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Mohneis

Am Wochenende wurde es Zeit, mal eine neue Weinbar zu testen. Nachdem wir zuerst in der Stein-Bar und dann im Stieglkeller die Aussicht auf die Stadt genossen und uns beim Hinterbrühl mit leckeren Speisen verköstigten, führte uns der Weg zurück zur Steingasse. In dieser unscheinbaren Gasse in Salzburg gibt es diverse kleinere Lokalitäten, die allesamt ihren eigenen Charme haben. Aber irgendwo muss man ja anfangen und so wurde es das unscheinbare Köchelverzeichnis.

Eine kleine Weinbar, mit nur wenigen Sitzplätzen und betrieben von einem sympathischen, jungen Mann, der weiß, was er tut. Das Köchelverzeichnis hat nur drei Tage pro Woche offen und dann auch nur 6 Stunden am Abend. Es gibt, so wie wir das bei diesem ersten Besuch feststellen konnten, nur ein Menü pro Abend. Gegessen haben wir allerdings noch nicht dort, das behalten wir uns für das nächste Mal auf. Doch die Weine waren gut und es war eine tolle erste Erfahrung dort.

Besonders charmant an dem Lokal sind die Sitzplätze draußen. Der Eingang befindet sich auf halber Höhe. Eine kleine Treppe führt dort hinauf. Links neben der Treppe geht es steil den Kapuzinerberg hoch und rechts steht eine breite, brusthohe Mauer. Eine sehr interessante und unscheinbare Bar. Gesessen sind wir am Fuß des Aufgangs, von wo aus man wunderbar Leute beobachten kann. Zwar macht die Steingasse den Anschein, dass sich nicht so viele Menschen dorthin verirren, besonders Touristen, doch es ist stets ein kleines Treiben vorhanden. Von unserem Platz aus hatten wir ebenso eine gute Sicht auf das ehemalige Freudenhaus, das jetzt allerdings leer steht und deutlich heruntergekommen ist.

Nachdem ein guter Wein genossen war, wurde es Zeit für den Weg nach Hause. Wir brachen uns frühzeitig auf, so war noch Gelegenheit sich auf dem Weg mit Eis zu versorgen. Auf Empfehlung von Freund J. hin entschied ich mich, neben Haselnuss, für Mohneis. Mohneis hatte ich noch nie gekostet – aber man muss ja schließlich immer wieder Neues testen. Ich war sehr angetan und kann es nur empfehlen. Ein wunderbarer Abschluss, eines tollen Nachmittags, in einer großartigen Stadt.

Der Bergfried in neuem Glanz

Vor ein paar Wochen habe ich darüber berichtet, wie ich an meiner ersten eigenen Erweiterung für Burg Blaustein gearbeitet habe (Eine eigene Burgerweiterung). Mit dem schlussendlichen Ergebnis war ich an sich zwar ganz zufrieden, jedoch störte es mich, dass die Fenster so anders aussahen, als die original designten. Das lag schlicht daran, dass ich die entsprechenden Teile nicht hatte. Da ich ohnehin ein paar Sachen für mein Mittelalter-Diorama benötigte, bestellte ich die Teile also mit und baute den Turm um.

Beim zweiten Mal ging die ganze Sache schon leichter von der Hand. Ich kümmerte mich nicht mehr allzu sehr darum, es perfekt zu machen. Ich wollte es ausreichend hübsch haben und dass es zum Rest des Turmes passt. Dabei habe ich darauf geachtet, die ganzen Schichten plates, die man zuvor deutlich gesehen hat, zu reduzieren und die Abwechslung bei den verwendeten Steinen zufällig zu halten.

Es sieht sehr viel besser und konsistenter aus als die erste Version des Bergfrieds. Ich mag es auch, dass die Fenster etwas breiter sind als die im unteren Stock. Dadurch, dass ich pro Seite nur ein Fenster verbaut habe, passt es recht gut ins Gesamtbild und füllt gewissermaßen die Lücke zwischen den kleineren Fenstern aus. Außerdem passen die Proportionen der Burg nun ebenfalls wieder, da der Bergfried deutlicher über den Saalbau hinaus ragt. Das hat mir noch gefehlt. So wirkt die Burg weniger gedrängt. Es ist einfach ein fantastisches Bauwerk.

Mittagessen to go

Lange Zeit habe ich mir zum Mittagessen ins Büro ein Joghurt mitgenommen. Dieses war garniert mit Nüssen, etwas Obst, Leinsamen und hat mir lange Zeit eigentlich gut geschmeckt. Das Frühstück bestand aus Obst und ebenfalls Nüssen. Doch in den vergangenen Wochen habe ich gemerkt, dass mir das nicht guttut oder mir langweilig geworden ist. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Voraussetzung war nur, dass es etwas Leichtes sein sollte. Am besten mit viel Obst oder Gemüse.

Also habe ich mir eine Salat-Bowl zum Mitnehmen bei Amazon bestellt. Dieses besteht aus einer größeren Schüssel, einem Einsatz und einem gut verschließbaren Deckel. In den unteren Teil der Schüssel kommt der Salat und das zusätzliche Gemüse, wie Tomaten, Gurken, Paprika und so weiter. Der Einsatz ist unterteilt in vier Bereiche. Drei davon sind vorgesehen für etwaige Salatbeigaben, die aber erst später rein sollen, damit dieser nicht labbrig wird. Das nutze ich meist für Feta, Thunfisch, Saatenmischung, Eier oder andere Dinge, die sich gut in einem Salat machen. In der Mitte des Einsatzes ist schließlich noch ein separates Gefäß für das Dressing, das sich eigens verschließen lässt.

Ich nutze das Ding jetzt seit einer Woche und bin wirklich begeistert. Zwar bedarf es nun etwas mehr Vorbereitung am Abend, aber das ist in Ordnung. Als Frühstück dient nun eine Portion Overnight-Oats. Zubereitet aus Haferflocken, einem Esslöffel Chiasamen, Mandelmilch, etwas Joghurt und Zimt. Vielleicht etwas Obst, muss aber nicht sein. Diese Kombination aus den Haferflocken am Morgen und dem Salat zu Mittag bringt mich gut über den Tag. Es ist zwar mehr, als ich vorher gegessen habe, dafür esse ich am Abend etwas weniger.

Vor allem mag ich die Abwechslung, die mir der Salat ermöglicht, da man hier der Fantasie gewissermaßen freien Lauf lassen kann. Die Kombinationsmöglichkeiten sind endlos und wenn man sich etwas am saisonalen Gemüse orientiert, wechselt man zwangsweise über die Monate die Zutaten. Essen ist etwas fundamental wichtiges und muss funktionieren. Leider ist das in der Arbeit aktuell nicht der Fall, aber ich bin durchaus in der Lage, mich selbst zu versorgen.

Da ist eine Bowl-to-go und Overnight-Oats genau das Richtige. Und allein schon die Möglichkeiten beim Dressing des Salates. Wirklich toll und ich freue mich über die nächsten Wochen noch weitere Dinge auszuprobieren. Auch bei den Overnight-Oats gibt es Verschiedenes zum Testen.

Fliegengitter

Einmal im Jahr wechsle ich die Fliegengitter der Fenster. Es sind nicht viele, ich habe nur drei Fenster – der Vorteil einer Dachgeschosswohnung, die hauptsächlich aus drei großen Räumen besteht. Dieses Jahr bin ich damit schon sehr spät dran. Normalerweise mache ich das im Frühling. Jetzt wurde es aber Zeit, da sich das Fliegengitter im Wohnzimmer schon halb gelöst hat und das im Schlafzimmer Löcher hatte. Keine idealen Voraussetzungen für eine gute Insektenabwehr. Vor allem, weil sich Wespen an einer Ecke des Daches eingenistet haben und das nicht unweit meines Schlafzimmers ist.

Diese Woche bin ich nach der Arbeit weiter spaziert in Richtung Lagerhaus, in der Hoffnung, sie haben noch welche da. Scheinbar gehen Fliegengitter aktuell ständig über die Ladentheke. Kein Wunder, bei der Wespenplage. Aber es waren noch genug vorrätig. Üblicherweise nehme ich die schwarzen Gitter. Diese sind zum Rausschauen einfach besser. Doch ich wollte mal wieder auch ein weißes testen, da ich nicht mehr genau wusste, wie sich das macht. Also habe ich ein weißes für das Küchenfenster mitgenommen.

Zu Hause habe ich dann erstmal eine kurze Trainingsession abgehalten. Nichts Aufregendes, nur etwas Krafttraining und Yoga. Ich hatte eigentlich nicht vor, die Gitter an dem Tag noch auszutauschen. Doch das im Schlafzimmer hat mich schon sehr gestört und auch das im Wohnzimmer sah alles andere als optimal aus. Also habe ich mal mit einem angefangen. Altes Gitter raus, Fensterrahmen geputzt, Fenster geputzt, neuen Klebestreifen rein, während dieser festkleben kann, sozusagen, das Schlafzimmer aufgeräumt und gesaugt, neues Gitter rein. Dauerte eigentlich nicht allzu lange.

Ergebnis des Unterfangens: über zweieinhalb Stunden später waren alle Fliegengitter gewechselt, die Fenster sauber und die Wohnung von oben bis unten geputzt. Um Viertel vor acht saß ich dann endlich mit einem guten Abendessen auf der Couch und genoss meinen Feierabend. Aber es hat sich ausgezahlt, es gleich zu erledigen. Das hatte ich in letzter Zeit schon öfter, dass eine kleine Aktion zu immer größeren führt. Aber ich mag das. Klein anfangen und sich dann zu größeren Dingen hocharbeiten. Das kann man auf alle möglichen Bereiche des Lebens anwenden, lässt sich auf viele Situationen übertragen. Auch auf das Wechseln von Fliegengittern.

Das weiße Gitter ist übrigens noch etwas gewöhnungsbedürftig. Es sieht nicht schlecht aus und macht sich durchaus gut in der Küche, aber im Wohnzimmer oder Schlafzimmer hätte ich es nicht gewollt. Bis zum nächsten Wechsel lasse ich es auf jeden Fall drin. Es ist mal wieder etwas Neues, Ungewohntes.

Kinkes Fundstück

Heute habe ich eine Leseempfehlung, die ich unbedingt teilen wollte. In vielen Städten waren und sind aktuell Prides und natürlich gibt es genug Diskussionen darum. Aber ein Thema habe ich nie wirklich verstanden: warum man zwar eine Pride abhalten möchte, die queeres Leben feiert, aber dann innerhalb der Community darüber diskutiert wird, eine bestimmte Sub-Gruppe davon auszuschließen ist? Es geht natürlich um Pet- und Puppy-Play. Der Text von Jeff Mannes auf queer.de (eine Seite, die ich sowieso empfehlen kann) fasst das Thema hervorragend zusammen und arbeitet wunderbar die Hintergründe und vor allem Missverständnisse mit dem Thema auf.

Was mich erst den Text lesen machte, ist der Verweis auf die seelische und psychische Gesundheit der Kinder. Auch das wird im Text von Jeff Mannes diskutiert. Besonders schön finde ich den Hinweis, dass wir als Erwachsene das Geschehen auf einer Pride natürlich auch mit den Augen eines Erwachsenen beurteilen. Kinder sehen die Welt anders. Das muss man immer mitdenken. Kinder werden oft als Vorwand genommen, warum man dieses oder jenes verbieten sollte.

Ein Beispiel, das mir dazu gleich eingefallen ist, sind natürlich Comics. Ich habe mich jahrelang intensiv mit dem Thema beschäftigt. Und als Fan von Comics kommt man früher oder später an der Comics Code Authority nicht vorbei. Dabei handelt es sich um eine 1954 ins Leben gerufene Selbstkontrolle der Verlage. Sehr stark verkürzt dargestellt: Es gab in den Vereinigten Staaten einen Protest besonders gegen Horror- und Crime-Comics, also jedwede Geschichten, in denen Monster, Kriminalität oder sonstiges dargestellt wurde.

Besonderen Einfluss auf das Thema hatte Fredric Wertham auf diese Bewegung. In seinem nicht gerade subtil betitelten Buch Seduction of the Innocent (Verführung der Unschuldigen) erhob er an den Haaren herbei gezogene Vorwürfe gegen Comics. Unter anderem postulierte er einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Comics und verübten Straftaten und unterstellte den Verlagen, mit dem Teufel verbündet zu sein. Also alles wissenschaftlich fundierte Belege.

Um einem Verbot zu entgehen, haben sich die Verlage schließlich einer Selbstkontrolle unterworfen. Ich kann nur empfehlen, dem Thema mal etwas hinterher zu recherchieren. Wenn man sich aus heutiger Sicht die Einschränkungen und alles, was mit dem Comics Code einherging, durchliest, kann man nur die Hände über dem zusammenschlagen. Der Wikipedia-Artikel ist ein guter Anfang, aber nur die Spitze des Eisbergs.

Jedenfalls wurden damals ebenfalls Kinder als Grund vorgeschoben, etwas zu verbieten, was eigentlich nur Menschen mit einer beschränkten Weltsicht gestört hat. Genauso dienen sie heute noch oft als Vorwand. Der Text  Kink ist Pride – und Kinder sollen das sehen! stellt das wunderbar dar, erklärt Hintergründe, steigt etwas tiefer ein und diskutiert auch andere Aspekte des Themas. Mehr, als es wahrscheinlich diejenigen tun, die Dinge verbieten wollen, weil es sie stört. Viel Spaß bei der Lektüre.

Ein außergewöhnliches Ende – The Umbrella Academy

Zwei Jahre ist das Finale der dritten Staffel von The Umbrella Academy her. Zwei Jahre mussten wir auf die vierte und leider letzte Staffel warten. In sechs Episoden können wir den Hargreeves noch einmal bei ihren Abenteuern zusehen und mitfiebern. The Umbrella Academy hat mich mit der ersten Staffel, die 2019 auf Netflix erschien, überrascht. Ich kannte und kenne die Comics nicht, weiß nur, dass sie hochgelobt werden. Doch mit dem, was The Umbrella Academy zu bieten hatte, habe ich nicht gerechnet.

Es ist nicht nur ein actionreiches Spektakel. Nein, es gibt viele schöne Momente zwischen den Charakteren. Doch was ist The Umbrella Academy überhaupt? Sir Reginald Hargreeves hat 1989 mit einem außergewöhnlichen Experiment dafür gesorgt, dass 43 Kinder spontan auf die Welt kommen. Frauen, die zuvor am Morgen noch nicht schwanger waren, bekamen spontan Kinder. Diese Kinder sollten jeweils spezielle Fähigkeiten haben. Da dies ein weltweites Phänomen ist, war es für Sir Reginald Hargreeves nicht so leicht, diese Kinder aufzuspüren und in seine Obhut zu bringen. Sieben treibt er auf.

Die Kinder wuchsen bei ihm auf, lernten unter teils fragwürdigen Bedingungen ihre Superkräfte kennen und erledigten Missionen für den exzentrischen Milliardär. In der ersten Staffel begegnen wir den Erwachsenen Versionen dieser Kinder und verfolgen sie bei ihren Abenteuern. Der Twist ist, dass es sich meist um das Ende der Welt dreht, das irgendwie verhindert werden muss und meistens ist einer der sieben Geschwister schuld am Ende der Welt ist – sei es direkt oder indirekt. Es kommen parallele Welten vor, Zeitreisen, Multiversen und noch vieles mehr.

Doch all das wird auf eine selbstironische, unterhaltsame Art erzählt, die Freude macht beim Zuschauen. Die Serie nimmt sich selbst nicht allzu ernst, doch sie schafft es stets trotzdem intime, gefühlvolle Szenen umzusetzen. Jeder einzelne Charakter ist ausgearbeitet. Die Schauspieler*innen sind durch die Bank fantastisch. Die Geschwister werden porträtiert von Elliot Page, Tom Hopper, David Castañeda, Emmy Raver-Lampman, Robert Sheehan und Aidan Gallagher. Immer wieder entstehen wunderbare Szenen zwischen den Charakteren, die zu viele sind, um sie hier alle gesondert hervorzuheben.

Zwar zählt die finale, vierte Staffel nur sechs Episoden, trotzdem kommen diese wertvollen Szenen immer wieder vor. Es sind dicht gepackt Episoden, in denen sehr viel Geschichte erzählt wird und manchmal könnte man meinen, dass es etwas gehetzt wirkt. Doch dann kommen Sequenzen, die einen Gang herunterschalten und sich Zeit lassen. Zeit lassen, um einen kleinen Ausschnitt en détail zu erzählen und den Charakteren Luft zum Atmen zu geben. Allen voran fällt mir hier natürlich die Sequenz zwischen Five und Lila in der multidimensionalen U-Bahn ein – if you know, you know. Auch das Finale selbst kann tatsächlich überzeugen und ist für mich ein schlüssiges Ende der Serie.

Mich würde es natürlich sehr reizen, jetzt die Comics zu lesen und zu sehen, wo die Unterschiede zur Serie liegen. Doch sind mir die Charaktere in der Form und Darstellung der Schauspieler*innen durchaus ans Herz gewachsen. Der Comic hat da natürlich eine ganz andere Version oder Interpretation. Aber einen Blick riskiere ich auf jeden Fall; ich möchte ja wissen, wo die Serie herkommt.

The Umbrella Academy war ein tolles Abenteuer und eine der wenigen originellen Superhelden-Serien, die man aktuell findet. Kein großes Franchise oder Spin-off oder potenzielles Cinematic Universe oder sonst etwas. Ein erfolgreicher Indie-Comic umgesetzt als Serie, die den richtigen Fokus setzt und sich auf die Charaktere konzentriert. Schade, dass es nur vier Staffeln waren. Aber schön, dass wir diese bekommen haben.

Snoopy im Wohnzimmer

BlueBrixx hat seit einiger Zeit eine Peanuts-Lizenz. Dazu sind in den vergangenen Wochen immer mal wieder Sets rausgekommen. Ich schätze die Peanuts sehr. Zwar habe ich sie weder regelmäßig gelesen noch geschaut, aber immer mal wieder tauchen sie in meinem Leben auf. Sei es, dass ich mir einen Comic kaufe oder aus einem meiner Bücherregale einen herausnehme. Sei es, dass ich auf Apple TV+ die tollen Animationsserien rund um die Peanuts schaue. Oder aber auch, dass ich mir den Kinofilm anschaue, der nun schon wieder einige Jahre her ist.

Es ist sehr erstaunlich, wie langlebig und vor allem wie zeitlos diese Geschichten und Charaktere sind. Von einfacherer Unterhaltung bis zu tiefgründigen Themen findet man dort wirklich alles. Deshalb konnte ich nicht umhin, mir ein paar der erstaunlich günstigen Sets mitzubestellen, als ich mir Sets für mein Mittelalter-Diorama herausgesucht habe. Es sind immer nur ein paar Teile, aber mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Ich werde diese nach und nach vorstellen.

Heute gibt es Snoopy im Wohnzimmer. Besonders nett finde ich, dass als Hintergrund eine gedruckte Karte verwendet wird, die auf der Rückseite bedruckt und nummeriert ist. So trägt dieses Set die Nummer 4, ist also das 4. Set aus der Reihe. Ob ich die Serie mit der Zeit vervollständige? Wir werden sehen.

Urlaubsplanung

Nächstes Jahr geht es nach Island. Urlaubsplanung finde ich persönlich immer schwierig, vor allem wenn viele Menschen beteiligt sind. Es kommen dann zu viele verschiedene Vorstellungen zusammen. Jede*r hat einen eigenen Tagesrhythmus und eine eigene Idee, wie so ein Urlaub ablaufen soll. Drei Personen, wie vor ein paar Jahren bei einem Roadtrip durch Frankreich, finde ich perfekt. Man ist sich schnell einig, was man machen möchte und wohin man geht.

Deshalb freue ich mich, dass wir bei Island zu zweit sind und mit einer sehr ähnlichen Vorstellung in den Urlaub gehen. Da doch einige Sachen im Vorhinein zu buchen waren, wie Flug, Mietauto und zwei Hotelübernachtungen in Reykjavik, haben wir das von einem Reisebüro machen lassen. Das letzte Mal, als ich einen Fuß in ein Reisebüro gesetzt hatte, ist schon lange her. Aber ich hatte bisher nur gute Erfahrungen gemacht, so auch dieses Mal.

Nach dem ersten Besuch gab uns die nette Mitarbeiterin ein paar Kataloge mit, die wir durchforstet haben. Diese Pauschalreisen anzusehen und ein paar Berichte zu lesen, geben einen wunderbaren Eindruck dessen, was einen erwartet. So kann man für sich schnell feststellen, was einem zusagt und was man eher nicht möchte. Deshalb haben wir auch nur die erste und letzte Nacht in Reykjavik gebucht, den Rest machen wir spontan vor Ort. Was wir am Ende dann gebucht haben, war preislich in einem guten Rahmen und lag sogar etwas unterhalb unseres berechneten Budgets.

So bleibt nun etwas mehr Geld übrig für die noch notwendigen Besorgungen: ein Feldbett und ein guter Schlafsack. Letzterer sollte den doch recht kühlen Nächten in Island standhalten und einen warm halten. Immerhin wollen wir die meiste Zeit über campen und einen richtigen Abenteuerurlaub verbringen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Land, die Umgebung und wie der Urlaub so ablaufen wird. Ein klein wenig konnte ich entsprechende Erfahrungen schon sammeln, als ich vor Jahren einmal in Irland und dann in Schottland unterwegs war. Island ist jedoch ein komplett eigenes Pflaster.

So bleibt, nachdem jetzt die essenziellen Dinge gebucht sind, noch mehr als genug Zeit, sich etwas mit dem Land zu beschäftigen. Vor allem das herauszusuchen, was wir uns wirklich ansehen wollen. Ein paar Eckpunkte zu haben, ist schließlich nicht schlecht. Bis dahin will ich mich außerdem etwas mit der Geschichte des Landes beschäftigen. Immerhin hat es mir seit Längerem das Mittelalter angetan, da ist es nicht mehr allzu weit weg, sich mit anderen Epochen europäischer Geschichte auseinanderzusetzen.

Gefährliche Verharmlosung

Ich habe schon des Öfteren über Alkoholkonsum geschrieben (zum Beispiel hier: Gesellschaftlicher Alkoholkonsum). Heute geht es mir um eine Podcast-Empfehlung zu dem Thema. Eine Episode, die ich so nicht erwartet hatte und die mich offen gestanden etwas kalt erwischt hat. Es ist ein äußerst offenes Gespräch und ich bin sehr froh, es gehört zu haben. Darin unterhalten sich Jochen Gebauer und Nathalie Stüben über Alkoholkonsum und wie sehr diese Droge in der Gesellschaft verankert ist, sowie über ihre persönlichen Geschichten.

Besonders Jochen, dessen Podcast es ist, in dem sie sich unterhalten, liefert erstaunlich private Einblicke in seine Vergangenheit. Es ist ein verletzliches, aber durchaus unterhaltendes Gespräch. Jochen hat Nathalie Stüben eingeladen, um das Gespräch zu moderieren, da sie nicht nur Bücher zum Thema geschrieben hat, sondern ebenfalls einen Podcast betreibt.

The Pod ist normalerweise ein Spiele-Podcast. Doch so richtig hat es mir der Podcast angetan, durch Metagespräche. Auch darüber habe ich bereits des Öfteren geschrieben (Erfahrungspunkte und Diskussionskultur). Ich mag es einfach, wenn man den Menschen in diesen Diskussionen anmerkt, dass sie nicht nur eine Leidenschaft für das Thema haben, sich vorbereitet haben und auskennen, sondern wenn es auf einer persönlichen Ebene ebenso funktioniert. Wer Podcasts hört, kennt das wahrscheinlich. Deshalb freut es mich jedes Mal, wenn man kleine Schnipsel aus dem Privatleben mitbekommt; es rundet das Podcast-Erlebnis ab, wenn man so will.

Jedenfalls geht es in dem Gespräch um Jochens Vergangenheit mit Alkohol und wie es nicht nur ihn, sondern auch seine Mitmenschen beeinflusst hat. Besonders die Verharmlosung spielt dabei immer wieder eine Rolle, die ich selbst ebenfalls in Gesprächen mitbekomme. Beispielsweise, als letztens die neuesten Zahlen des Konsumierten reinen Alkohols in Österreich und Europa veröffentlicht wurden. Schnell drehte sich die Diskussion dahin, die Zahlen zu relativieren und man selbst würde ja gar nicht so oft trinken und nicht so regelmäßig und so weiter. Man steht oft sprachlos und kopfschüttelnd solchen Gesprächen gegenüber.

Das Gespräch zwischen Nathalie und Jochen kann ich jedem und jeder nur herzlichst empfehlen. Vielleicht kann man sich etwas für sich selbst mitnehmen.

Ironischerweise heißt der Podcast
Auf ein Bier – Runde #489.5: Die Sache mit dem Alkohol (ft. Nathalie Stüben)