Browsing Category Blog

Your blog category

Jungfernfahrt

Am Mittwoch habe ich mein Rad endlich eingeweiht, nachdem es mir am Montag leider nicht ganz so gut ging. Dafür kamen bis Mittwoch die beiden Lampen, der Handyhalter und eine kleine Satteltasche an, die dann gleich montiert wurden. Auch wenn es ein sonniger Tag ist, wie an jenem Mittwoch, habe ich zumindest gerne das Rücklicht montiert und eingeschaltet, damit ich in dunkleren Umgebungen, wie Waldstücken oder dergleichen, gut zu sehen bin. Die Satteltasche dagegen ist praktisch, um für Notfälle etwas Geld dabei zu haben und ein paar Kleinigkeiten unterzubringen.

Da es wieder ein warmer bis heißer Tag werden sollte, bin ich in der Früh bereits um kurz vor sieben Uhr losgefahren. Es war angenehm kühl, die Sonne schien bereits und auf den Straßen war vergleichsweise wenig los. Nach einer kleinen Aufwärmrunde und um wieder ein Gefühl fürs Radfahren zu bekommen, bin ich in Richtung Nussdorf abgebogen. Dort gibt es eine schöne lange, halbwegs gerade Straße, die ich entlanggefahren bin. Ich fahre zwar prinzipiell eher ungern auf Bundesstraßen, aber um am Anfang einer Rad-Session Strecke gutzumachen, ist es natürlich sehr praktisch.

Bei Lamprechtshausen bin ich dann auf kleinere Nebenstraßen ausgewichen und habe etwas die Gegend erkundet. Um den Rückweg zu finden, orientiere ich mich, zumindest wenn ich von dieser Seite her komme, am hohen Schornstein einer Fabrik in Ostermieting. Den sieht man aus Kilometer weiter Entfernung und kann sich hervorragend dadurch einen Weg suchen. Schließlich bin ich über Eching und Vollern wieder nach Hause gefahren. Eine wunderbare Strecke, die herrliche Ausblicke bietet und Freude macht beim Fahren. Denn man fährt den ein oder anderen Hügel hinauf, um kurze Zeit später diesen wieder hinabzustürzen. Wirklich fantastisch.

Einziger Wermutstropfen sind Autofahrer, die partout keine Geduld für Radfahrer aufbringen möchten. Lkw-Fahrer sind da um einiges geduldiger, müssen sie auch sein, wenn man entsprechende schwere Geräte durch die Gegend bewegt. Aber Autofahrer drängen sich teilweise an einem vorbei, dass ich manchmal Sorgen mache, sie würden mich noch mit ihren Spiegeln streifen. Einer hatte sogar die Anmaßung, mich anzuhupen. Dabei war an dieser Stelle eine Bushaltestelle rechts von mir, eine Verkehrsinsel links, in der Mitte der Fahrbahn, und Gegenverkehr. Wie sich dieser Wahnsinnige vorstellte, in dieser Situation überholen zu wollen, bleibt wohl für immer sein Geheimnis.

Aber davon darf man sich weder unterkriegen lassen noch den Tag vermiesen. Es war eine großartige Fahrt. Insgesamt bin ich auf knapp über 40 km gekommen, in unter 2 Stunden. Eine durchaus beachtliche Leistung für meine erste Radtour, die ich seit langem unternommen habe. Im Urlaub will ich auf jeden Fall noch mindestens eine Runde fahren. Vielleicht suche ich mir sogar im Vorhinein ein Ziel heraus. Denn normalerweise fahre ich einfach darauf los und lasse mich überraschen, wo es mich hinzieht. Aber ein konkretes Ziel vor Augen zu haben, kann natürlich ebenso reizvoll sein.

Ausflug aufs Schloss

Diese Woche ist Urlaubswoche und es stehen so einige Aktivitäten auf dem Plan. Mein neues Rad wird natürlich eingeweiht (darüber werde ich noch berichten), kulturelle Ausflüge in Salzburg und eine kleine Reise nach Hellbrunn. Mit dem Bus sind es vom Rathaus gerade einmal 20 Minuten, die man benötigt, um vor den Toren des Schlosses zu stehen. Zwar war ich zum Adventmark schon des Öfteren dort, aber bisher nur mit dem Auto. Deshalb hatte ich angenommen, dass es etwas länger dauern würde, dort hinzukommen.

Dort angekommen haben wir uns erst einmal das Schlossgelände angesehen, das ohne Marktstände nochmal deutlich opulenter und größer wirkt. Dann ging es auch schon zu den Aussichtspunkten. Man kann am Berg hinter dem Schloss nicht nur die Stadt bewundern, sondern hat einen Ausblick auf ein fantastisches Bergpanorama. Dazwischen liegt noch ein Theater, welches regelrecht in den Stein gehauen wurde. Man kann dort wirklich gut herumspazieren und kleine Winkel entdecken. Wenn es dann noch so ein schönes Wetter wie an jenem Dienstag hat, kann man sich kaum mehr wünschen.

Nach einer kleinen Erfrischung im Café im Schlossareal ging es weiter zum Gwandhaus. Dort hatte zwar das Restaurant geschlossen, doch dafür wären wir sowieso nicht angezogen gewesen. Aber das kleine Café hatte geöffnet und versorgte uns mit Kaffee und Apfelstrudel. Natürlich mussten wir ebenso das Trachtengeschäft und die dortige Auswahl bewundern. Scheinbar ist es allerdings etwas kleiner als früher, da das Geschäft vom dritten Stock ins Erdgeschoss gewandert ist, wo deutlich weniger Platz ist.

Nett war allerdings die Verkäuferin. Denn es sollte am Abend eine Modeschau der nächsten Kollektion stattfinden. Beim Betreten des Geschäftes wurden Freund J. und ich dann gefragt, ob wir Hilfe benötigen oder zu den Models gehören, die bereits den ganzen Tag über im Gebäude unterwegs sind. Wie könnte es nach so einem Kompliment ein schlechter Tag sein? Einfach herrlich.

Den Tag haben wir schließlich mit einem kleinen Mahl im Stiegl Keller ausklingen lassen. Ich mag diese Tagesausflüge nach Salzburg und in die Umgebung. Mit dem Klimaticket muss man keine Gedanken an irgendwelche Kosten, Tickets oder sonstiges verschwenden, sondern setzt sich einfach in den nächsten Bus oder Zug und fährt, wohin es einen auch zieht. Und diese Ausflüge und Tage des Entdeckens neuer Ecken in Salzburg habe ich immer wieder und jedes Mal bin ich überrascht und begeistert von den tollen Seiten der Stadt. Ich dachte schon, irgendwann hätte man alles gesehen, aber so ist es nicht. Es ist jedes Mal anders und neue Perspektiven und Winkel gibt es immer wieder zu erkunden.

Linzergassenfest 2024

Am Wochenende war in Salzburg das alljährliche Linzergassenfest. Wobei alljährlich nicht so ganz stimmt, da es während Corona natürlich nicht stattgefunden hat. Aber auch danach war es nicht so sicher, ob es in gewohnter Weise mit dem Fest weitergehen wird. Vergangenes Jahr war eine Art Abwandlung des Festes, das allerdings nicht so gut angekommen ist, wie mir scheint. Dieses Jahr läuft es wieder unter dem altbekannten Namen. Es ist eine Zusammenführung mit den gut funktionierenden Dingen aus dem Jahr davor.

Beispielsweise die Musiker, die durch die Stadt ziehen. Entweder es wird im Gehen musiziert oder man lässt sich für eine Weile an einem Ort nieder, gibt ein paar Lieder zum Besten und zieht schließlich zum nächsten Platz weiter. Eine wirklich fantastische Idee. Manche Lokale gehen Kooperationen ein; beispielsweise meine favorisierte Weinbar hat sich mit einem Restaurant zusammen getan und bietet von denen zwei Hauptgerichte an. Kurz bestellt, werden die Gerichte 15 Minuten später vom Kellner geliefert. Es hat eben seinen Vorteil, wenn sich quasi benachbarte Lokale zusammenschließen und sich ergänzen können. Außerdem ist es natürlich gute Werbung.

Im Großen und Ganzen also eigentlich ein Erfolg, auch wenn nicht so viele Menschen unterwegs waren, wie ich vermutet hätte. Zu den besten Zeiten des Linzergassenfests wurde man förmlich durch die Straße durchgeschoben, weil diese zum Bersten mit Menschen gefüllt war. Doch am vergangenen Wochenende war in so einigen Orten durchaus was los. Es war das Electric Love Festival in Salzburg, in Oberdorf fand das Parkfest statt, in Lamprechtshausen Waldfest und so weiter. Es haben alle das Wochenende genutzt, da sicherlich einige bald in den wohlverdienten Urlaub aufbrechen.

Trotzdem war es ein schöner Nachmittag/Abend in Salzburg. Das Wetter war zwar schwül und warm, doch am Abend hat es etwas abgekühlt. Zudem blieb das vorhergesagte Unwetter aus. Von daher ein gelungener Tag.

Gaming Controller II

Warum müssen manche Dinge unnötig kompliziert werden? Vergangene Woche habe ich über meine Anschaffung eines neuen Controllers berichtet (Gaming Controller). Eigentlich wollte ich deshalb heute meine konkreten Einstellungen teilen. Doch bevor ich dazu komme, muss ich über die konkrete Anschaffung jenes Controllers berichten. So einfach ist es nämlich gar nicht.

Ich bestellte den ersten neuen Elite 2 Controller bei Amazon. Es war ein gutes Angebot von unter 130 €. Für einen Controller, der normalerweise jenseits der 150 € kostet, also ein guter Deal. Dieser kam zügig an. Beim Auspacken stellte ich allerdings fest, dass die Verpackung schon etwas mitgenommen aussah und ein Amazon Warehouse Sticker aufgeklebt war. Kurzer Blick in die Bestellung und tatsächlich hatte ich ein gebrauchtes Modell gekauft. Etwas ärgerlich, da mir das nicht bewusst war. Mittlerweile stehen so viele Informationen über den verschiedenen Kaufen-Buttons auf der Amazon-Webseite, dass man wirklich öfter kontrollieren sollte, was man da eigentlich bestellt. Zwar hatte der Controller ein paar Gebrauchsspuren, fühlte sich ansonsten aber gut an. Aufgeladen, angeschlossen und konfiguriert konnte es also losgehen.

Bis mir nach einer Weile ein seltsamer Geruch auffiel, der so nicht üblich ist in meiner Wohnung. Kurz am Controller geschnüffelt wurde mir erst so richtig bewusst, dass dieser eindeutig in einem Raucherhaushalt im Einsatz war. Der gesamte Controller stank nach kaltem, altem Rauch. Über kurze Spielsession hatte sich dieser sogar schon auf meine Hände ausgebreitet. Mir wurde beinahe schlecht. So schnell hatte ich noch nie ein gerade erst erhaltenes Produkt wieder eingepackt, wie diese Zumutung. Entsprechendes schrieb ich auch auf die Rücksende-Plattform. Ich bezweifle, dass sich das jemals jemand ansehen wird.

Ich habe mir noch am selben Abend auf einer anderen Plattform, Galaxus, einen Ersatz bestellt. Zwar kostete dieser fast 20 € mehr, aber dafür kann ich hierbei davon ausgehen, dass es sich wirklich um einen neuen Controller handeln wird. Oft habe ich bei Galaxus bislang nicht bestellt, aber die wenigen Male waren stets gute Erfahrungen und die Preise sind in Ordnung. Ich hoffe, dieser kommt ebenfalls zügig an, damit ich meinen halb-kaputten Controller bald einschicken kann. Viel Aufwand, der eigentlich nicht hätte sein müssen. Aber so ist es nun einmal. Wermutstropfen ist, dass Amazon immer einfach ist, wenn es um Rücksendungen geht.

Nachdem ich mir das von der Seele geschrieben habe, können wir zum eigentlichen Thema kommen: Tastenbelegungen. Denn wenn ich schon so enthusiastisch über den Elite 2 Controller berichte, wie das letzte Mal, dann interessiert es manche vielleicht auch, wie ich den verwende. Zu beachten ist, dass die aktuellen Einstellungen hauptsächlich einem flüssigen Elden Ring Gameplay dienen. Da man teilweise Menüs während des Kampfes nur über eine bestimmte Taste aufrufen kann, habe ich mir diese beispielsweise auf die rückseitigen Tasten gelegt. Dazu gehören unter anderem das Rufen von Torrent, Aschegeister beschwören und dergleichen mehr. Je nachdem, welches Item oder welche Aktion ich eben gerade dort belegt habe.

Mittlerweile sind diese rückseitigen Tasten dermaßen in mein muscle memory übergangen, dass ich nicht mehr ohne auskommen würde. Zumindest nicht bei Elden Ring, da ich im Eifer des Gefechts sicherlich nach den Tasten greifen würde. Mal sehen, ob sich diese Belegungen bei anderen Spielen ebenso in diesem Ausmaß bezahlt machen, aber dazu müsste ich erst einmal mehr Spiele auf der Xbox spielen. Spider-Man 2 oder Final Fantasy XVI sind bisweilen Playstation-exklusiv. Lies of P werde ich wahrscheinlich auf der Xbox genießen, da kann ich dann weiter testen.

Leider musste ich feststellen, dass man vom Menü der Xbox keine Screenshots machen kann, also folgt ein Foto des Fernsehers mit den entsprechenden Einstellungen. Warum einfach, wenn es kompliziert geht? Wie bereits erwähnt, sind diese optimiert für Elden Ring.

In den Horizont

Es ist schon lange her, seit ich das letzte Mal auf einem Rad gesessen bin. Vor zwei Jahren habe ich mich neu eingekleidet, was Ausrüstung zum Radfahren anbelangt. Allerdings ist mein damaliges und aktuelles Rad deutlich in die Jahre gekommen. Es macht nicht mehr wirklich Freude damit zu fahren, die Bremsen sind seltsam (ich vertraue denen nicht mehr so ganz) und das allgemeine Fahrgefühl passt für mich nicht mehr. Zwei Jahre habe ich nun überlegt und mir Zeit gelassen, wie mein nächstes Fahrrad aussehen soll.

Heutzutage ist das gar nicht so einfach. Jede*r zweite hat gefühlt ein E-Bike zu Hause stehen. Für mich hatte es ebenfalls seinen Reiz, mir entsprechendes zuzulegen. Was mich abgeschreckt hat, sind zum einen die hohen Preise, wobei es durchaus gut aufbereitete, gebrauchte E-Bikes gibt und zum anderen die Frage, ob ich wirklich ein Rad mit E will. Ich fahre hauptsächlich des Sportes wegen und man kann natürlich die Unterstützung eines E-Bikes entsprechend einstellen, je nachdem wie man aktuell fahren will, doch es ist nochmal etwas anderes aus eigener Muskelkraft ein Zweirad durch die Prärie zu wuchten.

Die Freude, mit dem Fahrrad zu fahren, hat ebenso etwas mit der Distanz zu tun, die man in der Lage ist, zu überwinden. Man kann neue Gegenden erkunden, kommt bei regelmäßigem Training immer weiter herum und vielleicht bleibt man an einem tollen Wochenende auch mal wo über Nacht, bevor es am nächsten Morgen nach Hause geht. So zumindest meine idealisierte Vorstellung. Ein neues Rad gehört zu diesem Fahrgefühl dann auf jeden Fall dazu. Eigentlich stand die Anschaffung eines Gaming-PCs als Nächstes auf dem Plan, doch den werde ich auf Herbst verschieben. Immerhin kommt dann noch Black Friday und Cyber Monday und wie sie nicht alle heißen. Also muss erstmal ein neues Rad her.

Am Freitag war ich im lokalen Radgeschäft und habe mich entsprechend beraten lassen. Was mir wichtig war, ist eine ordentliche Scheibenbremse und dass ich auch mal über Feldwege fahren kann. Also kein reines Rennrad oder so. Das erste Gravelbike, das mir der kompetente Verkäufer gezeigt hat, war zwar von der Ausstattung und allem hervorragend, allerdings weit jenseits meiner Preisvorstellungen. Aber man kann ja über alles reden und so sind wir dann schnell auf ein Modell gekommen, das schon eher hinkommt und von der Ausstattung her ebenso meinen Vorstellungen entspricht. Ich habe dann nochmal eine Nacht darüber geschlafen und dann am nächsten Morgen zugeschlagen.

Die Bedenkzeit war ebenso gut dafür, dass ich die Klick-Pedale meines alten Rads demontieren und zum Kauf mitnehmen konnte, da es ab einem gewissen Preispunkt eher unüblich ist, dass diese dabei sind. Noch etwas verhandelt und ich habe etwas Nachlass bekommen und entsprechende Handschuhe obendrauf. Perfekt. So wurde es ein KTM X-Strada 30 Fit. Es sieht toll aus, lässt sich exzellent fahren und sollte mir lange Zeit einen guten Dienst erweisen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Wie man eine IP zerstört

Eigentlich wollte ich gar nicht darüber schreiben. Allerdings gibt es Themen, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Das ist für mich dann ein klares Zeichen: Ein Text will geschrieben werden, ansonsten finde ich keine Ruhe. Es geht um ein Thema, das mir naheliegt. Eine IP, die ich gerne schaue oder Bücher davon lese. Ein Unternehmen, das gerade drauf und dran ist, diese IP zu zerstören. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass dies mutwillig passiert. Weshalb genau, kann ich nicht sagen, anders lässt sich aber die katastrophale PR nicht erklären. Worum geht es? Disneys aktuelles Vergehen an den Star Wars Rechten und der Serie The Acolyte. Also, los gehts.

Auf YouTube kann man sich die katastrophale PR zur Serie ansehen. Sie ist dermaßen auf dem Thema »woke« aufgebaut und redet über nichts anderes, sodass selbst mir es zu viel wird. Dabei mag ich es, wenn Filme, Serien, Bücher etc. mutige Entscheidungen treffen. Ich würde es gerne sehen, wenn in einer Star Wars Serie 50 % der Charaktere queer sind. Egal auf welche Art und Weise. Doch der Fokus sollte nicht auf die Queerness der Charaktere liegen, sondern auf die Geschichte. Die Charaktere müssen sich weiterentwickeln, müssen Fehler haben, müssen Fehler machen dürfen, um aus diesen lernen zu können. Greifbare Personen und Wesen aus dem Star Wars Universum, denen man gerne bei ihren Abenteuern zusieht. Doch das, was The Acolyte macht, scheint alles andere als gut zu sein.

Ich weigere mich, der Serie überhaupt eine Chance zu geben. Zu sehr schrecken mich die Reviews und Interviews mit den „Stars“ der Serie ab. Da werden Aussagen getroffen, die allen Fans ein Schlag ins Gesicht sind. Anakin wird mit Luke verwechselt, wenn es um die Zerstörung des Todessterns geht; R2D2 wird als lesbisch bezeichnet; die einzige Charakterzuschreibung, die eine Person des Casts für ihre Figur findet, ist »strong, female leader«; George Lucas wird beleidigt; der Kern von Star Wars wird als so toll beschrieben, weil es keine definitiven guten oder bösen Seite gäbe. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Dabei geht es mir nicht einmal um die Verwechslung der Charaktere. Kann im Eifer des Gefechts, man ist vielleicht nervös, durchaus passieren. Aber ein dermaßen respektloser Umgang mit dem, was George Lucas geschaffen hat, ist einfach nur falsch. Was der Regisseurin nicht bewusst sein mag, ist: vor 1977 gab es kein Star Wars. George Lucas hat ein gesamtes Universum geschaffen, das Fans und Autor*innen über die Jahre immer weiter verfeinert haben. Er mag mit den Prequels keine Meisterwerke geschaffen haben und hätte sich vielleicht Unterstützung holen sollen, wie bei den anderen Filmen, trotzdem sind es interessante, komplexe Geschichten, mit dreidimensionalen Charakteren.

Nicht zu vergessen, dass er mit Mon Mothma, Leia und Amidala bereits starke Frauenfiguren geschaffen hat, die die jeweilige Rebellion ihrer Zeit angeführt haben. Lando führt als Schwarzer die Flotte der Rebellen gegen den Todesstern. Wenn man R2D2 schon eine Zuschreibung aufhalsen möchte, dann doch bitte eine asexuelle Beziehung mit C-3PO. Die beiden sind das bildgewordene Klischee eines »old married couple«. Und selbstverständlich ist der Kern von Star Wars gut gegen böse. Es sind unüberlegte, dumme Aussagen, die davon zeugen, dass sich niemand von den Beteiligten auch nur annähernd mit Star Wars beschäftigt hat.

Dabei fange ich noch nicht einmal an, mich über die Änderungen aufzuregen, die die Regisseurin mit dem Konzept der Macht vorhat. Man scheint sich nicht bewusst zu sein, dass es die Fans sind, die Star Wars zu dem gemacht haben, was es bis vor ein paar Jahren war. Doch seit Disney das Ruder in der Hand hat, wird diese Marke Stück für Stück auseinandergenommen. Die Fans sind egal.

Die Tag-Line von Star Wars ist »Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis«. Es ist Fantasy, Science-Fiction. Da sollten Konzepte wie Sexualität und dergleichen keine Rolle spielen. Die Charaktere sollten einfach queer sein dürfen, ohne dass es einer Erklärung bedarf oder unsere Begriffe benutzt werden. Wenn zwei Männer verheiratet oder zusammen sind, dann ist das einfach so. Und schon gar nicht sollte es zur primären (und wahrscheinlich einzigen) Charakterzuschreibung werden.

Ich hatte mich eigentlich schon auf die Serie gefreut. Sie spielt ja in der gleichen Zeit, wie die Bücher der Initiative »Die hohe Republik«. Ich habe zwar bisher nur eine Handvoll der Bücher gelesen, doch sie waren bisher alle durchaus gut und lesenswert. Sie machen Freude beim Lesen, haben interessante Charaktere, mysteriöse neue Gegner. Es ist ein Zeitalter, das 200 Jahre vor der Skywalker-Saga spielt. So viel Potenzial zu vergeuden, muss man erst einmal hinbekommen.

Wieso lässt man den Autor*innen der Bücher nicht eine Serie konzipieren, die das Zeitalter gut einführt, die Gegner etabliert? Darauf kann man dann weiter aufbauen. Stattdessen gibt man jemandem eine Serie, die keine Ahnung von Star Wars hat, nur ihre eigene (Lebens)Geschichte erzählen will, auf Kosten von Fans, die sie weder respektiert noch kennt. Deshalb kann ich nicht umhin zu denken, dass man diese tolle Marke mutwillig zerstört. Warum auch immer man das tun sollte. Mit Andor hatten sie bereits gezeigt, dass es eigentlich anders geht. Doch das war wahrscheinlich nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Mineralwasser-Maschine

Ich trinke sehr gerne Mineralwasser. Vor allem mit den Säften zum Verdünnen von Yo, die 0 % Zucker haben. Wobei ich nicht das empfohlene Mischverhältnis verwende, sondern maximal 50 ml auf einen Liter Mineralwasser mische. Etwas Minze dazu, die bei mir wunderbar über dem Waschbecken in der Küche wuchert, und eine Zitronenscheibe. Das alles in einem Maßkrug aus dem Müllner Bräu in Salzburg, Edelstahl-Strohhalm rein und fertig ist die perfekte Erfrischung. Natürlich benötigt man Mineralwasser ebenso für diverse alkoholhaltige Mischgetränke. Sei es ein Aperol oder Limoncello Spritz oder einen leichten Sommerspritzer.

Der große Nachteil bei Mineralwasser, wie auch bei so manch anderen Lebensmitteln, die man einkauft, ist das Plastik. Es häuft sich über die Woche doch sehr viel an. Paradebeispiel im Sommer sind Beeren. Ich esse gerne Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und so weiter. Entweder ins Joghurt gerührt oder einfach so – sie gehören zum Sommer. Leider findet man kaum welche im Supermarkt, die nicht in Plastik verpackt sind. So ist der Plastikhaufen nach einem Wocheneinkauf schon recht groß, da müssen nicht auch noch unnötige Flaschen dazu.

Deshalb habe ich mich entschlossen, in einen SodaStream zu investieren. Genauer gesagt in den Crystal 3.0. Der war beim Schweinemarkt gerade im Angebot, mit drei Glasflaschen inklusive. Natürlich musste ich ebenso die SodaStream-Mischungen Cola und Pink Grapefruit testen. Von der Cola bin ich recht angetan, die andere muss ich erst noch testen. Ich mag es mittlerweile gar nicht mehr, wenn Essen oder Getränke zu dominant nach Zucker und Süße schmecken. Es geht der Geschmack verloren. Die Red Bull Cola und die Mischung von Sodastream finden, was dieses spezielle Getränk anbelangt, einen guten Weg.

Besonders praktisch sind natürlich die Menge an Glasflaschen, die bei dem Gerät dabei waren. So kann immer eine eingekühlt im Kühlschrank liegen. Jeden Tag ist zwar etwas viel, aber ab und an im Laufe der Woche Mineralwasser buchstäblich auf Knopfdruck zur Verfügung zu haben ist praktisch. Zwar steht jetzt wieder ein Ding mehr auf meiner Küchenzeile, dafür spare ich etwas Plastik ein.

Geduld und ein wildes Finale

Elden Ring ist mein erstes Souls-like Spiel. Das merke ich immer wieder, wenn mir so manche Boss-Kämpfe zu lange dauern oder ich denke, dass der Boss zu unfair ist. Aber FromSoftware, das Entwickler-Studio, welches das Genre quasi erfunden hat und die besten Spiele dieser Art liefert, hat ihre Bosse im Griff. Soll heißen, das Balancing ist ausgereift, durchdacht und es gibt (fast) keine unfairen Bosse und Kämpfe. Man muss sich eben nur die Zeit nehmen und die Gelassenheit an den Tag legen, um die Gegner zu lernen, ihre Bewegungsabläufe und Angriffe, um schlussendlich bestehen zu können.

Das Hauptspiel habe ich mittlerweile zweimal durchgespielt, die Erweiterung einmal. Für meinen nächsten Durchlauf im NG+ (New Game Plus), möchte ich mir selbst die Herausforderung stellen, keine Geisteraschen zur Unterstützung zu verwenden. Dabei handelt es sich um Geisterkrieger verschiedenster Art, die man sich für gewisse Kämpfe zu Hilfe holen kann. Jedoch habe ich mir durch deren Verwendung so manche Gegner zu leicht gemacht, weil die Geisteraschen teilweise sehr mächtig sind.

Beispielsweise beim berühmtesten Boss der Erweiterung Shadow of the Erdtree: Messmer. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, eine Weile zu benötigen, bis ich ihn bezwungen habe. Ich habe mich mit Zauber gestärkt, eine gute Waffe ausgewählt, die seine Schwächen ausnutzt, meine Imitatorträne als Geisterasche beschworen – ich wollte gut vorbereitet sein. Der Kampf war in zwei Minuten erledigt. Zu zweit waren wir einfach zu mächtig. Es ist manchmal nicht so leicht, eine richtige Balance zu finden. Aber in meinem neuen Durchgang nehme ich mir bewusst mehr Zeit für die Bosse und lerne etwas besser mit ihnen umzugehen.

Bei manchen werde ich mit Sicherheit frustriert eine Geisterasche zu Hilfe nehmen, wie beim letzten Boss der Erweiterung. Aber das sehe ich dann, wenn ich so weit bin. Es motiviert durchaus YouTubern wie Bushy oder Jokerface dabei zuzusehen, wie sie vorgehen, wenn sie einem neuen Boss gegenüberstehen. Sie schauen sich die Gegner an, lernen sie und überwinden schließlich diese Hürde. Das ist die Magie hinter Souls-Spielen: Das Hochgefühl, wenn man einen Gegner mit eigener Kraft und Geschicklichkeit überwunden hat.

Entsprechende Fertigkeiten brauche ich später für andere Spiele des Genres. Sei es Lies of P, die Dark Souls Reihe oder Bloodborne. Hier gibt es keine Geisteraschen, die man sich zu Hilfe holen kann. Man muss einfach nur besser werden. Ich hätte mir vor Elden Ring nie gedacht, dass mich so eine Art des Gaming reizen würde, aber es ist sehr reizvoll und lohnenswert. Es hat eine eigene Anziehungskraft, eine eigene Magie, die hinter diesen Spielen steckt.

Mondphasen-Geheimnisse

Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Geheimnisse sich in Elden Ring befinden. Seien es kleine Dialogschnipsel, die man nur zu hören bekommt, wenn man eine Quest in einer ganz bestimmten Reihenfolge erledigt, oder aber ganze Gebiete, die man nur erkunden kann, wenn man etwas Bestimmtes macht. Manchmal findet man in der Welt kleine Hinweise, die in eine Richtung lenken oder einen Ort erwähnen, an dem es weitergehen könnte, aber gelegentlich ist es einfach nicht zu durchschauen.

In der Erweiterung Shadow of the Erdtree spielt der Mond eine zentrale Rolle in einigen Geheimnissen, die es aufzudecken gilt. Seien es Gegenstände, die nur bei Nacht sichtbar werden und somit erst dann eingesammelt werden können oder eben Dialogoptionen, die es nur bei aufgegangenem Mond gibt. Ich bewundere Spieler*innen, die all das selbst herausfinden, unzählige Dinge probieren und jede Ecke der Welt erkunden, bis sie ihr alle Geheimnisse entrissen haben. Zwar mache ich gerne meine Erkundungen und schaue mich sehr genau um, dass ich auch nichts verpasst habe, aber wenn es zu komplex wird, fehlt mir entweder die Einsicht oder die deduktiven Fähigkeiten, auf bestimmte Geheimnisse selbst zu kommen. Manche Rätsel sind allerdings wirklich nicht offensichtlich.

Allerdings gehört das zum großen Reiz von Elden Ring und es öfter durchzuspielen. Man kann in einem Durchgang gar nicht alles erfahren und sich alle Gegenstände erspielen. Denn mit gewissen Handlungen versperrt man sich zwar Option A, aber schaltet eben Option B frei und so weiter. Es wird nicht langweilig und manche Optionen teste ich selbst gerne, um zu sehen, wie sich die Charaktere im Spiel verhalten oder was sie sagen, wenn man die Reihenfolge der Ereignisse etwas durcheinander bringt.

Experimentieren gehört eben genauso dazu, wie sich Hilfestellungen im Internet zu suchen, die es zur Genüge gibt. Spielmechaniken nutzen und ausreizen, ist die Freude an dem ganzen Unterfangen. Denn auch wenn es manche Spielerinnen nicht einsehen wollen: Es gibt kein falsches Vorgehen. Wenn es eine Option im Spiel ist, dann ist es von den Entwicklerinnen gewollt, dass man es verwendet. Oder eben nicht. Die Entscheidung trifft man nur für sich. Gatekeeper haben hier absolut nichts verloren. Wir wollen doch alle nur ein tolles Spielerlebnis.

Gaming Controller

Es gibt beim Gaming nichts Frustrierenderes als wenn der Controller nicht das tut, was er machen soll. Meinen Xbox Elite 2 Core Controller habe ich nun schon ein paar Jahre und bisher hat er mir hervorragende Dienste geleistet. Doch seit ein paar Wochen fällt mir immer wieder auf, dass die RB-Taste nicht ganz zuverlässig funktioniert. Ebenso hat eine der Rücktasten ähnliche Macken, was das Ganze wirklich nervig macht. Doch direkt einschicken wollte ich ihn noch nicht, da ich mich besonders bei Elden Ring sehr an den Komfort und das Game-Play-Vergnügen der zusätzlichen Tasten gewöhnt habe. Also musste Ersatz her.

Die Frage nach dem richtigen Gaming-Controller ist schon fast philosophisch. Je nachdem, was man möchte, kann man entweder 50 € ausgeben oder aber jenseits der 200 € fündig werden. Doch nach etwas Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es für mich eigentlich nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder ich bestelle mir wieder einen Elite 2 Controller oder aber ich gebe etwas mehr aus und investiere in einen Turtle Beach Stealth Ultra. So viel sei schon einmal verraten: Ich habe mich für einen Microsoft Elite 2 Controller mit allem Zubehör, das standardmäßig dabei ist, entschieden – dieses Mal also keine Core-Version. In einem einfachen Schwarz. Im Angebot war der für 128 € zu haben. Die Farben, die man sich über das Xbox Design Lab selbst zusammenstellen kann, waren mir keine 70 € wert.

Der Turtle Beach Stealth Ultra hat mich durchaus gereizt, weil dieser mit einem kleinen OLED-Display ausgestattet ist und damit direkt am Controller eingestellt wird. Natürlich kann man am PC oder der Xbox noch weitere Einstellungen vornehmen, doch das Einrichten der Tastenbelegungen, diverse Feinjustierungen und noch sehr viel mehr kann direkt am Controller erfolgen. Doch nicht nur die 200 € haben mich abgeschreckt. Es waren ebenso das geringere Gewicht (gegenüber dem Elite 2) und die fehlende Möglichkeit einer Shift-Tastenbelegung. Damit kann man manche Tasten doppelt belegen, was durchaus reizvoll ist.

Der Elite 2 von Microsoft mag seine Macken haben, doch Berichten zufolge kann man diese einfach einschicken, wenn man Probleme hat und man bekommt ein gutes, repariertes Gerät zurück. Der Stealth Ultra war mir schlussendlich zu komplex in seinen Einstelllungsmöglichkeiten, aber an anderer Stelle wieder nicht fein genug – da muss für das Geld noch einiges nachgebessert werden. Mit zwei Elite 2 Controllern habe ich nun zumindest immer Ersatz und kann den Core-Controller einschicken, vielleicht kann er repariert werden.

Für mich reichen die Elite 2 vollkommen aus. Sie fühlen sich wertig an und liegen mit ihrem Gewicht gut in der Hand. Controller dürfen durchaus etwas wiegen, solange es nicht zu viel wird. Denn wenn sie zu leicht werden, bekommt man das Gefühl, sie förmlich zerdrücken zu können. Die Einstellungsmöglichkeiten sind für mich ebenso ausreichend wie die Profile, die man sich speichern kann. Und wenn man dann noch ein Angebot erwischt, sind sie das Geld auf jeden Fall wert.