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Gaming Controller IV

Das hier ist hoffentlich mein letzter Eintrag bzgl. Gaming Controller; zumindest vorerst. Wer die Odyssee nachlesen will, findet die Texte an folgenden Stellen: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Vor zwei Wochen habe ich meinen eingeschickten Xbox Elite 2 Core Controller wieder zurückbekommen. Wobei der Umstand des Erhalts etwas seltsam ist. An einem Mittwoch frühmorgens habe ich eine E-Mail bekommen, dass der Controller im Service-Center angekommen sei. Dieser würde nun geprüft und ich bekomme Bescheid, wenn er wieder auf dem Weg zurück ist. Da war ich guter Dinge und rechnete damit, dass dies ein paar Tage dauern wird. Immerhin ist mein Service-Auftrag sicherlich nicht der Einzige und es wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis sie sich meinem widmen können. Alles kein Problem, ich habe mir ja Ersatz besorgt.

Jedoch erhalte ich am Nachmittag desselben Mittwochs eine weitere E-Mail, dass mein Controller angesehen und geprüft wurde. Sie schicken ihn sogleich wieder an mich zurück. Nicht einmal 12 Stunden nach Erhalt schicken sie den Controller schon wieder zurück? Ohne irgendwelche Informationen, was unternommen wurde? War für mich so weit auch noch okay, weil ich davon ausging, dass sie ihn einfach ausgetauscht haben, ohne sich ihn anzusehen. Zwei Tage später kam das Paket an.

In dem Mittelgroßen, braunen, unscheinbaren Paket war sehr viel Luftposterfolie und mein Controller. Sonst nichts. Kein Zettel, kein Prüfbericht – gar nichts. Ich kontrolliere die Seriennummer. Es war genau der, den ich eingeschickt hatte. Auch auf der Webseite, wo man einen guten Überblick über den aktuellen Status hat, konnte ich keine weiteren Informationen finden, was mit dem Controller geschehen ist.

Mittlerweile habe ich ihn getestet und wieder mit der Xbox verbunden. Soweit ich das feststellen kann, wurde dieser einfach nur zurückgesetzt. Zwar reagieren die Tasten wieder etwas zuverlässiger, aber der neue Core 2 fühlt sich um Welten wertiger, besser und reaktiver an. Ich weiß nicht, was sie damit getan haben, aber viel kann es nicht gewesen sein. Zumindest einen kurzen Bericht würde ich mir erwarten.

Mir ist in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder aufgefallen, hauptsächlich bei großen Firmen, dass die Service-Leistungen stark nachlassen. E-Mail-Adressen oder Telefonnummern sucht man oft vergebens. Stattdessen muss man sich mit schlechten KI-Bots abmühen, bis man vielleicht mit einem Menschen in Kontakt treten darf. Es ist nicht bei allen Firmen so, aber der Trend geht durchaus deutlich in diese Richtung. Ich finde das nicht gut. Man ärgert damit die Kund*innen, vergeudet sehr viel von deren Zeit und es kostet unfassbar viel Geduld, Mühe und Nerven, sich um einen Service oder eine Auskunft zu bemühen.

Ich vermute, dass die Firmen eher wollen, dass man lieber gleich in neue Produkte investiert. Aber ganz ehrlich: warum sollte ich weiter bei einem Unternehmen einkaufen, das ich nicht erreichen und das mir nicht zwei Minuten Zeit erübrigen kann, wenn ich ein Problem mit deren Produkt habe?

Sing

Castingshows mag ich eigentlich nicht besonders. Aber immer mal wieder erwische ich mich dabei, wie ich mir Zusammenschnitte davon auf YouTube ansehe. Vor allem, wenn die Kandidatinnen das erste Mal vor die Jury treten. Letztens waren es beispielsweise ein paar Videos von The Voice. Dabei geht es darum, dass die Jury die Kandidatinnen anfangs nicht sieht, sondern nur ihre Performance hören. Wenn sie den Buzzer drücken, dreht sich der jeweilige Stuhl um und sie sehen, wer da singt. Das führt immer mal wieder zu großartigen Reaktionen.

Besonders interessant und spannend wird es, wenn die Kandidat*innen vom gewöhnlichen Abweichen. Sei es, dass sie sich für eine Hip-Hop-Performance entscheiden, Volkslieder ihres jeweiligen Landes zum Besten geben oder was auch immer sie sich sonst noch einfallen lassen. Es ist fantastisch. Dabei kommt es gelegentlich zu durchaus gefühlvollen Szenen und außergewöhnlichen Reaktionen.

Interessant bei den Zusammenschnitten ist ebenso, dass es vollkommen egal ist, aus welchem Land der jeweilige Clip gerade kommt. Sei es Norwegen, Deutschland, Rumänien, Ukraine, USA, Großbritannien oder sonst wo – überall singen sich die Menschen die Seele aus dem Leib, in der Hoffnung, ihr Talent führt zu einer Karriere. Es ist ansteckend und immer wieder beeindruckend. Dabei geht es dann nicht um die darauf folgende Interaktion zwischen Kandidat*in und Jury oder sonst etwas. Man sieht rein die Performance und die Reaktion der Jury.

Ich hatte nie gedacht, dass mich so etwas abholt, aber alle paar Wochen oder Monate falle ich in ein YouTube-Loch von diversen Castingshows. Die besten Clips werden da zu großartigen Videos zusammengeschnitten und ein Hoch jagt das Nächste. Ich bin immer wieder beeindruckt vom Talent so vieler Menschen.

Dach überm Kopf

Diese Woche haben wir ein neues Dach bekommen. Ich habe schon des Öfteren über Handwerker geschrieben und die Leistungen, die sie jeden Tag erbringen. Es ist wirklich erstaunlich. Und es hat gerade einmal zwei Tage gedauert, bis das alte Dach weg und das neue Dach fast komplett wieder aufgebaut war. Zugegeben, es mussten zum Glück nur die Schindeln getauscht werden, aber trotzdem beeindruckend. Außerdem wurde bereits alles vorbereitet für die PV-Anlage und die Paneele dafür, die dann ebenfalls noch montiert wurden.

Wir hatten Glück, dass es in den drei Tagen (inklusive des Gerüstbaus am Montag) nicht geregnet oder sonstige Unwetter gab. So konnte alles schnell und ohne Probleme vorangehen. Bei der Aktion wurden zudem drei Wespennester entfernt, die gerade im Begriff waren, zu bauen, was einmal mehr bestätigt, dass diese nervigen Viecher dieses Jahr eine besondere Plage sind. Aber wie so oft werden wir auch damit zurechtkommen lernen (müssen), es führt kein Weg daran vorbei.

Ich bin gespannt, ob ich es in meiner Dachgeschosswohnung merke, dass zusätzlich am Dach PV-Paneele installiert sind und es dann vielleicht ein oder zwei Grad kühler ist. Ebenso schadet es nicht, etwas autark zu sein, was die Stromversorgung angeht; so kann man dann mit Infrarot-Paneelen heizen und spart am Flüssiggas. Sehr spannend, das alles.

Schafraffenland

Das schöne, wenn man etwas außerhalb eines Ortes wohnt, ist, dass man gleich in der Natur ist. Die Wäldchen und Wälder in der Nähe sind fantastisch. Man kann buchstäblich über Stock und Stein gehen, wenn man möchte.

Ich glaube, es war vergangenes Jahr (oder ist es bereits länger her?), dass ein Bauer ein Stück eines Waldes komplett abgeholzt hat, um neue Dinge anzupflanzen. Seither wachsen dort alle möglichen Pflanzen drin. Es sieht wirklich schön aus.

Sie haben auch zwei Schafe, die nicht unweit von diesem Stückchen immer wieder ihr Lager aufschlagen dürfen. Zwischen den zukünftigen Weihnachtsbäumen, die dort wachsen, haben sie reichlich Platz und finden ihr Fressen. Doch dieses Jahr durften sie zum ersten Mal in dieses frisch wachsende und wuchernde Gebiet des Waldes. Man sieht sie kaum aus den Gräsern und Sträuchern herausragen. Da drin haben sie es ruhig und können es sich gut gehen lassen. Gar nicht mal so schlecht.

Robin Hood

Am Wochenende war ich in Linz und habe mir das Musical Robin Hood angeschaut. Die Fahrt mit dem Zug von Salzburg nach Linz habe ich genutzt, um kurz den Inhalt des Musicals zu lesen und war sehr froh, das gemacht zu haben. Zwar dauert das Stück 2 Stunden, 40 Minuten (mit Pause), aber trotzdem passiert sehr viel in dieser Zeit. Da ist es nicht schlecht, die Charaktere etwas zu kennen und zumindest schon mal die Namen parat zu haben. Die Zusammenfassung war sehr gut geschrieben, da sie zwar den Inhalt detailliert wieder gab, aber das Ende nicht verraten hat. Es gibt nämlich durchaus einen Twist, den ich so nicht erwartet hatte.

Man ist mit der Sage oder dem Mythos von Robin Hood etwas vertraut, doch im Detail kannte ich die Geschichte nicht. Die Produktion an sich war von einem ausgesprochen guten Niveau. Ein einfaches Bühnenbild mit digitalen Projektionen und jeweils der Situation anpassbaren Wänden und Böden haben ausgereicht. Die Sänger*innen waren gewaltig, allen voran natürlich Philipp Büttner. Den hatte ich zuvor in dem Queen-Tribut-Konzert der Salzburger Philharmonie gesehen. Und wer Queen auf so eindrucksvolle Weise wiedergeben kann, der kann natürlich bei Robin Hood ebenso überzeugen.

Doch der restliche Cast war ebenso beeindruckend. Die Tanzeinlagen und die Musik passten wunderbar und die Melodien Ohrwurm-Potenzial. Es war auch optimal, dass ich mit Freund J. die Nachmittagsvorstellung besucht habe. So waren wir kurz vor 18 Uhr aus dem Theater draußen und konnten noch einen guten Eiskaffee auf dem Hauptplatz von Linz genießen, bevor es wieder zurück in Richtung Salzburg ging. Auch konnten wir so die über 30 Grad an dem Tag im klimatisierten Theatersaal überbrücken.

Ebenso beeindruckt mich, dass es um 19 Uhr bereits mit der Abendvorstellung von Robin Hood weiterging. Die Darsteller*innen stehen gewissermaßen 6 Stunden an einem Tag auf der Bühne. Es hat sich ausgezahlt, noch zwei Karten für dieses tolle Musical zu ergattern. Mal sehen, was als Nächstes auf dem Plan steht.

Neu entdecktes Feature

Mittlerweile war ich schon ein paar Mal mit meinem neuen Rad unterwegs und bin weiterhin sehr begeistert. Es ist leicht, die Schaltung ausreichend, meine alten Klickpedale funktionieren einwandfrei, die Scheibenbremsen sind vertrauenswürdig und das federlose Gestänge kompromisslos. Anfangs war es zwar gewöhnungsbedürftig, gar keine Art von Federung zu haben, doch nach ein paar Dutzend Kilometern gewöhnt man sich daran. Es hat etwas an sich, jeden Straßenbelag zu spüren und bei den Schotterwegen durchgeschüttelt zu werden. Meistens bin ich sowieso auf Asphalt unterwegs.

Als ich mir mein neues KTM-Rad zugelegt hatte, überlegte ich, ob ich nicht einen Fahrrad-Computer benötige oder ob mein iPhone ausreicht. Die meisten der Fahrrad-Computer sind allerdings nicht gerade günstig. Außerdem wollte ich erst einmal ein paar Runden drehen, bevor ich mich dafür entscheide, viel Geld für etwas zu bezahlen, was ich am Ende gar nicht benötige. Immerhin ist Radfahren nur ein Hobbysport, den ich gerne betreibe; neben Laufen, Yoga, Krafttraining und so weiter. Deshalb blieb ich erst einmal beim iPhone.

Es gibt schließlich genügend Apps, die einen ähnlichen Funktionsumfang bieten. Und was sind schon meine Anforderungen an einen Fahrrad-Computer? Ich möchte die bisher gefahrenen Kilometer sehen, Dauer, Puls, eine Karte der Strecke und die Geschwindigkeit. Eine der Apps, die ich mir ansah, war Strava. Leider konnte ich vor meiner ersten Runde nicht feststellen, ob Strava die Apple Watch nutzt, um den Herzschlag zu messen. Zwar habe ich einen Brustgurt, aber es erschien mir unerlässlich, dass auch eine Verbindung mit der Watch besteht.

Ich verzichtete also auf eine spezifische App und startete mit der hauseigenen Workout-App von Apple. Auf der Watch startete ich mein erstes Fahrrad-Workout, da erschien eine kleine Meldung. Diese besagte, dass das Workout ebenfalls am Sperrbildschirm des iPhone angezeigt werde. Das hat mich äußerst positiv überrascht. So habe ich während der Fahrt einen guten Überblick über die wichtigsten Daten und muss nicht auf die Watch schauen.

Seit sehr vielen Jahren höre ich den Technik-Podcast Bitsundso, wo Apple ein Kernthema ist. Ich dachte eigentlich, ich kenne mich gut aus. Das hat mir allerdings gezeigt, dass der Funktionsumfang mittlerweile sehr viel umfassender ist, als dass ich mir alles merken könnte. Manchmal reicht es aus, die naheliegende Lösung zu wählen und man wird positiv überrascht. Und natürlich wollte ich diese schöne Entdeckung nicht unerwähnt lassen.

Ein Blick in die Seele

Vor Kurzem habe ich wieder angefangen, den Ernährungskompass von Bas Kast zu lesen. Da ich die Inhalte des Buches in groben Zügen bereits kenne, habe ich mir sein darauf folgendes Buch Kompass für die Seele ebenfalls zugelegt. Ich habe den Ernährungskompass bereits des Öfteren erwähnt und empfohlen. Es ist ein sehr aufschlussreiches, hervorragend recherchiertes Buch. Beim wiederholten Lesen des Ernährungskompass geht es mir hauptsächlich um eine Auffrischung der Inhalte. Mir die feineren Zusammenhänge, Empfehlungen und Details erneut ins Gedächtnis zu rufen. Deshalb lese ich parallel Kompass für die Seele.

Es ist erneut ein sehr dicht geschriebenes Buch, mit vielen Informationen. Da tut es gut, die Inhalte verdauen und verarbeiten zu können, bevor man sich den nächsten Kapiteln widmet. Anhand der ersten Kapitel, die ich bisher gelesen habe, bin ich wieder einmal fasziniert von dem Schreibstil von Bas Kast. Er schafft es, komplexe Zusammenhänge einfach und spannend zu erklären. Man fühlt sich stets mitgenommen und lernt mit jeder Seite Neues. Allein schon durch das Lesen der Kapitel gewinnt man den Eindruck, dass er außerordentlich viele Studien und dergleichen gelesen haben muss.

Kompass für die Seele knüpft nahtlos an den Ernährungskompass an und die Bücher ergänzen sich perfekt. Themen des Vorgängers finden ebenso Platz, wie neue Erkenntnisse und Techniken, die sowohl für den Körper, als auch für die Psyche von Vorteil sind oder sein können. Wie so oft ist es ein sehr individuelles Thema und durch Experimentieren und Testen muss jede*r für sich herausfinden, was am optimalsten funktioniert. Es gibt kein Allheilmittel. Die eine Lösung sucht man vergebens. Das sollte nach der Lektüre des Buches aber auch unmissverständlich klar werden, wie es schon beim Ernährungskompass der Fall war.

Mich faszinieren die Erklärungen, wie sich Ernährung und Medikamente (beispielsweise bei Depression) auf die physische Zusammensetzung des Gehirns auswirken. Welche Erkenntnisse wir mittlerweile haben und wo noch geforscht werden muss. Dabei geht es nicht nur darum, wie man sich beispielsweise bei Depression helfen kann, sondern um eine allgemeine Resilienz. Stress, Belastungen, Unsicherheiten und eine schwierige Weltlage (um es gelinde auszudrücken) können jede*n betreffen. Wie wir damit umgehen und uns körperlich wie geistig gesund und widerstandsfähig halten, wird in diesem Buch eindrücklich erklärt. Diese Begeisterung für das Buch und die darin beschriebenen Themen kommen bei mir bereits nach den ersten Kapiteln. Deshalb kann ich es kaum erwarten, weiterzulesen.

Der Fluch von Soulslike-Spielen

Mittlerweile habe ich zwei Soulslike-Spiele durchgespielt; Elden Ring und Lies of P. Beide haben mir sehr viel Freude bereitet. Zwar hatten sie ihre frustrierenden Momente, doch im Großen und Ganzen sind es fantastische Spiele. Zwei sehr unterschiedliche Spiele mit großartiger Atmosphäre und tollem Level-Design. Die Kulissen waren immer wieder atemberaubend. Sie hatten ebenso sehr unterschiedliche Weisen ihre Geschichte zu erzählen.

Bei Elden Ring (inklusive DLC) und wie bei den meisten FromSoftware-Spielen, die aus der Feder von Hidetaka Miyazaki stammen, muss man sich die Details einer Geschichte selbst zusammenreimen. Die Quests von Charakteren sind nicht immer eindeutig ausformuliert oder man wird von A nach B geschickt. Man muss sich schon etwas mehr damit beschäftigen. Aber so hat jede*r ein eigenes Spielerlebnis. Lies of P auf der anderen Seite hat zum einen ein lineares Level-Design und die Geschichte, mit ihren tollen Charakteren, wird sehr viel deutlicher ausformuliert und erzählt. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und beide zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie man ein Spiel aufbauen kann.

Doch beides sind Soulslike-Spiele. Das heißt, es gibt keinen Schwierigkeitsgrad. Man ist den Gegnern ausgeliefert. Wenn man es beim ersten Mal nicht schafft, Pech gehabt. Dann vielleicht beim zweiten oder erst beim zwanzigsten Versuch. Die Grundregel lautet: get good (werde gut). Vor allem im finalen Akt von Lies of P gab es Levels, die einen etwas höheren Frustfaktor hatten. Jeder Meter musste hart erkämpft werden, bevor man sich dem Endboss stellen konnte. Doch ich habe es geschafft, ohne Unterstützung und das ist ein wirklich tolles Erfolgserlebnis. Diese Art von Spielen haben einfach ihren Reiz.

Doch das wirkt sich mittlerweile auf andere Spiele aus. Ich habe mir beispielsweise Stellar Blade zugelegt, weil ich zum einen sehr viel Positives gehört hatte, zum anderen war das First-Look-Video von Jokerface fantastisch und es hatte Final Fantasy Vibes. Final Fantasy XVI gehört zu den besten Spielen, die ich vergangenes Jahr gespielt hatte. Da musste ich natürlich zugreifen. Über Stellar Blade selbst schreibe ich, wenn ich etwas weiter in der Story bin. Heute geht es mir um den Schwierigkeitsgrad.

Denn man kann sich zwischen einem Story-Modus und dem normalen Modus, wenn man so will, entscheiden. Im Story-Modus sind die Gegner leichter, weil man sich auf die Geschichte konzentriert. Das habe ich anfangs getan, da ich mir dachte, ich gönne mir mal eine Pause von schwierigen Gegnern. Immerhin stehen Lords of the Fallen und Dark Souls als nächste Soulslike-Spiele auf dem Programm.

Doch nach den ersten zwei Stunden stellte ich fest, dass mir das zu langweilig sind. Die Gegner sind keine wirkliche Herausforderung. Elden Ring und Lies of P haben mir scheinbar beigebracht, welcher Reiz hinter teils hart erkämpften Erfolgen stecken kann. Mal sehen, ob ich diese Herangehensweise ganze Spiel hindurch beibehalte. Aber aktuell ist mir der Story Modus zu einfach, es geht zu schnell. Stellar Blade ist bis jetzt ein grandioses Spiel, mit einer toll designten Welt und kreativ gestalteten Gegnern. Es ist auch brutaler, als ich erwartete. Bisher bin ich mit dem Kauf voll und ganz zufrieden.

Überfluss und Entscheidungen

Eigentlich mag ich es nicht besonders, zu viel Auswahl bei etwas zu haben. Wenn ich mir beispielsweise einen Streaming-Dienst zulege, welcher das auch immer sein mag, dann muss das schon seinen Grund haben. Sie es, weil ich mal wieder ein paar Folgen Brooklyn Nine-Nine sehen will oder einen bestimmten Film nachholen. Gleiches gilt für Spiele.

Bis vor ein paar Monaten hatte ich noch ein Playstation-Plus-Abo, aber seit sie die Preise deutlich angehoben haben, ist mir das zu teuer geworden. In dem einen Jahr, wo ich das Abo hatte, habe ich es allerdings gut genutzt. Ein paar Indie-Spiele habe ich entdeckt, die ich so vielleicht nie gespielt hätte (u. a. Endling), und ein paar größere, wie Ghost of Tsushima habe ich ebenfalls nachgeholt. Trotzdem spiele ich gerne ein Spiel nach dem anderen. Zu viele auf einmal tut nicht gut.

Zumindest habe ich mich bisher nicht damit anfreunden können. Man kommt recht schnell mit der Steuerung durcheinander, vielleicht vergisst man Teile der Geschichte, oder was man eigentlich zuletzt getan hat. Nach Elden Ring und Lies of P war deshalb Stellar Blade an der Reihe. Doch so richtig wollte mich das Spiel bisher noch nicht packen. Ich werde auf jeden Fall weiterspielen, weil es eine fantastisch designte Welt ist und durchaus eine interessante Geschichte erzählt, in der Hoffnung, dass der Funke noch überspringt.

Doch dadurch, dass es mich eben nicht gleich so gepackt hat, wie die vorherigen Spiele, ließ ich mich durch andere glitzernde Dinge ablenken. Immerhin gab und gibt es noch diverse Summer Sales. Da habe ich mir unter anderem Dark Souls, Armored Core VI und Spirit of the North geklickt.

Allerdings stehen ebenfalls noch diverse Runden in Lies of P und Elden Ring an. Ich möchte die alternativen Enden erkunden, verschiedene Builds und Waffen ausprobieren. Schlicht, noch mehr Zeit in diesen tollen Welten verbringen. Zu viele Spiele sind eben nicht gut und sich von Angeboten und Summer Sales locken zu lassen, schon dreimal nicht. Denn in Wahrheit laufen die Spiele nicht weg, die Angebote kommen immer wieder und sie werden mit der Zeit nur günstiger. Deshalb lieber ein Spiel nach dem anderen genießen, dafür aber in vollen Zügen. Das mochte ich so sehr an Elden Ring und Lies of P. Ich habe mich nicht gestresst gefühlt oder hatte schon das nächste Spiel im Blick. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf deren Welt, Geschichte und Spielprinzip.

Mit dem Überangebot an allem ist es manchmal nicht so leicht, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren und das, was sich vor einem befindet. Spiele sind da nur ein aktuelles Beispiel. Selbst wenn man, wie ich, nicht auf Social Media unterwegs ist, gibt es genug andere Dinge, die einen ablenken wollen. Deshalb sollte man es immer wieder als Erfolg feiern, wenn man sich nicht mitreißen lässt, sondern das eigene Ding durchzieht.

Das kann im Kleinen anfangen, indem man sich eben nicht von Angeboten locken lässt oder stundenlang das nächste YouTube-Video anklickt, obwohl man schon lange das Interesse verloren hat. Kleine Schritte führen, konsequent gegangen, zu großen Erfolgen und oft überraschenden Effekten. Ehe man sich versieht, hat man ein Buch gelesen; geht früher ins Bett und schläft dadurch besser; ist resilienter; entdeckt einen neuen Sport für sich; oder hat Stellar Blade durchgespielt. Ich für meinen Teil werde mich nämlich erst einmal, was Spiele anbelangt, auf das konzentrieren und mich nicht durch das Nächste ablenken lassen.

Billige Dramatik

Beim Redigieren alter Texte für meine Donnerstags-Kolumne »geek-planet« fällt mir immer wieder auf, dass ich am Ende von Absätzen oder am Ende von Texten gerne auf drei Punkte zurückgegriffen habe. Als ob ich etwas anteasern wollte, das ich aber doch nie wirklich einlöse. Denn was kündigen sie wirklich an? Dass der Text weitergeht? Dass das Thema erneut aufgegriffen wird? Unwahrscheinlich.

Mittlerweile mache ich das hoffentlich nicht mehr, denn es ist eine wirklich absurde Weise, Texte spannender gestalten zu wollen. Entweder der Text gibt es natürlicherweise her, weil er eben so verfasst ist oder eben nicht. Aber drei mysteriöse Punkte am Ende, machen einen Text weder spannender noch motivieren sie Leser*innen dazu, den nächsten ebenfalls zu lesen. Es ist eine lustige Beobachtung, die mir in den vergangenen Wochen immer wieder bewusst geworden ist.

Was mich allerdings letzten Endes wirklich davon überzeugt hat, dass es sich um eine billige, absurde Technik handelt, um Dinge spannender zu machen, ist Critical Role. Zwar schaue ich die Reihe schon länger nicht mehr, aber bei einem Dungeon, den die Crew durchforstet hat, sind sie auf einen überzeichneten, narzisstischen Historiker oder Archäologen gestoßen. Dieser hat verschiedenste Statuen von sich anfertigen lassen, die ihn in unterschiedlichsten Situationen darstellen. Die Beschriftungen endeten stets mit »…«. Matthew Mercer, der Dungeon Master und Spielleiter, hat diese Texte stets mit einer solchen Belustigung gesprochen; ich konnte gar nicht anders, als deren Irrsinn zu realisieren.

Deshalb hoffe ich inständig, dass ich es mir in den vergangenen Jahren, in denen ich als technischer Redakteur und Blogger gereift bin, abgewöhnt habe, auf dieses unsägliche Stilmittel zurückzugreifen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel …