pfaden, von den alten Gewohnheiten, die sich genau dann wieder einzuschleichen versuchen, abzuweichen.

Zeit finden

Nachdem mich das Buch storytelling von Matthew Dicks ziemlich beeindruckt hat, wollte ich ebenso sein nächstes Sachbuch lesen. Immerhin hat er mich dazu inspiriert, diesen täglichen Blog hier zu starten und nach fast einem Jahr bin ich immer noch dabei; er hat mich ebenso motiviert, seine Homework for Life Strategie in meinen Alltag zu integrieren. Das nächste Buch trägt den Titel Someday is today (grob übersetzt: irgendwann ist heute) und beschäftigt sich mit Strategien und Methoden, kreative Arbeit besser in den Alltag zu integrieren.

Ich erschließe mir das Buch nur langsam und lasse mir bewusst Zeit damit. Ich mag es, bei gewissen Sachbüchern Kapitelweise vorzugehen und die Inhalte auf mich wirken zu lassen. Was bleibt hängen? Worüber denke ich später noch nach? Welche Methoden oder Ideen möchte ich versuchen? Das erste Kapitel beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema Zeit und wie man es schafft, jede Minute des Tages voll und ganz auszukosten; jede Sekunde zu nutzen.

Eine Herangehensweise, die er bereits in TED-Talks und dergleichen beworben hat, ist die des 100-jährigen Selbst. Denn im Alltag und direkt in einer Situation ist man nachvollziehbarer Weise sehr von den aktuellen Gefühlen geprägt, von den Einstellungen, der Motivation und eventuell einem Tunnelblick. Dieses Schema kann man aufbrechen, indem man die Entscheidungen, die man trifft, gegen sein 100-jähriges, zukünftiges Ich abwägt. Was würde mir diese Version von mir raten? Welche Entscheidungen sind, auf ein langes Leben umgemünzt, wirklich wichtig? Eine durchaus interessante Strategie, die ich ebenfalls versuche des Öfteren anzuwenden. Es rückt manches in eine andere Perspektive.

Dann dreht sich das restliche Kapitel darum, wie man Zeit gewinnt oder die Zeit, die wir im Alltag haben, am effektivsten nutzt. Da gibt es die Klassiker, wenn man so will. Von Social Media und YouTube hin zu Serien und Filmen schauen. Wie viel Zeit verschwenden wir damit und es ist das wirklich wert, wenn man es aus der Sicht des 100-jährigen Selbst betrachtet? Ist es wirklich wert, eine mittelmäßige Serie zum x-ten Mal zu schauen? Ist die neue Staffel oder der neue Film wirklich so interessant? Muss das YouTube-Video wirklich geschaut werden? Oder kann man die Zeit besser mit einem Buch verbringen? Oder einem kreativen Hobby nachzugehen?

Wie oft beschwert man sich darüber, dass man ja keine Zeit hätte, gleichzeitig aber stundenlang auf der Couch vor dem Fernseher sitzt? Natürlich kosten manche Aktivitäten Überwindung oder es ist nicht immer einfach, etwas Neues auszuprobieren. Doch genau an diesen Überwindungen wächst man. Jedes Mal aufs Neue. Wir haben alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung; 1440 Minuten; 86.400 Sekunden. Was ist uns wirklich wichtig, damit wir diese begrenzte Zeit so gut wie möglich verbringen, mit Dingen, die uns voranbringen, stärken und uns guttun?

Im Laufe des Kapitels beschäftigt sich Matthew Dicks mit sehr vielen Strategien, die er anwendet. Wenn er 10-Minuten auf seine Kinder warten muss, nutzt er diese zum Schreiben. Er zählt die Sekunden, die er zum Duschen benötigt, um nicht allzu lange damit Zeit zu verschwenden. Es geht um das Delegieren von Aufgaben; Routinen so effizient wie möglich zu gestalten. Manches davon geht mir zu weit oder wirkt schon fast obsessiv; getrieben von dem Gedanken, jede Minute jedes Tages auszuquetschen und das Maximale herauszuholen. Es ist ein extremer Ansatz, aber besonders weil es ein extremer Ansatz ist, ist er mir im Gedächtnis geblieben.

Ich denke darüber nach, beobachte mich dann selbst bei Dingen, die ich eigentlich gar nicht mehr interessant finde und stattdessen lieber einen Text schreibe. Oder ich lese ein Buch oder einen Comic; gehe spazieren, höre Podcasts oder mache andere Dinge, die mir viel mehr Freude bereiten. Erst hat es mich etwas gestört, dass er diese extremen Situationen auflistet. Aber er ist ein gutes, extremes Beispiel, das es nicht zu kopieren gilt, sondern als Inspiration dienen soll, wie man selbst die eigene, begrenzte Zeit auf dieser Welt besser nutzen, interessanter gestalten kann.

Buschige Bäume

Mittlerweile gibt es für den Bau von einem Diorama tolle kleine Sets von BlueBrixx. Was Klemmbausteine anbelangt, bin ich nicht sehr gut darin, mir eigene Konstruktionen auszudenken. Ich baue sehr gerne komplexe Sets, wie beispielsweise Burg Blaustein, aber selbst etwas in diesem Detailgrad zu entwerfen, da fehlt es mir am entsprechenden Talent. Das überlasse ich lieber anderen. Deshalb freut es mich umso mehr, ein paar dieser Sets für mein Diorama angeschafft zu haben, da sie das Ganze hervorragend abrunden.

Heute soll es um das Büsche und Sträucher Set gehen. Für gut 35 € bekommt man hier vier kleinere Bauten, die unterschiedliche Gegenden darstellen. Sei es ein Gebüsch, in dem es sich Wildschweine gemütlich gemacht haben oder ein kleiner Tümpel. Außerdem gibt es einen umgefallenen, überwucherten Baum und eine Ruine, die hinter Rosensträuchern versteckt ist. Der Bau an sich ist abwechslungsreich, man muss allerdings durchaus etwas Geduld mitbringen. Die vielen kleinen Teile machen es nicht immer zu den stabilsten Sets, aber wenn sie einmal stehen, sehen sie prächtig aus.

Den Apfelbaum habe ich in die Galerie unten ebenfalls noch mit reingeschmuggelt, da es sich nicht wirklich auszahlt, den in einem eigenen Blogpost vorzustellen. Alle, die gerne Klemmbausteine bauen, wissen, dass Bäume bauen nicht gerade das Freudigste ist, aber sie machen sich gut in einer Landschaft und gehören nun einmal dazu. Am Ende sieht auch der Apfelbaum hübsch aus und trägt auch schon die ersten Früchte.

Ode ans Bundle

Bundles sind etwas Tolles. Es gibt sie im digitalen Bereich für alles Mögliche. Sei es Software, Spiele, Bücher oder Comics, man bekommt fast alles irgendwann als Bundle angeboten und kann so etwas Geld sparen. Außerdem erspart man sich so oft zusätzlich die Mühe, die einzelnen Ressourcen zusammenzutragen. Das ist mir neulich wieder bewusst geworden, als ich ein Comic Bundle der Power Rangers Comics entdeckt habe.

Seit meiner exzessiven Comic-Phase behalte ich Humble Bundle immer im Blick, was interessante Deals anbelangt. So habe ich über die Jahre schon einige Bundles erworben. Ob ich die alle dann auch gelesen habe, steht auf einem anderen Blatt und soll hier nicht behandelt werden. Diese Art der Vergangenheitsbewältigung nehmen wir uns für ein anderes Mal vor. Wie dem auch sei, ich habe Warhammer Romane erstanden, Pride Specials, jede Menge Comics, Fantasy Reihen und vieles mehr.

Ich finde es ein tolles Konzept. Besonders bei Comics, wo jede Woche, jeden Monat so viele Neuerscheinungen veröffentlicht werden und Reihen über Jahre und Jahrzehnte laufen, sind solche Bundles sowohl für Leser*innen als auch Verlage interessant. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Power Rangers Comics von vor 5 Jahren noch sehr gut verkaufen. Eher verkauft sich der Beginn der neuen Ära noch sehr gut, aber der Rest vielleicht mittelmäßig.

Dazu muss man wissen, dass Boom!Studios die Rechte für Power Ranger Comics innehat und seit 2016 eine fortlaufende Geschichte erzählt. Lange Zeit habe ich diese jeden Monat verfolgt und war stets begeistert davon. Besonders die Anfänge, die von Kyle Higgins verantwortet wurde, war genial. Ich denke, dass er daraus auch die Inspiration für sein eigenes Universum geholt hat, dass mit Radiant Black seinen Anfang fand: das Massive-verse. Sowohl die Power Rangers Comics, als auch Radiant Black und die dazugehörigen Titel kann ich nur wärmsten Empfehlen.

Wie es aber manchmal so ist, habe ich mit der Zeit die Power Rangers aus den Augen verloren. Mal liegt eine Ausgabe etwas länger am iPad herum, dann ist man weiter im Rückstand, weiß schon nicht mehr, was passiert ist und verfolgt die Reihe schließlich gar nicht mehr. Doch besonders den weiteren Verlauf der Geschichte fand ich damals faszinierend. Boom!Studios hat sich nicht damit zufriedengegeben, typische Power Rangers Geschichten zu erzählen. Nein, sie haben einen gesamten Mythos und eine Historie aufgebaut, mit einer Tiefe und Vielschichtigkeit, die ich so nicht erwartet hatte.

Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, dass letztens auf HumbleBundle sämtliche Deluxe Editionen der Power Rangers Comics für nicht einmal 25 € zu haben waren. Vielleicht läuft der Deal sogar noch, wenn dieser Text erscheint. Man kann mit diesem Deal die vergangenen acht Jahre an Geschichten und Abenteuer nachholen, die Boom!Studios veröffentlicht hat. Außerdem gibt es Archiv Editionen von den noch älteren Power Rangers Comics. Ich bin sehr angetan davon und freue mich auf die Lektüre. So habe ich auch die Teenage Mutant Ninja Turtles Comics vom Verlag IDW erstanden, die ebenfalls noch auf meiner Leseliste stehen.

Bundles sind etwas Großartiges. Besonders jetzt, da ich Comics nicht mehr jede Woche kaufe und die Reihen kaum mehr monatlich verfolge, sind Bundles eine tolle Alternative, um meine digitale Sammlung am aktuellen Stand zu halten. Leider haben Marvel und DC noch nicht den Reiz von solchen Deals entdeckt. Sie haben zwar ihre jeweiligen digitalen Unlimited Angebote, wo man für einen monatlichen Preis auf ihre gesamte Bibliothek zugreifen kann, doch Bundles wären sicherlich eine tolle Ergänzung. Besonders, wenn man nur spezifische Charaktere verfolgt oder gewisse größere übergreifende Geschichten lesen will. Indie-Verlage haben schon lange den Reiz und den Vorteil solcher Bundles entdeckt. Ich bin immer wieder begeistert, was man dort so alles findet.

Wenn man das Bundle dann erst einmal erstanden hat, wie eben die vergangenen acht Jahre an Power Rangers Comics, ist die einzige Herausforderung, die bleibt, all diese Dateien in die richtige Reihenfolge zu bekommen. Aber zum Glück gibt es genug Webseiten und Reddit-Diskussionen, die sich genau damit auseinandersetzen und aushelfen. Es greifen hier so viele Themen ineinander, ergänzen sich, und ich bin immer wieder begeistert.

Der mit dem Wolf tanzt

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder im Zoo in Hellbrunn. Im August haben sie abends immer etwas länger geöffnet, sodass man die Tiere am in der Dämmerung bewundern kann. Ich war mit den Eltern dort und zur Abwechslung habe ich mal den Eintritt gezahlt. So ändern sich die Zeiten. Aber es war eine großartige Idee, die Zeit noch zu nutzen, solange der Zoo länger geöffnet hat. Und ein vielleicht etwas zu warmer Samstagabend eignet sich da perfekt. Auch wenn es im Zoo dann erstaunlich schwül war.

Es war eine tolle Stimmung, vor allem als langsam die Sonne hinterm Horizont verschwand und es immer dunkler wurde. Es waren noch erstaunlich viele Menschen unterwegs, aber das Angebot kommt sicher gut an. Außerdem sind noch Ferien, insofern ist der Zoo um diese Zeit immer noch ein tolles Ausflugsziel.

Dieses Mal hat man überraschenderweise die Raubkatzen einwandfrei gesehen. Ich war schon lange nicht mehr im Zoo, hatte aber in Erinnerung, dass man diese immer nur aus der Ferne bestaunen könnte. Doch dieses Mal sind sie durchaus nahe an den Zaun herangekommen. Manche haben sogar Nachwuchs bekommen, denen man beim Spielen zuschauen konnte. Einer der schönsten Kreaturen war aber der Mähnenwolf. Er zählt zu den größten Wildhunden und ist ein erstaunliches Wesen. Schönes Fell, sieht beinahe kuschelig aus, strahlt aber doch eine imposante Aura des Respekts aus, den man haben sollte.

Ebenso beeindruckend waren die weißen Wölfe, die vor allem im Dunklen, leicht angestrahlt von einem Scheinwerfer, ihr Revier gut im Blick hatten. Im Finstern konnte man schließlich noch ein paar Tiere beim Schlafen beobachten. Unter anderem den Bären, aber auch einen Otter. Das große Becken, in dem normalerweise die Otter unterwegs sind, war erstaunlich leer. Sie können sich wohl gut verstecken. Im Haus drinnen allerdings, wenn man genau hingesehen hat, konnte man einen Otter beim Schlafen beobachten. Ganz entspannt, allein und in Ruhe, machte er sich in dem kleinen, abgeschiedenen Raum gemütlich. Wie der Kater zu Hause, lag er halb auf dem Rücken da, die Pfoten angezogen und schlief. Ich konnte natürlich nicht umhin und einen kleinen Plüsch-Otter mit nach Hause nehmen.

Magische Anrufungen

Nachdem mich sowohl Stellar Blade als auch Spirit of the North herbe enttäuscht hatten, legte ich eine kleine Spiele-Pause ein. Ich freute mich eigentlich auf Black Myth: Wukong, doch das schaue ich lieber als Let’s Play an, als es selbst zu spielen. Ansonsten hat gerade nichts wirklich mein Interesse geweckt. Lies of P werde ich nochmal angehen, sobald der Release des DLC feststeht und ich mich darauf vorbereiten kann / will. Also habe ich mich erneut in Elden Ring vertieft.

Das schöne ist, dass ich parallel dazu das erste Let’s Play von Jokerface schaue. So habe ich nochmal die initialen Reaktionen, wenn man neue Gebiete entdeckt und die Welt erkundet. Sei es die lange Aufzugfahrt in die Untiefen von Siofra, das Design und die Architektur von Stormveil-Castle oder aber der erste Blick auf Liurnia. Elden Ring ist voller großartiger visueller Eindrücke und hat eine Wucht, die ihresgleichen sucht. Außerdem will ich das DLC nochmal spielen und allein der Weg dorthin nimmt 70 Stunden in Anspruch.

Der Kniff ist allerdings, dass ich zwei Speicherstände parallel hochziehen möchte. Der eine, mit dem ich angefangen habe, ist eine Art Magier. Das heißt, ich konzentriere mich auf die Charakter-Attribute Faith und Arcane. Viele Waffen, Anrufungen und dergleichen, die man im DLC findet, benötigen diese Attribute, um sie ordentlich führen zu können; von daher ist das sicher nochmal interessanter, wenn ich dorthin komme.

Der zweite Speicherstand ist schon etwas älter. Es handelt sich nämlich um meinen allerersten Speicherstand und meinen allerersten Versuch, Elden Ring zu spielen. Damals habe ich frustriert aufgehört. Erst später durch den Einsteigerguide vom oben genannten YouTuber bin ich so richtig in Elden Ring reingekommen und habe die Freude sowie die Magie des Spiels entdeckt. Es sind nur wenige Stunden in dem Spielstand vorhanden, deshalb bin ich gespannt, was die aktuelle Ausrüstung ist und welche Attribute ich gelevelt habe. Ich will es aber nicht auf mir sitzen lassen, diesen Speicherstand unfertig auf der Xbox liegen zu haben. Das spornt mich an.

Nachdem ich nun ein paar Wochen pausiert habe und das Spiel wieder von vorne beginne, macht es Laune, sich erneut in diese Welt zu stürzen. Es ist ein tolles, fesselndes Spiel. Aber ich stresse mich jetzt nicht durch die Dungeons und Katakomben, Bosse und Gegner-Horden. Jeden Tag ein Stündchen oder manchmal auch mehr reicht vollkommen aus. Stetiger Fortschritte eben. Elden Ring ist ein Spiel, das man genießen muss, denn Durchhetzen ist nicht. Von daher wird das durchaus ein längeres Unterfangen. Und wenn zwischendurch Lies of P reingrätscht, ist mir das nur recht.

Pass pro Foto

Beim Buchen des Islandurlaubs für nächstes Jahr habe ich bemerkt, dass mein Reisepass genau einen Monat davor abläuft. Alle zehn Jahre sind Personalausweis und Reisepass zu tauschen. Normalerweise braucht man in Österreich nicht unbedingt einen Personalausweis, aber ich mag die kleine Größe und man hat ihn einfach immer dabei. Das Lästigste am Pass beantragen, sind wohl die Passbilder. Ich würde eigentlich erwarten, dass diese beim Beantragen der Pässe auf der Gemeinde oder im Rathaus gemacht würden. Da wäre nicht viel dabei. Außerdem sind die Pässe an sich schon teuer genug, da sollte man nicht auch noch für Passbilder extra bezahlen müssen.

Das Erstellen der aktuellen Bilder war eine etwas surreale Erfahrung. Der Laden, wo man das üblicherweise in Oberndorf am besten und schnellsten erledigen kann, ist vor Kurzem umgezogen. Der neue Standort ist etwas fragwürdig. Weiter weg vom eigentlichen Zentrum und etwas abgelegen würde ich sagen. Zudem ist das Geschäft an sich nicht gerade das einladendste. Einfach nur eine riesige Fläche mit diversen Tischen, wo man sich für Brillen und sonstige Dinge beraten lassen kann und dazwischen stehen Regale mit den restlichen Produkten.

Ich habe nichts gegen große, offene Ladenflächen, aber diese wollen gut gestaltet sein. Die besten solcher Läden haben ein gewisses Konzept und man findet sich recht schnell zurecht. Die Regale führen einen durch das Geschäft und können gleichzeitig als Raumteiler gelten, sodass es nicht so offen und leer wirkt. Doch hier steht man etwas orientierungslos in der Gegend herum, bis jemand Zeit hat, sich einem anzunehmen.

Auch das Machen der Passbilder selbst war nicht optimal. Kaum hatte ich auf dem entsprechenden Stuhl Platz genommen, waren die Bilder auch schon geschossen. Kurz kontrolliert, ausgedruckt und ich war gut 20 € ärmer. Die Bilder sind nicht schlecht, aber zumindest ein paar Minuten hätte man sich Zeit lassen können. Eine alles in allem unterwältigende Erfahrung. Aber ich habe meine Bilder und zum Ende des Jahres hin werde ich die neuen Pässe beantragen. Hoffentlich wird das eine etwas bessere Erfahrung.