Browsing Category Blog

Your blog category

Baum fällt

Am Wochenende wurden ein paar Bäume im Garten gefällt. Die Birke war schon länger ein Dorn im Auge und seitdem ein paar größere Äste bei Stürmen abgebrochen sind, ist es auch nicht mehr der hübscheste Baum gewesen. Außerdem stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Birke innen bereits morsch war und es nur mehr eine Frage der Zeit gewesen wäre, bis erneut etwas abgebrochen wäre. Zudem wollte noch jeweils ein Kirsch- und ein Apfelbaum gefällt werden, die mehr Arbeit als schmackhafte Belohnungen lieferten. Doch so einfach ist es gar nicht, Bäume im Garten loszuwerden.

Manche fällen bestimmte Bäume nicht, weil die Bäume zu nah am Haus stehen oder sie kommen mit ihren Gerätschaften nicht in den Garten und so weiter. Zum Glück haben wir aber jemanden gefunden, der die Bäume komplett ohne Equipment Stück für Stück zerlegt. Mit einer guten Kletterausrüstung und einem, manchmal sogar zwei, Seilen um die Hüfte, stieg der Profi auf die Bäume. Wir hatten uns für dieses Unterfangen den besten Tag ausgesucht, denn es hatte 33 Grad und es war schwül – also perfekte Bedingungen.

Die beiden größten Herausforderungen waren unter anderem die Birke, weil diese einen schiefen Stamm hatte und eben bereits morsch war; jetzt mussten die Schnitte hier besonders gut gesetzt werden. Und dann noch die Kirsche, wo so manch dickere Äste bereits über den Zaun ragten und dieser natürlich nicht beschädigt werden sollte. Zum Glück ging alles gut, auch danke des gekonnten Vorgehens des Baumprofis.

Es ist schon beeindruckend dabei zuzusehen, wie solche Bäume von jemandem quasi im Alleingang gefällt werden können, mit nichts außer ein paar Steigeisen, einem Seil und einer Motorsäge. Aber wenn man so jemanden findet, kann man sich nicht nur Geld sparen, sondern ebenso viel Aufwand. Denn es sind keine großen Gerätschaften notwendig, keine großartigen Vorbereitungen oder sonstiges. Diese Wochen kommt noch der Rest des Kirschbaums dran, ein Baum wird vielleicht etwas bereinigt, die Baumstämme werden weggefräst und ein weiterer Apfelbaum kommt später auch noch dran.

Der Garten sieht jetzt nur etwas leer aus, aber wir haben natürlich schon Ideen für neue Bepflanzungen, die allerdings nicht so viel Pflegeaufwand sind wie die alten Bäume.

Pizzateig-Varianten

Pizza gehört zu den besten Speisen der Welt. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten. Die Möglichkeiten eine Pizza zu belegen sind endlos. Den Teig machen, belegen, ab in den Ofen und man hat ein wunderbares Essen. Vielleicht noch einen guten Weißwein dazu oder einen Sommer-Spritzer und der Abend ist gerettet. Doch so einfach ist es mit dem Teig nicht. Denn wie für den Belag, gibt es auch für den Teig selbst endlos viele Varianten, wie man diesen zubereiten kann.

Über die vergangenen Jahre habe ich zwei Rezeptvarianten gefunden, die ich am häufigsten verwende. Die erste Variante ist sehr einfach. Man sollte lediglich zwei Tage vorher wissen, dass man Pizza mag, ansonsten gibt es eigentlich nichts zu beachten. Die zweite Variante ist etwas aufwendiger und man benötigt ein spezielles Mehl für einen Teil des Teiges, aber es lohnt sich. Ich dachte mir, ich sammle diese beiden Varianten hier einmal.


Variante 1: Leider weiß ich nicht mehr, wo ich dieses Rezept und die Verhältnisse gefunden habe. Irgendwann habe ich sie mir notiert und leider nicht dazu geschrieben, wo ich ihn herhabe. Folgende Schritte sind involviert:

  1. 250 ml lauwarmes Wasser mit 1 Würfel frischer Hefe, 20 g Salz, 25 ml Olivenöl und einer Prise Zucker mischen (Alternativ mit etwas Honig)
  2. 463 g Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Wasser-Gemisch vermengen.
  3. Am besten mit einer Küchenmaschine 10 Minuten kneten lassen.
    Je nachdem wie der Teig aussieht, kann man noch etwas Wasser oder Mehl ergänzen.
  4. Den fertigen Teig in eine Teigschüssel oder Ähnliches geben und 30 min. an einem warmen Ort gehen lassen.
  5. Anschließend 48h in den Kühlschrank.

Das ist die einfachste Variante eines Pizzateigs. Alles zusammenrühren und dann 2 Tage warten. Ich experimentiere hier gerne mit dem Mehl und teste verschiedenste Kombinationen. Letztens habe ich beim Billa ein Pasta- und Pizzateigmehl entdeckt und der Teig war vollkommen anders als sonst. Das Mehl macht einen großen Unterschied. Das zeigt auch die folgende Variante.


Variante 2: Hierzu habe ich ein YouTube-Video. Zwar habe ich mir das Rezept und Vorgehen mal herausgeschrieben, aber man sollte erst sehen, wie es der Profi macht. Im Grunde rührt man zuerst einen Grundteig an, den man anschließen 16 bis 24 Stunden gehen lässt. Anschließend macht man den Teig fertig, faltet diesen immer mal wieder, bevor man schließlich einen fertigen Pizzateig hat. Es ist etwas aufwendiger und erfordert ein spezielles Mehl (Manitoba, um genau zu sein), doch der Aufwand lohnt sich. Das ist eines der besten Pizzarezepte.

Endlose Möglichkeiten, sich zu verlaufen

Ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass Shadow of the Erdtree lediglich eine Erweiterung von Elden Ring ist. Man kennt natürlich DLCs von anderen Spielen, manchmal sind sie nur eine Stunde lange, vielleicht im Extremfall 10 Stunden. Shadow of the Erdtree schreibt allerdings die Definition eines DLC völlig neu. Die Dimensionen, die diese einfache Erweiterung annimmt, versetzt mich immer wieder in Erstaunen. Am meisten ist es allerdings die unfassbar vertikale Leveldesign. Episch, trifft es wohl am besten.

Die Höhen, die man darin erklimmt und die Tiefen, in die man hinabsteigt, übertreffen alles, was ich bisher von einem Rollenspiel kenne. Die Geschichten, die sich dahinter verbergen, die Mythologie der Orte und die Charaktere, denen man begegnet – alles ist neu. Kaum etwas ist vom Hauptspiel kopiert, bis auf ein paar Gegner natürlich, aber auch hier begegnet man hauptsächlich neuen Typen. Das alles zu entdecken bereitet so unfassbar viel Freude. Ich hätte mir nicht gedacht, dass mich Shadow of the Erdtree dermaßen begeistert.

Mittlerweile schaue parallel YouTubern wie Jokerface oder Bushy zu, wie sie ihre Reise gestaltet. Welche Rüstungen, Waffen und Strategien sie anwenden. Es gibt so viel zu entdecken und auszuprobieren, da brauche ich einfach etwas Unterstützung. Jeder Spielerin hat ein anderes Vorgehen, bevorzugt unterschiedliche Kampfstile, da darf man sich gerne etwas inspirieren lassen. Bei Jokerface und Bushy fasziniert mich besonders deren Denkweise. Jokerface nimmt alles mit, liest sich die meisten Texte der Gegenstände durch, redet mit allen Charakteren und will die Lore, die Geschichte, ebenso erleben wie die Kämpfe. Bushy interessiert sich überhaupt nicht für die Geschichte, sondern nur für die Welt und Gegner an sich.

Alleine bei den beiden sind schon zwei extreme abgebildet, eines viel breiteren Spektrums. Dass Elden Ring und das DLC so erfolgreich sind, hat natürlich einen Nachteil: viele beschweren sich über den Schwierigkeitsgrad. Genauer gesagt darüber, dass man diesen nicht einstellen kann. Man ist der Vision von Miyazaki ausgeliefert. Aber es ist eben ein Souls-like Spiel vom Schöpfer des Genres. Was erwartet man sich anderes? Elden Ring ist auch mein erstes Souls-like Spiel und ja, ich hatte und habe meine frustrierenden Momente, doch ich verlange nicht, dass FromSoftware den Kern und die Essenz ihres Spiels ändert. Ich muss mich dem Spiel anpassen, die Geduld und die Strategien entwickeln, um in der Welt zu bestehen. Alleine das ist schon reizvoll und mit so einigen lohnenswerten Momenten versehen.

Umgang mit Hunden

Ich gehe gerne Spazieren. Gerne auch mal ein paar Stunden. Es ist eine wunderbare Art zu entspannen, rauszukommen und Podcasts zu hören. Was mir dabei immer wieder auffällt: kaum jemand scheint in der Lage zu sein, richtig mit Hunden umzugehen. Es ist schon erstaunlich, dass sich Menschen bemüßigt fühlen, ein Tier in ihr Leben zu holen und sich dann allerdings nicht damit beschäftigen. Katzen sind etwas anderes, die brauchen kein Training und man dient ihnen eher. Aber das ist auch in Ordnung so.

Hunde auf der anderen Seite müssen anders behandelt werden. Zum einen muss man eine ordentliche Hierarchie aufbauen. Immerhin ist man für sie der Rudelführer, der Chef und hat zu sagen, wo es lang geht. Doch meistens ist es eher umgekehrt. Hier wird ein Hund mit einem Halsband gewürgt, weil kräftig daran gezogen wird, kaum dass er oder sie einen falschen Schritt macht, dort zieht die Hündin den Menschen spazieren. Es ist einfach absurd.

Wenn man sich einen Hund zulegt, muss man sich entsprechend damit beschäftigen. Sie brauchen Training, jemanden, der ihnen vorgibt, was gemacht wird. Immerhin sind es intelligente Tiere, die Abwechslung benötigen und Herausforderungen. Doch viele scheinen die Aussage »der beste Freund des Menschen« zu wörtlich zu nehmen. Sie sind keine Menschen und sie zu sehr zu vermenschlichen hilft niemandem. Es schadet eher.

Ich denke, wenn man einen Test oder Führerschein einführen würde, um Hunde halten zu dürfen, müssten mindestens die Hälfte ihren Hund wieder abgeben. Zwar benötigt man in Österreich einen Hundeführerschein, aber nur wenn es sich dediziert um Kampfhunde handelt. Doch jeder Hund kann gefährlich werden. Alles über einen Beagle müsste meiner Meinung nach mit einem entsprechenden Führerschein kombiniert werden. Alleine schon deshalb, damit sich die Menschen etwas mehr damit auseinandersetzen, welche Aufgabe und vor allem Verantwortung sie sich damit aufhalsen.

Es ist eben nicht damit getan, den Hund einfach nur süß zu finden und zu hoffen, dass er sich richtig verhält. Es steckt sehr viel mehr dahinter. Allen wäre geholfen, wenn sich Menschen etwas mehr Gedanken darüber machen würden, was ein Hund benötigt. Wie man mit ihnen umgeht und ob man überhaupt die Zeit und das Geld investieren will, die mit einer richtigen Erziehung einhergehen.

The journey so far

Zum Zeitpunkt, wo ich diesen Text schreibe, habe ich etwa 15 bis 20 Stunden in Shadow of the Erdtree gesteckt. Das DLC zu Elden Ring ist großartig und hat meine hohen Erwartungen übertroffen. Im ersten Gebiet habe ich mich noch komplett alleine durchgeschlagen, ohne Guides oder Maps oder sonstige Hilfsmittel. Dieses Konzept, das Spiel selbst zu erleben und nicht zu wissen, was mich auf der anderen Seite eines Nebeltores erwartet, behalte ich auch bei. Ich bahne mir meinen eigenen Weg durch die Schattenlande. Aber ich komme nicht umhin, diverse Ressourcen zu verwenden oder in die Videos von ein paar YouTubern hineinzuschauen. Welche das sind, will ich heute durchgehen.

Was die Let’s Plays und Walkthroughs auf YouTube angeht, sind es natürlich die üblichen verdächtigen: Jokerface und TheRadBrad. Bei Bushy schaue ich zwar ebenfalls gelegentlich rein, aber seine Videos spare ich mir auf, wenn ich mit meinem ersten Durchlauf fertig bin. Was mich tatsächlich am meisten interessiert, ist, wie die Reise von anderen aussieht. Denn das Spiel hat immer wieder Abzweigungen und bietet alternative Routen. Geht man direkt in die Shadow Keep am Scadu Altus oder biegt man vorher rechts ab und kämpft sich durch Bonny Village und den anschließenden Berg. Jede*r findet einen eigenen Weg und das ist das großartige an Elden Ring: Es gibt nicht den einen richtigen Kurs.

Wenn ich ein Gebiet mehr oder weniger abgegrast habe und meine alles gemacht zu haben, werfe ich parallel immer einen Blick auf die interaktive Wiki-Karte, um sicherzugehen, dass ich nichts Wichtiges verpasst habe. Seien es Dungeons, die sich in einem dunklen Eck verstecken oder Gegenstände, die auf Dächern warten, eingesammelt zu werden. Das Wiki ist eine hilfreiche Seite für alle möglichen Situationen. Man merkt auch, dass Shadow of the Erdtree noch frisch ist, da manche Seiten noch gar nicht befüllt sind oder spärlich.

Das ist es, was ich früher meinte, dass Shadow of the Erdtree eine Community-Erfahrung sein kann. Genau so fühlt es sich aktuell an. Alle Spieler*innen erleben das Spiel zwar auf ihre eigene Weise, aber alle zur gleichen Zeit. YouTube und Webseiten füllen sich allmählich mit Informationen, es werden Erfahrungsberichte auf Reddit ausgetauscht. Es ist fantastisch.

Einen YouTube-Kanal, den ich besonders empfehlen möchte, da er mir mit Shadow of the Erdtree besonders positiv aufgefallen ist, ist Doms Roundtable (http://www.youtube.com/@DomsRoundtable). Die Art von Videos, die er macht, sind darauf bedacht, die Spieler*innen durch das DLC zu führen. Das macht er auf unterschiedliche Weise. Eine Video-Reihe beschäftigt sich mit Dingen, die man eventuell verpasst hat, wobei er die Gegenden mehr oder weniger chronologisch durchgeht. Dann empfiehlt er builds, die man probieren kann, erzählt von seinen Vorgehensweisen und so weiter. Es ist ein großer Fundus an Informationen, unterhaltsam sowie kurzweilig aufbereitet und es erscheinen aktuell fast jeden Tag neue Videos.

Mir gefallen in Elden Ring die vielen Möglichkeiten, den eigenen Charakter zusammenzustellen, sehr. Sei es die Waffengattung, Rüstung, ob man eher als Krieger oder Magier unterwegs sein will, welche Geister man sich zu Hilfe ruft und so weiter. Aber diese Fülle an Möglichkeiten ist schnell überwältigend. Da finde ich solche Kanäle, die Tipps geben, wie man einen Charakter ausstatten kann und welche Kombinationsmöglichkeiten besonders wirkungsvoll sind, sehr hilfreich. Besonders, wenn ich später bei einem New Game+ alle Gegenstände von Anfang an zur Verfügung habe.

Ich bin schon gespannt, wie lange ich für meinen ersten Durchlauf benötigen werde. 50 Stunden sind sicherlich nicht untertrieben. Insofern freue ich mich noch auf sehr viele schöne, manchmal frustrierende, aber stets herausfordernde Stunden im Realm of Shadow.

Eine neue Welt erkunden

Open World Rollenspiele haben mich schon immer fasziniert. Eine Welt zu entdecken, ihre Geheimnisse zu lüften, meinen Charakter so weiterzuentwickeln, wie ich es möchte. Manchmal geschieht dies natürlich in einem engeren Rahmen. Seien es Spiele wie Assassins Creed oder The Witcher III. Aber es gibt Abstufungen in der Freiheit, die einem die Entwickler*innen gewähren. Über die vergangenen Jahre ist mir aber ein Konzept von Open World Spielen immer unsympathischer geworden: Fragezeichen auf der Karte.

Es ist ein Ubisoft-Problem, aber andere haben sich das ebenfalls angeeignet. Man reist durch die Welt, schaltet Gebiete frei und so weiter. Auf dem Weg deckt man automatisch die Karte auf oder findet Kartenfragmente. Damit werden allerdings Punkte auf der Karte markiert, die man sich ansehen sollte. Meistens mit Fragezeichen oder ähnlichen Markierungen wird den Spielerinnen suggeriert: hier könnte etwas Interessantes sein. Es ist prinzipiell ein gutes Konzept, das die Spielerinnen an die Hand nimmt und durch die immer größeren Welten führt. Doch seit ich Elden Ring spiele, mag ich dieses automatische Markieren auf der Karte nicht mehr.

In Elden Ring findet man Kartenfragmente, schaltet damit also einen Teil der Karte frei und kann sich daran etwas orientieren. Aber Katakomben, Ruinen, Burgen und Festungen – kurz: alle Arten von Dungeons – werden erst auf der Karte markiert, wenn man sie gefunden hat. Wenn man sich die Mühe gemacht hat, jeden Winkel abzugrasen und abzusuchen. Es ist vielleicht etwas mühsamer und langwieriger, aber es ist sehr viel befriedigender, es selbst entdeckt zu haben. Außerdem stellt FromSoftware verschiedenste Marker zur Verfügung, die man selbst auf der Karte platzieren kann, damit man später an den Punkt erinnert wird, wo noch etwas zu erledigen war.

Wenn die Karte vorab mit vielen Fragezeichen markiert ist, dann fühle ich mich bemüßigt, diese zu erkunden. Es ist eine Liste an Aufgaben in einem Spiel, die ich eigentlich gar nicht haben möchte. Damit wird es schnell zu Arbeit. Denn es sind ja nicht nur fünf oder sechs, sondern es werden schnell dutzende Markierungen, die abgearbeitet und erkundet werden wollen. Wenn allerdings die Karte leer ist, dann bleibt es mir überlassen, wie weit ich in meiner Reise gehen will. Es steckt die Spieler*innen in eine aktive Abenteurerrolle. Es ist ein kleiner, aber durchaus essenzieller Unterschied, der mir mit Elden Ring erst so richtig bewusst geworden ist.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Denn man findet in Elden Ring gelegentlich Notizen und Nachrichten von diversen Charakteren oder bekommt entsprechendes überreicht. Manchmal sind es Schatzkarten oder handgezeichnete Karten mit Markierungen. Ich würde mir wünschen, dass man diese auf die Karte der Welt übertragen könnte, damit diese leichter aufzufinden sind. Es würde schon ausreichen, wenn ich die Notizen mit der tatsächlichen Karte übereinanderlegen könnte und damit nach den Stellen besser suchen kann. Dann noch entsprechend mit den Markern, die es gibt, markieren und es passt. Es wäre noch so ein kleines Feature, das das Spiel noch besser machen würde.

Andere Studios können sich für zukünftige Rollenspiele eine große Scheibe von FromSoftware und Elden Ring abschneiden. Und Karten sind ein wichtiger Teil dieses Konzepts. FromSoftware hat nicht nur gezeigt, wie man Open World Rollenspiele auf ein neues Level heben kann, sie haben auch gezeigt, wie ein DLC aussehen kann.

Gratis Serien schauen?

Im vergangenen Jahr lag ich über eine Woche mit Corona, Kopfschmerzen und Fieber auf der Couch und konnte nicht viel ausrichten. Dies nahm ich zum Anlass, über drei Staffeln Stargate SG-1 zu schauen. Zum Glück kannte ich die Serie schon sehr gut, da ich sie in meiner Kindheit oft gesehen habe. Ich hatte sogar die DVDs von einigen, wenn nicht allen Staffeln, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Jedenfalls war die Vorkenntnis nötig, da ich nicht unbedingt immer alles mitbekommen habe. Es lief im Hintergrund und bot mir gute Gesellschaft, während ich mich auskurierte.

Von BlueBrixx kommen seit Anfang des Jahres mehr oder weniger regelmäßig Klemmbaustein-Sets zu den Stargate-Serien heraus. Für dieses Jahr haben sie sogar einen Adventskalender angekündigt. Diese habe ich zum Anlass genommen, wieder etwas weiter zu schauen. Doch ein Abo bei Amazon, genauer gesagt dem MGM-Channel, wollte ich nicht unbedingt abschließen, da ich nicht weiß, wie oft ich wirklich dazu komme, mal eine Episode zu schauen. Da ist mir aufgefallen, dass SG-1 bei freevee verfügbar ist. Das ist Amazons Gratis Streaming-Service. Man kann darin alles Mögliche schauen, aber eben mit Werbeunterbrechungen.

Bisher hielt es sich bei Stargate SG-1 sehr in Grenzen. Ich glaube, ich habe mittlerweile knapp 10 Episoden geschaut und es waren erst einmal zwei Werbeclips in einer Episode, ansonsten einer, wenn überhaupt. Und sämtliche Clips dauern maximal eine halbe Minute. Das ist durchaus verträglich, wenn man bedenkt, dass wir das früher mit über 10 Minuten Werbung geschaut haben. Eigentlich unfassbar, dass man eine Serien-Episode von knapp 40–45 Minuten auf eine gute Stunde hoch-gepusht hat. Da ist die Variante von Amazon wirklich weit entfernt.

Um zwischendurch am Abend eine Folge Stargate zu schauen, nehme ich das gerne in Kauf. Die Serie ist fantastisch und heute noch ebenso gut zu schauen wie damals. Und jetzt, mit einigen Jahren Abstand, entdeckt man neue Qualitäten oder Zusammenhänge, die man vorher vielleicht nicht ganz mitbekommen hat. Jedenfalls bin ich wieder leicht im Stargate-Fieber. Das SG-1 Team bei ihren Abenteuern zu begleiten, macht Freude. Die Episoden sind durchaus mitreißend geschrieben und spannend inszeniert. Nicht jede Serie kann von sich behaupten, so gut gealtert zu sein. Und da ich erst bei Staffel 4 bin, kann ich mich noch auf jede Menge Abenteuer freuen.

Die ersten Stunden im Realm of Shadow

Das Elden Ring DLC Shadow of the Erdtree beginnt relativ ruhig. Nachdem Mohg bezwungen ist, wartet man auf die Veröffentlichung der Erweiterung. Schließlich gibt man an besagtem Tag den Code der Collector’s Edition ein. Das DLC wird geladen und installiert, während man im Büro seiner Arbeit nach geht. Am Abend startet man schließlich das Spiel und sieht sofort: Etwas ist anders. Jemand steht vor Miquellas Ei. Man redet mit der Person (Leda?) und berührt schließlich die Hand von Miquella, die aus dem Ei herausragt und bereits Mohg den Weg in seinen Palast gewährte. Es folgt eine schwarze Überblende und als Tarnished und frisch gekrönter Elden Lord steht man in einer Höhle im Reich der Schatten.

Alles soweit unspektakulär. Aber diese subtile Epik ist ebenfalls ein Markenzeichen dieses Spiels, das mich so sehr fesselt. Als Erstes wurde ich von einem fantastischen Ausblick überwältigt. Die Kulisse ist wie immer atemberaubend und ich kann es kaum erwarten, jeden einzelnen Winkel davon zu erkunden. Das „Startgebiet“, wenn man so will, hat mich gleich mal gefordert. Der zweite Gegner hat mich bereits das erste Mal getötet. Es war der Invader-artige Typ mit den Klauen, der mich mit seinem Schadens-Output überrascht hat. So wie jede Art von Gegnern bisher.

Miyazaki mag untertrieben haben, was den Umfang, die Größe und andere Aspekte des DLC angeht, aber den Schwierigkeitsgrad hat er wirklich akkurat getroffen. Aber so sollte es auch sein: anspruchsvoll. Im Startgebiet habe ich alle Gegner mitgenommen: den Geisterritter, den Drachen und natürlich den ersten Remembrance-Boss: Devine Beast Dancing Lion. Ich habe mir beim zweiten Versuch dann etwas Unterstützung geholt. Es war ein sehr cooler Kampf und Gegner. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht und wie groß das DLC wirklich ist. Es ist nur noch der wandelnde Ofen übrig, aber ob der bezwungen wird, so früh, muss sich noch herausstellen.

Das neue System, um im neuen Gebiet besser bestehen zu können, finde ich so genial wie simpel. Ich habe mir schon etwas Gedanken gemacht, wie so ein Leveling-System wohl aussehen könnte, aber das mit den Scadutree-Zusätzen ist nachvollziehbar und passt perfekt in die Welt von Elden Ring. Schön, endlich mal ein Elden Ring ohne große Guides oder sonstiges zu bewältigen. Ich bahne mir meinen eigenen Weg. Nur die Karte des entsprechenden Wikis nehme ich mir gelegentlich zu Hilfe, sodass ich auch keine Höhle und keinen Dungeon verpasse.

Das Internet ist etwas Wunderbares

Diese Woche hat mir zum wiederholten Male gezeigt, warum ich gerne die Krautreporter unterstütze. Es ist ein fantastischer Zusammenschluss von Journalist*innen, die nicht nur über das tägliche Weltgeschehen informieren, sondern auch spannende Artikel und Essays zu allen möglichen Themen veröffentlichen. So wie eben den Text von Lisa Bullerdiek: Natürlich sollten wir das Internet retten.

Darin schreibt sie, wie wir unser Verständnis vom Internet verändern können, um eine positivere Sicht auf das ganze Thema zu haben. Denn wenn wir ehrlich sind, fühlen wir uns oft den Dingen ausgeliefert. Die Algorithmen sagen uns, was wir schauen und anklicken sollen; KI nimmt einen immer größeren, meist undurchsichtigen Platz im Internet ein und wir sind quasi nur passive Wesen, die zum Konsum verdammt sind. Doch das geht auch anders. Stattdessen „müssen wir uns als Teil von Netzwerken betrachten“. Wir nutzen die Dinge, die uns angeboten werden immerhin, also sind wir entsprechend ein Teil dieser verschiedenen Netzwerke.

Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann möchte niemand das Internet abschalten, verbrennen und als ein gescheitertes Experiment betrachten. Dafür gibt es zu viele schöne Dinge darin. Mit Sicherheit hat jede*r von uns eine Nische, wenn nicht sogar mehrere, die als ein positives Beispiel dienen. Die wunderbaren nerdigen Seiten, in all ihren Farben und Formen. Seien es Koch- oder andere Hobbyseiten, Wikis, Fanseiten oder Facebook-Gruppen, wo man sich gegenseitig unterstützt. Vor ein paar Tagen habe ich das Magazin Elska vorgestellt als eine meiner neuesten Entdeckungen (Ein Monat voller Regenbögen).

Ein weiterer Vorschlag, der aus Lisa Bullerdieks Text herausgeht, ist, dass mehr Dinge, die wir für das Internet benutzen, aus öffentlicher Hand kommen sollten. Etwas, das man den großen Konzernen, wie Meta und Google, entgegenstellen kann. Browser oder dergleichen könnten von Universitäten kommen oder, wie ich finde, zu groß gewordene Archive im weitesten Sinne, die der Öffentlichkeit dienen und Existenzen finanzieren, in öffentliche Hand überführen. Das ist schon länger ein Gedanke, den ich mit mir herumschleppe: Warum ist YouTube noch immer in Googles Kontrolle?

Die Berufsbezeichnung YouTuber mag vor einigen Jahren noch lächerlich gewesen sein, doch mittlerweile verdienen sehr viele Menschen ihren Lebensunterhalt damit. Auf verschiedenste Art und Weise, mit den unterschiedlichsten Themen. Manche nur durch YouTube, andere nehmen noch Patreon, Steady und andere Finanzierungsmöglichkeiten hinzu. Der Kern des Ganzen ist aber deren YouTube-Kanal. Meiner Meinung nach müsste YouTube zu über 50 % aus öffentlicher Hand geführt werden. Ein Vergleich wäre vielleicht Wikipedia.

Ich halte es eigentlich für falsch und kritisch, die gesamten Einnahmen und die eigene Existenz von den Entscheidungen eines Unternehmens abhängig zu machen. Es mangelt allerdings an echten Alternativen. Aber nicht nur das ist YouTube mittlerweile geworden, ein Beruf, sondern es ist auch ein Archiv. Ein Archiv für alte und neue (Fernseh)Sendungen, Filme, Serien, Clips, Spiele, Anleitungen, Diskussionen und so viel mehr. Eine neue öffentliche Plattform zu gründen, ist zum Scheitern verurteilt. Allerdings ist es meiner Meinung nach im Interesse der Allgemeinheit, wenn Google nicht mehr die alleinige Kontrolle über YouTube hat. Es ist zu groß, zu vielfältig und zu einer zu zentralen Anlaufstelle geworden, wenn man etwas mit Videos machen möchte.

Das Internet, in all seinen Varianten, ist etwas Wunderbares. Aufgeben oder in die Nischen zurückziehen, ohne den Rest zu beachten, ist keine Lösung. Feiern wir das Positive daran, verändern wir unser Verständnis darüber, wie wir in diesen Netzwerken agieren, als aktive Teilnehmer. Wir sind dafür verantwortlich, was wir aus dieser variantenreichen Technologie machen.

Und noch viel wichtiger: Unterstützen wir diejenigen Projekte, die wir nutzen, damit es sie weiterhin gibt. Entfachen wir die Leuchtfeuer der positiven Beispiele, wie es Krautreporter eines ist. Hier noch einmal der Link zum besprochenen Artikel: Natürlich sollten wir das Internet retten

Hinab ins Reich der Schatten

Ich schreibe diesen Text am Donnerstag. Die nächsten Tage und Wochen werden wieder sehr Elden Ring-lastig werden. Nur als kleine Vorwarnung. Nachdem ich mittlerweile über 200 Stunden innerhalb weniger Monate mit dem Hauptspiel verbracht habe, war es keine Frage, dass ich mir vom DLC Shadow of the Erdtree die Collector’s Edition hole. Diese kam heute an und hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Manche Unternehmen, wenn sie eine solche Edition herausbringen oder überhaupt Produkte herstellen, geben sich mit der Verpackung keine sonderlich große Mühe. Besonders ab einem bestimmten Preispunkt kann man eine gewisse Qualität bei der Verpackung erwarten. Das ist mir schon im Vergleich von PS5 und XBox Series aufgefallen. Die PS5 ist zweckmäßig eingepackt, wie jedes andere elektronische Gerät – mehr oder weniger. Wenn man die XBox auspackt, ist es schon eine eigene Experience. Man klappt die große Box auf und sie liegt wie auf dem Präsentierteller vor einem. Oder Apple Produkte, die ebenfalls in den meisten Fällen wirklich gut verpackt sind. Es macht Freude, diese Geräte auszupacken. So ist es nun auch bei dieser Collector’s Edition.

Die ersten drei Ebenen, von der schützenden Papierschicht, über die Umverpackung, bis hin zur eigentlichen Box, ist alles in einem Design gehalten. So eröffnen sich langsam immer mehr Schichten. Die letzte große Box klappt man wie ein großes Tor auf und Messmer erwartet einen. So stelle ich es mir in etwa im Spiel vor. Man öffnet ein riesiges Tor und steht dem Boss gegenüber. Anschließend ist man mehrere Stunden beschäftigt, diesen zu besiegen.

Die Figur ist fantastisch und detailliert gestaltet, mit jeder Menge zu entdecken. Mir sind erst an der Figur, die mit Flügeln ausgestatteten Schlangen aufgefallen. Sie lassen sich ebenfalls in sämtlichen Symbolen auf der Box wieder finden. Einfach großartig.

Heute wurde außerdem ein großes Update für Elden Ring veröffentlicht, welches einige Quality-of-Life Features beinhaltet und etwaige Verbesserungen natürlich. Ich vermute aber, dass erste Inhalte des DLC damit ebenfalls geladen werden, sonst wäre es nicht über 20 GB groß. Der Rest wird morgen, den 21. Juni 2024, geladen. Damit kann es am Abend schließlich losgehen und wir steigen hinab in den Shadow of the Erdtree.